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Asus Zenbook Duo (2026) im Test: Dualscreen-Allrounder mit Panther Lake

Praxistest des Premium-Notebooks
asus zenbook duo ux8407 notebook auf holztisch stehend mit keyboard davor

Das Asus Zenbook Duo (UX8407) ist ein Premium-Notebook mit Intel Core Ultra Series 3, alias Panther Lake, und zwei 14-Zoll-OLED-Displays. Im Test überzeugt die Kombination aus starker iGPU, langer Akkulaufzeit und verbessertem Dualscreen-Design, doch das hat seinen Preis.

Die neue Prozessorgeneration Intel Panther Lake feierte im Zenbook Duo ihr Debüt und soll in allen Bereichen mehr Leistung bieten, ohne die Effizienz zu opfern. Im Alltag gelingt das größtenteils: Das Zenbook Duo positioniert sich als mobiles Kreativ- und Produktivitäts-System, das selbst ohne dedizierte GPU spieletauglich ist. Wer den zweiten Bildschirm wirklich nutzt, bekommt ein einzigartiges Setup, muss aber Gewicht, Dicke und einen Premiumpreis akzeptieren.

Preise & Konkurrenz

Das Zenbook Duo UX8407 gibt es in Deutschland mit Core Ultra 9 386H, 32 GB LPDDR5X und 1-TB-SSD ab 2.299 Euro, alternativ ist es mit einem Core Ultra X9 388H und einer 2-TB-SSD für 2.599 Euro ausgestattet. Unsere Testkonfiguration ist ein englisches Modell mit Core Ultra X9, aber 1 TB SSD-Speicher. Die beiden Prozessoroptionen unterscheiden sich hauptsächlich bei der integrierten Grafikeinheit, welche beim X9 weitaus leistungsstärker ist.

Preislich konkurriert das Zenbook Duo mit Geräten wie einem MacBook Pro 14 mit M5 und High-End-Notebooks wie dem Dell XPS 14. Im direkten Vergleich bietet das Zenbook Duo dafür zwei hochwertige OLED-Touchscreens mit 144 Hertz und einen sehr großen 99-Wattstunden-Akku. Das Vorgängermodell aus 2025 (UX8406CA) wird aktuell ab 1.650 Euro angeboten.

Stärken & Schwächen des Zenbook Duo

asus zenbook duo 2026 png (1)

MeinungPersönlich sehe ich das Zenbook Duo UX8407 klar als „Luxus-Arbeitsgerät“, keine rationale Mainstream-Wahl. Die zwei Bildschirme bieten sehr viel Platz für Multitasking, ein deutlicher Mehrwert gegenüber normalen Notebooks. Egal, ob im Büro, auf der Couch, im Messe-Einsatz oder bei einem Spieleabend – das neue Zenbook Duo ist ein optimaler Allrounder. Die zwei OLEDs, die lange Akkulaufzeit und die starke Grafikleistung haben es mir besonders angetan.

Tim Metzger

Design, Eingabegeräte & Anschlüsse

Mit rund 1,7 kg und 31 × 20,9 × 1,96–2,34 cm ist das Zenbook Duo deutlich dicker als ein klassisches 14-Zoll-Ultrabook, aber für ein Dualscreen-Modell erstaunlich mobil. Asus setzt auf ein Ceraluminum-Chassis mit matter Oberfläche, das sich hochwertig anfühlt und Fingerabdrücke besser kaschiert als das vorige Design. Die überarbeitete Scharnierkonstruktion reduziert die Lücke zwischen den beiden Displays deutlich, der ausklappbare Standfuß auf der Rückseite wirkt stabiler und erlaubt einen verlässlichen Hochformat-Betrieb.

Die abnehmbare Tastatur deckt im „Laptop-Modus“ den unteren Bildschirm ab und haftet magnetisch auf dem Gerät, kann aber auch drahtlos daneben genutzt werden. Das Tippgefühl ist lobenswert und sogar etwas besser als beim Vorgänger. Das Touchpad ist groß, präzise und klickt sauber. Im Test kam es jedoch öfter zu Ausfällen des Touchpads, wenn es klassisch am Laptop montiert war – im Funkbetrieb und beim Vorgänger trat dies nicht auf.

