Das neue Flaggschiff ist da, Thermaltake bringt die Toughliquid Ultra 360 an den Start. Die AiO-Wasserkühlung setzt nicht nur auf leistungsstärkere Turbo-Lüfter, auf dem Pumpenblock gibt es sogar ein rundes Display mit Unterstützung für GIF-Animationen. Ob auch Kühlleistung und Lautstärke punkten können, haben wir in diesem Video-Test für euch herausgefunden.

Thermaltake hat bereits zur CES 2021 im Januar einige Kühl-Neuheiten präsentiert, darunter die neue Toughliquid-Serie. Neben ToughRAM Arbeitsspeicher und ToughPOWER Netzteilen gibt es nun also auch „toughe“ Wasserkühlungen. Das Topmodell der Serie ist die neue Toughliquid Ultra, die es als 240er-Modell für 234,90 Euro UVP und 360er-Variante für 264,90 Euro UVP gibt.

Im Lieferumfang befinden sich neben der Wasserkühlung noch drei Lüfter (Toughfan 12 Turbo), entsprechendes Montagezubehör sowie eine kompakte Bedienungsanleitung. Darüber hinaus sind eine kleine Tube Wärmeleitpaste, ein MicroUSB-Kabel sowie ein 3-zu-1 Y-Adapter für die Lüfter enthalten.

Design & Eigenschaften

Gegenüber der Toughliquid 360 ARGB (hier im Test) erhält das Ultra-Modell ein Upgrade auf die Turbo-Variante der Toughfan 12 Lüfter. Diese arbeiten nun mit 500 – 2.500 rpm und erweitern die maximale Drehzahl so um 500 Umdrehungen pro Minute. Zudem setzt Thermaltake auf mehr Lüfterblätter, für größeren Druck. Auf eine Beleuchtung verzichtet Thermaltake bei der Toughliquid Ultra jedoch und bringt stattdessen ein rundes Display mit an Bord.

Das 2,1 Zoll große LCD-Panel sitzt auf dem Pumpenblock und lässt sich um bis zu 270 Grad drehen. Der Vorteil davon: je nachdem wie ihr die Kühleinheit auf eurem Mainboard montiert, das Display ist immer richtig positioniert. Besonders Nutzer mit einem Inverted-ATX-Gehäuse, wie beispielsweise dem Seasonic Syncro Q704 (Test), werden sich über dieses Feature freuen. Neben Hardware-Informationen wie CPU-Frequenz oder -Temperatur kann das Display auch JPG-Fotos oder GIF-Animationen anzeigen. Hierzu benötigt ihr die „TT RGB Plus 2.0“ Software, dazu später mehr Details.

Angeschlossen wird das Display über einen MicroUSB-Anschluss, der dann wiederum intern per USB-Header auf dem Mainboard verbunden wird. Obwohl das Kabel schwarz und somit nicht allzu auffällig ist, so hängt es doch etwas in der Luft. Thermaltake hätte da eine durchaus elegantere Lösung finden können, beispielsweise mit einem abgewinkelten Stecker. Das ist aber eher Kritik auf hohem Niveau und nicht weiter schlimm.

Die Pumpe arbeitet mit bis zu 3.200 rpm und erhält eine Bodenplatte aus Kupfer. Zum 360 mm großen Radiator, der übrigens 27 mm dick ist und aus Aluminium besteht, verlaufen 400 mm lange Schläuche mit einer schicken Stoffummantelung. An der Verarbeitung gibt es Nichts zu bemängeln, wir konnten keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Die herstellerseitige Garantie beträgt zwei Jahre.

Video-Test – Thermaltake Toughliquid Ultra 360


Kühlleistung und Lautstärke

Die Thermaltake Toughliquid Ultra 360 lässt sich auf allen aktuellen Mainstream-Sockeln von AMD (AM4, AM3(+), AM2(+), FM2, FM1) sowie Intel (LGA 115x, 1200, 1366, 2011(-v3), 2066) installieren. Die Montage verläuft unkompliziert und ist nach wenigen Handgriffen erledigt. Für unseren Praxistest haben wir die AiO-Wasserkühlung auf einem Intel Core i9-7900X installiert, der wiederum auf einem ASUS ROG Rampage VI Extreme Encore sitzt. Anschließend haben wir das Setup sowohl im Leerlauf als auch unter Volllast getestet, hierfür kommt der CPU-Z Stresstest zum Einsatz. Der Temperaturverlauf (Raumtemperatur: ca. 24 °C) wurde mit der Software HWMonitor sowie CoreTemp aufgezeichnet.

