Nebelventilatoren wie die Dreo TurboCool 765S und 516S erzeugen per Ultraschall feinsten Nebel und kühlen die Luft spürbar ab. Außerdem erzeugen sie eine angenehme Luftfeuchtigkeit, ohne empfindliche Möbel zu befeuchten. Wir haben getestet, welches Modell für euch die bessere Option ist.
Mit den ersten Hitzetagen des Sommers rückt auch wieder die Frage nach der passenden Abkühlung in den Vordergrund. Klassische Lüfter wälzen die Luft nur um und schaffen höchstens kurzfristig Abhilfe, während eine Klimaanlage zwar deutlich stärker kühlt, im Dauerbetrieb aber oft teuer ist und nicht immer die angenehmste Lösung darstellt – vor allem dann nicht, wenn sie nachts die Luft spürbar austrocknet.
Eine interessante Zwischenlösung sind deshalb sogenannte Nebelventilatoren. Sie verbinden Luftzirkulation mit fein zerstäubtem Wasser und sollen damit nicht nur bei sommerlicher Hitze helfen, sondern auch bei niedriger Luftfeuchtigkeit oder trockener Heizungsluft im Winter.
Mit Wassernebel gegen trockene Luft & Hitze
Die TurboCool-Geräte von Dreo ergänzen das klassische Prinzip der Verdunstungskälte – bei dem verdunstendes Wasser der Umgebung Wärme entzieht – durch die namensgebende TurboCool-Technologie. Bei dieser wird per Ultraschall besonder feiner Nebel erzeugt, der anschließend verdunstet und die Luft abkühlt. Aber funktioniert das in der Realität wirklich gut?
Pro
- Kühlwirkung durch Ultraschall-Nebel
- angenehme Luftfeuchtigkeit, ohne Nässe
- leiser Nachtmodus (ab 20 dB)
- Einfache Bedienung: Touch, Fernbedienung, App
- große Tanks für lange Einsätze
- 3-in-1: Nebelventilator, Ventilator, Luftbefeuchter
- Geringer Stromverbrauch
Contra
- leises Plätschern im Tank hörbar
- Restwasser bei 516S
Funktionen: Vielseitige Bedienung und starke Kühlung per Ultraschall
Die Einrichtung fällt bei beiden Modellen erfreulich unkompliziert aus: Beim größeren 765S muss der Standfuß lediglich eingehakt werden, anschließend werden bei beiden Lüfter die Wasserbehälter befüllt und schon sind sie einsatzbereit. Beide lassen sich dabei nicht nur als Nebelventilator, sondern auf Wunsch auch separat als reiner Ventilator oder als Luftbefeuchter nutzen.

Bedient werden die TurboCool-Modelle über Touch-Tasten direkt am Gerät, per mitgelieferter Fernbedienung oder per App. Dazu kommen Smart-Home-Funktionen mit Unterstützung für den Google Assistant und Alexa. Ein integriertes Thermometer und ein Feuchtigkeitssensor liefern zusätzliche Informationen, die auf dem Display angezeigt werden.
Über eine RGB-Leuchte signalisiert das Gerät außerdem visuell, wenn die gewünschte Temperatur oder Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Lüfter- und Nebelstufen lassen sich je nach Bedarf fein anpassen oder automatisieren, um eine gewünschte Luftfeuchtigkeit zu erreichen und zu halten.

Sowohl der 516S als auch der 765S nutzen einen Ultraschallzerstäuber, der Wasser mithilfe hochfrequenter Schwingungen im Ultraschallbereich in feinen Nebel von 17 μm Größe verwandelt. Dieser ultrafeine Nebel wird anschließend vom Luftstrom des Ventilators aufgenommen und in den Raum geblasen. Dort verdunsten die winzigen Tröpfchen aufgrund ihrer Größe fast sofort wieder und entziehen der Umgebung Wärme. So kühlt die Luft spürbar ab, ohne dass Möbel oder man selbst dabei nass werden – auch nicht, wenn sie in der Nähe des Nebelventilators stehen.
Dreo TurboCool 516S
Der kleinere 516S ist mit einem Tragegriff ausgestattet und dadurch leichter zu transportieren. Eine kombinierte Neige- und Schwenkfunktion wie etwa beim Switchbot Standventilator gibt es zwar nicht, der Rotor kann aber manuell gekippt werden und schwenkt automatisch in einem anpassbaren Radius bis zu 150 Grad. Mit einem maximalen Luftvolumen von 870 m³/h, einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 8 m/s und einer Reichweite von rund 10 Metern ist das Modell klar für kleinere bis mittlere Räume gedacht.

