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Cooler Master MasterFrame 500 Mesh im Test: Modulares Gehäuse im Industrie-Look

Voll modular, der Tower!
cooler master masterframe 500 mesh auf holztisch

Cooler Master geht mit dem MasterFrame 500 Mesh neue Wege und setzt voll auf Modularität mitsamt Industrie-Design. Der Midi-Tower will dabei vor allem durch seinen offenen und flexiblen Aufbau sowie den starken 200-Millimeter-Lüftern überzeugen. Doch wie schneidet das Gehäuse im Vergleich zur Konkurrenz ab? Wir haben uns das Cooler Master MasterFrame 500 Mesh genauer angeschaut!

Das MasterFrame-Konzept hatte Cooler Master bereits Ende 2024 vorgestellt, seit Sommer 2025 sind mit dem MasterFrame 500 Mesh (ab 150 Euro) und MasterFrame 600 (ab 170 Euro) erste Modelle verfügbar – sowohl in Silber als auch Schwarz, jeweils auch als ARGB-Variante.

Design: Industrie-Look, fast wie bei Apple

Auf den ersten Blick erinnert mich das MasterFrame 500 ein wenig an die Ästhetik des Apple Mac Pro von 2023, auch wenn der Vergleich auf den zweiten Blick vielleicht etwas weit hergeholt ist. Cooler Master kombiniert hier eine klare Linienführung, einen schicken Industrie-Look sowie ein modernes Mesh-Design miteinander und erschafft so ein schlichtes, aber dennoch interessantes Design. Mir persönlich gefällt die Optik ziemlich gut – ich habe mich an den Gaming-Cases mit viel Bling-Bling und Schnickschnack einfach sattgesehen.

MasterFrame: Vollmodular dank FreeForm 2.0

Was mir vor allem zusagt: Das MasterFrame 500 setzt voll und ganz auf das Prinzip „Form follows Function“ – denn die Optik ergibt sich aus dem modularen Aufbau des Towers. Das FreeForm-2.0-Design ermöglicht verschiedene Modifikationen, um das Gehäuse an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Ihr könnt etwa den Aufbau invertieren, die Netzteilposition verändern oder komplette Paneele austauschen.

Entlang des Grundgerüsts lassen sich zudem alle 10-Millimeter-Montagepunkte finden, an denen Querstreben, Lüfterhalterungen oder anderes Zubehör befestigt werden können. Ähnlich wie damals beim Cooler Master Flatpack 500 gibt es wieder eine Community-Plattform (über Printables), auf der man Zubehör finden kann – als Datei für den 3D-Drucker daheim zum Beispiel. Cooler Master bietet außerdem Dateien zu Gerüst und Paneelen zum Download an.

Robust und selbst ohne Paneele steif

Mit 471 × 261 × 544 Millimetern (66,87 Liter) fällt das Gehäuse in die Midi-Tower-Kategorie, nimmt jedoch trotzdem relativ viel Platz auf dem Schreibtisch ein. Die Verarbeitung fällt überdies erstklassig aus. Das Gehäuse nutzt robuste Aluminium- und Stahlkomponenten mit einer vernieteten Exo-Struktur, die extrem steif bleibt – selbst ohne Paneele. Die aus 4 Millimeter Tempered Glass und SECC-Mesh-Stahl gefertigten Abdeckungen sitzen präzise und lassen sich dank magnetischer Befestigung werkzeuglos montieren.

An der unteren Front lässt sich das I/O-Panel mit Powertaste, Klinkenstecker, USB-C (USB 3.1 Gen 2×2) sowie zwei USB-A-Ports mit USB-3.0-Geschwindigkeit finden. Dieses ließe sich aber auch woanders platzieren, wenn gewünscht.

Innenraum: Viel Platz & BTF-Unterstützung

Im Prinzip entspricht der innere Aufbau des MasterFrame 500 Mesh einem klassischen ATX-Case – mit einem Unterschied. Die Mainboard-Wand ist extrem löchrig und versteckt überhaupt nichts. Dadurch unterstützt das Gehäuse jedoch Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen (Asus BTF und MSI Project Zero), wodurch sich in der Theorie „kabellose“ Setups ermöglichen lassen.

cooler master masterframe 500 mesh mit hardware

Das MasterFrame 500 Mesh bietet Platz für E-ATX-Platinen und Grafikkarten bis 390 Millimeter Länge. Damit passen auch besonders große Modelle vom Schlag einer RTX 5090 in das Case. Optional kann die GPU zudem vertikal verbaut werden – entweder über oder neben dem Netzteil.

Vor allem letztere Option ist eher ungewöhnlich und soll laut Cooler Master für eine bessere Kühlung sorgen … immerhin sitzen die Frontlüfter in diesem Fall direkt vor der GPU. Ein passendes Riser-Kabel oder eine vertikale GPU-Halterung gehören nicht zur Ausstattung.

Des Weiteren lässt sich ein bis zu 190 Millimeter hoher Luftkühler verbauen, womit selbst große Luftboliden problemlos passen. Alternativ lassen sich zwei 360-Millimeter-Radiatoren (Front + Deckel) unterbringen.

Die wichtigsten Specs auf einen Blick:

Etwas weniger großzügig fallen die Möglichkeiten zur Speichererweiterung aus. Das Gehäuse bietet nur einen Laufwerksschacht, in dem lediglich eine 3,5-Zoll-Festplatte oder 2,5-Zoll-SSD Platz findet. Aus meiner Sicht ist das allerdings nicht problematisch, da moderne Gaming-PCs ohnehin vorwiegend auf M.2-SSDs setzen. Wer jedoch mehrere Platten verbauen möchte, stößt hier schnell an eine Grenze.

