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Eufy E18 im Test: Lohnt sich der intelligente Rasenmähroboter?

Ganz ohne Draht & Antennen, nur mit Kameras!
eufy e18 rasenmähroboter in der sonne vor plüschigel

Ein Mähroboter, der keinen Begrenzungsdraht braucht, trotzdem keine Selbstmordaktion in den Pool startet und zuverlässig nur euren Garten statt auch noch den vom Nachbarn mäht? Der Eufy E18 hat so einiges auf dem Kasten, umfährt sogar herumliegende Gegenstände und könnte euch das lästige Auf- und Abfahren mit dem Rasenmäher bei brütender Hitze ersparen. Ich habe den Rasenmähroboter für euch getestet.

Eufy kennt ihr vielleicht schon als Marke von Saugrobotern, so konnte uns damals der S1 Pro HydroJet besonders mit seiner Wischrolle im Test überzeugen. Schafft es die Anker-Marke die Erfahrungen mit Saugrobotern auch in einem Mähroboter unterzubringen? Schauen wir uns die Kiste mal genauer an.

Kurz-Fazit zum Eufy E18 #tl;dr

eufy e18 rasenmähroboter fährt seine bahnen

Der Eufy E18 zeigt, wie bequem Rasenmähen heute sein kann: Dank Kamera-Navigation ist keine aufwendige Installation mit Begrenzungsdraht nötig und auch in der Praxis überzeugt er mit zuverlässiger Leistung, präziser Hindernisvermeidung und guter Schnittqualität. Die App ermöglicht eine flexible Steuerung und bietet sinnvolle Einstellungen, etwa zum Rand- oder Bahnenabstand.

Kleinere Schwächen, wie nicht ganz sauber gemähte Kanten oder die fehlende Objekterkennung trüben das Gesamtbild nur leicht. Mit einer UVP von 1.799 € ist der E18 kein Schnäppchen, im Vergleich zu anderen High-End-Modellen aber fair bepreist – zumal es aktuell 200 Euro Rabatt mit Code 0URWBSI5 gibt. Für kleinere Flächen (max. 800 m²) lohnt sich ein Blick auf den günstigeren E15 (ab 1.299 € mit Code 0URWBVE7).

Design & Ausstattung: Wie ein Star-Wars-Droide?!

Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass der E18 ein bisschen wie ein MSE-6 Mausdroide aus Star Wars aussieht, oder? Wie dem auch sei: Besonders auffällig ist die breite Navigationseinheit auf der Vorderseite. Das „True Vision“-System setzt auf eine 3D-Stereokamera, die zusammen mit einer semantischen KI-Kamera für eine präzise Karte und effektive Objektumfahrung sorgen soll.

Der E18 ist größtenteils aus Kunststoff gefertigt, macht aber einen robusten Eindruck. Während vorne eine breite Gummileiste als Stoßdämpfer sitzt, fallen hinten vor allem die beiden großen Räder auf. Mit den regelrechten Offroad-Schaufeln dürfte es der E18 ohne Probleme durch euren Garten schaffen – auch Steigungen bis 18 Grad soll er erklimmen können, das konnten wir in unserem Test-Garten aber nicht überprüfen.

Bei einem Blick auf die Unterseite sehen wir das wendige Frontrad sowie den Mähteller mit drei Klingen und 24 cm Durchmesser. Was ich aber richtig cool finde: Unter einer kleinen Abdeckung lässt sich ein AirTag (oder anderen kleine Tracker) unterbringen – das dient vor allem der Diebstahlsicherung und ist eine smarte Idee von Eufy! Alternativ gibt es auch einen offiziellen Schutz vor Diebstahl mit GPS und 4G-Verbindung, die kostet nach einer Testphase aber 20 Euro im Jahr.

YouTube-Video zum Eufy E18

Bedienung & App: Viele Funktionen & Möglichkeiten

Die Einrichtung in der Eufy-App ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen, nur das Firmware-Update kann ein bisschen dauern. Danach solltet ihr den Roboter erstmal euren Garten erkunden lassen: Das geht ganz automatisch, denn es sind keine Abgrenzungsdrähte oder Signalstangen nötig, der Eufy E18 arbeitet rein visuell. Ihr könnt euch also zurücklehnen und warten, bis die Karte erstellt ist – bei uns hat das etwa 35 Minuten in Anspruch genommen.

Während der Erkundung ist der E18 auch nicht in den Pool gefallen, hat Blumenbeete beschädigt oder herumliegendes Spielzeug „aufgegessen“. Er ist Bahn für Bahn gefahren und hat feste Hindernisse und Kanten sehr präzise auf der Karte markiert.

