ColorOS 12: Tipps und Tricks für euer Oppo Smartphone

Welche neuen Funktionen bringt das Update?
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Bild: Oppo

Bereits gegen Ende des letzten Jahres erschien mit ColorOS 12 die neue Oppo-Benutzeroberfläche auf Basis von Android 12. Die kürzlich vorgestellte Find X5-Serie nutzt die neue UI bereits, schon auf dem Markt erhältliche Modelle werden demnächst ihr Update erhalten. In diesem Beitrag möchten wir euch daher einige Tipps und Tricks zu Oppos aktuellster Oberfläche aufzeigen.

Das letztjährige Flaggschiff Find X3 Pro (hier im Test) hat ein Update auf ColorOS 12 und Android 12 bereits erhalten. Weitere Smartphones sollen in der ersten Hälfte 2022 folgen, darunter beispielsweise die restliche Find X3 Serie, das Trio der Find X2 Serie (z.B. das Find X2 Pro) sowie einige Reno-Modelle und Smartphones aus der A-Serie.

Doch, welche neuen Software-Features hält ColorOS 12 für euch bereit? Und welche Neuheiten bringt Android 12 „von Haus aus“ schon mit sich? Hier die sieben besten Tipps & Tricks:

1. Dynamische Systemfarben

Android 12 steht wie keine andere Android-Version zuvor für Individualität und Personalisierung. Dementsprechend führt auch Oppo mit ColorOS 12 das neue Designschema von Google ein. Zwar kommen keine tiefgreifenden optischen Anpassungen wie bei Google selbst zum Einsatz, Teile der Benutzeroberfläche können sich aber trotzdem dynamisch an das Hintergrundbild anpassen. Betroffen hiervon sind in erster Linie die Icons in den Einstellungen sowie im Drop-Down-Menü. Eine farbliche Anpassung der App-Symbole ist derzeit noch nicht möglich, könnte aber mit der Freigabe des Monet-Systems in der Zukunft folgen.

Die Farbeinstellungen lassen sich innerhalb des Reiters Personalisierung im Unterpunkt Farbe finden. Dort lässt sich die Hintergrund-Farbauswahl selektieren, welche schließlich für die dynamische Anpassung an euer Hintergrundbild zuständig ist. Ansonsten besteht zudem die Option eine von fünf vorgefertigten Farbpaletten auszuwählen oder eine eigene, benutzerdefinierte Farbe zu nutzen.

2. Welche Icons dürfen es sein?

Abseits davon gibt Oppo euch die Möglichkeit weitere optische Anpassungen an der Benutzeroberfläche auszuführen. Zunächst einmal besteht eine Auswahl aus mehreren Animationen für den Fingerabdrucksensor sowie für die Benachrichtigungs-Randbeleuchtung. Daneben lassen sich auch die Formen eurer App- und Schnelleinstellungs-Icons ändern. In letzterem Fall gibt es eine Auswahl von insgesamt sechs Formen, während bei den App-Icons ein Standard, ein Materialstil sowie ein Kiesel-Stil vorhanden sind. Zusätzlich können eigene Icon-Pakete hinzugefügt werden.

3. Dark Mode in drei Varianten

Seit Android 10 ist er ein fester Bestandteil von Android und die meisten Nutzer*innen wollen diesen wohl kaum noch missen: Die Rede ist natürlich vom Dark Mode. Mit ColorOS 12 erweitertet Oppo den Dark Mode um zwei weitere Varianten, sodass nun insgesamt drei Modi zur Verfügung stehen. Unter dem Punkt Dunkel-Modus im Reiter Display und Helligkeit lassen sich die drei Stil-Optionen Erweitert, Mittel und Sanft finden, welche den Kontrast und die Schwarz-Intensität verändern.

Besonders der erweiterte Modus kommt mit seinem tiefen Schwarzton auf den OLED-Panels der Oppo-Flaggschiffe gut zur Geltung und kann obendrein ein wenig Akku sparen. Währenddessen tunken die Optionen Mittel und Sanft die UI in einen dunklen oder hellen Grauton. Wer das helle Design der UI bevorzugt, kann den Dunkel-Modus über einen Shortcut im Dropdown-Menü gänzlich deaktivieren.

