Samsung Galaxy S22 Ultra im Test: Der Totengräber des Galaxy Note

Samsungs neuer Magnum Opus?
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Technische Daten

ModellnameSamsung Galaxy 22 Ultra
Bildschirm6,8 Zoll Dynamic AMOLED, HDR10+, 1 - 120 Hz, max. 1.750 Nits
AuflösungWQHD+ (1.440 x 3.088 Pixel)
ProzessorExynos 2200, Octa-Core, 4nm EUV, 1x 2,8 GHz + 3x 2,5 GHz + 4x 1,8 GHz
Arbeitsspeicher8 GB / 12 GB LPDDR5
Interner Speicher128 GB / 256 GB / 512 GB / 1 TB(nicht erweiterbar)
Akku5.000 mAh
Quick- & Wireless-Chargingmax. 45 W (kein Ladegerät beiliegend) + Fast Wireless Charging 2.0
KameraHinten:
- 108 MP, f/1.8, OIS - Hauptsensor
- 12 MP, f/2.2 - Ultraweitwinkel
- 10 MP, f/2.4, OIS - Telefoto (3x Zoom)
- 10 MP, f/4.9, OIS - Telefoto (10x Zoom)
Front:
- 40 MP, f/2.2
BetriebssystemAndroid 12 + OneUI 4.1
Konnektivität5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2, NFC, UWB, S-Pen
SIM + AnschlüsseDual-SIM, USB-C
Abmessungen163,3 x 77,9 x 8,9 mm
Gewicht228 g
FarbenPhantom Black, Phantom White, Green, Burgundy
Preis1.249 Euro (128 GB), 1.349 Euro (256 GB), 1.449 Euro (512 GB)
1.649 Euro (1 TB)

Im Jahr 2020 veröffentlichte Samsung mit der Galaxy S20-Serie erstmals eine Ultra-Version der Flaggschiff-Smartphones. Diese zeichnet sich seit dem durch eine üppige Ausstattung aus. Doch in diesem Jahr geht der Hersteller einen Schritt weiter und vereint das S22 Ultra mit der Galaxy Note-Klasse. Doch wie schlägt sich das neue Flaggschiff von Samsung im Alltag? Wir haben das Smartphone ausführlich für euch getestet.

Seit 2011 fährt Samsung eine zweigleisige Strategie: Auf der einen Seite befand sich stets die aktuelle Galaxy S-Serie, welche etwas später im Jahr durch die parallellaufende Note-Reihe ergänzt wurde. Letztere zeichnete sich schon damals durch besonders große Displays und neue Technologien aus, zum Beispiel das Edge-Display. In den letzten Jahren wurde das Note jedoch stetig irrelevanter und konnte sich lediglich durch den integrierten Stift und ein etwas anderes Design von anderen Geräten absetzen. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass Samsung mit dem Galaxy S22 Ultra die Notbremse zieht und Galaxy S- sowie Galaxy Note-Serie vereint.

Preislich startet das Galaxy S22 Ultra ab 1.249 Euro UVP (128 + 8 GB). Damit liegt der Startpreis auf dem Niveau der letzten Generation. Andererseits steigen die Kosten für die größeren Speichervarianten an. So werden für die restlichen Modelle knackige 1.349 Euro (256 + 12 GB), 1.449 Euro (512 + 12 GB) sowie 1.649 Euro (1.024 + 12 GB) aufgerufen. Natürlich sind erneut verschiedene Farbvarianten im Angebot, die allesamt in einem matten Finish daherkommen. Aktuell gibt es die Auswahl zwischen Phantom Black, Phantom White, Green sowie Burgundy.

Design & Verarbeitung

Bevor wir uns mit den Spezifikationen beschäftigen, wollen wir einen Blick auf das Äußere werfen. Was hierbei sofort auffällt, sind die optischen Ähnlichkeiten zum Galaxy Note 20 Ultra (Test) aus dem Jahr 2020. Samsung setzt hier auf ein sehr kantiges Design, was dazu führt, dass das Gerät insgesamt deutlich erwachsener wirkt. Zugleich könnten böse Zungen behaupten, dass das Design an eine Powerbank erinnert. Tatsächlich ist der Look eher Geschmackssache, einigen dürfte das rundlichere Design der S-Serie besser gefallen.

