HydraNode ist eine neuartige Lüfter-Technologie von ASUS für aktuelle Z590-Mainboards. Drei PWM-Lüfter laufen damit über einen Anschluss und lassen sich dennoch einzeln ansteuern. Wir haben HydraNode zusammen mit drei SilverStone Air Penetrator 140i Lüftern für euch ausprobiert.

Unter dem Namen HydraNode bietet ASUS auf einigen Intel-Z590-Mainboards eine Technologie an, die es ermöglicht, drei Lüfter an einem PWM-Anschluss zu verbinden und dabei nicht auf die individuelle Steuerung zu verzichten. Die HydraNode-Steuerung ist dabei direkt im Control-Panel von Fan Xpert 4 integriert (in der ASUS AI Suite 3 enthalten). Obendrein sind weitere Informationen zum Lüfter selbst auslesbar, die ein normaler PWM-Lüfter nicht hergeben würde – dazu zählen der Modellname des angeschlossenen Lüfters und die protokollierten Betriebsstunden. Passende Lüfter mit Unterstützung für HydraNode gibt es bereits von SilverStone und BitFenix, weitere Hersteller sind jedoch in Planung.

HydraNode im Praxis-Check – was steckt dahinter?

Wir nutzen die drei SilverStone-Lüfter in Kombination mit dem ASUS ROG Maximus XIII Hero, dort sind die drei Gehäuse-Lüfter-Anschlüsse (CHA_FAN) direkt auch die HydraNode-Header. Alternativ unterstützen aktuell nur das Maximus XIII Extreme und Maximus XIII Extreme Glacial die neue Technik. Wie auch die Anschlüsse für die CPU-Lüfter bieten die HydraNode-Header jeweils bis zu zwölf Watt Leistung (12V, 1A). Das ist mehr als genug für jedweden Lüfter, denn unsere getesteten SilverStone-Modelle benötigen jeweils maximal 3,24 Watt – also insgesamt knapp zehn Watt.

Durch die Technologie, deren Name übrigens an das vielköpfige Ungeheuer der griechischen Mythologie angelehnt ist, kann man eine sinnvolle „Lüfter-Daisy-Chain“ realisieren. Die Lüfter haben je zwei Anschlüsse, einen für das PWM-Signal und einen für die ARGB-Beleuchtung. Durch im Lüfter-Lieferumfang enthaltene Erweiterungskabel lässt sich ein Lüfter zu einem Trio erweitern, vom ersten Lüfter verläuft dann lediglich ein PWM-Kabel und ein ARGB-Kabel zum Mainboard.

Zum Ausprobieren von HydraNode verwendeten wir drei SilverStone Air Penetrator 140i HYDRANODE, die pro Stück circa 25 Euro* kosten. Sie arbeiten mit 500 bis 2.000 Umdrehungen pro Minute und haben einen Durchmesser von 140 Millimetern. Alternativ gibt es derzeit nur noch die BitFenix Spectre HYDRANODE ARGB (120 Millimeter) für rund 20 Euro pro Lüfter. Laut ASUS sollen jedoch schon bald weitere Hersteller mit HydraNode-kompatiblen Lüftern folgen.

HydraNode im BIOS aktivieren

Tl;dr: BIOS → Überwachen → Q-Lüfter-Konfiguration → HydraNode Lüfterzuordnung aktivieren

Nach dem Verkabeln muss HydraNode im BIOS des Mainboards aktiviert werden. Geht dafür mit der F7-Taste in den erweiterten Modus, anschließend in der oberen Zeile auf „Überwachen“ und dann auf den Punkt „Q-Lüfter-Konfiguration“. Dort findet ihr die Option „HydraNode Lüfterzuordnung“. Habt ihr die Option aktiviert und die Änderung gespeichert, listet das BIOS bereits die Lüfter individuell auf. Sind sie also beispielsweise am zweiten PWM-Header angeschlossen, heißen sie im BIOS CHA2P1, CHA2P2 und CHA2P3.

Volle Kontrolle mit Fan Xpert 4

Um Lüftereinstellungen auch unter Windows vorzunehmen, benötigt ihr das die ASUS AI Suite 3, welche den Fan Xpert 4 beinhaltet. Die Lüfterkurve lässt sich dann auch dort anstatt im BIOS für jeden Lüfter einzeln anpassen. Ob HydraNode aktiviert ist, erkennt ihr oben links zwischen der AI-Kühlung und den Lüftermodi (leise, Standard, etc.).

Via ASUS Armoury Crate, eine separate Software, ist des Weiteren die Betriebszeit auslesbar. Auf unserem Testsystem machte die Installation von Armoury Crate leider Probleme, weshalb wir euch hier ein Bild vom ASUS-Testlabor eingebunden haben (allerdings mit fehlerhaftem Wert zu Darstellungszwecken). Für die Kernfunktion der Technologie ist Armoury Crate nebensächlich, allerdings ist nur darüber die ARGB-Beleuchtung der Lüfter steuerbar.

Fazit

Die Steuerung der einzelnen Lüfter funktionierte einwandfrei, ASUS HydraNode ist also durchaus ein praktisches Tool – und eine doch innovative Idee. Mittels HydraNode lassen sich beispielsweise in einem großen Showcase-Gehäuse ohne Lüfter-Hub neun Gehäuse-Lüfter und ein AiO-Wasserkühler für die CPU verwenden. Es ist daher vor allem praktisch für Leute, die möglichst viel Kontrolle über den AirFlow und die Geräuschkulisse ihres Systems haben möchten. Leider ist die Technologie aktuell nur neuen Z590-Mainboards vorbehalten, das sollte sich in Zukunft (hoffentlich) erweitern.

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