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Ecovacs Goat G1 im Test: Der Mähroboter ohne Begrenzungskabel

Übervorsichtiger Mähroboter mit gutem Schnittergebnis
Ecovacs Goat G1 2000 Mähroboter auf Wiese im Test
Bild: Allround-PC

Mähroboter gibt es schon seit einigen Jahren, aber gerade in letzter Zeit sind viele neue Modelle auf den Markt gekommen, die in Sachen Zuverlässigkeit und Qualität deutlich aufgeholt haben. Wir haben in diesem Artikel den Ecovacs Goat G1 2000 getestet und zeigen seine Stärken und Schwächen auf.

Test-Fazit #tl;dr

Der Ecovacs Goat G1 2000 konnte im Test mit einer einfachen Installation ohne Begrenzungsdraht überzeugen. Zudem sind Navigation im Garten und Schnittergebnisse gut. Objekte wurde zuverlässig erkannt und das tatsächliche Lernen beim Durchfahren des Gartens lässt sich am Verhalten des Mäher erkennen.

Wer allerdings keine gute WLAN-Verbindung in seinem Garten hat, der wird auf das optionale 4G-Modul von Ecovacs zurückgreifen müssen, welches ab 99 Euro erhältlich ist. Für seine Orientierung benötigt der Goat G1 2000 sogenannte Beacons, die pro Stück 99 Euro kosten und für größere oder komplexere Gärten schnell zu höheren Anschaffungskosten führen kann.

Sehr komplexe Gärten mit vielen großen Bäumen oder Gebäuden werden u.U. einige Beacons benötigen, hier sollte man im Vorfeld die Kosten abschätzen und abwägen, ob nicht eine Navigation ausschließlich mit GPS & 4G besser wäre. Der Ecovacs Support bietet eine Beratung vor dem Kauf, diese haben wir jedoch nicht getestet.

Für kleinere Gärten kann auch der Ecovacs Goat G1 800 gekauft werden, hier ist nur der Akku für 800 m² statt 2.000 m² ausgelegt.

Pro

  • Gutes Schnittergebnis
  • Sinnvoller Funktionsumfang
  • Gute Navigation & Orientierung
  • Bedienelemente vor Schmutz geschützt
  • App übersichtlich

Contra

  • Beacons teuer und batteriebetrieben
  • Rasenkanten können nicht überfahren werden
  • 4G-Modul kostet min. 99 Euro Aufpreis
  • Nur 2,4 GHz Wifi

In unserem 180 m² großen Testgarten konnte sich der Goat G1 sehr gut zurechtfinden. Für die Navigation stützt sich der Rasenmähroboter auf eine GPS-Navigation, wie auch sogenannte Beacons. Beacons sind Antennen, die an den Grenzen des Gartens gesetzt werden, um die Navigation im Garten zu präzisieren. Dabei verwendet Ecovacs die UWB Technologie.

Die Beacons übertargen Signale an den Mähroboter, der dadurch genaue Abstandsdaten für die aktuelle Positionierung im Garten erhält. Diese Positionsbestimmung ist nicht so genau wie bei GPS-Daten, dafür jedoch weniger empfindlich gegenüber Wettereinflüssen, die die Kommunikation via GPS einschränken können.

Vor dem Kauf sollte jedoch der Bedarf an Beacons genau geplant werden. Bis zu 10 Beacons können in einem Garten verbunden werden. Je nach Größe, Form und umliegenden Häusern kann der Bedarf varrieren.

Ecovacs Mähroboter Beacon für Navigation
Mit Erdspieß und Batterien

Ausgeliefert wird der Goat G1 2000 mit bereits zwei Beacons. Damit soll ein Betrieb in Gärten mit einer Fläche von weniger als 2.000 m² und einer Grenzlänge von weniger als 45 m laut Hersteller möglich sein. Wenn eine Gartenseite länger ist oder der Garten U- oder L-förmig um das Haus oder die Garage verläuft, werden schnell 4 bis 5 Beacons benötigt.