Als Anschlüsse stehen zweimal Thunderbolt 4 (USB-C), einmal USB-A 3.2 Gen 2, HDMI 2.1 und ein Klinkenanschluss bereit, dazu gibt es Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Auf einen SD-Kartenleser hat Asus erneut verzichtet, obwohl das Modell für Kreative ausgerichtet ist. Die Lautsprecher liefern ordentliche Lautstärken und ein relativ ausgewogenes Klangbild, reichen aber nicht an ein MacBook Pro heran. Eine Windows-Hello-fähige Full-HD-Webcam mit Anwesenheitserkennung ist integriert, qualitativ aber eher Durchschnitt.

Dual-OLED-Display & Speicher

Kernstück des Zenbook Duo sind die zwei 14-Zoll-OLED-Panels mit 2.880 × 1.800 Pixeln, 16:10 und 144 Hz Bildwiederholrate. Beide Displays unterstützen Touch, Stylus-Eingabe und decken laut Asus den DCI‑P3-Farbraum vollständig ab, was sich in einer sehr satten Farbdarstellung äußert. Die Helligkeit liegt bei rund 500 Nits in SDR und bis zu 1.000 Nits in HDR-Spitzen, wovon HDR-Videos sichtbar profitieren, im hellen Außenbereich stört aber die spiegelnde Oberfläche. Zudem fällt der obere Rand des Hauptbildschirms recht dick aus.

Im Alltag erlaubt das Dual-OLED-Setup verschiedene Modi: klassischer Laptop, aufgestelltes „Buch-Layout“ mit zwei nebeneinander angeordneten Displays oder zwei übereinander angeordnete Displays. Die Software ScreenXpert erleichtert das Arrangieren von Fenstern zwischen beiden Screens und merkt sich Layouts, was das Konzept alltagstauglich macht.

Das Modell kommt mit 32 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher (onboard) und einer PCIe-4.0-SSD mit 1 bis 2 TB daher. In unserem Fall kam ein Modell von Samsung zum Einsatz, das rund 7 GB/s lesend und rund 5,9 GB/s schreibend erreicht hat. Austauschbar ist beim Zenbook nur die Haupt-SSD, einen zweiten SSD-Slot gibt es nicht und Komponenten wie das Funkmodul und der RAM sind verlötet.

Intel Panther Lake im Zenbook Duo

Im Testgerät steckt das Panther-Lake-Topmodell, der Core Ultra X9 388H mit 16 CPU-Kernen und 12 Grafikkernen. Panther Lake setzt auf Intels neue 18A-Fertigung, eine Chiplet-Architektur und kombiniert in diesem konkreten Fall 4 P‑Kerne, 8 E‑Kerne und 4 LPE‑Kerne mit deutlich aufgebohrter Xe3-Grafik sowie einer 50-TOPS-NPU. Lediglich die X9- und X7-Modelle der Serie kommen mit der 12-kernigen Arc Pro B390 (iGPU) daher, alle anderen Panther-Lake-Chips bieten lediglich Intel Graphics mit vier GPU-Kernen.

In der Praxis liegt der Fokus klar auf einer Kombination aus mehr Multi-Core-Leistung und massiv verbesserter iGPU-Effizienz. Messungen zeigen, dass der X9 388H Multi-Core-Leistungen erreicht, für die Arrow-Lake-H-Chips signifikant höhere Leistungsaufnahmen benötigen. Gleichzeitig liefert die Xe3-GPU in Form der Arc B390 mehr als die doppelte Grafikleistung gegenüber Arrow Lake-H (Core Ultra 200H) und Lunar Lake (Core Ultra 200V) sowie spürbar bessere Raytracing- und Upscaling-Funktionen über XeSS.

Leistung & Gaming

Die Benchmarks des Zenbook Duo wurden überwiegend im Leistungsprofil „Leistung“ durchgeführt. In Cinebench, 3DMark Time Spy und praxisnahen Gaming-Tests liegt das Convertible im oberen Feld seiner Klasse und profitiert stark von der Arc-B390-GPU und der hohen CPU-Kernanzahl. In Cyberpunk 2077 ließen sich bei hohen Grafikeinstellungen sogar ohne Upsampling durchschnittlich 43 FPS erreichen – für eine integrierte GPU in einem Dualscreen-Gerät bemerkenswert.

