Mit dem Freezer i13X bringt Arctic Cooling eine leicht größere und etwas leistungsstärkere Variante des Freezer 7X auf den Markt. Gleichzeitig beerbt der neue Kühler seinen Vorgänger, der schon seit 2010 verfügbar ist. Was hat der Hersteller geändert und vielleicht auch verbessert? Das wollen wir in diesem Testbericht für euch herausfinden.

Übersicht

Arctic bringt den Freezer 13 X in zwei Varianten auf den Markt. Der Kühler ist als i13 X für Intel-Sockel erhältlich, für AMD-Sockel gibt es den (baugleichen) A13 X. Der einzige Unterschied ist das mitgelieferte Montage-Kit, das natürlich bei den beiden Sockeln unterschiedlich ist. Preislich starten die Freezer 13 X Kühler bei 22,99 Euro* für die AMD-Variante, der Arctic Freezer i13 X liegt bei 23,99 Euro*. Darüber hinaus gibt es die beiden Modelle noch mit dem CO-Namenszusatz (für den 24/7-Dauerbetrieb ausgelegt) für jeweils zwei Euro Aufpreis. Weitere Details gibt es auf der Arctic-Webseite.

Lieferumfang

  • Freezer i13X – Kühler
  • 100 mm Lüfter (vorinstalliert)
  • Montagezubehör für Intel-Sockel
  • Wärmeleitpaste (ab Werk aufgetragen)
  • QR-Code für Online-Bedienungsanleitung

Design & Eigenschaften

Mit einer Größe von lediglich 86 x 109 x 137 mm (TxBxH) ist der Freezer i13 X ein wirklich sehr kompakter CPU-Kühler. Arctic setzt auf einen Kühlkörper mit 44 Aluminium-Finnen und insgesamt drei 6-mm-Heatpipes aus Kupfer. Durch das „Direct Touch“-System liegen die Heatpipes direkt auf dem CPU-Heatspreader auf und sollen die Wärme so effektiver abführen. Dort ist bereits ab Werk die hauseigene MX-2 Wärmeleitpaste aufgetragen.

Laut Hersteller soll der Kühler trotz der eher geringen Abmessungen eine TDP von bis zu 150 Watt stemmen können. Der P-Lüfter mit einem Durchmesser von 100 mm arbeitet mit 300 – 2.000 Umdrehungen pro Minute und wird über ein 4-Pin-Kabel (PWM) mit dem Mainboard verbunden. Im Gegensatz zu anderen Kühlern sitzt der Lüfter in einem schwarzen Gehäuse, das gleichzeitig direkt am Kühlkörper hält. Eine Montage über Klammern ist daher nicht nötig und vereinfacht so die Montage. Allerdings kann der Freezer i13 X keinen zweiten Lüfter, beispielsweise für eine Push-Pull-Konfiguration, aufnehmen.

Der Kühler lässt sich auf den aktuellen Mainstream-Sockeln von Intel verbauen, konkret sind das der LGA 1200, 1151, 1150, 1155 und 1156. Die größeren Sockel LGA 2011(-3) und 2066 werden nicht unterstützt, dafür ist die Kühlfläche wohl zu klein. Das Pendant für AMD-Prozessoren, der Freezer A13 X, kann lediglich auf dem AM4-Sockel verbaut werden. Für die Installation gibt es eine Online-Bedienungsanleitung, die über den beiliegenden QR-Code aufgerufen werden kann. Die Montage selbst ist in wenigen Minuten und ohne große Komplikationen erledigt.

Kühlleistung

Für unseren Praxistest haben wir den Kühler auf einen Intel Core i5-9600KF installiert, der wiederum auf einem ASUS Z390-F Gaming sitzt. Anschließend haben wir den Arctic Freezer i13 X sowohl im Leerlauf (Idle) als auch unter Volllast mit der Standard-Drehzahlkurve getestet. Hierfür haben wir den Prozessor mit dem CPU-Z Stresstest, 3D Mark Time Spy und Prime95 ausgelastet. Der Temperaturverlauf (Raumtemperatur: ca. 22°C) wurde mit der Software HWMonitor als auch CoreTemp aufgezeichnet. Im Leerlauf haben wir den Lüfter auf 1.000 Umdrehungen pro Minute reduziert.

Testsystem:

  • Prozessor: Intel Core i5-9600KF, 6 Kerne (6 Threads), 3,7 GHz (Standard), 4,6 GHz (Turbo), Turbo Boost aktiviert
  • Mainboard: ASUS Z390-F Gaming
  • Arbeitsspeicher: 16GB Thermaltake Toughram DDR4-3600 CL18-19-19-39
  • Systemlaufwerk: 512GB ADATA XPG SX8000 PCIe 3.0 x4 M.2 SSD
  • Grafikkarte: ASUS ROG Strix RTX 2070 OC
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64



Im Leerlauf zeigt der Freezer i13 X mit einer Temperatur von 32 °C eine sehr ordentliche Kühlleistung. Unter Last kommt der Prozessor dann etwas ins Schwitzen, doch auch da kann der CPU-Kühler mit 71 °C für ein wirklich gelungenes Ergebnis sorgen. Der Unterschied zum etwas kleineren Geschwisterchen, dem Arctic Freezer 7X (Test), kann der Freezer i13 X besonders mit der zusätzlichen, dritten Heatpipe und etwas mehr Kühlfläche punkten. Darüber hinaus ist der Geräuschpegel außerordentlich angenehm, selbst bei voller Drehzahl. Im Leerlauf haben wir die Drehzal auf 1.000 rpm reduziert, wodurch der Lüfter kaum mehr wahrzunehmen ist.

Fazit

Der Arctic Freezer i13X wirkt wie eine etwas stärkere Plus-Version zum Freezer 7X (Test). Mit einer Heatpipe mehr, der etwas größeren Kühlfläche und dem auf 100 mm angewachsenen Lüfter steigert sich die Kühlleistung dementsprechend leicht. Die Verarbeitung ist auf einem hochwertigen Niveau, das Design ist schlicht und klassisch. Durch die kompakten Abmessungen gibt es keine Probleme mit hohem Arbeitsspeicher, zudem ist die Montage unkompliziert und nach wenigen Minuten erledigt. Ein Pluspunkt ist auch hier wieder die ab Werk aufgetragene MX-2 Wärmeleitpaste.

Zu einem Preis von aktuell um die 20 Euro* gibt es einen sehr gelungenen Upgrade-Kühler, der gegenüber dem Intel Boxed-Kühler eine deutlich bessere Kühlleistung bietet und gleichzeitig den Geldbeutel schont. Einen Plattformwechsel zum AMD-Sockel ist allerdings nicht machbar, hier müsste Arctic dem Nutzer vermutlich ein AMD-Montage-Kit nachliefern.

CPU-Kühler
Allround-PC.com
09/2020
Arctic Freezer i13 X
Preis-Leistung

Pro

  • gute Kühlleistung mit sehr leisem Lüfter
  • einfache Montage
  • hochwertige Verarbeitung
  • 6 Jahre Garantie

Contra

  • nicht für einen Plattformwechsel zu AMD nutzbar

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