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Cooler Master Hyper 612 Apex im Test: Minimalistischer Kühler mit ordentlich Wumms

Kein RGB, kein Schnickschnack
cooler master hyper 612 apex cpu kühler laufend auf tisch stehend

Moderner, performanter, leiser? Der Cooler Master Hyper 612 Apex bietet sechs Super-Heatpipes, zwei leise Lüfter und einen cleanen Look – und das alles zu einem attraktiven Preis. Doch hält der Kühler, was er verspricht? Ich habe den Hyper 612 Apex für euch getestet.

Cooler Master hat den Hyper 612 Apex bereits im April 2025 zu einer UVP von 54,99 Euro auf den Markt gebracht. Der Kühler platziert sich als Nachfolger des Hyper 612 V2, der vor elf Jahren veröffentlicht wurde und mittlerweile mehr als nur überholt ist. Inzwischen wechselt der Apex für rund 46 Euro den Besitzer.

Zum Lieferumfang gehören Montagezubehör und eine Tube Cooler Master Cryo Fuze-Wärmeleitpaste, eher untypisch ist jedoch, dass der Kühler in einem Stoffbeutel geliefert wird.

Design: Minimalprinzip

Optisch macht der Hyper 612 Apex einen ziemlich modernen und minimalistischen Eindruck: Anders als bei anderen, eher günstigen CPU-Kühlern legt Cooler Master einen etwas stärkeren Fokus auf das Design. Statt auf RGB-Spielereien setzt Cooler Master auf Understatement: Das schwarz-silberne Design lässt Kühler und Lüfter zur optischen Einheit verschmelzen. Der Hersteller selbst bezeichnet diesen cleanen Look als Stealth-Design. Mit 127 × 114 × 159 Millimetern fallen die Abmessungen des Kühles recht moderat aus, Probleme mit naheliegenden RAM-Slots sollten daher nicht auftreten.

Sechs besondere Heatpipes für mehr Leistung

Beim Hyper 612 Apex handelt es sich um einen klassischen Single-Tower-Kühler, der von insgesamt sechs Heatpipes durchzogen wird. Dabei kommen jedoch keine klassischen Röhren zum Einsatz, sondern sogenannte „Superconductive Composite Heatpipes“. Diese verwenden spezielle Innenstrukturen aus gesintertem und pulverisiertem Kupfer, um den Wärmetransport zu verbessern.

Feine Strukturen an der Verdampferseite leiten laut Cooler Master Wärme effizienter ab, während grobere Strukturen an der Kondensatorseite die Rückführung der Flüssigkeit beschleunigen. Ob das die Performance positiv beeinflusst, sehen wir später im Test. Die Heatpipes münden in eine augenscheinlich vernickelte Bodenplatte.

cooler master hyper 612 apex heatpipes

Lüfter: Mobius 120P mit bis zu 2.300 RPM

Auf dem Kühlturm sitzen direkt zwei Lüfter: Cooler Master setzt hier auf zwei 120-Millimeter-Modelle (Mobius 120P), die mit maximal 2.400 Umdrehungen pro Minute arbeiten. In unserem Fall drehen die beiden Lüfter mit 2.300 Umdrehungen pro Minute bei 100% PWM. Damit erzeugen die Lüfter einen maximalen Luftstrom von 127,0 m³/h sowie einen Luftdruck von 3,6 mmH₂O. Das sind ziemlich ordentliche Werte – der vergleichbare Arctic Freezer 36 kommt nur auf 82,91 m³/h und 1,85 mmH₂O. Angeschlossen werden die beiden Lüfter gemeinsam über einen 4-Pin-PWM-Anschluss.

Die Lüfter sind außerdem nicht mit Klemmen am Kühlkörper befestigt, sondern nutzen zwei spezielle Montagemethoden. Der vordere Lüfter wird mit kleinen Nasen an den Kühler eingerastet, zusätzlich gesichert durch die magnetische Kühlerabdeckung. Der hintere Lüfter nutzt wiederum eine Schienenfassung.

