Der Roborock F25 Ultra punktet im Test als erstklassiger Akku-Wischsauger, vorrangig aufgrund seiner gründlichen Dampf- und Heißwasserreinigung. Damit hat er vielen Konkurrenten etwas voraus, im Alltag genügen jedoch meist günstigere All-in-One-Lösungen. Die Vor- und Nachteile des Ultra-Modells zeigt der Testbericht.
Mit dem F25 Ultra erweiterte Roborock im September seine Wischsauger-Reihe um ein neues Topmodell, das sich über dem bereits getesteten F25 Ace (neuerdings F25 XT genannt) platziert. Die wichtigsten Neuerungen sind zwei Reinigungsmodi, die es so bislang kaum bei Akku-Wischsaugern gab: Dampfreinigung mit bis zu 180 Grad sowie Heißwasser-Wischen mit 86 Grad. Hinzu kommen Detailverbesserungen wie ein größerer Frischwassertank und eine bessere Selbstreinigung.
Die UVP liegt bei 799 Euro, zwischenzeitlich ist das Modell auf 645 Euro gesunken. Zum Testzeitpunkt war das Flaggschiff jedoch überall ausverkauft. Unter den modernen Top-Akku-Wischsaugern ist Dampfreinigung bislang eine Seltenheit.
Vergleichbare Konkurrenten wie der Mova X4 Pro (329 Euro) oder Tineco Floor One S9 Master (~600 Euro) setzen höchstens auf Heißwasser-Wischen samt Sprühdüse, mit dem Tineco Floor One S9 Artist Steam Pro (799 Euro) gibt es allerdings auch eine Dampfalternative. Erwähnenswert sind zudem noch der Roborock F25 Ace / F25 XT (348 Euro) und F25 Ace Combo (496 Euro) mit zusätzlichem Multifunktions-Handsauger – bei diesen Modellen gibt es aber kein Hochtemperatur-Wischen.
Design: Typisch Roborock, modern und hochwertig
Optisch bleibt Roborock der Designsprache der F25-Serie treu. Der Ultra wirkt etwas massiver als der Ace, was auch am größeren Tankvolumen und dem höher dimensionierten Heizelement liegen dürfte. Das Gehäuse macht weiterhin einen modernen Eindruck, die Verarbeitung wirkt hochwertig. Leichte Gebrauchsspuren zeigen sich leider schon nach kurzer Zeit auf dem Wassertank.
Mit 5,6 Kilo Leergewicht
Das Leergewicht liegt bei rund 5,6 kg und damit etwas über dem Ace. Beim Schieben fällt das aufgrund der motorisierten Räder nicht stark ins Gewicht, beim Tragen für eine Treppenreinigung aber durchaus. Der Frischwassertank fasst 1.000 ml und sitzt direkt am Reinigungskopf. Der Schmutzwassertank (720 ml) ist leicht zugänglich angebracht. Zusätzlich gibt es wieder ein Fach für die automatisch dosierte Reinigungslösung – eine Flasche ist im Lieferumfang enthalten.
Inbetriebnahme: App-Anbindung optional, aber empfehlenswert
Die Inbetriebnahme ist unkompliziert: Griff aufstecken, Wasser einfüllen, optional Reinigungsmittel ergänzen und einschalten. Die App-Anbindung ist optional, für die Feineinstellung der (Selbst-)Reinigungsmodi und Fernsteuerung liegend unter niedrigen Möbeln aber praktisch. Erfreulicherweise stoppt der F25 Ultra nun beim vollständigen Aufrichten automatisch, dies hat beim Test des F25 Ace noch gefehlt.
Bedienung & App
Der F25 Ultra bietet vier Reinigungsmodi:
- Auto: Reguliert Saugkraft und Wassermenge abhängig vom Verschmutzungsgrad
- Heißwassermodus (86 °C): Für eingetrocknete oder fettige Stellen
- Dampfmodus (bis 180 °C): Für besonders hartnäckige Flecken
- Schwamm: Minimale Wasserabgabe, speziell für große Flüssigkeitsmengen
Bedient wird der Wischsauger über die Tasten am Griff, ein Farbdisplay zeigt Akkustand, Modi sowie Fehlermeldungen an und meldet diese auch akustisch mit Sprachausgaben. In der Roborock-App lassen sich u. a. einstellen:
- Wasserdurchfluss
- Saugleistung
- Stärke der motorisierten Räder
- Trocknungsmodus
- Sprache (Lautsprecher)
- Fortschritt und Art des aktuellen Trockenvorgangs

Die Fernsteuerung im flach abgelegten Zustand funktioniert grundsätzlich, reagiert aber wie beim Ace etwas träge. Praktisch für schwer zugängliche Bereiche, aber selten notwendig – für Möbel mit weniger als 12,5 cm Höhe ist der F25 Ultra zu groß.
Praxiserfahrungen mit dem Roborock F25 Ultra
Im Alltag zeigt der Roborock F25 Ultra genau dort seine Stärken, wo klassische Wischsauger und auch der F25 Ace an Grenzen stoßen: bei fettigen Küchenspritzern, eingetrockneten Soßenresten oder klebrigen Stellen, die sich im reinen Automatikbetrieb oft nur schwer entfernen lassen.
Die Kombination aus hoher Saugleistung (22.000 Pa laut Herstellerangabe), dem Heißwasser-Modus und dem integrierten Dampfmodul sorgt für einen spürbaren Leistungsschub, der sich besonders auf Küchenfliesen und robusten Hartböden bemerkbar macht. Über hartnäckige Verschmutzungen muss das Ultra-Modell schlichtweg viel weniger wischen, bis der Boden wieder blitzt.