Links: S21 Ultra / Rechts: S22 Ultra

Vorder- und Rückseite bestehen aus Gorilla Glass Victus+ und sind durch einen glänzenden Aluminiumrahmen umschlossen. Dieser ist zu den Seiten hin perfekt abgerundet, sodass sich das Smartphone sehr angenehm halten lässt. Die schicke Optik wird schließlich durch eine abgeflachte Ober- und Unterseite vollendet, dessen kantige Ecken jedoch besonders im Landscape-Modus (z.B. beim Videos schauen oder Spielen) etwas unangenehm werden können.

Auf der Rückseite ragen nun fünf separate Kamerasensoren statt einem Kameramodul aus dem Gehäuse hervor. Damit schafft der Hersteller eine klare Abgrenzung zu den restlichen Geräten der Serie. Nachteilig an diesem Design ist die Tatsache, dass sich Staub schnell zwischen den einzelnen Kameralinsen ansammeln kann.

Insgesamt liegt das Galaxy S22 Ultra gut in der Hand, ist aber kaum mit einer Hand bedienbar. Immerhin kommt das Gerät auf eine Größe von 163,3 x 77,9 x 8,9 mm bei einem Gewicht von wuchtigen 228 Gramm. Die Verarbeitung lässt ebenso keine Wünsche offen, wobei das in diesem Preisbereich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

S-Pen

Wie die Nacht zum Tag gehört, sind auch S-Pen und Note untrennbar. Nicht verwunderlich also, dass Samsung dem S22 Ultra einen integrierten S-Pen spendiert. Bekanntermaßen sitzt dieser direkt im Gehäuse und kann jederzeit entnommen werden. Der Funktionsumfang ist identisch mit dem des Galaxy Note 20 Ultra. Dementsprechend kann der aktive Stylus als Kamera-Auslöser oder für die Anfertigung von Notizen und Zeichnungen genutzt werden.

Display

Kurz gesagt: Samsung verbaut im Galaxy S22 Ultra wohl eines der aktuell besten Smartphone-Displays. Ihr kommt dabei in den Genuss eines Dynamic AMOLED 2X-Displays mit einer Diagonale von stolzen 6,8 Zoll. Dabei löst der Edge-Bildschirm mit 1.440 x 3.088 Pixeln auf und kommt dementsprechend auf eine Pixeldichte von 500 ppi. Garniert wird das Ganze zudem mit einer Bildrate von bis zu 120 Hz und einer HDR10+ Unterstützung. Der Konsum von bewegten Inhalten macht auf dem großen Bildschirm entsprechend Spaß.

Im Vergleich zum direkten Vorgänger wurde die maximale Helligkeit nochmals erhöht, wodurch diese nun offiziell bei maximal 1.750 nits liegt. Tatsächlich konnten wir mit einem Display-Profiler eine Helligkeit von bis zu 1.505 Nits bei 20 % APL (Weißanteil) feststellen. Bei 100 % APL konnte das Display immerhin noch 1.070 Nits erreichen. Besonders im Alltag machen sich die guten Werte bemerkbar, da eine Nutzung bei direkter Sonneneinstrahlung dadurch kein Problem ist.

Unterbrochen wird der Screen lediglich durch eine kleine Punchhole-Kamera, die mittig platziert ist. Unter dem Display sitzt außerdem der Under-Display Fingerabdrucksensor, der weiterhin auf einer Ultraschall-Technik basiert. Die Platzierung wirkt sehr komfortabel und sorgt für eine einfache Erreichbarkeit. Entsperren lässt sich das Smartphone dadurch äußerst schnell und zuverlässig.

Performance & Speicher

Während die amerikanische Galaxy S22-Serie mit einem Snapdragon 8 Gen 1 daher kommt, „beglückt“ uns Samsung in Europa mit dem Exynos 2200. Der Prozessor bietet insgesamt acht Kerne, basierend auf der ARM v9-Architektur. Dazu gesellt sich erstmals eine RDNA2 GPU von AMD. Diese hört auf den Namen Xclipse und bringt unter anderem Raytracing und Variable Rate Shading (VRS) in den mobilen Bereich.

