Die neuen Pixel 10 Smartphones von Google sehen zwar nahezu identisch zu ihren Vorgängern aus, haben jedoch vor allem unter der Haube ein paar Upgrades erhalten – allen voran ein helleres Display, mehr Effizienz und neue KI-Funktionen. Vor allem vom Pixel 8 Pro oder älteren Generationen könnte sich daher ein Upgrade lohnen. Ich habe die neuen Flaggschiff-Smartphones von Google für euch getestet.
Das Google Pixel 10 Pro (XL) ging zu einer unverbindlichen Preisempfehlung ab 1.099 Euro respektive 1.299 Euro an den Start. Schon wenige Wochen danach gibt es die Smartphones jedoch schon deutlich günstiger: Das Pixel 10 Pro ist ab 970 Euro bestellbar, das Pixel 10 Pro XL ab 1.197 Euro.
Gut zu wissen: Im Lieferumfang befindet sich nur ein USB-C Ladekabel. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert, hier empfehlen wir euch beispielsweise das Anker Nano 45W (mit Coupon für 20€) oder den Ugreen 45W GaN-Charger. Zudem verzichtet Google auf eine vorinstallierte Displayschutzfolie.
Die wichtigsten Neuerungen des Pixel 10 Pro (XL)
Bevor ich euch meine Eindrücke und Erfahrungen schildere, ein kurzer Überblick zu den wichtigsten Neuerungen im Vergleich zur Pixel 9 Serie:
- hellere Displays mit bis zu 3.300 nits
- mehr Leistung & Effizienz dank Tensor G5 SoC
- schnellerer UFS 4.0 Speicher (bis auf Pixel 10 Pro 128GB Modell)
- Upgrade auf Bluetooth 6.0
- mehr Akkukapazität: +140 mAh (Pro XL) / +170 mAh (Pro)
- magnetisches Wireless Charging (kompatibel zu MagSafe!)
- bessere Reparierbarkeit (laut EU-Label)
Kurz-Fazit zum Pixel 10 Pro (XL) #tl;dr
Das Google Pixel 10 Pro und Pro XL überzeugen mit extrem hellem Display, starker Triple-Kamera, edlem Design und nützlichen KI-Funktionen. Dank 7 Jahren Updates, Wi-Fi 7, UWB und MagSafe-kompatiblem Wireless Charging sind sie zudem modern und zukunftssicher ausgestattet.
Schwächen zeigen sich beim nicht ganz konkurrenzfähigen Tensor-Chip, dem langsamen Laden, der Akkudrosselung und nur 128 GB Basisspeicher (Pro). Ein spürbares Upgrade vom Pixel 9 Pro ist es nicht, vom 8er oder älter aber auf jeden Fall lohnenswert.
Design: Typisch Google Pixel .. oder doch ein iPhone?
Google bleibt seiner Designlinie treu: Der flache Metallrahmen mit glänzendem Finish sieht in Kombination mit der matten Rückseite aus widerstandsfähigem Gorilla Victus 2 Glas wirklich edel aus. Zudem sind Pixel 10 Pro und Pro XL erstklassig verarbeitet – da gibt es nichts zu bemängeln.
Zwar trauere ich dem Kamerabalken, den Google beim Pixel 6 (Test) eingeführt hat, doch noch etwas hinterher, das Kamera-Plateau in Anlehnung an die Google-Suchleiste ist aber ein ebenso starkes Wiederkennungsmerkmal. Der erste Eindruck vieler Freunde war jedoch: „Das sieht ja aus wie ein iPhone!?“.
Meinung:Mir gefällt das minimalistische und symmetrische Design der Google-Smartphones (das 9a mal ausgeklammert) wirklich sehr gut, insbesonders die Kamera-Empore in Suchleisten-Form. Ich hatte mir für die 10. Pixel-Generation allerdings eine größere optische Veränderung erhofft, beispielsweise mit mattem Rahmen oder neuem Look – so wie es Apple dieses Jahr bei den Pro-Modellen mit einem Aluminium-Unibody vollzogen hat. Vielleicht war aber genau das nicht gewollt, um Apple (insbesondere in den USA) mehr Marktanteile abluchsen zu können?!
