Google Pixel 7 (Pro) im Test: Top-Smartphones für unter 1.000 Euro

Feintuning an wichtigen Stellschrauben!

Während einige Hersteller die Preise ihrer Smartphones ordentlich angezogen haben, so bleibt Google beim neuen Pixel 7 und Pixel 7 Pro auf Vorjahresniveau. Es gibt zwar feine Verbesserungen für die neue Pixel-Generation, die Frage ist nur: Hat Google an den richtigen Stellschrauben gedreht? Und wie schlägt sich das Pixel-Duo im Alltag? Wir haben den Test für euch gemacht.

Kaum ein Smartphone wurde in diesem Jahr wohl früher geleakt als das neue Pixel 7. Google selbst hat das Design der beiden Smartphones bereits auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O 2022 im Mai enthüllt. Zum Launch im Oktober hat Google dann weitere Details zum neuen Pixel-Duo veröffentlicht und die Smartphones eine Woche später in den Handel gebracht.

Das Google Pixel 7 gibt es aktuell ab 649 Euro in den Farben Lemongrass, Obsidian und Snow. Für das Google Pixel 7 Pro müsst ihr mindestens 899 Euro hinlegen, hier habt ihr dann die Wahl zwischen Obsidian, Snow oder Hazel.

Der Lieferumfang fällt übrigens etwas „bescheiden“ aus, denn neben dem Smartphone sind nur noch etwas Papierkram (Kurzanleitung), ein SIM-Tool sowie ein USB-C auf USB-C (USB 2.0) Kabel (1 Meter lang) in der Box zu finden. Zum Übertragen eurer Daten vom alten auf das neue Smartphone ist noch ein Quick Switch Adapter dabei, einen Ladeadapter oder eine Schutzhülle sucht man vergebens. Auch eine voraufgetragene Displayschutzfolie gibt es leider nicht.

Die wichtigsten Neuerungen vorab #tl;dr

  • Gesichtserkennung zum Entsperren
  • aufgefrischtes Design auf der Rückseite
  • verbesserte KI-Funktionen durch neuen Tensor G2 SoC
  • mehr Kamera-Zoom für das Pro-Modell

Design & Funktionen

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, doch uns gefällt das leicht aufgefrischte Design der beiden Pixel 7 Smartphones ausgesprochen gut. Google bewahrt den zum Pixel 6 (hier im Test) erstmals enthüllten „Signature Look“, taucht das horizontale Kameraband auf der Rückseite jedoch in Aluminium, welches nun flüssig in den Rahmen übergeht.

Pixel 7 Pro in „Hazel“

Die beiden Kameras sitzen jetzt unter einem eigenen, kleineren Glaselement, wodurch vor allem das Pixel 7 gewisse Ähnlichkeiten zu einem Minion aufweist. Beim Pixel 7 Pro gesellt sich noch ein weiterer Kreis für die Periskoplinse dazu. Wie schon bei der sechsten Pixel-Generation vom letzten Jahr ist der Aluminiumrahmen beim Pixel 7 matt gehalten und beim Pro-Modell poliert. Die Glasrückseiten besitzen jedoch bei beiden Geräten weiterhin ein glänzendes Finish, was sie sehr anfällig für Fingerabdrücke macht.

Hochwertig mit IP68-Rating

Durch die abgerundeten Kanten der Rückseite liegen beide Smartphones sehr angenehm in der Hand. Das Kameraband dient hierbei gern mal als eine Art Halterung auf dem Zeigefinger – was bei den recht rutschigen Glasrückseiten irgendwie auch nötig ist. Da das Pixel 7 etwas geschrumpft ist, speckt es 10 Gramm ab, zählt mit 197 Gramm aber weiterhin nicht zu den Leichtgewichten. Beim größeren Pro-Modell kommen sogar noch ein paar „Pfunde“ (etwa 2 Gramm) hinzu, knapp 212 Gramm bringt das Smartphone auf die Waage.

Die Verarbeitung der beiden Smartphones ist erstklassig. Die Spaltmaße passen und beide Geräte wirken robust. Einzige Kritik: Der Bereich unter dem Display wirkt sehr hohl, wenn man mit dem Finger darauf klopft. Das dürfte mit der Bauart zu tun haben (Zugriff auf die Hardware im Inneren durch das Display), doch andere Smartphones wirken da ein gutes Stück hochwertiger. Aber immer gern gesehen: Eine IP68-Zertifizierung, mit der die Smartphones für maximal 30 Minuten in 1,5 Meter tiefem Süßwasser überleben können. Ein schnelles Unterwasserfoto oder ein versehentlicher „Plumps“ in die Badewanne sollten daher kein Problem sein.

