Das be quiet! Straight Power 11 ist ab sofort auch als effizientere Version mit 80 Plus Platinum-Zertifizierung erhältlich. Doch lohnt sich der Aufpreis im Vergleich zur 80 Plus Gold-Version? Wir haben den Test gemacht!

Übersicht

Netzteile der be quiet! Straight Power-Serie siedeln sich in der Oberklasse an, der Hersteller bewirbt sie als die leisesten Modelle innerhalb des eigenen Produktportfolios. Darunter siedelt sich die Pure Power-Serie an, für maximale Leistung sind hingegen die Dark Power-Netzteile konzipiert. Mit dem Straight Power 11 Platinum wertet be quiet die Effizienz der Straight Power-Serie von 80 Plus Gold auf 80 Plus Platinum auf – doch was hat sich noch getan? Das sind die wichtigsten Unterschiede zum Straight Power 11 mit Gold-Zertifikat:

  • gesteigerte Effizienz von 93 auf 94,1 Prozent
  • auch mit 1.200 Watt erhältlich (vorher maximal 1.000 Watt)
  • zweiter P8-Anschluss jetzt schon ab 650 Watt
  • neue Full Bridge-Technologie mit vier MOSFETs
  • zwei flache Haupttransformatoren anstelle eines hohen (ab 850 Watt)

Es gibt insgesamt sechs verschiedene Leistungsstufen: die Modelle mit 550, 650 sowie 750 Watt basieren auf einer Plattform. Bei den Versionen mit 850, 1.000 und 1.200 Watt kommt eine leicht veränderte Plattform zum Einsatz. Eine 450-Watt-Version wie bei den Modellen mit Gold-Zertifizierung fehlt, dafür ist das Modell mit 1.200 Watt mit dabei. In unserem Straight Power 11 Gold Testbericht gehen wir auf die weiteren technischen Eigenschaften der Serie ein.

Das Design hat sich kaum verändert, be quiet setzt weiterhin auf ein vollmodulares Format und Gitterstäbe über dem Lüfter.

Lieferumfang

  • be quiet! Straight Power 11 Platinum
  • Verbindungskabel
  • Netzkabel
  • Bedienungsanleitung

Design & Eigenschaften

Das be quiet Straight Power 11 Platinum gleicht optisch der Gold-Variante. Es ist mit 170 x 150 x 86 mm gleich lang wie sein Pendant mit geringerer Effizienz. Am eigentlichen Design und der mattschwarzen Lackierung des Gehäuses hat sich ebenfalls nichts geändert. Gummierungen zur Entkopplung bleiben nach wie vor der Dark Power-Serie vorbehalten. Der Luftauslass auf der Rückseite hat die Form eines Wabenmusters.


Der Silent Wings 3 Lüfter mit einem Durchmesser von 135 mm soll die Komponenten im Inneren mit Frischluft versorgen.

Auf der Rückseite befinden sich außerdem der Netzschalter und der Stromanschluss. Auf der Vorderseite hat be quiet die Anschlüsse für die einzelnen Komponenten untergebracht. Die Anschlüsse sind nach wie vor modular, sodass nur die benötigten Kabel angeschlossen werden müssen. Ein Sleeve umgibt die Kabel, die flexibel sind und sich gut im Gehäuse verlegen lassen.

Das Straight Power 11 Platinum vertraut bei der Kühlung auf einen Silent Wings 3 Lüfter mit einem Durchmesser von 135 mm. Der trichterförmige Lufteinlass soll den Luftdurchsatz erhöhen, während schmale Streben verhindern, dass Gegenstände in das Netzteil fallen oder hineinragen können.

Die Verstrebungen im „Chrom“-Look wirken hochwertig, könnten jedoch mehr Stabilität vertragen!

 

An dieser Stelle hätten wir uns eine Verbesserung gegenüber dem Straight Power 11 Gold gewünscht, denn die Streben sind nach wie vor sehr flexibel und lassen sich bereits mit geringem Kraftaufwand gegen den Lüfter drücken. Sehen wir von diesem kleinen Fauxpas ab, ist das Netzteil erneut sehr hochwertig gefertigt.

Leistungstest

Der Prozessor unseres Testsystems wird mit dem Tool CPU-Burn ausgelastet, für die Auslastung der Grafikkarte kommt der Benchmark 3DMark Fire Strike Ultra zum Einsatz. Das Auslesen der Leistungsaufnahme erfolgt mit dem Verbrauchsmessgerät der Firma Voltcraft Plus Energy Monitor 3000. Die Leistungsaufnahmen haben wir in den drei Betriebszuständen Standby, Idle und Load gemessen. Folgendes Testsystem wurde für die Messung verwendet:

  • Prozessor: Intel Core i7-5960X @3,0 GHz, Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: MSI X99 Godlike Gaming
  • Kühler: Noctua NH-D15
  • Ram: 16 GB Kingston HyperX Predator DDR4 3.000 MHz CL 15-15-15-35
  • Systemlaufwerk: SanDisk Extreme 480 GB
  • Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 2080 OC
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: Enermax Revolution D.F. 650W

Erklärung zu den Diagrammen: Wenn ihr die Maus auf einen Balken bewegt, wird euch der Produktname und die erreichte Punktzahl angezeigt. Um die Ansicht übersichtlicher zu gestalten, könnt ihr für euch uninteressante Produkte mit einem Klick auf den Produktnamen unterhalb des Diagramms ausblenden




Fazit

Die be quiet! Straight Power-Serie stößt mit der Platinum-Variante in das High-End-Segment vor, das bisher den Dark Power-Netzteilen wie dem Dark Power Pro 11 vorbehalten war. Abseits der höheren Effizienz bietet das Straight Power 11 Platinum einige technische Optimierungen und überzeugt durch einen leisen Betrieb. Einzig das flexible Lüftergitter hätte be quiet! verstärken können.

An unserem rund 150 Euro teuren 850-Watt-Modell gemessen, lassen sich rund 35 Euro gegenüber einem Dark Rock-Netzteil mit gleicher Wattzahl sparen. Der Aufpreis zur 850-Watt-Variante des Straight Power 11 Gold fällt mit circa 15 Euro moderat aus und sollte daher durchaus bei der Kaufentscheidung in Betracht gezogen werden. Das be quiet! Straight Power 11 Platinum ist übrigens auch bei Amazon.de* erhältlich.

Netzteile
Allround-PC.com
03/2020
be quiet! Straight Power 11 Platinum
Empfehlung

Pro

  • 80 Plus Platinum zertifiziert
  • vollmodulares Kabelmanagement
  • sehr leiser Betrieb
  • 5 Jahre Garantie

Contra

  • Lüftergitter zu flexibel

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