Besonders große Lüfter für ordentlich Wind

Out-of-the-box liefert Cooler Master das Case mit drei Lüftern aus: Zwei 200 mm SickleFlow 200 mit bis zu 1.000 rpm sitzen in der Front, ein 120 mm CS120 mit 1.250 RPM ist im Heck verbaut. Leider integriert Cooler Master jedoch keinen Lüfter-Hub, sodass die Lüfter entweder einzeln oder über den mitgelieferten PWM-Splitter angeschlossen werden müssen – das wäre meiner Meinung nach in diesem Preisbereich angebracht gewesen. Insgesamt unterstützt das MasterFrame 500 Mesh bis zu acht 120-Millimeter-Lüfter.

Hardware-Einbau

Für den Praxistest haben wir unser Gehäuse-Testsystem in das Cooler Master MasterFrame 500 Mesh eingebaut. Hierfür setzen wir auf einen AMD Ryzen 7 7700X, dessen acht Kerne auf einen festen Takt von 4,5 GHz limitiert wurden, um eine bessere Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Kombiniert wird der Prozessor mit einem Asus TUF Gaming X670E Plus WiFi und einem be quiet! Pure Rock 2 FX mit maximal 2.000 RPM. Dazu gesellen sich eine KFA² GeForce RTX 4080 SG sowie Kingston Fury Beast RGB DDR5-4800 32 GB Arbeitsspeicher. Als Hauptspeicher kommt eine Asus ROG Strix SQ7 zum Einsatz.

Bei der Hardware-Installation gab es keine größeren Auffälligkeiten, alle Komponenten ließen sich bequem in das Gehäuse einsetzen. Missfallen hat mir lediglich die Einbaumethode des Netzteils, da dieses nicht auf gummierten Füßen sitzt, sondern im Netzteilschacht in der Luft hängt. Das Netzteil muss beim Verschrauben also mit einer Hand festgehalten werden, doch etwas unkomfortabel.

GPU-Halterung: Nicht überall platzierbar

Beim Zusammenbau ist mir ebenfalls aufgefallen, dass sich die mitgelieferte GPU-Halterung nicht überall montieren lässt. Die Halterung wird mithilfe von zwei Schrauben am Gehäusegrundgerüst befestigt – an einigen Stellen kann die Halterung allerdings mit der Verankerung des Seitenteils kollidieren.

Noch ein kleiner Kritikpunkt: Cooler Master liefert zwei Klettverschlüsse und jede Menge Kabelbinder für das Kabelmanagement mit. Hier hätte ich mir deutlich mehr wiederverwendbare Klettbänder gewünscht (Stichwort: Flexibilität).

Apropos Kabelmanagement: Das ist im MasterFrame 500 Mesh aufgrund der offenen Bauweise etwas schwieriger als bei einem Standard-Case. Nicht, weil es keinen guten Zugriff auf den Innenraum gibt – ganz im Gegenteil. Denn gegenüber anderen Cases gibt es keine Durchführungen oder Kabelführungen. Die Stränge lassen sich lediglich an Streben hinter dem Mainboard entlangführen.

Praxis: Temperaturen & Laufstärke

In der Praxis kann das Cooler Master MasterFrame 500 Mesh mit extrem guten Temperaturen überzeugen. Bei fixierten 1.000 RPM heizt sich die CPU unter Volllast (Prime95 + Furmark) auf 68 °C auf, während die GPU mit 58 °C arbeitet. Sobald die Lüfter voll aufdrehen dürfen, liegen die Temperaturen unter Volllast bei 60 °C (CPU) und 57 °C (GPU).

Ohne zusätzliche GPU-Last erreicht die CPU 59 °C (1.000 RPM) respektive 53 °C (max. RPM). Die Temperaturwerte sind auf absolutem Top-Niveau; selbst das Fractal Design Meshify 3 (Test) und das MSI MPG Velox 300R PZ Airflow (Test) werden geschlagen. Die Lautstärke bleibt dabei angenehm niedrig – auch unter Last bleiben die Lüfter relativ ruhig.

Fazit

Das Cooler Master MasterFrame 500 Mesh überzeugt vor allem durch seine Modularität und durch die exzellente Kühlleistung. Das offene, industriell anmutende Design setzt auf klare Linien und Funktionalität statt auf Showeffekte. Dank FreeForm-2.0-System lässt sich das Case flexibel anpassen – vom invertierten Aufbau bis zum magnetischen Paneelwechsel.

Die großzügige Unterstützung für große Grafikkarten, E‑ATX‑Boards und 360‑Millimeter‑Radiatoren macht es ideal für leistungsstarke Builds. Kleine Kritikpunkte wie das Fehlen eines PWM-Hubs oder die Art der Netzteil-Montage trüben das Gesamtbild kaum.

Mit einem aktuellen Preis ab 148 Euro ist das MasterFrame 500 Mesh nicht unbedingt günstig, angesichts des besonderen Aufbaus aber durchaus fair bepreist. Wer noch mehr Platz für Radiatoren benötigt, kann alternativ zum MasterFrame 600 (Mesh) ab 170 Euro greifen.

Gehäuse & Netzteile
Allround-PC.com Award
12/2025
Cooler Master MasterFrame 500 Mesh
Empfehlung

Pro

  • hohe Modularität dank FreeForm 2.0
  • starke Kühlleistung
  • Platz für E-ATX-Platinen & 2x 360-mm-Radiatoren
  • mitgelieferte GPU-Halterung
  • schlichtes Design im Industrielook & hochwertige Verarbeitung

Contra

  • nur ein Laufwerksschacht (ab Werk)
  • kein integrierter PWM-Hub
  • PSU nicht entkoppelt

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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