Zum Entsperren dient primär der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display, der letztes Jahr beim Pixel 6 (Pro) stark kritisiert wurde. Erfreulicherweise arbeitet der Sensor, ggf. auch durch softwareseitige Anpassungen, bei unseren beiden Testgeräten größtenteils präzise und schnell.

Die Gesichtsentsperrung ist zurück!

Immerhin gibt es (Trommelwirbel 🥁) wieder eine Gesichtsentsperrung. Zwar nicht so umfassend mit Infrarot & Co. wie noch beim Google Pixel 4 (Test), dafür aber laut Google dennoch möglichst sicher dank Tensor G2 SoC inklusive Titan M2 Chip. Allerdings könnt ihr euer Gesicht nur zum Entsperren des Sperrbildschirms nutzen, für Apps (z.B. Banking) ist weiterhin der Fingerabdruck nötig.

Für Musik und Videos gibt es zwei Lautsprecher, die für einen recht ordentlichen Stereo-Sound sorgen. Allerdings wirkt der obere Speaker (in der Hörmuschel) eher wie eine Begleitung als ein ebenbürtiger Partner – es fehlt einfach etwas „Wumms“. Dennoch: Lieber so ein Stereo-Setup als nur ein Mono-Lautsprecher.

Display

Dem Pixel 7 Pro spendiert Google erneut ein 6,7 Zoll großes OLED-Panel mit knackiger Quad-HD+ Auflösung und adaptiven 120 Hz (LTPO). Das Google Pixel 7 ist dagegen ein klein wenig geschrumpft und setzt jetzt auf ein 6,3 Zoll OLED-Display mit Full-HD+ und 90 Hz (nicht adaptiv). Während das Pixel 7 komplett flach gehalten ist, so sind die Seiten beim Pro-Modell etwas abgerundet – aber merklich weniger „curved“ als noch beim Pixel 6 Pro.

Google zufolge soll das Pixel 7 eine maximale Peak-Helligkeit von bis zu 1.400 nits erreichen, das Pro-Modell soll mit 1.500 nits Peak-Helligkeit sogar noch etwas heller leuchten. Wir haben daher zu unserem X-rite i1 Display-Profiler gegriffen und jeweils zwei Werte nachgemessen: 100 % APL (volles Weißbild) sowie 20 % APL (reduzierter Weißanteil).

  • Pixel 7 100: 915 nits
  • Pixel 7 20: 1.202 nits
  • Pixel 7 Pro 100: 928 nits
  • Pixel 7 Pro 20: 1.325 nits

Durch die OLED-Technologie erwarten euch knackige Farben, gute Blickwinkel und starke Kontrastwerte mit einem tiefen Schwarz. Zum Schutz verfügen beide Geräte über Gorilla Glass Victus, sowohl auf Front als auch Rückseite.

Leistung & Speicher

Das Herzstück der neuen Pixel-Smartphone ist die zweite Generation des hauseigenen Google-SoCs: Tensor G2. Doch statt großen Änderungen auf Architekturseite hat Google dem Chip vor allem ein paar Verbesserungen der KI-Funktionen verpasst. Der SoC wird weiterhin in 5 nm gefertigt (vermutlich bei Samsung) und basiert somit auf dem letztjährigen Tensor, erhält aber immerhin etwas mehr Takt und eine leistungsstärkere TPU. Diese soll vor allem für eine schnellere Spracherkennung, kürzere Belichtungen beim Nachtmodus und einen besseren Super-Res-Zoom sorgen – doch dazu später mehr.

Wie die Benchmarks zeigen, kämpft auch der Tensor G2 nicht um die Poleposition – hier ziehen Qualcomm und Mediatek problemlos davon. Dennoch ist der SoC für den Alltag schnell genug und wurde gut an die Software angepasst, was zu einer flüssigen Bedienung und einem produktiven Multitasking führt. In Spielen, wie z.B. Apex Legends, entpuppen sich dann jedoch ein paar Limitierungen. Hier erreicht der SoC mit UltraHD-Grafik durchschnittlich 40 fps.

Im Stresstest von 3D Mark Wild Life Extreme kommen beide Pixel-Smartphones auf eine Stabilität von knapp 80 % und erwärmen sich laut App auf max. 39 °C. Mit unserem Catphone S62 Pro und dessen Flir-Wärmebildkamera zeigt sich, dass die Rückseiten beider Geräte mindestens auf 45 °C aufheizen – ein vergleichsweise normaler Wert.

