Test: be quiet! Dark Power Pro 11 Netzteil

Hocheffizient & leise 5 Min. lesen
Geh├Ąuse & Netzteile  / Niklas Ludwig

Die neuen Netzteile der be quiet! Dark Power Pro 11 Serie sind allesamt 80Plus Platinum zertifiziert und sollen einen noch leiseren Betrieb als ihre Vorg├Ąnger erm├Âglichen. Wir haben uns das Netzteil-Flaggschiff von be quiet! mit einer Leistung von 550 Watt genauer angeschaut.

├ťbersicht

Nach dem bereits sehr guten Dark Power Pro 10 folgt nun das Dark Power Pro 11. W├Ąhrend die Effizienz der Vorg├Ąngermodelle f├╝r das 80Plus Gold-Zertifikat gereicht hat (lediglich das 850-W-Modell erhielt den Platinum-Status), d├╝rfen sich bei der neuen Version alle Modelle mit dem 80Plus Platinum-Zertifikat schm├╝cken. Das bedeutet, dass die neuen Netzteile eine Effizienz von bis zu 94 Prozent bieten. Der neue Silent Wings 3-L├╝fter soll zudem einen noch leiseren Betrieb erm├Âglichen. Vom Vorg├Ąnger wurden Funktionen, wie das Kabelmanagement sowie der Overclocking-Key ├╝bernommen. Letzterer erm├Âglicht den Wechsel zwischen vier unabh├Ąngigen 12-Volt-Leitungen und einer massiven 12-Volt-Leitung. Zudem sind Technologien wie Full Bridge, LLC, Synchronous Rectifier und DC/DC mit von der Partie, die f├╝r die hohe Signalstabilit├Ąt, Spannungsanpassungen sowie den hohen Wirkungsgrad verantwortlich zeichnen. Hochwertige 105┬░C-zertifizierte japanische Kondensatoren sollen eine hohe Zuverl├Ąssigkeit und Lebensdauer gew├Ąhrleisten. Neben der von uns getesteten 550-Watt-Version gibt es noch Modelle mit 650, 750, 850, 1.000 sowie 1.200 Watt Leistung.

Spezifikationen

┬áProduktLeistung in WattEffizienzZertifizierungKabelL├╝fterGarantieMa├če in mmPreis
be quiet! Dark Power Pro 11
550, 650, 750, 85, 1000, 1200 W<92%80PLUS
Platinum
teilmodular135 mm5 Jahre
180 x 150 x 86 mm

Leistung

+3,3V+5V+12V112V212V312V4-12V+5Vsb
25 A22 A20 A20 A25 A25 A0,5 A3 A

Anschl├╝sse

20+4 Pin (ATX Mainboard)8 Pin CPU4+4 Pin CPU6 Pin GPU6+2 Pin GPUIDE 4 PinSata 5 PinFloppyL├╝fter
111145814

Lieferumfang

  • be quiet! Dark Power Pro 11
  • Anleitung
  • Kabelbinder
  • Schrauben
  • Kaltger├Ątekabel
  • Overclocking-Key

be quiet! Dark Power Pro 11 - Verpackung be quiet! Dark Power Pro 11 - Kabel

Design & Eigenschaften

be quiet! hat die Technik des Dark Power Pro 11 in ein schwarzes Geh├Ąuse verfrachtet, das 180 x 150 x 86 Millimeter misst. Durch die L├Ąnge eignet es sich nur bedingt f├╝r kleinere Geh├Ąuse. An zwei ├Ąu├čeren Enden wird es von jeweils einem leicht gummierten Streifen umrundet, der das Netzteil vom restlichen Geh├Ąuse entkoppeln soll. Die R├╝ckseite mit dem Stromanschluss und den Schraubvorrichtungen unterscheidet sich nicht von anderen Netzteilen und weist ein Wabenmuster zur Bel├╝ftung auf.

be quiet! Dark Power Pro 11 - L├╝fter be quiet! Dark Power Pro 11 - Draufsicht

be quiet! hat den L├╝fter und Lufteinlass ├╝berarbeitet (li). Aufkleber auf der Seite heben den Produktnamen hervor (re).