Auch wenn die Genauigkeit und Navigation im Test positiv ausfielen, ist die Lösung mit Beacons je nach Garten mit höheren Investitionen verbunden, da ein zusätzlicher Beacon 99 Euro kostet. Zudem werden die Beacons mit drei großen Mono-Batterien betrieben, die laut Ecovacs jährlich gewechselt werden müssen – nicht gerade umweltfreundlich. Sehr komplexe Gärten mit einer großen Fläche sollten Mähroboter ohne Beacons in Erwägung ziehen.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel sind inzwischen der neue Standard. Nur wenn dein Budget nicht so groß ist, könnte ein Mähroboter mit Begrenzungskabel in Frage kommen. Es muss jedoch beachtet werden, dass das Kabel alle paar Jahre ausgetauscht werden muss. Das kostet Zeit und Geld.

Lukas Jankord

Sollte der Mähroboter einmal unerwartet stecken bleiben, braucht man zum Anheben ordentlich Kraft für die knapp 23 Kilogramm. Etwas leichter geht es, wenn man die Not-Stop-Taste drückt und ihn wegrollt. Sofern euer Garten aber keine größeren Löcher oder anspruchsvolle Hügel besitzt, dürfte es höchstens beim Austauschen der Klingen zum Anheben des Mähers kommen.

Die Panorama-Kamera und ein ToF-Sensor unterstützen bei der Hinderniss-Erkennung

Ecovacs verbaut neben einer Panorama-Kamera auch einen Time-of-Flight-Sensor (ToF). Beides wird zur Erkennung von Hindernissen, wie auch der ToF-Sensor zu Abstandsmesssung genutzt. Im Test konnten wir eine bessere Orientierung und Navigation gegenüber Systemen ohne ToF-Sensor und Beacons feststellen.

Da die Panorama-Kamera in einer Glaskuppel auf dem Mäher thront, ist sie anfälliger für Verschmutzungen. Ecovacs hat deswegen in der Ladestation einen Reinigungs-Mechanismus integriert, der regelmäßig die Kamera abfegt. Trotz starker Pollenlast in der Luft war dadurch die Kamera immer sauber. Bei der regelmäßigen Wartung müssen jedoch die Bürsten bei einem Verschleiß ausgetauscht werden.

Schnittqualität und Geschwindigkeit konnten überzeugen

Schnittergebnis des Ecovacs Goat G1 ist zufriedenstellend

Wiesenflächen, die der Goat G1 gemäht hat, sehen gleichmäßig geschnitten aus. Der Rasen wird dabei nicht gerupft. Etwas enttäuschend war jedoch das Mähen an den Seitenrändern. Der Mähroboter lässt gerade in unmittelbarer Nähe zu den Grenzen ca. 20 Zentimeter Gras stehen, auch wenn die Grenze technisch überfahren werden könnte und wir in der App den Kanten-Modus aktiviert hatten.

Der Goat G1 weicht Hindernisse mit seinen Sensoren und der Kamera präzise aus

Überfahrbare Grenzen wurden zum Testzeitpunkt in der Kartierung nicht unterstützt, wie es zum Beispiel der Segway Navimow i108e kann. Damit müssen Übergänge manuell mit einem Trimmer gestutzt werden.

Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 3 cm und 6 cm in 2,5 mm Schritten manuell an einem Drehrad direkt am Roboter verstellen. Damit bietet der Mähroboter eine übliche Bandbreite bei der Schnitthöhe mit einer besonders feinen Abstufung.

Das manuelle Anpassen geht zwar schnell von der Hand, ein automatisches Verstellen hätten wir uns im Test dann doch gewünscht, um z.B. unterschiedlich hohe Zonen im Garten schneiden zu können. Eine manuelle Schnitthöhenverstellung zählt momentan noch zum Standard und schmälert nicht die Benutzerfreundlichkeit.

Mähplanung und App-Funktionen sind meist verständlich

Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach aufgebaut. Bis auf ein oder zwei weniger gut übersetzte Einstellungen, findet man sich gut zurecht. Wer nicht gerade das Smartphone zur Hand hat, kann ebenfalls über das Bedienpanel am Mähroboter auf einen begrenzten Funtionsumfang, wie Mähen, Pausieren und zur Ladestation zurückkehren zugreifen. Schön ist dabei die Klappe, welche alle Knöpfe vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt.

Mit der Mähplanung in der App lässt sich das Mähen automatisieren. Ähnlich wie bei einem Kalender können Zeiten für das Mähen pro Wochentag definiert werden. Auf Basis der Größe des Gartens, Komplexität und Lage lässt sich das Anlegen des Plans auch automatisch berechnen.