SoC (Smartphone)Geekbench - SingleGeekbench - Multi
Exynos 2200 (Samsung Galaxy S22 Ultra)1.173 Punkte3.601 Punkte
Snapdragon 8 Gen 1 (Samsung Galaxy S22 Ultra)1.239 Punkte3.517 Punkte
Snapdragon 8 Gen 1 (OnePlus 10 Pro)1.252 Punkte3.360 Punkte
Google Tensor (Pixel 6 Pro)1.036 Punkte2.957 Punkte
Snapdragon 888 (Oppo Find X5)1.115 Punkte3.392 Punkte
Snapdragon 870 (Vivo X60 Pro, 12/265 GB)1.026 Punkte3.472 Punkte

Zumindest im 3DMark Wild Life Benchmark kann sich die neue AMD GPU rund 20 % vom Mali G78-Grafikprozessor des Galaxy S21 absetzen. Entsprechend erreicht der Exynos 2200 hier einen respektablen Score von knapp 7.600 Punkten. Der Vergleich zum aktuellen Snapdragon trübt dieses Ergebnis jedoch, denn dieser erreicht bis zu 2.000 Punkte mehr. Wir hätten uns daher (erneut) gewünscht, dass Samsung in diesem Jahr alle Smartphones mit demselben SoC ausstattet.

Ruckeln im Alltag endlich behoben?

Die Veröffentlichung des Galaxy S22 Ultra wurde durch einige Performance-Probleme begleitet. Seitdem folgte eine Vielzahl an Software-Updates, welche Linderung bringen sollten. Tatsächlich hat sich die Bedienbarkeit des Gerätes gebessert und auch die Anzahl der Ruckler nahm ab. Leider reicht das aber nicht, um den eigenen Vorgänger zu schlagen.

Apps öffnen sich noch immer etwas langsamer als beim Galaxy S21 Ultra (Test), beim Schließen von Programmen kann es zu Verzögerungen kommen. Jeder Vorgang benötigt einen spürbaren Moment, wodurch die Nutzererfahrung klar leidet. Hoffentlich werden weitere Software-Updates die restlichen Probleme des Gerätes in der nahen Zukunft beheben. Softwaretechnisch kommt beim S22 im übrigen Samsungs hauseigene One UI 4.1 (hier gibt es Tipps & Tricks) Oberfläche auf Basis von Android 12 zum Einsatz.

Weniger Arbeitsspeicher als beim S21 Ultra

Etwas seltsam erscheint die Speicherausstattung des S22 Ultra. Während der Vorgänger noch in allen Varianten mindestens 12 GB RAM bot und in der 512 GB Variante sogar 16 GB RAM mit an Bord hatte, ist beim diesjährigen Modell deutlich weniger Speicher unter der Haube. So bietet die 128 GB Version nur noch 8 GB Arbeitsspeicher, während selbst das neue 1 TB Modell „nur“ 12 GB RAM bietet. Angesichts der extrem hohen sowie teils gestiegenen UVP der Geräte wirkt dieser Rückschritt etwas unverständlich. Eine Erweiterung des Speichers per microSD-Karte ist zudem erneut nicht möglich.

Ansonsten bietet das Galaxy S22 Ultra die üblichen Features wie etwa Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2 sowie NFC. Ebenfalls lässt sich ein UWB-Chip (Ultrabreitband) vorfinden, mit dem sich Gegenstände in einem Radius von bis 200 Metern aufspüren lassen. Daneben soll der Chip zukünftig im Automobilbereich nutzbar werden. Bereits im letzten Jahr kündigte Samsung hierfür eine Partnerschaft mit Audi, BMW, Ford und VW an.

Für die Soundausgabe sind insgesamt zwei Lautsprecher „tuned by AKG“ zuständig. Der Lautsprecher an der Unterseite ist hierbei von rechts nach links gewandert, wodurch dieser leicht verdeckt werden kann. Besonders beim Schauen von Videos fällt das störend auf. Ansonsten liefern die Stereo-Lautsprecher einen lauten sowie kräftigen Klang.

Akku & Laden

Da sich Akkukapazitäten nur noch schwer steigern lassen, haben es Smartphone-Hersteller jetzt auf die Ladegeschwindigkeit abgesehen. So gibt es beispielsweise 80 Watt bei OnePlus, 120 Watt bei Xiaomi, 150 Watt bei Realme und satte 240 Watt bei Oppo. Und bei Samsung? Naja, das ist eine Geschichte für sich.

