Die besten Handys ab 600€ Die besten Handys < 500€ Die besten Gaming-Headsets Die besten Gaming-Tastaturen
lenovo yoga tab gen 2 series mitte Anzeige
lenovo yoga tab gen 2 series links lenovo yoga tab gen 2 series rechts

Light Loop IO LCD im Test: Auch be quiet! kann jetzt Display-Wasserkühlungen

Doch rechtfertigt das Display den Aufpreis?
be quiet light loop io lcd leuchtet mit rgb welle

Unauffällig war gestern: be quiet! steigt mit der Light Loop IO LCD voll in den Display-Trend ein. Ein schickes 2,1-Zoll-IPS-Panel kombiniert mit Light-Wings-LX-Lüftern sorgt für einen echten Hingucker im Gehäuse. Doch sieht die Kühlung nur gut aus, oder kühlt sie auch ordentlich? Genau das wollen wir im Test herausfinden!

be quiet! bietet die Light Loop IO LCD als 240- und 360-Millimeter-Variante an. Während für das kleinere Modell knapp 205 Euro aufgerufen werden, wechselt die 360er für 230 Euro den Besitzer. Daneben sind ebenfalls Versionen in weißer Optik erhältlich, welche jeweils 5 Euro teurer sind.

Der Lieferumfang umfasst hier die eigentliche Kühlung samt Lüftern, passendes Montagematerial für alle aktuellen Sockel, eine kleine Tube Wärmeleitpaste, eine kleine Flasche mit Kühlflüssigkeit und eine gedruckte Anleitung.

be quiet light loop io lcd leuchtet mit rgb welle

be quiet! Light Loop IO LCD

3.5 von 5 Sternen

Vorteile

  • Schickes, helles IPS-Display
  • Einfaches Kabelmanagement durch IO Controller
  • Unkomplizierte Montage
  • Refill Port inklusive Nachfüllflasche
  • gute Performance

Nachteile

  • hoher Preis

Design: Wie die Light Loop, nur mit Display

be quiet! verabschiedet sich mit der Light Loop IO LCD endgültig vom unauffälligen AiO-Look und setzt stattdessen auf eine ARGB-Beleuchtung samt Display. Der Pumpenblock wird nun durch ein 2,1-Zoll-IPS-Panel dominiert, das mit 480 x 480 Pixeln auflöst und maximal 500 Nits hell wird. Damit setzt be quiet! auf ein ähnliches Display wie Cooler Master bei der MasterLiquid Atmos II LCD. Das Display wird über einen USB-C-Stecker mit dem IO-Controller verbunden und kann über die IO-Center-Software gesteuert werden – hierzu verrate ich euch allerdings später mehr.

Übrigens: Wir konnten uns die Wasserkühlung bereits im Rahmen der CES 2026 Anfang des Jahres anschauen. Damals gab es auch schon den Dark Rock 6 Pro und den Dark Rock 6 IO LCD zu sehen:

Technik

In der Light Loop IO LCD kommt eine reguläre Pumpe zum Einsatz, welche auf eine verbesserte Jet- und Coldplate zurückgreifen kann. Zwar soll die Jetplate für einen höheren Druck sorgen, dafür fällt die Pumpengeschwindigkeit mit 2.900 RPM aber vergleichsweise gering aus.

Eine Pure Loop 3 LX (Test) ist hier deutlich stärker aufgestellt – eine Light Loop (Test) bietet wiederum eine vergleichbare Ausstattung. Zudem verbaut der Hersteller einen leiseren IC im Motor der Pumpe und setzt auf eine vernickelte Kupfer-Bodenplatte, die den Einsatz von Flüssigmetall-Wärmeleitpaste ermöglicht.

Lüfter: Light Wings LX sorgen für ordentlich Wind

Zudem verfügt die Kühlung über einen 360 Millimeter großen Aluminium-Radiator mit 27 Millimetern Dicke. Hier befindet sich zudem ein eher unscheinbarer „Refill Port“, über den sich Kühlflüssigkeit nachfüllen lässt. Falls sich also Luftblasen im Kreislauf befinden oder die Kühlleistung nachlässt, könnt ihr hierüber etwas Flüssigkeit nachfüllen. Mit der beiliegenden 100-ml-Flasche solltet ihr einige Jahre auskommen.

Auf dem Radiator sitzen drei Light Wings LX PWM High-Speed-Lüfter, deren Lüfterblätter von 16 ARGB-LEDs beleuchtet werden. Die Lüfter drehen laut Hersteller mit bis zu 2.100 RPM – in unserem Fall wurden 2.050 RPM erreicht. Die Lüfter lassen sich über ein Daisy-Chain-System in Reihe schalten, wobei der Anschluss über den neuen IO Controller erfolgt.

IO Controller trifft auf Center Software

Der neue IO Controller ist dabei die neue Steuerzentrale, über welche die Lüfter und auch die Pumpe über nur ein Kabel gesteuert werden. Allerdings bietet der Controller nur einen Anschluss für mehrere in Reihe geschaltete Lüfter. Wollt ihr mehr Lüfter anschließen, lassen sich bis zu vier Controller zusammenschalten.

be quiet light loop io lcd mit usb c

be quiet! Center Software als Schaltzentrale

Natürlich darf die passende Software zum IO Controller nicht fehlen. Die Steuerung der Light Loop IO LCD erfolgt über die Center-Software, welche wir bereits von der be quiet! Dark Perk Ergo (Test) kennen. Diese lässt sich entweder als Desktop-App oder als Browser-Anwendung nutzen, wenngleich letztere einen etwas eingeschränkten Funktionsumfang bietet. So fehlen Microsoft Dynamic Lighting sowie einige Beleuchtungsmodi und Display-Inhalte, die auf Systemparameter reagieren.