Bestandteil der intelligenten Mähplanung ist zudem auch das Miteinbeziehen von Wetterdaten. Bei Regen fährt der G1 zurück in die Ladestation und wartet je nach Einstellung eine Zeit ab, bis der Regen aufhört und der Boden etwas abtrocknen konnte, dies hat bisher ohne Probleme funktioniert. Praktisch, wenn man verhindern will, dass der Mäher stecken bleibt, oder wenn man besonders sauberes Schnittgut braucht.

Sollte ein Bereich eures Gartens kurzfristig doch etwas intensiver gepflegt werden müssen, könnt ihr den Mäher auch in Bereiche schicken und das Mähen dort erneut anstoßen.

Manuelles Mähen per App-Steuerung

In dem Modus „Manuelles Mähen“ lässt sich der Mäher wie ein ferngesteuertes Spielzeugauto bedienen und kann ohne Karte und Mähplan mähen. Anders als zunächst gedacht macht dieser Modus wirklich Sinn. Ob als Zeitvertreib oder zum individuellen Mähen zwischen Engstellen, kann man selbst nochmal eingreifen und den Rasenschnitt verbessern.

Durch die präzise Steuerung konnten wir anspruchsvollere Bereiche, wie Beete mit empfindlichen Pflanzen gut passieren und dabei näher an Grenzen heranfahren, als es der Mäher selbstständig machen würde.

No-Go-Zonen: Das Anlegen einer Zone hat leider nicht geklappt

Hier hat der Goat G1 leider enttäuscht: No-Go-Zonen existieren als Feature, ließen sich jedoch nicht erfolgreich anlegen. Laut App startet man mit dem Smartphone die Navigation an dem No-Go-Bereich und umfährt diesen. Dabei sollte beim Erreichen des Startpunktes ein Speichern-Button erscheinen, leider nicht bei uns. Wir haben uns deswegen im gesamten Test auf die automatische Erkennung verlassen.

Ein Update könnte den Bug fixen, getestet wurde mit der Version 1.35.119, der Fehler wurde an Ecovacs weitergeleitet.

Einrichtung: Nimm dir mindestens 2 Stunden, es dauert lange!

Vermutlich ist die gute Navigation und Orientierung des Mähroboters in einer zeitintensiven und genauen Einrichtung begründet. Für Aufbau, Anschluss der Ladestation, Ecovacs Konto anlegen (ist Pflicht) und Gartenerfassung (180 m²) haben wir zwei Stunden benötigt. Das ist deutlich länger als bei der Konkurrenz. Bei einem größeren Garten wird man jedoch noch länger brauchen.

Wie bei den meisten Herstellern, wird zunächst die Gartengrenze umfahren. Dabei steuert man den Mäher wie ein Spielzeugauto mit dem Smartphone.

Hat man einmal den Garten umkreist, führt der Ecovacs Mäher einige Optimierungen durch. Dazu gehört das Befahren der gesamten Gartenfläche ohne Mähvorgang, um Hindernisse zu erfassen und sich mit dem Garten vertraut zu machen.

Dabei werden anfangs einige Objekte noch falsch erkannt, so wurde ein Schutzzaun am Swimming-Pool zuerst noch als Person erkannt. Dementsprechend wurde bei der Annäherung visuell gewarnt. Im Laufe der Zeit konnten wir am Verhalten des Mähers feststellen, dass er durch mehrmaliges Befahren tatsächlich lernt und nicht mehr am Zaun warnt.

Tipp: Der Rasenmäher ist sehr gesprächig und gibt sehr viele laute Töne und Hinweise von sich, um vor möglichen Unfällen zu warnen. In den Einstellungen versteckt sich unter Einstellungen weitere Einstellungen und GOAT Informationen die Möglichkeit die Lautstärke anzupassen. Schiebt den Regler einfach nach ganz links, um den Ton abzuschalten (s. Bilder unten). So kann man auch Mal morgens oder Abends mähen ohne alle 20 Sekunden Töne hören zu müssen.

