Das A53s ist eins der neusten Mitglieder von Oppo’s A-Serie und kommt zu einem Preis von unter 200 Euro auf den Markt. Dennoch ist das Smartphone beispielsweise mit einem 90 Hz Display und einem großen 5.000 mAh Akku ausgestattet. Was hat das Smartphone für Einsteiger noch zu bieten? Und kann es im Alltag überzeugen? Wir haben das Oppo A53s für euch getestet!

Übersicht

Die A-Serie richtet sich vor allem an Einsteiger und preisbewusste Nutzer, dementsprechend umfasst die Serie mittlerweile einige Modelle im Bereich von etwa 100-300 Euro. Vor kurzem hatten wir erst das A72 für ca. 220 Euro im Test, nun folgt mit dem A53s, das darunterliegende Modell zum Preis von 189 Euro UVP. Für unseren Test haben wir das Smartphone in der Farbe „Fancy Blue“ erhalten, alternativ gibt es das Oppo A53s noch in Electric Black. Oppo bietet auch eine „Non-S-Variante“, das A53, mit kleinerem internen Speicher an, welches mit 169 Euro UVP nochmal günstiger ist. Zudem gibt es hier neben Electric Black noch die Farbe Mint Cream statt Fancy Blue – weitere Details hier.

Lieferumfang

  • Smartphone
  • USB-C auf USB-A-Kabel
  • Ladegerät mit 18 Watt
  • transparente Schutzhülle
  • In-Ear Kopfhörer
  • Steckplatz-Werkzeug
  • Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung

In Fancy Blue verpasst Oppo dem Smartphone ein glänzendes Backcover mit einem blau-silbernen Farbverlauf, auch der Rahmen übernimmt diese Farben. Ein nettes Detail: die Ober- und Unterseite sind abgeflacht. Auf der rechten Seite sitzt der Powerbutton, links sind die Lautstärkeregelung und der SIM-Karteneinsatz platziert. Dort können entweder zwei Nano-SIM für Dual-SIM oder statt der zweiten SIM eine MicroSD-Karte zur Speichererweiterung untergebracht werden. Auf der Unterseite finden sich ein 3,5 mm Klinkenanschluss, ein USB Typ-C Port sowie ein Lautsprecher. Dieser arbeitet mit dem schmalen „Hörer“ über dem Display zusammen und kreiert so ein Stereo-Setup.

Das A53s wiegt knapp 186 Gramm und ist etwa 8,4 mm dick, dennoch liegt es besonders aufgrund der abgerundeten Seiten gut in der Hand. Die Bedienelemente lassen gut erreichen, auch der rückseitige Fingerabdrucksensor ist gut platziert. Obwohl das Oppo A53s eher im günstigen Preisbereich angesiedelt ist, muss es sich designtechnisch dennoch nicht von deutlich teureren Modellen verstecken. Sowohl Rückseite als auch Rahmen bestehen zwar aus Kunststoff, dieser ist jedoch hochwertig verarbeitet. Auf der Front kommt immerhin Gorilla Glass 3 zum Einsatz, welches zusätzlich ab Werk mit einer Displayschutzfolie versehen ist. Die Verarbeitung macht insgesamt einen soliden Eindruck, das Gehäuse lässt sich jedoch etwas leichter „biegen“ als Geräte mit Metallrahmen – das ist jedoch nicht weiter schlimm.

Technik und Features

Im Inneren setzt Oppo auf einen Qualcomm Snapdragon 460 Prozessor, ein Mittelklase-SoC mit acht Kernen und bis zu 1,8 GHz. Der Chip wurde Anfang diesen Jahres vorgestellt, besitzt eine Strukturgröße von 8 nm und nutzt eine Adreno 610 Grafikeinheit. Darüber hinaus ist das A53s mit 4 Gigabyte LPDDR4X Arbeitsspeicher und 128 GB internem Speicher (UFS 2.1) ausgestattet. Über eine MicroSD-Karte können bis zu 256 Gigabyte dazukommen.