Montage: Innerhalb von wenigen Minuten installiert

Der Cooler Master Hyper 612 Apex ist mit den Sockeln AM5, AM4, LGA 1851, 1700, 1200 und 115x kompatibel, womit alle aktuellen Mainstream-Plattformen abgedeckt werden. Sowohl auf AMD- als auch auf Intel-Systemen kommen zur Installation zwei Montagebrücken zum Einsatz, auf denen der Kühler geschraubt wird. Im Fall unseres LGA1700-Systems wird zunächst die Backplate hinter dem CPU-Sockel angebracht und anschließend mit vier Rändelmuttern befestigt. Darauf werden dann die Brücken gesetzt – der Kühler wird hierauf anschließend mit gefederten Montageschrauben fixiert.

Die Montage ist ziemlich leicht verständlich und mit nur wenigen Handgriffen abgeschlossen. Gegenüber dem Dauerbrenner Arctic Freezer 36 hat der Hyper 612 zudem den Vorteil, dass der Sockel nicht komplett auseinandergenommen werden muss – Stichwort: Contact Frame.

Praxistest

Um eine möglichst große Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird die Raumtemperatur während des Tests über eine Klimaanlage bei 21 °C gehalten. Nach einer rund 20-minütigen Aufwärmphase startet die eigentliche Belastungsprobe. Hierfür wird die CPU mittels Prime95 (Small FTT-Test) unter Last gesetzt.

Anschließend werden die Temperaturen in einem Zeitraum von 30 Minuten bei fixierten 1.000 RPM-Lüfterdrehzahl und maximaler Lüfterdrehzahl gemessen. Letztlich wird dann der Median aus den Werten gebildet. Abschließend wird der jeweilige Maximalwert ausgewertet. Zum Auslesen der Temperaturwerte verwendeten wir HWInfo.

cooler master hyper 612 apex cpu kühler auf carbontisch

Bei voller Drehzahl richtig stark – und leise

Der Cooler Master Hyper 612 Apex kann mit einer beachtlichen Kühlleistung beeindrucken. Bei maximaler Drehzahl (2.300 RPM) bleiben die CPU-Kerne des Intel Core i7-13700K angenehm kühl. Mit 68 °C schneidet der Kühler genauso gut ab wie der Freezer 36 und platziert sich sogar vor dem be quiet! Dark Rock Pro 5. Entsprechend gibt es genügend thermischen Spielraum für höhere Taktraten.

Bei 1.000 RPM fällt der Apex wiederum etwas zurück und kühlt den Prozessor auf 78 °C herunter. Der Arctic schneidet hier etwas besser ab, die Kühlleistung ist aber insgesamt auf einem hohen Niveau.

Genauso ist auch die Lautstärke ziemlich ordentlich: Selbst bei voller Drehzahl bleibt der Kühler angenehm leise und stört absolut nicht. Bei 1.000 RPM arbeitet der Kühler sogar so leise, dass ich erst checken musste, ob er überhaupt läuft. Damit hat mich Cooler Master auf jeden Fall überrascht!

Fazit

Der Cooler Master Hyper 612 Apex bietet mehr, als er auf den ersten Blick vermuten lässt.. Äußerlich ist der Kühler eher unscheinbar und richtet sich somit eher an PC-Bauer, denen ein minimalistisches Design wichtig ist. Trotz des unscheinbaren Looks fällt die Kühl-Performance für einen Single-Tower-Kühler ziemlich stark aus. Selbst so manchem Dual-Tower-Kühler wird der Hyper 612 gefährlich. Zugleich überzeugt der Luftkühler durch einen ziemlich leisen Betrieb, selbst bei 100% PWM.

Mit einem Preis ab 46 Euro ist der Hyper 612 Apex aus meiner Sicht fair bepreist, vor allem im Vergleich zu aktuellen Dual-Tower-Kühlern. Wer also auf der Suche nach einem minimalistischen, leisen und performanten Luftkühler ist, kann hier ohne zu zögern zugreifen.

Kühlung
Allround-PC.com Award
12/2025
Cooler Master Hyper 612 Apex
Empfehlung

Pro

  • minimalistische Optik
  • hohe Performance
  • leichte Montage
  • hohe Plattform-Kompatibilität
  • leiser Betrieb, auch bei hoher Drehzahl

Contra

  • keine RGB-Option

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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