Lukas Jankord

Diebstahlschutz

Bei einem Anschaffungspreis ab 1.099 Euro UVP allein für den Mäher mit zwei Beacons ist ein Diebstahlschutz durchaus wichtig. Gerade sehr einsehbare Gärten laden sonst schnell zum Mitnehmen des Mähers ein. Der Mähroboter verfügt deswegen über mehrere Schutzfunktionen, die den Diebstahl erschweren sollen.

Als Basisschutz verfügt der Goat G1 über einen Pin-Code und eine Positionsüberwachung. Wenn der Mäher den Gartenbereich verlässt oder angehoben wird, sperrt er sich mit einem PIN-Code, der zuvor in der App festgelegt wurde. Dies geschah in der Praxis erst beim vollständigen Anheben. Sollte sich der Mäher festfahren oder einseitig angehoben werden, stoppen die Klingen bis man den Mäher wieder absetzt.

Für einen optimalen Schutz empfehlen wir zudem das optionale 4G Modul. Nur damit kann die Position des Mähers auch beim Verlassen des heimischen Wlans getrackt werden.

Videoüberwachung

Auf die Kamera des Rasenmähers kann man zur Überwachung oder für einen prüfenden Blick zurückgreifen. In der Anwendung kann diese Funktion separat aktiviert werden. Man hat dann Zugriff auf einen festen Bildausschnitt, um nach dem Rechten zu sehen. Die Kamera lässt sich nicht verstellen oder drehen und besitzt nur eine sehr geringe Auflösung.

Abschreckung mit dem Ladestationswächter

Steht der Ecovacs Goat G1 2000 in der Ladestation, erkennt der Mäher Personen im Umkreis von 7 Metern und spricht Warnungen aus. Dies soll abschreckend wirken und bewusst machen, dass man erkannt wurde. Diese Funktion lässt sich jedoch abschalten, sollte man selbst häufiger an der Ladestation vorbeigehen.

Goat G1 2000 mit Garage und 4G-Modul im Lieferumfang

Wer sich für die 2.000 m² Ausführung des Ecovacs Goat G1 entscheidet, erhält vom Hersteller eine schicke Garage für den Mähroboter in Holzoptik mit dazu. Diese ist hochwertig verarbeitet und sollte mit ihrem schlichten Design in die meisten Gärten passen. Sie wird über die Ladestation gesetzt und schützt somit den Mähroboter vor Wettereinflüssen.

Optional bietet Ecovacs ein 4G-Modul, welches für große Gärten zu empfehlen ist und einen ernsthaften Diebstahlschutz erst ermöglicht. Separat kostet das 4G-Modul bei Amazon 99 Euro und bietet einen Steckplatz für eine herkömmliche SIM-Karte. Eine Variante mit eSim ist ebenfalls im Handel erhältlich, jedoch deutlich teurer.

Ist der Ecovacs Goat G1 eine gute Wahl?

Ecovacs hat mit dem Goat G1 2000 einen zuverlässigen Mähroboter im Angebot. Seine Stärken liegen in der Navigation und der Zuverlässigkeit beim Durchqueren des Gartens. Viele Funktionen sind durchdacht und bis auf das Überfahren von Grenzen und die automatische Schnitthöheneinstellung konnten wir keine „fehlenden“ Funktionen ausmachen.

Etwas enttäuscht waren wir von den No-Go-Zonen, das hatte mit der App Version zum 14. Mai 2024 nicht funktioniert. Ansonsten konnte die App bis auf die teilweise etwas unpassenden Übersetzungen überzeugen. Wer keinen zu stark verschachtelten Garten hat, der wird mit weniger Beacons auskommen und zu einem noch akzeptablen Preis einen zuverlässigen Mähroboter erhalten. Wer mehr als sechs Beacons benötigt, sollte ggf. zu einem anderen Modell greifen.

Auf Amazon wird der Ecovacs Goat G1 in der 800m² Ausführung im Angebot mit 2 Beacons im Lieferumfang angeboten. Der getestete Goat G1 2000 gibt es zudem mit Garage in Holz-Optik, sowie 4G-Modul im Angebot.

Beitrag erstmals veröffentlicht am 15.06.2024

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Lukas Jankord Lukas Jankord Entwickler & Redakteur

Als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist er neben der Software-Entwicklung auf Allround-PC auch für die Themen-Bereiche Haus & Garten, Mobile, sowie neuste Technik-Deals mit verantwortlich.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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