Mit dieser Ausstattung ist das Smartphone mehr als ausreichend für alltägliche Aufgaben gerüstet und kann sogar weniger anspruchsvolle Spiele meistern. Für grafikintensivere Games ist der SoC, bzw. die Grafikeinheit, dann jedoch zu schwach. Für eine schnelle Übersicht haben wir euch hier mal verschiedene Geräte und dessen Prozessoren durch Benchmarks geführt:

ModellOppo A53sOppo A72Oppo Reno 4ZOppo Reno 4 ProPOCO X3
ProzessorSnapdragon 460Snapdragon 665MT Dimensity 800Snapdragon 765GSnapdragon 732G
Geekbench 5 (Singlecore)253 Pkt.309 Pkt.516 Pkt.617 Pkt.569 Pkt.
Geekbench 5 (Multicore)1.246 Pkt.1.271 Pkt.2.178 Pkt.1.809 Pkt.1.794 Pkt.
AnTuTu150.514 Pkt.182.348 Pkt.304.895 Pkt.322.780 Pkt.279.931 Pkt.

Das Oppo A53s setzt auf Android 10 als Betriebssystem, dazu kommt ColorOS 7.2 als Benutzeroberfläche. Die „UI“ bringt ein paar praktische Funktionen mit und ist simpel aufgebaut, das ermöglicht eine intuitive Bedienung. Weitere Features des Smartphones sind WLAN 802.11ac und Bluetooth 5.0, nur NFC zum mobilen Bezahlen fehlt leider. Dafür gibt es jedoch Stereo-Lautsprecher, die ausgesprochen gut klingen. Ein Klangwunder sollte nicht erwartet werden, für diese Preisklasse ist die Audioqualität jedoch sehr gelungen. Denn: es gab dieses Jahr schon Flaggschiff-Smartphones im Bereich über 900€, die nur Mono-Sound unterstützen.

Helles IPS-Display mit 90 Hz und Punch-Hole

Auf der Front sitzt ein 6,5 Zoll großes IPS-Panel (also LCD-Technologie), das mit 1.600 x 720 Pixel in HD+ auflöst. Normalerweise fällt die kleinere Auflösung nur beim genauen Hinsehen wirklich auf. Bei dieser Diagonale zeigt sich jedoch bei Schriften, Fotos und Videos eine geringfügige Unschärfe. Einen Vorteil hat das Display allerdings: eine erhöhte Bildwiederholrate von 90 Hz. Vielleicht wäre dennoch die Kombination Full HD+ mit 60 Hz die bessere Wahl gewesen.

Darüber hinaus bietet das Display eine maximale Helligkeit von bis zu 465 nits (gemessen mit einem Display-Profiler). Dadurch sind Inhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar. Die Frontkamera sitzt zudem in einem runden Punch-Hole oben links, wodurch das A53s einen recht modernen Look erhält. Auch die Seitenränder sind vergleichsweise dünn, nur das Kinn am unteren Displayrand könnte noch etwas abspecken. Zudem ist im Bereich der Punch-Hole und am Kinn die Ausleuchtung nicht ganz homogen, wodurch leichte Schatten sichtbar werden. Die Farbwiedergabe ist insgesamt gut und muss nicht bemängelt werden, wenn man den Preisbereich im Hinterkopf behält.

Mit 5.000 mAh hält das A53s lange durch

Ein sehr praktisches Feature ist der große Akku mit 5.000 mAh, der mit bis zu 18 Watt wieder aufgeladen wird. Eine volle Ladung dauert in etwa 90-100 Minuten, für diese Preisklasse ein guter Wert. Klar, es geht immer etwas schneller, allerdings muss das A53s aufgrund der guten Akkulaufzeit nicht allzu oft an die Steckdose. Im PCMark-Akkutest konnte das Smartphone knapp über 13 Stunden (13h 12min) durchhalten, bis die Restkapazität bei 20 % lag. Während dem Benchmark war die Bildschirmhelligkeit auf ca. 70 % eingestellt, WLAN + GPS aktiviert und die Bildschirmrate konstant auf 90 Hz geschaltet. Das Oppo A53s hält also weit über einen Tag durch, ein zweiter Tag sollte also problemlos möglich sein. Wie immer hängt die Laufzeit aber auch immer von eurem persönlichen Nutzungsverhalten ab.

Kameraqualität

Oppo verpasst dem A53s eine rückseitige Triple-Kamera, dessen Hauptsensor mit 13 Megapixel (f/2.2 Blende) auflöst. Dazu gibt es eine 2 Megapixel Makrokamera (f/2.4) für Nahaufnahmen und eine 2 Megapixel Tiefenkamera (f/2.4) für Portraitfotos. Auf der Front sitzt eine 8 Megapixel Kamera (f/2.0) für Selfies, erkennbar am runden Punch-Hole oben links. Videos kann das Smartphone maximal in 1080p Full HD mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Eine Stabilisierung, sowohl optisch als auch elektronisch, ist nicht mit an Bord.