Dank abgerundeter Kanten liegen das Pixel 10 Pro und Pro XL sehr angenehm in der Hand. Obwohl die Smartphones etwas rutschiger sind, ist die „Pille“ auf der Rückseite ein guter Anker für euren Zeigefinger und sorgt für zusätzliche Stabilität beim Halten. Da das Kameramodul jedoch leicht angewachsen ist, passen die Hüllen vom Pixel 9 Pro (XL) bei den neuen Modellen allerdings nicht mehr.

Kein Leichtgewicht, dafür aber edel & hochwertig!
Mit knapp 232 Gramm ist insbesondere das Pixel 10 Pro XL aber ein wuchtiger Brocken und wird nur – wenn auch ganz leicht – vom neuen iPhone 17 Pro Max übertroffen. Da ist das Pixel 10 Pro mit 207 Gramm um einiges angenehmer in der Hosentasche, auch hinsichtlich der Größe.
Dank IP68-Zertifizierung sind beide Smartphones gegen Wasser und Staub geschützt. Laut EU-Energielabel erreicht das Pixel-Duo zudem die A-Klasse (A-E) hinsichtlich „Zuverlässigkeit nach wiederholtem freien Fall“ sowie Reparierbarkeitsklasse B (A-E).
Display: Eine Augenweide in groß und klein!
Schon das Display beim Pixel 9 Pro XL konnte mit einer exzellenten Bildqualität und Helligkeit hervorstechen. Kein Wunder also, dass Google erneut auf die unverändert großen OLED-Panels setzt und ihnen schlichtweg etwas mehr Spitzenhelligkeit spendiert. Das heißt konkret: Beide Bildschirme kommen mit adaptiven 120 Hz (LTPO) sowie einer knackigen Auflösung (knapp 490 ppi) daher, ihr könnt euch allerdings zwischen kompakten 6,3 Zoll beim Pixel 10 Pro oder schön großen 6,8 Zoll beim Pixel 10 Pro XL entscheiden.
Geschützt wird die Front ebenfalls von Gorilla Glass Victus 2, was sich bisher als erstaunlich robust erweist. Gewünscht hätte ich mir noch eine antireflektive Beschichtung, so wie sie Samsung seit dem Galaxy S24 Ultra (Frühjahr 2024) und Apple seit kurzem beim iPhone 17 Pro (Max) – wenn auch etwas abgeschwächter – einsetzt. Als Technik-Enthusiast wären zudem noch etwas dünnere Seitenränder schön gewesen, doch das ist, wie man auch beim Pixel 9a (Test) sehr gut sieht, offenbar nicht im Fokus bei Google.
Exzellente Helligkeit & dünne Seitenränder!
Mit einem Display-Profiler (x-rite i1 Pro) konnten wir bei einer Vollbildweißdarstellung bis zu 2.130 nits erreichen – ein fantastischer Wert! Mit reduziertem Weißanteil (10% APL) ließen sich dann sogar über 2.340 nits messen. Damit erreicht das Display, sowohl im Pro als auch Pro XL, etwas höhere Werte als ihre direkten Vorgänger. Heller werden da bei uns im Test nur das Galaxy S25 Ultra (Test) und Xiaomi 15 (Test).

Zum Entsperren der Smartphones ist übrigens ein flotter und sehr präziser Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display verbaut. Als Ergänzung könnt ihr auch auf die sichere 2D-Gesichtserkennung setzen, die sogar von Banking-Apps unterstützt wird.