Unübersehbar: Die rote Stopp-Taste (für den Fall der Fälle)

Auf der Oberseite gibt es nicht nur fünf LED-Streifen für den Akkustand, sondern auch einen Powerbutton, einen Start/Stopp-Button sowie einen Home Button und eine Taste zum Bestätigen. Ihr könnt damit zum Beispiel einen Mähvorgang starten, den Roboter heimschicken oder die Kindersicherung aktivieren. Die unübersehbare Stop-Taste dahinter kann den E18 dann jederzeit stoppen.

Obwohl der Mähroboter nach IPX6 auch gegen Wasser geschützt ist, fährt er automatisch zur Station zurück, sobald die ersten Tropfen fallen oder sich die Sicht zu stark verschlechtert. Sobald der Regensensor auf der Oberseite merkt, dass das Schmuddelwetter vorbei ist, setzt er seine Tour fort. Passenderweise sind dafür sogar Schlitze im Dach der Station, damit er das auch während dem Laden merkt.

Viele Einstellungsmöglichkeiten in der Eufy-App!

In der App könnt ihr natürlich auch eine Fahrt starten. Hier stehen euch dann noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung: So könnt ihr jederzeit Parameter wie die Grashöhe, den Randabstand, Bahnenabstand sowie Fahrgeschwindigkeit und Klingengeschwindigkeit anpassen. Auch die Fahrtrichtung ist einstellbar.

Wer möchte, kann darüber hinaus individuelle No-Go-Zonen erstellen, beispielsweise für besonders flache Blumenbeete. Auch ein Verbindungspfad zu einer zweiten Grünfläche lässt sich auf der Karte hinterlegen. Praktisch sind auch die Mähzonen, so könnt ihr euren Garten in mehrere Bereiche unterteilen und diesen dann verschiedene Schnitthöhen oder Randabstände zuweisen.

Außerdem kannst du in den Einstellungen einen Zeitplan aktivieren, den Diebstahlschutz anpassen, den Roboter fernsteuern und sogar ein Live-Bild der Kamera aktivieren. Aber keine Sorge, die Live-Funktion ist nur mit Passwort und nach aktuellen Datenschutzrichtlinien nutzbar.

Die App ist insgesamt echt übersichtlich und hat viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. Mir fehlt da noch eine Sache: Eine „Mähe bitte nur hier“-Zone, so wie es das bei Saugrobotern gibt. Damit könnte der Roboter nochmal zu einer bestimmten Stelle geschickt werden, die vielleicht noch etwas Zuwendung braucht.

Die rein optische Navigation funktioniert in der Praxis wirklich gut! Der Eufy E18 fährt erst Bahn für Bahn, umkurvt danach Hindernisse gesondert und macht zum Schluss die Randbereiche. Unsere Garten-Testfläche mit 160 Quadratmeter hat er dabei in drei Bereiche unterteilt und diese zuverlässig abgefahren.

Sowohl den Sandkasten als auch den Baum hat er dabei präzise umfahren und dessen Randbereiche teilweise doppelt gemäht – das nenn‘ ich mal gründlich. In einigen Ecken ist er sogar zurückgesetzt, damit auch dort der letzte Grashalm noch mitgenommen wird. Nur die Rutsche war ihm nicht ganz so geheuer, da kam er nicht zu 100 % in die Ecken.

Doch dafür hat er selbst einen recht kleinen Ball gut erkannt, genauso wie einen spontan rein kullernden Ball. Er arbeitet also auch adaptiv und hat immer ein wachsames „Auge“. Auch unserem Plüsch-Igel hat der E18 keinen Stachel gekrümmt, was sehr vorbildlich ist, denn Igel rollen sich bei Gefahr ein, statt zu flüchten, und werden dann schnell zur Leibspeise von Rasenmährobotern.

Was ich mir hier aber noch gewünscht hätte: Der E18 setzt bewusst auf Kameras, auf die ihr in der App zugreifen könnt. Wenn jetzt noch eine Objekterkenung, gerne auch mit KI-Unterstützung, hinzu käme, könnte euch der Robi sogar sagen, dass ein Igel in eurem Garten wohnt.