Beispielfotos

Die Kameraqualität des A53s ist insgesamt in Ordnung und besonders für gelegentliche Schnappschüsse geeignet. Die Ergebnisse des Hauptsensors bieten eine gute Helligkeit und eine natürliche Farbgebung, allerdings hat die Kamera mit dem Fokus zu kämpfen. Jedes vierte Bild war in unserem Test, trotz guter Lichtbedingung, verwackelt oder unscharf. Auch die fehlende Stabilisierung trägt vermutlich dazu bei. Die gelungenen Fotos sind jedoch recht schön anzusehen und mit 13 Megapixel detailreich genug.

Da es keine dedizierte Zoom-Kamera gibt, ist nur eine digitale Vergrößerung möglich. Während der 2-fache Zoom noch durchaus zu gebrauchen ist, so leidet der maximal 6-fache Zoom stark an Bildrauschen. Dabei wird auch deutlich, dass die HDR-Technik des Oppo A53s nicht ganz so hochwertig ist, wie es bei höherpreisigen Modellen der Fall ist. Ein Beispiel: ein stark belichtetes Gebäude in der Ferne wird erst ersichtlich, wenn das Bild vergrößert wird. Bei Gegenlicht gehen zudem Details in dunklen Bereichen recht stark verloren.

Detailaufnahmen, beispielsweise von Blumen, gelingen recht gut. Die Makro-Kamera bietet zwar nur 2 Megapixel, kann Feinheiten allerdings gut aufzeichnen. Doch auch hier hat der Fokus leider Probleme mit dem Scharfstellen. Eine Ultraweitwinkelkamera ist leider nicht mit an Bord, sie hätte das Kamera-Setup noch gut ergänzen können. Bei Nacht ist die Kamera-Performance des A53s eher durchwachsen. Die Bilder sind zwar vergleichsweise hell, zeigen jedoch ein sehr starkes Bildrauschen und ebenfalls Probleme beim Fokus. Selfies gelingen dagegen recht gut, die Frontkamera knipst helle, gut fokussierte und farblich natürliche Fotos.

Oppo A53s im Preisvergleich

Fazit

Mit dem A53s hat Oppo ein grundsolides Smartphones für Einsteiger und preisbewusste Käufer an den Start gebracht. Besonders das helle Display mit der erhöhten Bildwiederholrate, die üppige Akkukapazität und somit gelungene Laufzeit sind Pluspunkte. Das Design ist gerade in „Fancy Blue“ recht auffällig und macht trotz Kunststoffrahmen und -rückseite einen robusten Eindruck.

Abzüge gibt es allerdings für die Hauptkamera, die uns nicht vollends überzeugen konnte und eher für schnelle Schnappschüsse geeignet ist. Fotos werden zwar hell und farblich natürlich, allerdings gibt es einfach zu starke Probleme beim Fokussieren und Scharfstellen. Die Frontkamera kann jedoch mit überraschend guten Selfies punkten. Darüber hinaus hat sich Oppo zwar für die hohe Bildrate entschieden, allerdings ein Display mit HD+ Auflösung eingesetzt. Besonders Feinheiten werden dadurch nicht ganz so knackig dargestellt.

Zum Preis von mittlerweile schon unter 170 Euro bekommt ihr ein gutes Budget-Smartphone für den Einstieg. Am Ende solltet ihr euch selbst fragen, welche Features das Wunsch-Smartphone bieten sollte. Für einfache Anwendungen im Alltag, ein paar Schnappschüsse und eine lange Ausdauer ist das Oppo A53s gut geeignet. Wenn ihr jedoch höhere Ansprüche an die Fotoqualität habt oder mehr Performance beim Spielen braucht, gibt es andere Alternativen – beispielsweise das Xiaomi Redmi Note 8T (Test). Für einen kleinen Aufpreis gibt es dann zum Beispiel das Oppo A72 (Test) oder  POCO X3 (Test).

Pro

  • solides Kunststoff-Gehäuse
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • helles Display mit 90 Hz
  • gute Performance im Alltag
  • Frontkamera mit guten Selfies
  • MicroSD + Dual-SIM
  • 3,5 mm Klinkenanschluss

Contra

  • leider nur 720p-Display
  • rückseitige Kamera eher durchwachsen

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