Leistung & Speicher: Mehr Leistung, aber immer noch kein Top-Chip
Mit dem Tensor G5 ist erneut ein Google-Eigenwerk der Antrieb für die Pixel 10 Smartphones. Zwar waren die Tensor-Chips bisher nicht unbedingt für eine brachiale Leistung bekannt, doch die neuste Iteration könnte neben einem Performance-Plus auch eine höhere Effizienz mitbringen – TSMC-Fertigung in drei Nanometer sei Dank. Doch wie gut performt der Chip mit bis zu 3,78 GHz Taktung auf dem Cortex-X4 Prime-Kern?
Im Geekbench 6 bringt es der Tensor G5 auf eine recht stattliche Leistung, die über einem Snapdragon 8 Gen 3 (2023) liegt, aber nicht an aktuelle Top-Prozessoren heranreicht. Die Single-Core-Leistung fällt recht ordentlich aus (+29%), von der Multi-Core-Performance hatte ich mir, trotz einem Plus von 43 % gegenüber dem Vorgänger-Chip (Tensor G4), etwas mehr erhofft.
Diese Leistung reicht jedoch vollkommen für alltägliche Aufgaben aus. Während meiner Nutzung konnte ich keine Leistungseinbußen, Ruckler geschweige denn lange Ladezeiten feststellen – das Pixel 10 Pro (XL) ließ sich stets flüssig nutzen. Das Argument, in dieser Preisklasse etwas mehr Leistung zu fordern, verstehe ich durchaus. Wirklich notwendig sind die extremen Benchmarkwerte von Qualcomm, Mediatek oder Apple aber nicht mehr.
Mehr Leistung, aber immer noch nicht auf Topniveau!
Bei der Grafikleistung hinken die Pixel-Smartphones aber doch etwas stärker hinterher. Im 3D Mark Wild Life Extreme erreicht das Pixel 10 Pro (XL) in etwa das Niveau eines Snapdragon 8 Gen 2 (2022er Top-Chip von Qualcomm). Das ist trotz einem Leistungszuwachs von fast 30 % gegenüber dem Tensor G4 im Pixel 9 im Vergleich zu aktuellen Top-Smartphones dieser Preisklasse nur halb so viel Leistung!
Die Leistungsstabilität fällt mit durchschnittlich 70 % recht gut aus. Doch selbst ein Samsung S25 Ultra bietet nach 20x Durchläufen im Stresstest mehr Leistung als das Pixel 10 Pro XL im ersten Durchlauf überhaupt erreicht. Die Wahl auf eine PowerVR DXT-48-1536 Grafikeinheit war wohl doch nicht die Beste, auch wenn das Pixel 10 Pro XL in Spielen trotzdem eine ordentliche Figur macht.
Beide Pro-Modelle erhalten 16 Gigabyte RAM und bis zu 1 Terabyte internen Speicher. Während das Pixel 10 Pro XL in der Basis jedoch mit 256 GB angeboten wird, kommt das Pixel 10 Pro sogar noch mit 128 GB daher – und das sogar im Gegensatz zu allen anderen Speichervarianten mit dem langsameren UFS 3.1 Speicher. Was zur Hölle, Google?
Mit Satellit-SOS: Exzellente Konnektivität!
Hinsichtlich Konnektivität ist das Google Pixel 10 Pro (XL) jedoch gut ausgerüstet: Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und Ultra-Wideband (UWB) für kleine Tracker sowie digitale Schlüssel (im Android-Bereich ein Alleinstellungsmerkmal). Dazu wird sogar ein SOS-Satellitenservice unterstützt, falls ihr in Gebieten ohne Mobilfunknetz unterwegs seid.
Ein starkes Upgrade verbirgt sich übrigens ganz unscheinbar am unteren und oberen Rand: Google hat die Lautsprecher verbessert und sorgt daher für etwas mehr Volumen und Dynamik – der Unterschied zum Vorgänger ist (wortwörtlich) spürbar.
Software: Android 16 mit 7 Jahren Updates
Mit sieben Jahren Updates werden die Pixel 10 Smartphones sehr lange mit Updates versorgt und sind daher sehr lange nutzbar (sofern ihr pfleglich mit ihnen umgeht, versteht sich). Da Google mehr oder weniger an der Quelle sitzt, erhalten Pixel-Geräte oftmals auch als erstes die neuste Software.