Die Ladegeschwindigkeit des Galaxy S22 Ultra liegt theoretisch bei maximal 45 Watt. Allerdings wird diese Geschwindigkeit mit einem entsprechend leistungsfähigen Netzteil nur für wenige Minuten gehalten. Wie schon die letzten Generationen, bewegt sich die „realistische“ Ladeleistung eher im Bereich von 25 Watt, wenn überhaupt. Das ist Vergleich zur Konkurrenz ein echtes Armutszeugnis für ein so teures Flaggschiff.

„2018 hat angerufen und will 25W-Laden zurück“

Nebenbei liefert Samsung erneut kein passendes Netzteil mit, wodurch dieses bei Bedarf zusätzlich zum Gerät erworben werden muss. Das 25 Watt Netzteil kostet aktuell etwa 12 Euro, wohingegen sich das 45 Watt Modell für 30 Euro kaum lohnt. Bis der 5.000 mAh starke Akku vollgeladen ist, vergehen bei beiden Ladegeräten um die 60 Minuten. Das etwas leistungsstärkere Netzteil ist im Optimalfall 2-3 Minuten schneller bei 100 %.

Die Akkulaufzeit hingegen fällt sehr solide aus. Mit einer Ladung kommt man bei normaler Nutzung relativ gut durch den Tag. Im PCMark-Akkutest erreicht das Smartphone mit fixierten 300 nits Displayhelligkeit, adaptiven 120 Hz sowie aktiviertem WLAN + GPS rund 9 Stunden und 11 Minuten. Damit liegt das Gerät etwas oberhalb des Oppo Find X5 Pro (Test), wobei dafür erst einige Updates nötig waren. Zuvor lag das Ergebnis in unserem ersten Akkutest kurz nach Launch bei 8 Stunden und 8 Minuten.

Kamera

Auf den ersten Blick hat sich im Kamerasegment kaum etwas getan. Erneut kommt eine 108 MP Hauptkamera mit einer f/1.8 Blende zum Einsatz, die von drei weiteren Sensoren ergänzt wird. Bei denen handelt es sich um eine 12 MP Ultraweitwinkelkamera sowie zwei Telefotokameras, jeweils mit 10 MP Auflösung und 3-fachem sowie 10-fachem Zoom. Vielmehr liegen die Neuerungen bei der Software bzw. bei der Bildverarbeitung.

Beispielfotos & Kameraeindruck

Im Allgemeinen macht der 108 MP-Hauptsensor sehr gute Bilder, welche im Vergleich zum S21 Ultra etwas natürlicher wirken. Die Farbdarstellung fällt realistischer aus und auch der Detailgrad ist nochmals leicht angestiegen. Ebenfalls wurden die Nachtaufnahmen überarbeitet, wodurch diese etwas heller wirken. Zwar übertreibt die Software teils beim Nachschärfen und beim Kontrast, insgesamt kann die Kamera aber überzeugen. Die 108 MP werden außerdem erneut zu einem 12-MP-Bild zusammengefasst, um mehr Licht mit dem Sensor einzufangen.

Weiterhin können Ultraweitwinkelaufnahmen in einem 120 Grad-Format aufgenommen werden. Die Bilder wirken im Vergleich zum Vorgänger leicht schärfer und besonders zu den Rändern hin werden mehr Details eingefangen. Dabei kommt es kaum zu Verzerrungen am Bildrand. Hier kann die neue Kamera-Software ihre Stärken ausspielen. Farblich unterscheidet sich der Ultraweitwinkelsensor dezent vom Hauptsensor, größere Unterschiede fallen im direkten Vergleich jedoch nicht auf. Aufgrund der geringeren Auflösung nimmt die Schärfe etwas ab.

Bei der Frontkamera setzt Samsung auf einen 40 MP Sensor samt f/2.2 Blende. Selfies wirken ansprechend und bieten eine weitestgehend naturgetreue Farbwiedergabe. Für Gruppenbilder steht ein eigener „Ultraweit“-Modus zur Verfügung, mit dem mehr Leute auf einem Bild untergebracht werden können. Ein wirklicher Unterschied zum Vorgänger ist allerdings nicht erkennbar.