Hinter dem L├╝ftergitter l├Ąsst sich der neue Silent Wings 3-L├╝fter erkennen. Der 135-mm-L├╝fter soll nochmals deutlich leiser als sein Vorg├Ąnger sein. Dazu hat der Hersteller elektronische und mechanische Optimierungen vorgenommen. Unter anderem wird durch das L├╝fterblatt-Design ein optimierter Luftstrom erzeugt und ger├Ąuschverursachende Turbulenzen sollen reduziert werden. F├╝r einen ruhigen Lauf und eine lange Lebensdauer zeichnet ein Fluid-Dynamic-Lager mit Kupferkern verantwortlich. Zudem setzt be quiet! auf einen 6-Pol-Motor mit IC-Motorsteuerung, wodurch selbst bei geringer Drehzahl ein vibrationsarmer Lauf gew├Ąhrleistet werden soll. Zudem f├Ąllt der trichterf├Ârmige und nicht ganz runde Lufteinlass auf, der eine bessere K├╝hlleistung erm├Âglichen soll. Auf den beiden Seitenw├Ąnden des Dark Power Pro 11 hat be quiet! jeweils einen gro├čen Aufkleber mit technischen Daten aufgebracht.

be quiet! Dark Power Pro 11 - Anschl├╝sse be quiet! Dark Power Pro 11 - Stromanschluss

Das ATX-Kabel ist fest mit dem Netzteil verbunden (li). Ein Wabengitter l├Ąsst die warme Luft entweichen (re).

Auf der Seite der Anschl├╝sse wird das teilmodulare Kabelmanagement sichtbar. Bis auf den ATX-Strang k├Ânnen alle Kabel modular an das Netzteil angeschlossen werden. Die Kabel sind alle ausreichend lang und zudem mit einer hochwertigen Ummantelung versehen. Zudem bietet das Kabelmanagement vier Anschl├╝sse f├╝r L├╝fter und einen Anschluss f├╝r den Overclocking-Key. Mit diesem Schalter kann zwischen dem Single- und Multi-Ray-Betrieb umgeschaltet werden. An der Verarbeitung gibt es nichts zu bem├Ąngeln. Lediglich die einzelnen Streben des L├╝ftergitters k├Ânnten etwas stabiler sein.

Leistungstest

  • Prozessor: Intel Core i7-6700K 4,0 GHz (Skylake), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus RoG Maximus VIII Extreme
  • K├╝hler: Noctua NH-U14S
  • Ram: 16 GB G.Skill Ripjaws V DDR4 2.400 MHz CL 15-15-15-35
  • Systemlaufwerk: Intel SSD 750 420 GB
  • Grafikkarte: MSI Radeon R9 390X
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: be quiet! Dark Power Pro 11

Unser Testsystem weist einen Strombedarf von etwa 60 Watt (IDLE) bis ca. 550 Watt (Volllast), abh├Ąngig vom Netzteil, auf. Der Prozessor wird mit dem Tool CPU-Burn ausgelastet, f├╝r die Auslastung der Grafikkarte kommt der Benchmark 3DMark Fire Strike Extreme zum Einsatz. Das Auslesen der Leistungsaufnahme erfolgt mit dem Verbrauchsmessger├Ąt der Firma Voltcraft Plus Energy Monitor 3000. Die Leistungsaufnahmen haben wir in den vier Betriebszust├Ąnden Ausgeschaltet, Standby, Idle und Load gemessen. Zum Vergleich haben wir das be quiet! Pure Power 9 mit 600 Watt Leistung hinzugezogen

Die hohe Effizienz von bis zu 94 Prozent spiegelt sich auch in unseren Benchmarks wider. Im Leerlauf f├Ąllt die Leistungsaufnahme des gesamten Systems mit 66 Watt bereits angenehm niedrig aus. Werden sowohl die Grafikkarte als auch der Prozessor zu H├Âchstleistungen aufgefordert, zieht das komplette System 495 Watt aus dem be quiet! Dark Power Pro 11. Alles in allem liefert das Netzteil sehr gute Werte ab.