Ausgeliefert wird die Pixel 10 Reihe mit Android 16 und erhält so einige Neuerungen hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Produktivität. Besonders im Fokus steht jedoch das aufgefrischte Design mit „Material 3 Expressive„: neue Formen, geschmeidgere Animationen mit haptischem Feedback sowie eine tiefere Integration der Akzentfarben – gefällt mir deutlich besser als das flüssige Glas von Apple (siehe iOS 26), ist aber Geschmackssache.
Neu dabei: Photo Coach und Anruf-Übersetzung
Neu für die Pixel 10 Smartphones sind besonders zwei Features: Während der Photo Coach beim Fotografieren hilft und euch zu einem besseren Endergebnis leitet, lassen sich Anrufe nun live übersetzen. Darüber hinaus gibt es den nach wie vor sehr starken Bildradierer, Gemini Live sowie den Gesichtertausch für Fotos.
Live-Informationen, sei es nun der Pizzabote oder das gleich eintreffende Taxi, zeigt Android 16 zudem mit besonderen Widgets an. Im direkten Vergleich gefällt mir die NowBar von Samsung da aber ein Stückchen besser, da sie sowohl auf dem Sperrbildschirm am unteren Rand als auch in der oberen Leiste kleine Widgets mit den entsprechenden Details anzeigt.
Mein Favorit: Circle to Search!
Meine Lieblingsfunktion ist und bleibt aber Circle to Search: Hiermit könnt ihr einfach Dinge einkreisen, nach denen Google dann für euch sucht. Auch Texte könne super einfach aus jeglichen Inhalten extrahiert oder direkt übersetzt werden. Zudem lässt sich neuerdings auch Musik damit finden, selbst wenn ihr nur eine schräge Melodie summt.
Kamera: Konsistente Triple-Kamera mit starkem AI-Zoom
Kameraseitig gibt es tatsächlich keine Änderungen im Vergleich zum Google Pixel 9 Pro (XL), zumindest aus Hardwaresicht. Durch den neuen Tensor-SoC und eine verbesserte Software könnte das Pixel 10 Pro (XL) aber dennoch eine bessere Fotoqualität mitbringen. Verbaut sind die folgenden Sensoren:
- Ultraweitwinkel: 48 MP, f/1.7, 123° FOV, 1/2.55″
- Weitwinkel: 50 MP, f/1.7, 1/1.31″, OIS
- Telezoom: 48 MP, f/2.8, OIS, 5x opt. Zoom, 1/2.55″
Einschätzung der Fotoqualität
Die Hauptkamera vom Pixel 10 Pro (XL) kann nicht nur mit natürlichen Farben, sondern auch vielen Details und einer hochwertigen Tiefenunschärfe punkten. Essen und Lebensmittel werden zwar etwas gesättigter dargestellt, aber nicht zu unnatürlich wie es bei Samsung oftmals der Fall ist – wobei das schlussendlich Geschmackssache bleibt.
Allgemein sind die Fotos allerdings etwas kälter eingestellt, wodurch das bewölkte London (ja, im Sommer, was auch sonst..) etwas sehr trist aussieht. Mit ein paar Sonnenstrahlen fängt das Smartphone die Farben aber sehr knackig ein, das gefällt mir gut. Auch die Dynamik kann in dieser Hinsicht überzeugen und bleibt auf einem natürlichen Niveau.
Der 2-fache Digital-Zoom über die Hauptkamera kann sich mit einer guten Qualität sehen lassen. Eine optische Vergrößerung, und somit merklich bessere Qualität, gibt es allerdings erst ab dem 5x Zoom. Die Lücke dazwischen wird mittlerweile jedoch recht gut verarbeitet, sodass der Unterschied im Nachhinein kaum auffällt – stark! Die Kamera-App dürfte aber gern etwas schneller auf die dedizierte Telekamera schalten, das klappte noch nicht ganz so gut bisher.
