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Cooler Master MasterLiquid Atmos II LCD im Test: Wasserkühlung mit Display kostet kein Vermögen

Mit weniger Kabelsalat!
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Cooler Master bringt mit der MasterLiquid Atmos II LCD eine bezahlbare AIO mit schickem Display an den Start. Die Kühlung überzeugt durch ihre starke Leistung, einen leisen Betrieb und die einfache Montage. Dank modularem Design und cleverem Kabelmanagement hebt sie sich von der Konkurrenz ab und bietet im Alltag viel Ausstattung für vergleichsweise wenig Geld.

Die Cooler Master MasterLiquid Atmos II LCD ist mit 240- und 360-Millimeter-Radiator erhältlich und wechselt ab 129 Euro mit 240 mm Radiator bzw. ab 132 Euro als 360 mm Modell den Besitzer. Damit fällt der Preis für eine Wasserkühlung mit Display noch durchaus attraktiv aus. Zum Lieferumfang gehören Montagesets für alle aktuellen Sockel, eine Tube Wärmeleitpaste und ein QR-Code, der zu einer Online-Anleitung führt.

Überzeugt die Cooler Master MasterLiquid Atmos II LCD? #pro&contra

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Design: 2,1-Zoll-Display als optisches Highlight im PC

Auf den ersten Blick handelt es sich bei der Cooler Master MasterLiquid Atmos II LCD um eine ziemlich gewöhnliche Wasserkühlung: schwarze Lackierung, gesleevte Schläuche und ein eher unscheinbarer Pumpenblock mit glänzender Oberfläche. Hierunter versteckt sich jedoch ein rundes 2,1-Zoll-IPS-Display mit 480 x 480 Pixeln.

Der kleine Bildschirm wird dabei über einen internen USB-2.0-Stecker angeschlossen. Dank USB-C-Anschluss an der Pumpe ließe sich das Kabel im Fall der Fälle aber sogar austauschen. Über die Cooler Master MasterCTRL-Software könnt ihr dann einstellen, was das Display anzeigen soll – etwa relevante Systemdaten (Temperaturen, Takt), Bilder oder GIF-Animationen.

Software: MasterCTRL zur Steuerung des Displays

Die Software selbst ist modern und aufgeräumt und wurde im Vergleich zur MasterLiquid Ion deutlich verbessert. Neu hinzugekommen ist zudem ein Offline-Modus, mit dem sich eine Grafik darstellen lässt, ohne dass die Software aktiv im Hintergrund laufen muss. Pumpe und Lüfter sind wiederum nicht von der Software abhängig und können regulär über das UEFI oder die Mainboard-Software gesteuert werden.

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Eine Besonderheit: Die Displayeinheit ist nicht fest mit der Pumpe verbunden, sondern wird magnetisch aufgesetzt. Entsprechend wird die Wasserkühlung ebenso mit anderen Aufsätzen angeboten – diese lassen sich auch nachträglich noch bestellen. Neben der Displayabdeckung gibt es einen komplett schwarzen, schlichten Deckel, einen Aufsatz mit integriertem VRM-Lüfter sowie eine Option mit Infinity-Display.

Technik: Dual-Kammer-Pumpe trifft auf Singe-Frame-Lüfter

Hinter dem Display verbirgt sich eine per PWM gesteuerte Dual-Kammer-Pumpe, die mit bis zu 3.400 RPM arbeitet. An der Unterseite der Pumpeneinheit befindet sich eine Kupferbodenplatte, weshalb keine Flüssigmetall-Wärmeleitpaste verwendet werden darf.
Über ummantelte Schläuche mit 400 Millimeter Länge ist die Pumpe mit dem Aluminium-Radiator verbunden.

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Mit 394 x 119,2 x 27 Millimetern fällt der Radiator standardmäßig groß aus, eine Arctic Liquid Freezer III Pro kommt hier etwa auf 38 Millimeter (dafür ist aber auch nicht immer Platz über dem Mainboard). Eine Besonderheit sind bzw. ist der Single-Frame-Lüfter auf dem Wärmetauscher!

Ein Lüfterrahmen für drei Lüfter

Ab Werk ist ein Cooler Master SickleFlow Edge ARGB-Lüfter installiert. Hierbei handelt es sich um einen Single-Frame-Lüfter, der drei 120-Millimeter-Lüfter miteinander kombiniert. Laut Cooler Master drehen die Lüfter mit maximal 2.500 Umdrehungen pro Minute, wobei die minimale Geschwindigkeit bei 690 RPM liegt. Zudem erzeugen die Lüfter einen Luftdruck von 3,61 mmH2O und einen Airflow von 141,4 CFM.