4. Always On Display

Auch das Always On Display (AoD) wurde von Oppo dezent überarbeitet und um einen Canvas Modus ergänzt. Durch diesen ist es von nun an möglich, Hochformat-Silhouetten auf dem AoD darzustellen. Dabei können eigene Bilder hinzugefügt werden, welche anschließend auf simple Umrisse reduziert werden. Die dadurch entstehende Silhouette wird dann auf dem AoD angezeigt und gibt diesem eine nochmals persönlichere Note. Einigen dürfte diese Funktion außerdem bekannt vorkommen, denn Oppo ließ sich hier scheinbar vom Canvas-Modus von OnePlus inspirieren. Hier wird die Zusammenlegung der Entwicklungsabteilungen der beiden Hersteller deutlich. Die Einstellungen für das Always On Display lassen sich im Menüpunkt Start- und Sperrbildschirm finden.

5. Visualisierung des Datenzugriffs

Das Thema Datenschutz spielt seit der Einführung von Android 12 eine größere Rolle denn je und somit ebenso bei ColorOS 12. Datenzugriffe durch einzelne Apps werden ab sofort mithilfe eines grünen Punktes in der oberen, rechten Ecke des Bildschirms dargestellt. Innerhalb dieses Symbols visualisiert ein Icon schließlich die Art der Datennutzung. Hierbei wird zwischen der Kamera, dem Standort sowie dem Mikrofon des Smartphones unterschieden. Durch einen einfachen Touch auf das Symbol kann zudem angezeigt werden, welche Apps im Hintergrund auf die entsprechenden Daten zugreifen. Anschließend besteht die Option, die Berechtigungen der App innerhalb des Berechtigungsmanagers anzupassen.

6. Berechtigungsmanager

Der Berechtigungsmanager stellt die neue Datenschutzzentrale von ColorOS dar. Über diesen ist es möglich die Zugriffserlaubnis für einzelne Apps anzupassen bzw. einzustellen. Innerhalb der Liste wird zwischen den verschiedenen Datentypen unterschieden, sodass insgesamt 13 Berechtigungstypen verwaltet werden können. Dabei wird etwa beim Kamerazugriff, beim Mikrofon sowie beim Standort zwischen den Berechtigungsmöglichkeiten „Zugriff während der Nutzung der App„, „Jedes Mal fragen“ sowie „Nicht zulassen“ unterschieden. Zusätzlich kann die Genauigkeit des Standortes angepasst werden, wodurch Apps bspw. lediglich auf grobe Standortdaten zurückgreifen können. 

7. Privatsphäre-Dashboard

Wie die zuvor genannten Sicherheitsfeatures sorgt ebenso das Privatsphäre-Dashboard für einen weiteren Grad der Transparenz. Dieser Menüpunkt gibt Aufschluss über die Anzahl der Zugriffe sowie darüber, welche Apps zu welchem Zeitpunkt entsprechende Daten genutzt haben. Die Darstellung des Ganzen erfolgt hierbei über eine übersichtliche Timeline, die einen Zeitraum von rund 24 Stunden abdeckt. Ein Zugriff auf das Privatsphäre-Dashboard ist entweder über die Einstellungen oder über die neue Telefonmanager-App von Oppo möglich.

Was erwartet uns noch in der Zukunft?

Leider sind noch nicht alle Features von ColorOS 12 hierzulande verfügbar. Neben kleineren Details wie etwa den Omojis, einer Art Oppo Avatar, folgen noch einige interessante Funktionen. So wird es demnächst etwa ein Samsung DeX ähnliches System namens PC-Connect geben, wodurch die Zusammenarbeit zwischen einem Oppo Smartphone und einem Windows-PC vereinfacht werden soll. Eine weitere zukünftige Änderung betrifft das Benachrichtigungssystem der Geräte. Der neue Anti-Peeping-Modus soll demnach erkennen können, ob jemand zeitgleich auf euren Bildschirm schaut und anschließend die Detailgenauigkeit eurer Benachrichtigungen reduzieren. Auf diese Art und Weise soll die eigene Privatsphäre nochmals weiter geschützt und ein Ausspähen persönlicher Nachrichten verhindert werden.

Jetzt seid ihr gefragt: Was haltet ihr von den Neuerungen von ColorOS 12 und welche neuen Funktionen gefallen euch besonders? Sind euch noch weitere Tipps oder Besonderheiten der UI bekannt, die wir gegebenenfalls erwähnen sollten? Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie sich die Software in Zukunft weiter entwickeln wird. Besonders die Umsetzung und Funktionalität des Anti-Peeping-Modus sind hierbei interessant.

Am 21. März erscheinen mit den Geräten der Oppo Find X5 Serie außerdem die ersten Flaggschiff-Smartphones des Herstellers, die standardmäßig mit Android 12 ausgeliefert werden. Wir konnten uns das Find X5 (Pro) bereits vorab in unserem Hands-On Video für euch anschauen!


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Arian Krasniqi …ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Umweltingenieurswissenschaften.

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