Starker Zoom dank lokalem KI-Modell!
Wirklich spannend wird es allerdings ab dem 30x Zoom, der bisher immer mit Pixelbrei gleichzusetzen war – und der schmeckt keinem. Dank eines lokalen KI-Modells („Super-Resolution-Zoom“) kann das Smartphone für deutlich bessere Zoom-Fotos sorgen, die sich selbst bei der 100-fachen Vergrößerung noch sehen lassen können. Die Ergebnisse sind nicht immer perfekt, aber ein deutliches Upgrade.
Die Ultraweitwinkelkamera sorgt zwar für ein sehr großes Sichtfeld, zeigt dabei aber auch schnell Verzerrungen am Bildrand. Die Ergebnisse sind keinesfalls schlecht, doch hier hatte ich etwas mehr erwartet. Vor allem Schärfe und Rauschunterdrückung könnten noch etwas Feintuning vertragen.
Ultraweitwinkel solala, dafür gute Makros!
Makros gelingen dank der Ultraweitwinkelkamera hingegen sehr gut. Obwohl das Vorschaubild in der Kamera-App vielleicht nicht „superduper“ aussehen mag, überzeugt das Endergebnis umso mehr. Selbst der Fokus sitzt perfekt, die allgemeine Schärfe könnte für meinen Geschmack aber etwas höher ausfallen.
Nachts sorgt das Pixel 10 Pro XL für sehr ansehnliche Ergebnisse und entscheidet von selbst, wielange eine Szenerie belichtet wird. Gegenüber dem Pixel 9 Pro XL hat Google vor allem an der Rauschunterdrückung und der Schärfe gearbeitet – das macht die Fotos hochwertiger. Zudem schafft es das Pixel zu helle Bereiche (beispielsweise Leuchtreklamen oder die Big Ben Uhr) gut runterzuregeln. Der Nachtmodus sorgt generell für eher natürliche Ergebnisse und hellt Fotos nicht zu stark auf.
Die Videoqualität kann sich darüber hinaus ebenfalls sehen lassen: Das Pixel 10 Pro (XL) kann mit bis zu 8K30 oder 4K60 aufnehmen. Für beide Auflösungen ist jedoch der Cloud-basierte „Video Boost“ nötig. Bis die Datei verarbeitet wurde, ist lediglich eine Vorschau in Full-HD vorhanden. Die Alternative: Einfach in 4K30 filmen. Dennoch sehen Farben, Details sowie Schärfe und Stabilisierung gut aus.
Für Selfies kommt erneut ein 42 Megapixel Sensor mit f/2.2 Blende und 17 mm Brennweite zum Einsatz. Dank Autofokus gelingen Fotos stets mit guter Schärfe und vielen Details, ohne dabei überschärft zu wirken. Auch die Hauttöne gefallen mir gut, da setzt Google immer einen starken Fokus drauf. Dazu kann auch der Portraitmodus mit einer sauberen, aber nicht perfekten Abgrenzung zum Unschärfe-Effekt überzeugen.
Akku & Laden
Beiden Pixel-Smartphones hat Google einen leicht größeren Akku verpasst: Das Pixel 10 Pro kommt mit 4.870 mAh (+ 170 mAh) daher, während das Pixel 10 Pro XL über 5.200 mAh (+ 140 mAh) verfügt. Diese knapp drei Prozent höhere Kapazität sorgt im PC Mark Battery Benchmark (300 nits, adaptive 120 Hz, volle Auflösung, WLAN + GPS aktiv) für eine 15 Prozent höhere Laufzeit im Vergleich zum Vorgänger.
Ganz konkret erreicht das Pixel 10 Pro eine Laufzeit von 13 Stunden und 43 Minuten, ehe noch 20 % Restakku vorhanden waren. Das Google Pixel 10 Pro XL kommt hingegen auf 13 Stunden und 25 Minuten, was einer Steigerung von fast zwei Stunden entspricht – eine starke Leistung!
