Mit dem Dark Rock TF2 bringt be quiet den Nachfolger des leistungsstarken Top-Blow-Kühlers auf den Markt. Auch in der neusten Version des Luftkühlers will das deutsche Unternehmen durch ein relativ kompaktes Design bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit überzeugen. Inwiefern be quiet hier Wort hält und ob der Name hier Programm ist, wollen wir in diesem Test herausfinden.

Der Dark Rock TF2 ist ab sofort für eine unverbindliche Preisempfehlung von 85,90 Euro erhältlich. Wie sein Vorgänger ist auch dieses Modell für Gehäuse mit geringem Platzangebot konzipiert, soll dabei aber dennoch eine mit klassischen Turmkühlern vergleichbare Leistung bieten. Im Lieferumfang des be quiet Dark Rock TF2 befinden sich eine kleine Tube Wärmeleitpaste, Montage-Kits für AMD- und Intel-Sockel sowie zwei Lüfter, dazugehörige Klammern und ein Y-Adapter.

Design & Features

Be quiet setzt in der zweiten Generation ebenfalls auf einen Kühlkörper aus Aluminium mit einer schwarzen Beschichtung. Die Lamellen werden von insgesamt sechs 6 mm großen Kupfer-Heatpipes durchzogen, die auch schwarz sind und so den schicken Look vervollständigen. Einzig der be quiet Schriftzug auf dem seitlichen Top-Cover setzt einen farblichen Akzent der sonst komplett schwarzen Optik.

Direkt ins Auge fällt auch der Aufbau: Statt eines klassischen Turmkühlers handelt es sich beim Dark Rock TF2 um einen sogenannten Top-Blow-Kühler. Die Lüfter zeigen hierbei entsprechend nach oben und sind nicht vertikal zum Sockel angeordnet. Ein positiver Nebeneffekt dieser Bauweise ist mitunter, dass RAM-Slots nicht blockiert werden und auch Speichermodule von bis zu 49 mm Höhe verbaut werden können. Der Luftkühler kommt mitsamt beider Lüfter auf eine Größe von 163 x 140 x 134 mm bei einem Gewicht von 945 g. Damit fällt das neue Modell etwa 135 g schwerer aus als noch sein Vorgänger.

Silent Wings Lüfter für leisen Betrieb

Be quiet setzt beim Dark Rock TF2 auf zwei unterschiedliche Lüftermodelle, jedoch aus derselben Familie. Beim oberen Lüfter handelt es sich zunächst um einen Silent Wings 3, welcher einen leicht trichterförmigen Aufbau besitzt und mit bis zu 1.400 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Auf der unteren Position verbaut be quiet wiederum einen konventionellen Silent Wings Lüfter mit einer maximalen Lüftergeschwindigkeit von 1.200 RPM. Bei beiden Modellen gibt der Hersteller eine Lautstärke von 27,1 db(A) bei maximaler Drehzahl an.

Auch werden beide Lüfter über einen 4-Pin-PWM Anschluss an das Mainboard angebunden. Ein feines Detail: als weitere Vorkehrung für einen ruhigen Betrieb verbaut be quiet am oberen Kühlkörper längliche Gummielemente. Diese wurden an den Auflageflächen der Lüfter angebracht und sollen dafür sorgen, dass weniger Vibrationen und Schwingungen übertragen werden.

Insgesamt wirkt der Dark Rock TF2 sehr hochwertig verarbeitet und auch die Optik weiß zu gefallen. Wir konnten während unseres Tests weder Unregelmäßigkeiten noch scharfe Kanten an den Kühlkörpern feststellen. Ähnlich zum Shadow Rock Slim 2 sind die Ecken der Auflagefläche jedoch etwas spitz.

Montage

Ganz nach be quiet Manier ist die Installation des Kühlers auf dem Mainboard durchaus schnell und relativ simpel zu bewältigen. Kompatibel ist der Dark Rock TF2 dabei mit den AMD-Plattformen AM4 sowie AM3(+) als auch mit den Intel-Sockeln LGA 2011(-3), 2066, 115x und 1200. Wie auch bei den anderen Modellen erklärt be quiet in der bebilderten Anleitung die Montage sehr detailliert und anschaulich. Bei der Installation fiel jedoch auf, dass zwischen Kühler und Grafikkarte sehr wenig Platz vorhanden ist und der Kühler auch nicht in jede Richtung eingesetzt werden kann. Checkt also vor der Montage, wie der Kühler am besten auf eurem Mainboard platziert werden kann.