In der App könnt ihr etwa auswählen, welcher Inhalt auf dem Display angezeigt werden soll. Zur Auswahl stehen etwa verschiedene ARGB-Effekte, eine Temperaturanzeige, verschiedene Hintergründe, Animationen und Sensordaten-Layouts. Dank des integrierten Hardwaremonitors behalten Nutzer wichtige Systemparameter für CPU, GPU, RAM sowie Lüfterdrehzahlen stets im Blick.

Praktisch: Das gewählte Profil bleibt direkt auf dem internen Gerätespeicher gesichert, wodurch Einstellungen ohne aktiv im Hintergrund laufende Anwendung erhalten bleiben. Die erweiterte Lüftersteuerung „Cooling Studio“ ermöglicht ergänzend die Erstellung individueller Profilkurven und benutzerdefinierter Steuergruppen.

Montage

Die Light Loop IO LCD ist mit allen aktuellen Sockeln kompatibel. Dazu gehören die Intel-Plattformen LGA 1851, 1700, 1200 und 115x sowie die AMD-Sockel AM4 und AM5. Es kommt das gleiche, leicht verständliche Montagesystem zum Einsatz, das wir ebenfalls von der Pure Loop 3 oder Silent Loop 3 (Test) kennen. Bereits nach wenigen Minuten ist die Kühlung einsatzbereit. Auch die Verkabelung gestaltet sich dank des Daisy-Chain-Systems und durch den neuen IO Controller ziemlich einfach.

Allerdings hat der proprietäre Daisy-Chain-Anschluss einen erheblichen Nachteil: Falls es zu einem Defekt kommen sollte, könnt ihr keinen regulären Light Wings LX Lüfter einbinden. Zumindest lässt sich ein passender Lüfter über das be quiet! Ersatzteile-Formular anfragen.

Praxis

Um eine möglichst große Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird die Raumtemperatur während des Tests über eine Klimaanlage bei 21 °C gehalten. Nach einer rund 20-minütigen Aufwärmphase startet die eigentliche Belastungsprobe. Hierfür wird die CPU mittels Prime95 (Small FFT-Test) unter Last gesetzt.

Anschließend werden die Temperaturen in einem Zeitraum von 30 Minuten bei fixierten 1.000 RPM Lüfterdrehzahl und maximaler Lüfterdrehzahl gemessen. Letztlich wird dann der Median aus den Werten gebildet. Abschließend wird der jeweilige Maximalwert ausgewertet. Zum Auslesen der Temperaturwerte verwendeten wir HWiNFO.

be quiet light loop io lcd mit bunter uhr auf display

Die Performance überrascht nicht: Die be quiet! Light Loop IO ordnet sich ziemlich genau auf dem Niveau der ursprünglichen Light Loop ein. Bei 1.000 RPM kühlt die Wasserkühlung den Intel Core i7-13700K auf 68 °C herunter, während wir bei maximaler Drehzahl 62 °C ermitteln konnten. Damit liefert die IO gute Werte ab, Top-Werte kann die Wasserkühlung jedoch nicht erreichen.

Zudem ist die Kühlung bei reduzierter Drehzahl kaum hörbar. Erst bei voller Drehzahl wird sie merkbar lauter, aber definitiv nicht störend. In einem geschlossenen Gehäuse dürfte die Kühlung nicht großartig auffallen. 

Fazit

Wer dachte, be quiet! stehe nur für dezente Optik, wird mit der Light Loop IO eines Besseren belehrt: Der deutsche Hersteller springt voll auf den Display-Trend auf und verpasst seinem neuen Flaggschiff ein gelungenes LCD-Upgrade. Das 2,1-Zoll-IPS-Panel sieht schick aus, und der neue IO-Controller vereinfacht das Kabelmanagement enorm. Performance und Lautstärke bleiben dabei auf dem gewohnt guten Niveau der Standard-Version.

Der Haken liegt jedoch beim Preis: Mit 229 Euro verlangt be quiet! mehr als das Doppelte im Vergleich zur regulären Light Loop (ca. 110 Euro). Da Kühlleistung, Lüfter und Pumpentechnik identisch sind, zahlt man den deftigen Aufpreis einzig für den Bildschirm und die Controller-Anbindung. Der Preis dürfte allerdings, ähnlich wie bei anderen be quiet! Wasserkühlung, recht flott sinken. Wer die Optik liebt, bekommt eine starke Display-Wasserkühlung geboten. Wer auf das Display verzichten kann, sollte zur regulären Light Loop oder zur Pure Loop 3 LX (ab 86 Euro) greifen.

Kühlung
Allround-PC.com Award
08/2026
be quiet! Light Loop IO LCD
Empfehlung

Mit * oder markierte Links sind „Affiliate-Links“. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.

Allround-PC als bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

Samsung Galaxy Z Flip 6 gebogenes Innendisplay

Regelmäßig aktuelle Infos & Deals 💻📱💵

Garantiert kein lästiger Spam oder ähnlicher Quatsch, sondern maximal 1x pro Woche die wichtigsten Infos und die besten Angebote!

^