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Asus ROG Ryuo IV SLC 360 ARGB im Test: Wasserkühlung mit Mega-Display und Mega-Kühlleistung?

Ein teuer Spaß!
asus rog ryuo iv slc 360 argb aio wasserkühlung in system

Mehr Leistung, weniger Kabel und viel mehr Display: Mit der ROG Ryuo IV SLC hat Asus den Nachfolger der Ryuo III 360 an den Start gebracht. Nachdem die Kühlung schon zur CES offiziell gezeigt wurde, ist sie nun regulär im Handel erhältlich. Doch kann die Ryuo IV wirklich in der Praxis überzeugen oder setzt Asus zu stark auf den Bling-Bling-Faktor? Wir haben den Test gemacht!

Zum Launch wurden 429 Euro für die Asus ROG Ryuo IV SLC aufgerufen, wobei der Preis zügig gefallen ist. Inzwischen lässt sich der Kühler in verschiedenen Shops für rund 350 Euro (hier kaufen) bestellen. Asus bietet die Wasserkühlung ausschließlich als 360-Millimeter-Variante in Schwarz an.

Der Lieferumfang umfasst die Kühlung samt Lüfter, eine Displayeinheit, passendes Montagematerial für alle aktuellen Sockel und eine gedruckte Anleitung. Direkt zum Start ein kleines Lob: Asus verzichtet hier auf unnötige Plastikverpackungen und verpackt stattdessen alles in Pappe.

asus rog ryuo iv slc 360 argb auf carbontisch liegend

Asus ROG Ryuo IV SLC zum Prime Day für 309 Euro

Pünktlich zum Prime Day gibt es die Asus ROG Ryuo IV SLC 360 bei Amazon für 309 Euro, womit sie rund 40 Euro günstiger ist als üblich. Im Vergleich zur UVP lassen sich sogar 120 Euro sparen! Falls ihr also einen Blick auf die AiO-Wasserkühlung geworfen habt, solltet ihr schnell sein – die Prime Day Deals laufen heute (8. Oktober) ab!

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08.10.2025

ROG Ryuo IV SLC mit gebogenem Display

Das Besondere an der Asus ROG Ryuo IV SLC 360: Das enorme Display! Asus stattet die Wasserkühlung mit einem 6,67 Zoll großen AMOLED-Display aus, das sich über die Kante biegt. Das Display löst mit einer hohen 2K-Auflösung auf, unterstützt 60 Hz und wird über einen USB-2.0-Anschluss angebunden. Auf dem Bildschirm lassen sich dann Bilder, Videos oder Echtzeitinformationen darstellen; die Steuerung erfolgt über die Asus InfoHub Software.

Der Display-Block selbst wird aus Kunststoff gefertigt und wird durch einige Logos verziert. Die Displayeinheit wird einfach in den Halterahmen über dem Pumpenblock eingeführt und dann magnetisch festgehalten. Auf Wunsch ist es sogar möglich, die Position des Displays horizontal leicht anzupassen.

asus rog ryuo iv slc 360 argb displayeinheit in hand

Pumpe arbeitet mit bis zu 3.200 RPM

Unter dem Display versteckt sich dann der eigentliche Kühlblock mit Pumpe, die mit 1.800 bis 3.200 RPM arbeitet. Der Kühlerboden ist aus Kupfer gefertigt; Flüssigmetall-Wärmeleitpaste lässt sich also nicht nutzen. Hier ist die Konkurrenz von be quiet! besser aufgestellt, auch wenn es sich nur um einen speziellen Use-Case handelt. Ein nettes Detail ist allerdings die berits voraufgetragene Wärmeleitpaste in Form des ROG-Logos.

Über ummantelte Schläuche ist die Pumpe mit dem Aluminium-Radiator verbunden. Die Schläuche sind mit 200 Millimetern ziemlich kurz bemessen, wodurch der Einbau nur im Gehäuse-Deckel möglich ist. Die kürzeren Schläuche sollen aber nicht nur für einen schlichteren Look sorgen, sondern auch die Kühlleistung durch eine schnellere Anbindung zum Radiator steigern.

asus rog ryuo iv slc 360 argb auf carbontisch liegend

Mit 394 x 140 x 32 Millimetern fällt der Radiator vergleichsweise breit und dick aus. Ihr müsst also unbedingt vorher checken, ob ihr genügend Platz im Gehäuse-Deckel zur Verfügung habt. Asus selbst gibt an, dass euer Gehäuse 420-Millimeter-Radiatoren unterstützen sollte. Ebenfalls auffällig: Der Radiator besitzt 24 statt 12 Montagepunkte, wodurch die Lüfter bei Bedarf an zwei unterschiedlichen Positionen montiert werden können.

Lüfter drehen mit starken 2.650 RPM

Bereits ab Werk sind die drei Asus ROG Ryuo IV MF-12C ARGB-Lüfter auf dem Radiator vorinstalliert und miteinander verbunden. Die Verbindung erfolgt jedoch nicht durch ein klassisches Daisy-Chain-System per Kabel, sondern durch Kontaktflächen. Das sorgt für einen ordentlichen Look und für weniger Kabelsalat im Radiator-Bereich. Alle drei Lüfter werden über einen PWM- und einen ARGB-Anschluss mit dem Mainboard verbunden.