Testsystem:

  • Prozessor: Intel Core i9-7900X, 10 Kerne (20 Threads), 3,3 GHz (Standard), 4,3 GHz (Turbo), Turbo Boost & Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: ASUS ROG Rampage VI Extreme Encore
  • Arbeitsspeicher: 32 GB Kingston HyperX Predator RGB DDR4-2933
  • Systemlaufwerk: 512 GB ADATA XPG SX8000 PCIe 3.0 x4 M.2 SSD
  • Grafikkarte: ASUS TUF Gaming GeForce RTX 3070
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64



Einschätzung der Testergebnisse

Die Thermaltake Toughliquid Ultra 360 erreicht in unserem Praxistest durchaus gute Ergebnisse. Im Leerlauf konnten wir knapp 26 °C (bei 40 % Lüfterdrehzahl) messen, unter Volllast platziert sich die Wasserkühlung mit 52 °C (bei 70 % Lüfterdrehzahl) im oberen Mittelfeld. Wenn die Lüfter mit maximaler Leistung arbeiten, konnten wir knapp 50 °C im Durchschnitt messen.

Der Geräuschpegel hielt sich dabei sehr in Grenzen, besonders im Leerlauf ist die Wasserkühlung flüsterleise. Sowohl Pumpe als auch Lüfter lassen sich gut herunterregeln. Mit maximaler Drehzahl messen wir knapp 41 dB, was ebenfalls in Ordnung geht. Die Lüfter waren dabei stets lauter als die Pumpe, die zu keinem Zeitpunkt „ratterte“ oder „surrte“ – ein insgesamt überzeugendes Ergebnis.

Software: TT RGB Plus 2.0

Mit der TT RGB Plus 2.0 Software lässt sich das Display der Toughliquid Ultra 360 einstellen und personalisieren. Das Tool lässt sich direkt von der Thermaltake-Webseite herunterladen und dient darüber hinaus auch zur Steuerung der RGB- und Lüfter-Controller. Ab Werk stehen einige „Preset“ zur Auswahl, darunter beispielsweise „CPU-Temperatur“ oder „CPU-Frequenz“.

Die Anzeigen lassen sich jeweils in ihrer Farbe anpassen. Darüber hinaus könnt ihr allerdings auch ein eigenes JPG-Foto oder sogar eine GIF-Animation hinterlegen. Die Software macht ihren Job recht gut, könnte jedoch einen etwas schickeren Anstrich und eine etwa intuitivere Bedienung vertragen.

Fazit

Die Thermaltake Toughliquid Ultra 360 kann besonders mit ihrer guten Kühlleistung und dem angenehmen Lautstärkepegel punkten. Bei maximaler Drehzahl sind die Lüfter zwar etwas lauter, werden dadurch jedoch nicht störend. Die Montage ist nach wenigen Handgriffen erledigt und wird gut in der kompakten Bedienungsanleitung beschrieben. Das Display auf dem Pumpenblock ist ein feines Feature, wodurch ihr eurem System etwas Individualität verleihen könnt. Neben sinnvollen Presets könnt ihr dabei auch ein eigenes JPG-Foto oder sogar eine GIF-Animation hinterlegen – eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Leider konnte uns die dazugehörige Software nicht vollständig überzeugen, hier ist noch etwas Feinarbeit nötig.

Schlussendlich erhaltet ihr mit der Toughliquid Ultra 360 eine hochwertige, leistungsstarke und – besonders mit GIFs – recht auffällige AiO-Wasserkühlung. Allerdings ist diese mit einem Preis von knapp 265 Euro UVP in der 360 mm Variante auch nicht gerade günstig. Zwar ohne Display, aber mit ähnlicher Ausstattung und etwas günstiger ist beispielsweise die Toughliquid 360 ARGB. Als Alternative inklusive Display bietet sich sonst auch die MSI MPG CoreLiquid K360 an.

CPU-Kühler
Allround-PC.com
08/2021
Thermaltake Toughliquid Ultra 360
Empfehlung

Pro

  • gute Kühlleistung
  • angenehmer Geräuschpegel
  • schnelle, unkomplizierte Montage
  • hochwertige Verarbeitung
  • drehbares Display mit GIF-Unterstützung

Contra

  • Software noch ausbaufähig

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision ohne, das du mehr bezahlst.
Teilen:

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.