Alltagswerte sind jedoch fast wichtiger: Hier erreiche ich mit dem Pixel 10 Pro XL durchschnittlich 4,5-5,5 Stunden Displayzeit und komme problemlos durch einen Tag. Das Pixel 10 Pro hinkt da aber nicht weit hinterher, weil es neben einem leicht kleineren Akku auch eine leicht niedrigere Auflösung mitbringt.
Geplante Akkudrosselung nach 200 Ladezyklen!?
Was mich aber doch etwas irritiert: Ist Google von den selbst ausgewählten Akkus nicht überzeugt oder warum wird die Kapazität bzw. Akkuleistung nach 200 Ladezyklen kontinuierlich gedrosselt? Ganz offiziell heißt es:
Lithium-Ionen-Akkus sind Verbrauchsmaterialien, die irgendwann ersetzt werden müssen. Mit der Funktion „Optimierung des Akkuzustands“ lassen sich Zustand und Leistung des Akkus auf lange Sicht verwalten. Die Software passt die maximale Spannung des Akkus stufenweise an. Dies beginnt erstmals nach 200 Ladezyklen. Danach wird die Spannung schrittweise weiter angepasst, bis 1.000 Ladezyklen erreicht sind. So wird die Akkuleistung stabilisiert und der Verschleiß des Akkus reduziert.
Geladen werden beide Smartphones über den USB-C Power Delivery Standard. Das Pixel 10 Pro darf sich maximal 30 Watt gönnen, während das Pixel 10 Pro XL sogar bis zu 45 Watt aus dem Netzteil ziehen darf – ein entsprechend leistungsfähiges vorausgesetzt. Zwar zeigen die Smartphones stets „Schnelles Laden“ an, brauchen aber dennoch knapp 90-100 Minuten für eine volle Ladung – da geht mehr!

Endlich: Kabelloses Laden mit Magneten!
Ein erfreuliches Upgrade lässt sich aber beim kabellosen Laden vermelden: Die Pixel 10 Smartphones verfügen über Magnete und lassen sich daher auch über MagSafe-Zubehör laden. Google selbst nennt es „PixelSnap“, aus technischer Sicht handelt es sich um den Qi2-Standard. Während das Pixel 10 Pro mit bis zu 15 Watt lädt, erreicht das Pro XL dank Qi2.2 sogar bis zu 25 Watt – wie auch beim neuen iPhone 17 Pro (Max). Dafür ist allerdings Reverse Wireless Charging rausgeflogen, da angeblich die Magnete stören!?
Fazit zum Google Pixel 10 Pro (XL)
Das Google Pixel 10 Pro und 10 Pro XL liefern erneut ein starkes Gesamtpaket: Mit extrem hellem Display, sehr guter Triple-Kamera bei Tag und Nacht, edlem Design und cleveren KI-Funktionen gehören sie klar zu den besten Android-Smartphones 2025. Dazu kommen 7 Jahre Software-Support, moderne Features wie Wi-Fi 7, UWB und MagSafe-kompatibles Wireless Charging sowie ein flotter Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Am Ende konnte Google sogar die Akkulaufzeit deutlich steigern.
Abzüge gibt es beim Tensor G5 Chip, der nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten kann, beim etwas langsamen Laden und bei der fragwürdigen Akkudrosselung nach 200 Ladezyklen. Dass Google beim Pixel 10 Pro noch 128 GB als Basisspeicher anbietet und dann „nur“ UFS 3.1 statt 4.0 Speicher verbaut, ist zudem schade.
Unterm Strich bieten die Pixel-10-Modelle viele Stärken, sind aber kein großer Schritt gegenüber dem Pixel 9 Pro (XL). Wer jedoch noch ein Pixel 8 oder älter nutzt, bekommt mit den neuen Pro-Modellen ein deutlich attraktiveres Upgrade. Verfügbar sind die Smartphones aktuell ab 970 Euro (Pro) bzw. 1.200 Euro (Pro XL).
Beitrag erstmals veröffentlicht am 18.09.2025
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