Die verbauten Lüfter:

Laut Asus drehen die Lüfter mit maximal 2.650 Umdrehungen pro Minute, womit sie deutlich schneller arbeiten als die meisten Radiator-Lüfter. Nur die Arctic P12 Pro der Liquid Freezer III Pro drehen nochmals schneller. Die minimale Geschwindigkeit gibt Asus wiederum mit 800 RPM an. Unser Testmuster konnte die genannten Geschwindigkeiten erreichen.

Montage

Die Asus ROG Ryuo IV SLC ist mit allen aktuellen Sockeln kompatibel. Unterstützt werden die Intel-Plattformen LGA 1851, 1700 sowie die AMD-Sockel AM4 und AM5. Asus setzt in allen Fällen auf ein sehr simples und leicht verständliches Montagesystem, das sich zwischen AMD und Intel nur in einem Punkt unterscheidet.

asus rog ryuo iv slc 360 argb kühlfläche unten

Bei AMD müssen die Standard-Montagebrücken entfernt und gegen die Asus-Brücken getauscht werden, während bei Intel eine Backplate eingesetzt und mit vier Plastikhülsen befestigt werden muss. Anschließend wird der Kühlblock mit vier Schrauben festgezogen, angeschlossen und die Displayeinheit eingesetzt.

Insgesamt gestaltete sich der Einbau, auch dank der vorinstallierten Lüfter samt Daisy-Chain-Technik, ziemlich einfach. Alle Einbau-Schritte sind zudem anschaulich in der Anleitung erklärt.

Praxistest

Um eine möglichst große Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird die Raumtemperatur während des Tests über eine Klimaanlage bei 21 °C gehalten. Nach einer rund 20-minütigen Aufwärmphase startet die eigentliche Belastungsprobe. Hierfür wird die CPU mittels Prime95 (Small FFT-Test) unter Last gesetzt.

Anschließend werden die Temperaturen in einem Zeitraum von 30 Minuten bei fixierten 1.000 RPM Lüfterdrehzahl und maximaler Lüfterdrehzahl gemessen. Letztlich wird dann der Median aus den Werten gebildet. Abschließend wird der jeweilige Maximalwert ausgewertet. Zum Auslesen der Temperaturwerte verwendeten wir HWInfo.

asus rog ryuo iv slc 360 argb aio wasserkühlung laufend

Bei 1.000 RPM platziert sich die ROG Ryuo IV in unserer Top 3: Der Intel Core i7-13700K heizte sich in diesem Szenario auf 63 °C auf, womit die Wasserkühlung mit der ROG Strix LC III 360 und der Silent Loop 3 420 gleichzieht. Sobald die Wasserkühlung voll aufdrehen darf, sinkt die Temperatur auf 56 °C, was einem neuen Bestwert entspricht. Hier können also die besonders leistungsstarken Lüfter punkten – 2.650 RPM sind schließlich eine Hausnummer für sich.

Und zumindest bei reduzierter Drehzahl überzeugt die Kühlung auch mit einem leisen Betrieb. Erst bei höheren Drehzahlen wird sie hörbar, bei voller Kraft schon fast störend. Persönlich würde ich die Kühlung zwischen 1.000 und 1.500 RPM arbeiten lassen, um einen guten Kompromiss aus Leistung und Lautstärke zu haben.

Fazit zur Asus ROG Ryuo IV SLC 360

Die Asus ROG Ryuo IV SLC 360 überzeugt vor allem mit ihrem außergewöhnlichen Design-Highlight: Dem großen, gebogenen 6,67-Zoll-AMOLED-Display. Hierauf lassen sich nicht nur schnöde Echtzeitinfos anzeigen, sondern auch ganz eigene Videos und Bilder – der PC lässt sich hiermit also auf einem ganz anderen Level personalisieren. Währenddessen sorgen die kurzen Schläuche sowie das moderne Daisy-Chain-System der Lüfter für eine saubere Optik. Dafür schränken sie allerdings die Montagemöglichkeiten stark ein.

Auch die Kühlleistung kann voll überzeugen, denn selbst bei geringen Drehzahlen erreicht die Wasserkühlung sehr gute Temperaturen. Bei voller Drehzahl werden die Lüfter wiederum sehr laut – Silent Freaks kommen hier also nicht unbedingt auf ihre Kosten.

Asus lässt sich das spezielle Design und die hohe Kühlleistung allerdings fürstlich entlohnen: Mit einer UVP von 429 Euro handelt es sich um die teuerste 360-Millimeter-Wasserkühlung auf dem Markt. Der Straßenpreis ist inzwischen auf 350 Euro gesunken, womit sie zumindest etwas attraktiver wirkt. Mir persönlich wäre der Aufpreis für das gebogene Display zu hoch. Mit der ROG Strix LC III bietet Asus eine günstigere Alternative mit rundem Display und ähnlicher Leistung an, welche für 225 Euro den Besitzer wechselt.

Kühlung
Allround-PC.com Award
09/2025
Asus ROG Ryuo IV SLC 360
Technologie
asus rog ryuo iv slc 360 argb aio wasserkühlung in system

Vorteile

  • ausgezeichnete Kühlleistung
  • gebogenes AMOLED-Display mit Personalisierungsoptionen
  • einfache Montage
  • Daisy-Chain-Lüfter
  • perfekt für BTF-Systeme

Nachteile

  • kurze Radiatorenschläuche schränken Kompatibilität ein
  • hohe Lautstärke bei voller Drehzahl
  • hohe UVP

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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