Fazit

be quiet! hat das Dark Power Pro 11 sinnvoll verbessert. Endlich k├Ânnen sich alle Modelle der Flaggschiff-Serie mit dem 80Plus Platinum-Zertifikat schm├╝cken. Das freut am Ende auch den Geldbeutel des Nutzers. Der neue Silent Wings 3-L├╝fter und der ├╝berarbeitete Lufteinlass sorgen f├╝r einen noch leiseren Betrieb als beim Dark Power Pro 10. Selbst unter Volllast wird die Ger├Ąuschkulisse des Netzteils nicht aufdringlich. Zudem erbt es Funktionen vom Vorg├Ąnger wie den Overclocking-Key. Das be quiet! Dark Power Pro 11 kostet in der 550-Watt-Variante rund 150 Euro. be quiet! gew├Ąhrt auf alle Modelle der Dark Power Pro 11 Reihe f├╝nf Jahre Garantie.

be quiet! Dark Power Pro11 Award

ProContra
  • Verarbeitung
  • Preis
  • 80PLUS Platinum
  • Kabelmanagent
  • Multi- oder Single-Ray-Betrieb
  • leiser L├╝fter
  • viele Anschlussm├Âglichkeiten

 


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6 Kommentare

  • Dennis Behne

    Hi, ihr vergleicht das DPP 11 mi einem mit PP 9 und zeigt, dass das PP 9 weniger verbraucht, obwohl es „minderwertiger“ und sogar f├╝r h├Âheren Verbrauch ausgelegt ist. K├Ânntet ihr dies vielleicht auch begr├╝nden? Immerhin soll ja das PP 9 eine geringere Effizienz haben, wenn ich mich nicht t├Ąusche.
    Vielen Dank,
    Dennis

    • Niklas Ludwig

      Hallo Dennis,

      die verschiedenen 80Plus-Zertifizierungen geben vor, welche Effizienz ein Netzteil bei verschiedenen Lasten mindestens zu erf├╝llen hat. Bei einem 80 Plus Bronze Netzteil wie dem Pure Power 9 kann es nat├╝rlich sein, dass dieses die Mindestanforderungen von 85 Prozent Effizienz bei voller Auslastung ├╝bersteigt und tats├Ąchlich eine h├Âhere Effizienz bietet als angegeben. Daher kann die Leistungsaufnahme etwas besser sein, als man sie von einem 80 Plus Bronze Netzteil erwarten w├╝rde.

      Viele Gr├╝├če
      Niklas

      Viele Gr├╝├če
      Niklas

  • Michael

    Im Fazit ist ein Schreibfehler. Es ist das Dark Power Pro 11 nicht das Dark Base pro 11

    Dark Base ist das neue Geh├Ąuse von Be Quiet ;)

    • Niklas Ludwig

      Danke f├╝r den Hinweis! Da war ich mit meinen Gedanken wohl zwischenzeitlich wieder beim Geh├Ąusetest :)

      Viele Gr├╝├če
      Niklas

  • Michael Armbruster

    An sich ein sch├Âner Test (auch wenn mir etwas zu wenig detailliert auf das Netzteil-Innere eingegangen wird. Man h├Ątte es durchaus noch Aufschrauben d├╝rfen. Dass f├╝r weitere Tests evtl. das Equipment fehlt, ist ja noch verst├Ąndlich).

    Zudem w├Ąre mir noch ein Kritikpunkt aufgefallen. Es hei├čt „f├╝r etwas verantwortlich zeichnen“, und nicht „sich f├╝r etwas verantwortlich zeichnen“. Zweimal wurde dies falsch verwendet.

    Es m├╝ssten die beiden S├Ątze entsprechend abge├Ąndert werden zu:

    „Zudem sind Technologien wie Full Bridge, LLC, Synchronous Rectifier und DC/DC mit von der Partie, die f├╝r die hohe Signalstabilit├Ąt, Spannungsanpassungen sowie den hohen Wirkungsgrad verantwortlich zeichnen. “

    Und:

    „F├╝r einen ruhigen Lauf und eine lange Lebensdauer zeichnet ein Fluid-Dynamic-Lager mit Kupferkern verantwortlich.“

    Klingt komisch, aber das w├Ąre leider die einzige korrekte Art, diese Floskel zu verwenden :)

    • Niklas Ludwig

      Hallo Michael,

      vielen Dank f├╝r deine konstruktive Kritik! Wir werden in Erw├Ągung ziehen, bei zuk├╝nftigen Tests genauer auf das Innenleben einzugehen.

      Die Fehler sind jetzt korrigiert, danke f├╝r den Hinweis :)

      Beste Gr├╝├če
      Niklas

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