Auch die Qualität der Porträtaufnahmen fällt überraschend gut aus. Kanten werden von der KI sauber erkannt, sodass eine sehr präzise sowie ansprechende softwareseitige Hintergrundunschärfe entsteht. Einzig die Helligkeit lässt in diesem Modus etwas zu Wünschen übrig.

Zoomen bis zum Mond

Selbiges gilt auch für die beiden Telefotokameras, dessen Periskoplinse besonders mit ihrem 10-fach optischen Zoom überzeugen kann. Dieser ist seit nun drei Generationen mehr oder weniger ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Der 100-fache Zoom (damals noch „Space Zoom“ genannt) ist natürlich ebenfalls wieder mit an Bord und gibt euch die Option, ein relativ passables Bild beispielsweise vom Mond einzufangen. Zwar ist das im Alltag eher irrelevant, eine nette Spielerei ist es trotzdem.

10x Zoom Fotos
Von Ultraweitwinkel bis 100x Zoom

Videoaufnahmen können mit einer maximalen Auflösung von 8K bei 24 FPS erstellt werden. Bei 4K sind bis zu 60 FPS möglich, wobei nur in Verbindung mit 30 FPS zwischen den Linsen gewechselt werden kann. Aufnahmen sind in der Regel sehr gut stabilisiert und von allgemein guter Qualität.

Fazit

Von außen betrachtet ist das Galaxy S22 Ultra ein rundum gelungenes Smartphone. Elegantes Design kombiniert mit hochwertigen Materialien schaffen ein Premium-Gerät erster Klasse, welches sich nicht verstecken muss. Zudem dürfte der integrierte S-Pen einige alteingesessene Note-User besonders erfreuen. Samsung hat es geschafft, mit dem S22 Ultra eine perfekte Symbiose aus der Galaxy S- und Galaxy Note-Serie zu entwickeln.

Auch an der Display-Front liefert der Hersteller gewohnte Qualitäten ab und bietet eines der besten momentan erhältlichen Smartphone-Bildschirme. Dabei sorgen die adaptiven 120 Hz für ein tolles Nutzungserlebnis, das durch die hohe Auflösung nochmals verbessert wird. Erfreulich ist außerdem die qualitativ sehr gute Kamera mit ihren vielen Optionen, wobei insbesondere die Periskop-Kamera wieder erstaunliche Ergebnisse abliefert.

Leider kann hier nicht von einem perfekten Gesamtpaket gesprochen werden, denn die teils beeinträchtigte Performance trübt das Gesamtbild enorm – und das selbst drei Monate nach dem Launch. Nicht zuletzt ist die langsame Ladegeschwindigkeit im Vergleich zu anderen Flaggschiff-Smartphones schlicht und ergreifend traurig. Hier hätte Samsung zumindest ein passendes Netzteil mitliefern dürfen – erst recht zu diesen Preisen. Eine Alternative wäre ein Gutschein für einen kostenlosen Ladeadapter für den eigenen Online-Shop.

Zum jetzigen Stand werden für das Galaxy S22 Ultra in der kleinsten Variante mindestens 1.050 Euro fällig. Damit steht das Gerät nicht nur in harter Konkurrenz zu anderen Herstellern, sondern auch zum eigenen Vorgänger. Im Vergleich zu anderen namhaften Anbietern kann sich Samsung hauptsächlich durch den S-Pen absetzen. Alternativ erhält man zu einem ähnlichen Preis aktuell das Oppo Find X5 Pro (Test), welches mehr Speicher sowie eine gleichwertige Kamera besitzt. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die deutlich schnellere Ladetechnik.

Pro

  • exzellente Verarbeitung
  • das aktuell beste Smartphone-Display
  • integrierter S-Pen erweitert das Feature-Set
  • sehr gute Kamera bei Tag und Nacht
  • wasserdicht nach IP68
  • solide Akkulaufzeit

Contra

  • kein Ladegerät im Lieferumfang
  • Performance-Probleme
  • zu lange Ladedauer

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Arian Krasniqi …ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Umweltingenieurswissenschaften.

1 Kommentar

  • Daniela Ross

    Hi Arian,
    hab mir ein S22 Ultra Burgund geleistet und finde deine sehr verständlich, nicht überfüllten Infos mit Fotos/Beispielen echt super. Schade, wegen dem Akku und…liegt schon sehr schwer in der Hand.

    Vielen Dank
    Daniela

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