Dem Google Pixel 7 stehen 8 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, beim Pixel 7 Pro sind sogar 12 GB. Dazu gesellen sich wahlweise 128 GB oder 256 GB interner Speicher. Eine Erweiterung per MicroSD-Karte ist nicht möglich.

Reines Android mit langjährigem Support

Ein besonderer Vorteil der Pixel-Smartphones ist „Vanilla Android“, so wie es von Google entwickelt und designt wurde. Ab Werk ist Android 13 auf dem Pixel 7 (Pro) installiert, doch es warten noch vier Android-Updates und fünf Jahre Sicherheitspatches auf die Smartphones. Das Duo wird also langjährig mit neuer Software versorgt und lässt sich daher auch langfristig sicher sowie nachhaltig nutzen.

Darüber hinaus verfügen beide Geräte über Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2 sowie NFC zum mobilen Bezahlen. Der USB-C Anschluss auf der Unterseite ist nach USB 3.2 Gen2 Standard vergleichsweise leistungsstark. Wer Dual-SIM nutzen möchte, kann auf einen Nano-SIM-Slot und/oder eine eSIM zurückgreifen.

Akku & Laden

Im Google Pixel 7 Pro steckt nach wie vor ein üppiger Akku mit 5.000 mAh Kapazität. Das leicht verkleinerte Pixel 7 kann jedoch „nur“ auf 4.355 mAh zurückgreifen, was etwa 300 mAh weniger als noch beim Pixel 6 sind. Die Frage ist nur: Wie gut fällt die Laufzeit mit kleinerem Akku aus? Und konnte Google die Software besser auf den Tensor-SoC anpassen?

Das Pixel 7 Pro haben wir nun seit dem Launch in der Hosentasche dabei gehabt. Die Laufzeit im Alltag hat sich tatsächlich stark auf das eigene Nutzerverhalten angepasst, mehr als fünf bis sechs Stunden Display-On-Time sind jedoch nicht drin. Für einen vergleichbaren Wert haben wir beide Smartphones noch durch den PC Mark Battery-Benchmark geführt (Szenario: 300 nits fixierte Helligkeit, WLAN + GPS aktiv).

  • Pixel 7 (60 Hz): 11 h 25 min
  • Pixel 7 (90 Hz): 10 h 12 min
  • Pixel 7 Pro (60 Hz): 9 h 38 min
  • Pixel 7 Pro (120 Hz adaptiv): 8 h 8 min

Während sich das Pixel 7 Pro nur geringfügig gegenüber seinem Vorgänger verbessert (knapp 15 Min. mehr), so ist das Ergebnis des „normalen“ Pixel 7 umso überraschender. Denn trotz kleinerer Akkukapazität hält das Smartphone über 20 Minuten länger durch, ehe der Akku noch 20 % Restkapazität aufweist. Wenn das Display bei beiden Geräten auf 60 Hz limitiert wird, sind nochmal 70 – 90 Minuten mehr Laufzeit möglich.

Dennoch: Vor allem beim Pixel 7 Pro hätten wir mit 5.000 mAh etwas mehr Laufzeit erwartet. Auch scheint der Tensor G2 SoC nicht ganz so effizient zu sein, hier hat Qualcomm die Nase vorn. Das Samsung Galaxy Z Flip 4 mit Snapdragon 8+ Gen 1 kommt beispielsweise auf die gleiche Laufzeit, besitzt jedoch nur 3.700 mAh.

Gute Akkulaufzeiten, enttäuschende Ladezeiten

Geladen werden beide Smartphones kabelgebunden sowie kabellos mit mindestens 20 Watt. Das Pro-Modell kann sogar bis zu 23 Watt aus der Steckdose ziehen. Wir haben für unseren Test ein 40 Watt starkes USB-C Power Delivery Netzteil von Anker genutzt. Eine vollständige Aufladung dauerte damit mindestens 90 Minuten, teilweise sogar etwas länger.

Aus Sicht eines Technik-Enthusiasten ist das im Vergleich zu anderen Premium-Modellen etwas ernüchternd, da Xiaomi, Oppo und Co. ihre Akkus in unter 30 Minuten, teilweise sogar in unter 15 Minuten voll aufladen können. Wie auch Samsung spricht Google dennoch von Schnellladen, scheinbar ein dehnbarer Begriff.

Wer Wireless Charging bevorzugt, sollte sich eventuell einen Pixel Stand der 2. Generation zulegen – denn nur in Kombination werden die vollen 20 Watt bzw. 23 Watt Ladeleistung abgerufen. Ansonsten ist das kabellose Laden auf max. 12 Watt limitiert, so Google. Immerhin gibt es mit dem „adaptiven Laden“ jedoch eine gute Lösung für alle, die ihr Smartphone gern über Nacht aufladen. Das Smartphone lädt den Akku hierbei schonend und passend zum Aufstehen, damit ihr mit 100 % in den Tag starten könnt.