Von der integrierten GPU darf man zwar keine Wunder erwarten, doch gegenüber älteren Intel-Generationen ist das Plus deutlich. Aktuelle Titel laufen flüssig, wenn man die Details reduziert und Upscaling nutzt. Ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele schafft das Notebook auch in nativer FHD-Auflösung stets flüssig. Für Content-Creation, Videobearbeitung und leichte 3D-Workloads ist die Kombination aus CPU- und GPU-Leistung sehr attraktiv, solange man nicht im absoluten High-End-Bereich unterwegs ist.

Die Lüftercharakteristik fällt für ein Dualscreen-System mit 45–60 Watt relativ angenehm aus. Im Standardmodus bleibt das Gerät oft leise, während im Leistungsprofil unter Dauerlast ein hörbares, aber selten störendes Niveau erreicht wird. Das Kühlsystem mit Dual-Lüftern und Vapor-Chamber hält die Leistung vergleichsweise konstant am Netz sowie im Akkubetrieb konstant. Wer nur leichte Tätigkeiten ausübt, kann auch bedenkenlos den Flüstermodus verwenden.

Verwendete Benchmarks & Einstellungen

Weitere Leistungswerte:

Akkulaufzeit & Laden

Eine der größten Stärken des neuen Zenbook Duo ist die Akkukonfiguration: Asus verbaut zwei Akkupacks mit insgesamt 99 Wattstunden Kapazität, verteilt unter beiden Displays. Im Videowiedergabe-Test mit voller Bildschirmhelligkeit (ein Display aktiv), aktiviertem WLAN und Bluetooth hielt der Akku beachtliche 20,5 Stunden durch. Auch im Office-Einsatz mit zwei Displays und hoher Helligkeit hielt das Zenbook einen achtstündigen Arbeitstag problemlos durch.

Wer hauptsächlich einen Bildschirm nutzt und primär Textarbeit und Web-Browsing betreibt, kann wahrscheinlich sogar zwei Tage Laufzeit erreichen, wenn man etwas auf den Stromverbrauch achtet. Bei Gaming-Volllast war der Akku nach knapp zwei Stunden leer. Das USB-C-Netzteil lädt mit bis zu 100 Watt schnell wieder auf, Drittanbieterlösungen sind aber kompakter.

Angesichts der hochauflösenden 144-Hz-Displays ist die Laufzeit insgesamt sehr stark und ein klarer Beleg für die Effizienz von Panther Lake. Die Akkulaufzeit des letztjährigen Zenbook Duo mit Arrow-Lake-H, FHD-Displays und 75 Wh war spürbar kürzer im Alltag.

Fazit

Unterm Strich ist das Asus Zenbook Duo (UX8407) eines der spannendsten Notebooks des Jahrgangs 2026. Es kombiniert ein hochwertiges Dual-OLED-Setup mit einer modernen Panther-Lake-CPU, starker integrierter Xe3-Grafik und sehr guter Akkulaufzeit. Das Paket zielt klar auf Power-User, Kreative und Heavy-Multitasker. Gleichzeitig bedeutet die Dualscreen-Architektur mehr Gewicht, mehr Dicke und einen hohen Einstiegspreis, der für klassische Nutzer schwer zu rechtfertigen ist.

Intel hat mit Panther Lake spürbar an Effizienz und Leistung gearbeitet und positioniert sich damit im Notebook-Segment wieder wettbewerbsfähiger zu AMD, Apple und Qualcomm. Die Multi-Core-Leistung ist stark, die Grafikleistung beeindruckt für eine iGPU, doch wer nur einen schnellen 14-Zoll-Allrounder sucht, findet günstigere und leichtere Alternativen. Wer hingegen wirklich vom zweiten Display profitiert und ein flexibles „Mini-Studio“ mit langer Laufzeit möchte, bekommt mit dem Zenbook Duo aktuell eines der überzeugendsten Konzepte am Markt.

Notebooks
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Asus Zenbook Duo (UX8407)
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Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2018 zu Technik aller Art und arbeitet seit 2020 für Allround-PC. In dieser Zeit absolvierte er neben zahlreichen Tests sein Volontariat und sein Technikjournalismus-Studium. Tim ist primär Experte für Prozessoren, Monitore und Mobilgeräte. Wenn er mal nicht tippt und auf Tech-Events unterwegs ist, sucht er wahrscheinlich gerade sein nächstes 3D-Druck-Projekt oder Reiseziel aus.

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