Kühlleistung & Lautstärke

Der Kühler ist für eine maximale Verlustleistung von 230 W ausgelegt, be quiet konnte die Leistung gegenüber dem Vorgänger also um etwa 10 W steigern. Darüber hinaus sorgt der Aufbau des Kühlers für eine Kühlung der umliegenden Mainboard-Komponenten – dadurch werden ebenso Spannungswandler und RAM-Module mitgekühlt.

Getestet wird der Dark Rock TF 2 wie üblich auf unserem Kühler-Testsystem, in welchem ein Intel Core i9 7900x zum Einsatz kommt. Zunächst werden über einen gewissen Zeitraum die Idle-Temperaturen im Betrieb gemessen, anschließend werden die Werte bei Last ausgelesen. Dafür wird der Prozessor mithilfe des CPU-Z Benchmark Tools auf Volllast gebracht.



Im Leerlauf kann der Kühler die CPU bei soliden 30 °C halten, ganz konkret liegt der Dark Rock TF 2 in einem Bereich zwischen 28 °C  und 34 °C. Unter Last platziert er sich im oberen Mittelfeld, hier konnten wir Temperaturen von durchschnittlich 66 °C messen. Insgesamt kann sich der Top-Blow-Kühler damit in etwa auf dem Niveau des Dark Rock Pro 4 (Test) einordnen.

Darüber hinaus kann dieser Modell auch hinsichtlich Geräuschentwicklung überzeugen. Sowohl im Idle als auch unter Last bleibt der Dark Rock TF 2 stets sehr leise, besonders im Leerlauf ist der Kühler beinahe unhörbar. Hier zeigt be quiet wie stark bzw. leise die Silent Wings Lüfter sind. Über den 4-Pin PWM-Anschluss können die Lüfterdrehzahlen zudem nach eigenen Wunsch angepasst werden.

Preisvergleich

Fazit: Hoher Preis für hohe Leistung?

Der be quiet Dark Rock TF 2 kann besonders durch die Kombination aus hoher Kühlleistung und kompaktem Design überzeugen. Das schwarze Design sieht nicht nur schick aus, der Kühler ist auch hochwertig verarbeitet. Mit der vergleichsweisen geringen Höhe sorgt dieses Modell für eine hohe Kompatibilität mit einer Vielzahl an PC-Systemen. Beim Einbau muss jedoch auf die Platzierung geachtet werden, so dass der Kühlkörper nicht den PCIe-Slot blockiert. Abseits davon ist die Installation des Kühlers durchaus problemlos möglich und auch in der anschaulichen Anleitung gut beschrieben. In Sachen Kühlleistung muss sich der Dark Rock TF2 keinesfalls vor herkömmlichen Turmkühlern verstecken.

Für einen Preis von 85,90 Euro zum Marktstart gehört der Kühler jedoch zu den deutlich teureren Modellen und stellt dabei den aktuell teuersten Top-Blow-Kühler auf dem Markt dar. Daher muss gesagt werden, dass sich ein solcher Kühler nur dann lohnt, wenn das Gehäuse keinen entsprechenden Turmkühler unterbringen kann. Entsprechend empfehlen wir eher zu einem gleichwertigen, aber günstigeren Turmkühler zu greifen, sofern der Platz dafür ausreicht. Ansonsten ist der Dark Rock TF 2 in seinem Bereich eines der besten Modelle, denn die Konkurrenz bietet kaum entsprechende Alternativen.

CPU-Kühler
Allround-PC.com
08/2021
be quiet! Dark Rock TF 2
Empfehlung

Pro

  • geringe Bauhöhe
  • gute Kühlleistung
  • sehr leiser Betrieb
  • hochwertige Verarbeitung
  • blockiert keine RAM-Plätze (bis 49 mm)

Contra

  • hoher Preis

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