Kamera

Schon die beiden Pixel 6 Modelle konnten in der Praxis mit einer hervorragenden Kamera punkten, nur bei Selfies war noch etwas Luft nach oben vorhanden. Auf der guten Qualität baut Google nun auf und verbessert die Kameras in feinen Details. Hier einmal die verbauten Kameras im Überblick:

  • Hauptkamera: 50 Megapixel, 1/1,31″ Sensor, opt. Bildstabilisierung und f/1.9 Blende
  • Ultraweitwinkel: 12 Megapixel, f/2.2 Blende, 114° (Pixel 7) bzw. 125,8° (Pro) Sichtfeld, mit Autofokus (Pro)
  • Telefoto (Pro): 48 Megapixel, f/3.5 Blende, 5x opt. Zoom, opt. Bildstabilisierung
  • Selfie: 10,8 Megapixel, f/2.2 Blende, 92,8° Sichtfeld, Fixfokus

Beispielfotos und Eindruck

Die Hauptkamera kann besonders mit einer hohen Bildschärfe, natürlichen Farbgebung und guten Dynamik punkten. Während Samsung und Xiaomi die Fotos gern etwas stärker sättigt, so verpasst Google den Bildern einen etwas sanfteren Look. Der Weißabgleich ist allerdings etwas kälter eingestellt, weswegen einige Fotos etwas unlebendig aussehen können. Die Google Fotos App gibt euch hier jedoch einige Bearbeitungsfunktionen an die Hand.

Fotos mit der Hauptkamera

Sehr praktisch ist die Ultraweitwinkelkamera, die für gute Ergebnisse sorgt und farblich gut auf die Hauptkamera abgestimmt ist – das schafft auch nicht jeder Hersteller. Randbereiche sind zwar ab und an etwas unscharf, doch im Gegenzug dafür könnt ihr einen größeren Sichtbereich abdecken. An die Ultraweitwinkelkamera im Oppo Find X5 Pro mit 50 Megapixel kommt Google allerdings nicht heran.

Geknipst mit dem Ultraweitwinkel

Wer gern Makrofotos knipst, sollte aber zum Pixel 7 Pro greifen. Neben mehr Sichtbereich verfügt der Sensor hier auch über einen Autofokus und kann so näher an Objekte herangehen (max. 2-3 cm). Die Qualität geht in Ordnung, ist jedoch nicht herausragend. Besser als die „billo“ Makrokameras mit 5 MP oder gar 2 MP ist die Ultraweitwinkelkamera im Pixel 7 Pro aber alle Mal. Zudem erkennt das Smartphone von selbst, wenn ihr nah an ein Objekt herangeht und aktiviert den Makromodus.

Vor allem mit dem Pro-Modell lässt es sich vielseitig knipsen!

Für weit entfernte Objekte hat Google auch am Zoom geschraubt, und hier hebt sich das Pro-Modell auch am stärksten vom normalen Pixel 7 ab. Zunächst einmal wurde beiden Pixel-Phones ein 2-facher Zoom durch einen Sensor-Crop der Hauptkamera spendiert. Ähnlich wie es Apple beim iPhone 14 Pro macht, wird der 50 Megapixel Sensor auf ein 12,5 MP großes Bild beschnitten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ermöglicht vor allem beim Pixel 7 Pro einen sinnvollen Zwischenschritt zur Periskopkamera.

Der 2-fache Crop-Zoom

Durch die gesteigerte optische Vergrößerung von 4-fach auf 5-fach kann das Pro-Modell nun bis zu 30x heranzoomen. Beim normalen Pixel 7 lässt sich das Bild zumindest 8x digital vergrößern. Möglich wird dies auch durch verbesserte Algorithmen in Kombination mit dem Tensor G2 SoC. Natürlich bietet die eigenständige Telefotokamera des Pixel 7 Pro eine deutlich höhere Qualität, doch auch der SuperRes-Zoom ist brauchbar. Hier zeigt sich besonders gut, wie wichtig die Kamera-Software heutzutage ist.

Von Ultraweit bis 30x Zoom

Der für Google üblicherweise starke Nachtmodus kann auch beim Pixel 7 Duo überzeugen. Durch den Tensor G2 SoC werden die Bilder schneller verarbeitet, weswegen ihr das Smartphone etwas kürzer ruhig halten müsst. Die Ergebnisse sind hell, detailreich und gut belichtet, ohne dabei zu unnatürlich zu wirken. Auch die Farbwiedergabe kann sich sehen lassen.