Der Dampfmodus benötigt etwa eine Minute Vorlaufzeit, bevor das Heizelement seine volle Arbeit aufnimmt. Sobald der Ultra einsatzbereit ist, lassen sich eingetrocknete Verschmutzungen schneller lösen als im reinen Heißwasserbetrieb. Eingetrocknete Kaffeeflecken, Ketchup oder Fettspritzer ließen sich im Testumfeld sichtbar schneller und obendrein hygienischer entfernen als mit herkömmlichen Wischsaugern.
Die motorisierte Unterstützung ist spürbar und erleichtert das Schieben sowie Ziehen des Saugers erheblich. Aufgrund der hohen Bauweise stößt der Frischwassertank jedoch oft an Möbelkanten.

Die Kantenreinigung gehört weiterhin zur Stärke der F25-Serie. Der Ultra arbeitet bis auf wenige Millimeter an Fußleisten und Möbelkanten heran. Ganz bündig wird die Walze aber auch hier nicht. Das an der Front integrierte Licht hilft zudem, Staub und Krümel auf dunklen Oberflächen oder unter Möbeln besser zu erkennen – auch wenn die grüne LED des Roborock H60 Hub Ultra (Test) noch hilfreicher wirkte.
Akku: 45 Minuten am Stück sind möglich
Roborock gibt für den Auto-Modus bis zu 60 Minuten Laufzeit für den 4.600-mAh-Akku an. In der Praxis sind bei gemischtem Betrieb circa 45 Minuten realistisch, bei dauerhaftem Dampfmodus war der Akku allerdings schon nach rund 20 Minuten leer. Der Ladevorgang dauert etwa vier Stunden. Ein Zwischenladen ist möglich, aber nicht effizient, da die Selbstreinigung erst ab 15 Prozent Ladung startet.

Selbstreinigung mit Heißwasser, Dampf und Heißlufttrocknung
Die Selbstreinigung fällt beim F25 Ultra intensiver aus als beim Ace. Roborock kombiniert hier Heißwasser, Dampf (laut Hersteller bis zu 180 °C) und eine anschließende Heißlufttrocknung, um die Walze möglichst sauber und geruchsneutral zu halten. Der komplette Prozess läuft auf Wunsch automatisch ab, sobald der Sauger in der Station steht. Zur Auswahl stehen eine schnelle, aber laute Trocknung in circa fünf Minuten sowie eine leise Trocknung in 30 Minuten.

Das Tankdesign entspricht dem Ace: Der Schmutzwassertank muss nach jeder Nutzung entleert und ausgespült werden. Wenn er aber nicht stets penibel gereinigt wird, können nach längerer Stehzeit Gerüche entstehen. Die “JawScrapers-Technologie” verhindert weitgehend, dass sich Haare in der Walze verheddern. Am Übergang zu den Rollen können sich dennoch Flusen und Knäuel ansammeln.
Fazit
Der Roborock F25 Ultra ist aktuell das leistungsstärkste Modell der F25-Serie und spielt diesen Vorteil im Alltag vor allem bei hartnäckigen Verschmutzungen aus. Eingetrocknete Soßenreste, fettige Küchenflecken oder klebrige Stellen lassen sich mit dem Heißwasser- und dem Dampfmodus sichtbar schneller lösen als mit herkömmlichen Akku-Wischsaugern. Wer regelmäßig mit solchen Verschmutzungen zu tun hat, etwa in Haushalten mit Kindern, Haustieren oder häufig genutzten Küchen, profitiert klar von den erweiterten Funktionen.
Die Selbstreinigung kombiniert heißes Wasser, Dampf und Heißlufttrocknung und liefert insgesamt sehr gute Ergebnisse. Bedienung und App wirken relativ ausgereift, gerade die Feineinstellungen für Wassermenge, Radantrieb oder Trocknungsmodi machen den Alltag einfacher.
Auf der anderen Seite ist der Ultra kein Gerät für jeden. Das höhere Gewicht macht ihn weniger komfortabel beim Tragen, der Aufbau ist etwas hoch für sehr niedrige Möbel, und ein knickbarer Griff hätte dem Handling gutgetan. Auch preislich bleibt der Ultra ein Premiummodell: Der Marktpreis ist zwar angesichts der neuen Dampftechnik nachvollziehbar, lohnt sich aber wirklich nur, wenn man die Heißwasser- und Dampfmodi regelmäßig nutzt.
Für gelegentliches Wischen oder überwiegend leichten Alltagsschmutz reicht der F25 Ace / XT völlig aus. Wer zusätzlich Fugen, Polster oder Tische reinigen möchte, ist sogar mit dem F25 Ace Combo besser beraten, da hier ein separater Handsauger integriert ist.
Für anspruchsvolle Hartböden, stark verschmutzte Küchenbereiche und Haushalte mit viel Alltagsschmutz ist der F25 Ultra jedoch einer der derzeit leistungsfähigsten Wischsauger – allerdings auch einer der teuersten.
Pro
- sehr hohe Reinigungsleistung
- Dampf- und Heißwasser-Modus bieten spürbare Vorteile
- gründliche Selbstreinigung mit Heißwasser, Dampf und Heißlufttrocknung
- komfortable Bedienung
Contra
- relativ hohes Gewicht
- etwas hoch für sehr niedrige Möbel, kein knickbarer Griff
- sehr hoher Preis
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