Am Single-Frame-Lüfter lassen sich zwei Anschlüsse finden: Einer für die drei Lüfter sowie einer für die Pumpe. Hieran wird dann ein Verbindungskabel angeschlossen, das sich zu 1x PWM, 1x Pumpe und 1x ARGB aufteilt. Das sorgt für effektiv weniger Kabelsalat und eine leichtere Installation.

Montage

Apropos Installation: Die Cooler Master MasterLiquid Atmos II ist mit allen aktuellen Sockeln kompatibel. Dazu gehören die Intel-Plattformen LGA 1851, 1700 sowie die AMD-Sockel AM4 und AM5. Das Montagesystem ist leicht verständlich, und die Wasserkühlung ist bereits nach wenigen Minuten einsatzbereit.

Eine Besonderheit ist das Offset-Kit für den Sockel LGA 1851, welches bessere Temperaturen ermöglichen kann. Allerdings solltet ihr vorher prüfen, ob euer Mainboard mit dem Offset-Bracket kompatibel ist. Durch das Kit rückt die Pumpeneinheit weiter nach oben und kollidiert gegebenenfalls mit den VRM-Kühlern der Platine. Wir haben die Wasserkühlung testweise auf ein Asus ROG X870E Hero BTF gepackt – hier mussten wir auf das Standard-Kit setzen, da der VRM-Kühler tatsächlich im Weg stand.

Die Atmos II besitzt außerdem wieder eine Auftragshilfe für Wärmeleitpaste. Ihr müsst nur die Aussparungen des Aufklebers gleichmäßig mit Wärmeleitpaste bestreichen, anschließend die Folie abziehen und den Pumpenkopf auf die CPU setzen. Falls ihr die Hilfe nicht braucht, könnt ihr den Aufkleber natürlich einfach abziehen.

Temperaturen & Lautstärke

Um eine möglichst große Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird die Raumtemperatur während des Tests über eine Klimaanlage bei 21 °C gehalten. Nach einer rund 20-minütigen Aufwärmphase startet die eigentliche Belastungsprobe. Hierfür wird die CPU mittels Prime95 (Small-FFT-Test) unter Last gesetzt.

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Anschließend werden die Temperaturen in einem Zeitraum von 30 Minuten bei fixierten 1.000 RPM Lüfterdrehzahl und maximaler Lüfterdrehzahl gemessen. Letztlich wird dann der Median aus den Werten gebildet. Abschließend wird zudem der jeweilige Maximalwert ausgewertet. Zum Auslesen der Temperaturwerte verwenden wir HWInfo.

Bei 1.000 RPM teilt sich die Cooler Master MasterLiquid Atmos II einen Platz mit der Arctic Freezer III 360, der Light Loop und der Pure Loop 2. Der Intel Core i7-13700K heizte sich in diesem Szenario auf 68 °C auf, womit auch bei niedriger Drehzahl genügend Temperaturspielraum für Übertaktungen vorhanden ist. Sobald die Wasserkühlung voll aufdrehen darf, sinkt die Temperatur auf 61 °C.

Der Kühler überzeugt dabei nicht nur mit einer guten Leistung, sondern arbeitet bei niedriger Drehzahl nahezu lautlos. Erst unter Volllast sind die Lüfter hörbar, aber nicht zu laut. In einem geschlossenen Gehäuse fällt die Kühlung akustisch kaum ins Gewicht.

Fazit

Cooler Master liefert mit der MasterLiquid Atmos II LCD eine durchdachte AiO-Wasserkühlung ab, die vor allem mit ihrem modularen Design und dem gelungenen 2,1-Zoll-Display punktet. Die Kühlleistung bewegt sich auf einem guten Niveau und reicht auch für leistungsstarke CPUs problemlos aus, ohne dabei unangenehm laut zu werden.

Besonders praktisch sind die clevere Kabelführung über den Single-Frame-Lüfter sowie die einfache Montage. Einzig das optionale Offset-Kit kann je nach Mainboard zu Kompatibilitätsproblemen führen.

Mit Preisen ab 129 Euro (240 mm) beziehungsweise 133 Euro (360 mm) ist die Atmos II LCD für eine AiO mit Display überraschend attraktiv positioniert und hebt sich damit klar von vielen teureren Konkurrenzmodellen ab. Die flexible Gestaltung durch austauschbare Pumpenabdeckungen und der Offline-Modus für das Display runden das Gesamtpaket sinnvoll ab.

Wer eine moderne Wasserkühlung mit schickem Display sucht, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket zum fairen Preis. Auf das Display zu verzichten, lässt sich zwar weiterhin Geld sparen – im direkten Vergleich liefert Cooler Master hier aber ein rundes und preislich überzeugendes Angebot.

Kühlung
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07/2026
Cooler Master Masterliquid Atmos II LCD
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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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