Ein paar Nachfotos

Im Porträtmodus lässt Google erneut seinen Software-Künsten freien Lauf. Die Kamera erkennt die Kante zwischen Vorder- und Hintergrund recht gut, aber auch nicht immer perfekt. Das führt gern mal zu unsauberen Übergängen beim Bokeh-Effekt. Auch beim neuen Kino-Videomodus, der eine künstliche Tiefenunschärfe in Echtzeit ermöglicht, ist noch etwas Luft nach oben – ein nettes Gimmick ist es dennoch.

Googles AI-Features machen Spaß!

Wer gern etwas kreativer fotografiert, sollte den Bewegungsmodus ausprobieren. Dort könnt ihr zwischen Langzeitbelichtung oder Action-Foto wählen und so zum Beispiel Personen aus Bildern „entfernen“ oder Lichtstreifen bei Dunkelheit von vorbeirauschenden Fahrzeugen einfangen.

Und natürlich ist auch der magische Radierer, den Google erstmals zum Pixel 6 (Pro) vorgestellt hat, wieder mit von der Partie. Er kann Personen oder störende Objekte inhaltsbasiert wegretuschieren, was mal mehr, mal weniger zufriedenstellend klappt. Viel spannender ist da unserer Meinung nach der neue Scharfzeichner, der aus unscharfen Bildern zumindest vorzeigbare Fotos macht – im Übrigen auch bei alten Bildern, sofern diese in Google Fotos hochgeladen wurden.

Zu guter Letzt bleibt nur noch die Frontkamera übrig, zu der es allerdings eine erfreuliche Nachricht gibt: Endlich verfügen beide Pixels über den gleichen Sensor und knipsen wirklich ansehnliche Selfies mit einer guten Schärfe und sauberen Bildabstimmung. Durch das vergleichsweise große Sichtfeld passen auch mehrere Personen gut auf ein Foto.

Fazit

Google hat an den richtigen Stellschrauben gedreht und auf Basis der letztjährigen Flaggschiffe für ein paar wichtige Verbesserungen gesorgt. Das einzigartige Design wurde beibehalten und nur leicht überarbeitet, dazu gibt es eine solide Verarbeitung und eine IP68-Zertifizierung zum Schutz vor Wasser. Auf der Front erwartet euch ein tolles Display, welches beim Pixel 7 Pro angenehm flüssige 120 Hz zu bieten hat. Doch auch die 90 Hz im normalen Pixel 7 sind ein Pluspunkt.

Mit dem Tensor G2 SoC gibt es zwar keine große Revolution, doch der Chip reicht vollkommen für alltägliche Aufgaben aus und fokussiert sich eher auf Googles AI-Funktionen. So arbeitet unter anderem der Nachtmodus schneller und auch die Spracherkennung wurde verbessert. Hinsichtlich Energieeffizienz hängt der SoC jedoch noch etwas hinterher. Die erzielten Akkulaufzeiten sind ohne Frage gut, doch Geräte mit Snapdragon-Chips halten derzeit einfach noch länger durch. Auch an der etwas dürftigen Ladeleistung sollte Google für die nächste Generation definitiv arbeiten.

Wirklich herausragend ist allerdings die Kamera, die definitiv zu den besten auf dem Markt zählt. Euch erwartet nicht nur eine hohe Bildqualität, sondern auch spannende Funktionen und beim Pro-Modell eine enorme Vielfältigkeit. Auch an der Selfiequalität hat Google gearbeitet.

Am Ende ist vor allem das Pixel 7 Pro zum Preis von 899 Euro ein sehr gutes Flaggschiff-Smartphone, welches sich nur kleiner Patzer leistet. Während andere Hersteller dieses Jahr deutlich an der Preisschraube für ihre Top-Modelle gedreht haben, blieb Google beim Preisschema der Vorgänger. Für 250 Euro weniger empfiehlt sich jedoch auch das normale Pixel 7, welches deutlich kompakter daherkommt und dennoch einen Großteil der Pixel-Features mit sich bringt.

Mobile
Allround-PC.com Award
10/2022
Google Pixel 7 Pro
Preis-Leistung

Pro

  • einzigartiges Design mit guter Verarbeitung
  • tolle Displays
  • gute Leistung im Alltag
  • großartige Kamera mit spannenden Funktionen
  • ordentliche Akkulaufzeiten
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • wasserdicht nach IP68
  • langjähriger Software-Support

Contra

  • Langsames Laden (immer noch..)
  • kein Ladeadapter dabei
  • glänzende, rutschige Rückseite

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Leonardo Ziaja ... ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

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