Der 1,3-Liter-Wassertank reicht für eine Laufzeit der Nebelfunktion von bis zu 12 Stunden, was für den Anwendungszweck am Arbeitsplatz oder auch über Nacht neben dem Bett völlig ausreichend ist. Die Kühlleistung gibt Dreo mit bis zu 3 Grad Celsius an, im Alltag schafft der kleine Nebelventilator aber vor allem an heißen Tagen eher spürbare Erleichterung als messbare Ergebnisse, da die eigentliche Raumtemperatur kaum und nur sehr langsam sinkt.
Klein echer Klima-Ersatz, aber erfrischende Abkühlung durch Wasserdampf
Zudem hängt der kühlende Effekt zum Großteil mit der Nebelfunktion zusammen, die bei höherer Luftfeuchtigkeit im Raum deaktiert wird (oder aus eigenem Interesse deaktiviert werden sollte). Ohne den Wasserdampf ist auch der 516S nur ein gewöhnlicher Ventilator mit entsprechenden Limitationen und einem leichten Frischeeffekt, der durch den feinen Nebel jedoch deutlich schnell eintritt und länger anhält. Je größer zudem der Raum oder je größer die Distanz zum Ventilator, desto weniger Abhilfe schafft das kleine Modell – wer mit mehreren Personen oder im größeren Büro arbeitet, ist mit dem 765S also besser beraten.
Ganz leise arbeitet der 516S bei normalen Betriebsmodi nicht, je nach Nebelstufe ist auch hin und wieder ein leichtes Plätschern im Wassertank zu hören. Für den Einsatz am Schreibtisch oder im Arbeitszimmer liegt die Lautstärke aber absolut im Rahmen. Im Nachtmodus wird die Lüfter-Lautstärke zudem auf angenehme 20 dB gesenkt, womit der Lüfter bei heißen Nächten auch im Schlafzimmer eingesetzt werden kann. Das mechanische Surren beim Schwenken ist in diesem Modus sogar lauter als der eigentliche Lüfter, sodass besonders empfindliche Schläfer*innen auf die Bewegungsfunktion vielleicht verzichten müssen.

Ein Nachteil gegenüber dem größeren 765S liegt in der Art, wie der Wassertank befestigt wird. Während der Zerstäuber beim 765S direkt im Wassertank sitzt und den Dampf an der Oberseite abführt, sitzt das Ventil des 516S an der Unterseite des Tanks, unter der sich regelmäßig Restwasser sammelt. Beim Entnehmen des Tanks oder beim Bewegen des Ventilators kann dieses leicht verschütten, weshalb sich eine unempfindliche Unterlage beim 516S empfiehlt. Preislich startet das Modell bei rund 100 Euro, was trotz dieses Umstandes als angemessener Preis für die gebotene Leistung erscheint.
Dreo TurboCool 765S
Der größere 765S legt bei Leistung und Ausstattung deutlich zu: Mit 3.007 m³/h maximalem Luftvolumen, bis zu 10 m/s Luftgeschwindigkeit und einer Reichweite von bis zu 18 Metern ist er klar für größere Räume ausgelegt. Der 6-Liter-Wassertank ermöglicht längere Einsätze, während Dreo hier sogar eine Senkung der Raumtemperatur um bis zu 6 Grad Celsius verspricht. Erneut zeigen unsere Thermometer während des Einsatzes kaum Veränderung an, im auf 30°C erwärmten Büroraum von knapp 16m² wird durch den kühlen Wasserdampf aber dennoch ein angenehmes Klima geschaffen, bei dem es sich ohne Hitzeschlag aushalten lässt. Der kühlende Effekt tritt schon kurz nach dem Einschalten ein und hält an, selbst wenn der Luftstrahl nur sporadisch vorbeischwenkt. Trotz der schnellen Wirkung bleibt das Gerät effizient: Im Test lag der maximale Stromverbrauch unter Volllast (höchste Lüfter- und Nebelstufe) bei 86,56 Watt. Umgerechnet sind das gerade einmal rund 3 Cent pro Stunde (bei ca. 35 Cent/kWh).
Auch bei der Lautstärke bleibt das Modell mit angeblichen 20 dB bei niedrigster Lüfterstufe angenehm zurückhaltend. Hinzu kommen mehr Einstellungsmöglichkeiten, mehr Lüfterstufen und zusätzliche Modi. Preislich liegt der 765S bei etwa 220 Euro und damit deutlich über dem kleineren Modell, bietet dafür aber auch spürbar mehr Reserven für größere Räume und intensivere Hitzeperioden.
Meinung:Persönlich bin ich kein großer Fan von mobilen Klimaanlagen, bei denen man umständlich einen dicken Abluftschlauch durch das Fenster hängen muss. Wenn das Thermometer aber die 30-Grad-Marke knackt, reicht mir die simple Brise eines normalen Ventilators aber oft auch nicht mehr aus oder macht mir mit trockener Luft sogar noch mehr zu schaffen. Nebelventilatoren sind für mich daher ein guter Mittelweg: Selbst wenn sich der Raum eigentlich nicht wirklich abkühlt, sorgt der feine Nebel für einen sofortigen und anhaltenden Frischeeffekt auf der Haut, ohne Kleidung, Möbel und Co. zu befeuchten. Gerade mit dem größeren Dreo 765S, aber auf kurze Distanz auch mit dem kompakteren 516S, lassen sich Rekordtemperaturen im Sommer viel leichter ertragen.
Fazit
Mit den TurboCool-Modellen versucht Dreo, die Lücke zwischen klassischem Ventilator, Luftbefeuchter und Klimagerät zu schließen. Der 516S ist dabei die sinnvollere Lösung für kleinere Räume und den flexiblen Einsatz am Schreibtisch oder im Schlafzimmer, in direkter Nähe zu einem oder maximal zwei Anwendern. Der 765S ist dagegen mit mehr Power, größerem Tank und stärkerem Kühleffekt eher für den dauerhaften Einsatz in größeren Wohnräumen gedacht. Beide Modelle setzen auf ein interessantes Kühlprinzip, das im Alltag eine spürbare Alternative zu herkömmlichen Ventilatoren sein kann.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 19.06.2026
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