Meine Erfahrungen & Laufzeit

Das Schnittergebnis fällt meines Erachtens ganz gut aus. Ihr könnt die Schnitthöhe natürlich selbst bestimmen: Der E18 kann zwischen 25 und 75 mm schneiden. Dabei ist er dann auch noch recht leise und fällt kaum auf. Und sollte das Ergebnis mal nicht zufriedenstellend sein, könnt ihr ihn einfach nochmal starten und dabei das Schnittmuster wechseln – also, falls ihr Bock auf ein Fußballrasen-Schachbrett habt!

Zwischen flachen Pflanzen in Bodennähe und zu hohem Gras kann er ganz gut unterscheiden, um das dann auch abzumähen. Je nachdem, wie euer Garten aufgebaut ist, könnt ihr noch den randlosen Schnitt feinjustieren und dem Roboter sagen, wie weit er über den Rand hinaus gehen soll – das klappt natürlich nur bei einem flachen Übergang.

Höhere Randbereiche kann der E18 hingegen nicht vollständig mähen, bedingt durch den Abstand von knapp 10 Zentimetern zwischen Mähwerk und Gehäuse. Aber ganz ehrlich: Ihr spart euch mit so nem Rasenmähroboter soo viel Zeit, die 10, 15 Minuten, um die Ränder per Hand mit einem Rasentrimmer zu machen, sollten dann kein Problem sein.

Am Ende hat er für unsere Testfläche mit 160 Quadratmetern etwa 105 Minuten benötigt und dabei 55 % seines Akkus verbraucht. Heißt: Er schaffte im doch etwas verwinkelten Garten knapp über 90 Quadratmeter pro Stunde, was theoretisch einer maximalen Laufzeit von bis zu 280 Quadratmeter und 185 min entspricht – ein solides Ergebnis. Geladen hat er dann auch superflott: In unter zwei Stunden ist er wieder voll einsatzbereit.

Test-Fazit zum Eufy E18

Der Eufy E18 macht in vielen Bereichen einen richtig guten Job und zeigt, wie komfortabel automatisiertes Mähen heute sein kann. Besonders positiv fällt mir dabei die schnelle Einrichtung auf: Dank automatischer Kartierung und Navigation über Kameras kommt er ganz ohne Begrenzungsdraht oder externe Antennen aus.

In der Praxis zeigt sich der E18 als zuverlässiger Helfer: Er umfährt Hindernisse sehr präzise, arbeitet sauber und liefert eine gute Schnittqualität. Die zugehörige App punktet mit sinnvollen Funktionen, etwa zur Einstellung von Bahnen- sowie Randabstand, und ermöglicht eine flexible Steuerung im Alltag.

Natürlich ist aber nicht alles perfekt: An manchen Kanten bleibt doch etwas Gras stehen, da das Mähwerk etwa 10 cm vom Gehäuserand entfernt sitzt. Eine dedizierte „Mähe bitte nur hier“-Zone gibt es leider auch nicht. Zudem hätte ich mich persönlich noch über eine Objekterkennung gefreut, um darüber informiert zu werden, wenn Tiere oder Gegenstände erkannt wurden.

Mit einer UVP von 1.799 Euro ist der E18 nicht gerade ein Schnäppchen, aber im Vergleich zu vielen teureren Modellen durchaus fair bepreist. Zumal ihr bei Bedarf auch zum E15 greifen könnt, der für kleinere Rasenflächen bis 800 Quadratmeter ausgelegt ist und bei 1.499 Euro UVP liegt. Beide sind aktuell jedoch mit 200€ Rabatt verfügbar – nutzt dafür einfach unsere Couponcodes an der Kasse: 0URWBSI5 (E18) und 0URWBVE7 (E15).

Haus & Garten
Allround-PC.com Award
07/2025
Eufy E18
Empfehlung
eufy e18 rasenmähroboter in der sonne vor plüschigel

Eufy E18

4 von 5 Sternen

Vorteile

  • schnelle Einrichtung mit automatischer Kartierung
  • benötigt zur Navigation keinen Begrenzungsdraht oder Antennen
  • umfährt Hindernisse sehr präzise
  • arbeitet gründlich
  • gute Schnittqualität
  • gute App mit vielen Funktionen

Nachteile

  • Mäht nicht immer alle Kanten sauber
  • keine Objekterkennung

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Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja stellv. Chefredakteur

.. ist nicht nur Experte für die Bereiche Smartphones & Gadgets, sondern testet auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Mainboards & Gaming-Gear. Zudem beschäftigt er sich gern mit Elektroautos und ist das Gesicht für YouTube, Instagram & Co. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten und berichtet gern von Messen & Events. Seine Leidenschaft: Fußball (Fohlenelf) & Fotografie (Fuji X100V).

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