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Google Pixel 9a im Test: Starkes Mittelklasse-Smartphone für 500 Euro?

Viel Smartphone fürs Geld, aber mit Haken!
google pixel 9a smartphone in peony auf moos liegend

Ist das neue Google Pixel 9a der Mittelklasse-Geheimtipp schlechthin oder nur ein hübsch verpackter Kompromiss? Denn mit frischem Design, starkem Akku und Googles Software-Bonus will das Smartphones einiges besser machen als sein Vorgänger. Doch reicht das, um sich gegen die starke Konkurrenz von Apple, Samsung & Co. zu behaupten? Ich habe das neue Google-Handy ausgiebig getestet – und einige Überraschungen erlebt.

Das Google Pixel 9a ist nach einem etwas verschobenen Launch nun endlich in den Farben Obsidian, Porcelain, Iris und Peony erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 549 Euro mit 128 Gigabyte Speicher beziehungsweise 649 Euro mit 256 Gigabyte. Bei verschiedenen Drittanbietern ist das Gerät jedoch schon für um die 500 Euro zu haben – beispielsweise bei Amazon und Alternate.

Auch bei der Verpackung bleibt Minimalismus wieder Programm: In der schlanken Box stecken das Smartphone, ein USB-C-zu-USB-C-Kabel, eine Bedienungsanleitung und das SIM-Karten-Werkzeug. Ein Netzteil sowie weiteres Zubehör, wie etwa eine Schutzhülle oder eine vorinstallierte Displayfolie, sind nicht im Lieferumfang enthalten – doch das kennt man mittlerweile bei Smartphones auch nicht mehr anders.

Design: Wo ist der Pixel-Balken hin?

Während andere Pixel-Geräte wie das Pixel 9 Pro (Test) eindeutig an ihrer buckligen Kameraleiste zu erkennen sind, fällt das Pixel 9a mit seiner dezenten Pillen-Optik fast schon ungewohnt zurückhaltend aus. Selbst beim Pixel 8a ist die Kamera noch deutlich weiter aus dem Gehäuse hervorgehoben gewesen, als beim aktuellen A-Modell. Trotzdem ist das Gerät mit 8,9 Millimetern gleich dick/dünn geblieben – erstaunlich!

Google hat dem Pixel 9a aber nicht nur ein minimalistischeres, sondern auch ein erwachseneres Design verpasst. Zwar präsentiert sich das Smartphone farblich, besonders beim Modell Peony, etwas verspielter, erhält jedoch eine kantigere Bauform und sieht daher gegenüber dem Vorgänger weniger rundgelutscht aus – das gefällt mir sehr gut.

Die matte Kunststoffrückseite fühlt sich samtig an, Fingerabdrücke haben kaum eine Chance, und mit 185 Gramm Gewicht liegt das Handy überraschend leicht in der Hand.

Flacher Rahmen, matte Rückseite & abgerundete Kanten – das gefällt!

Ein großes Manko (zumindest für mich) ist aber, dass sich Google im Vergleich zu anderen Herstellern dazu entschlossen hat, Power-Button und Lautstärkewippe miteinander zu tauschen. Das hat bei mir im Alltag häufig dazu geführt, dass ich anstatt das Handy einzuschalten oder die Kamera per Doppelklick zu öffnen, einfach nur die Lautstärke erhöhe. Es hat also etwas länger gedauert, sich daran zu gewöhnen, da ich in der Vergangenheit häufig andere Android-Smartphones genutzt habe (dessen Layout um 180 Grad gedreht ist).

google pixel 9a buttons auf holz

Wer im Vergleich etwa ein iPhone 16e zur Hand nimmt – dem Apple-Äquivalent des Pixel 9a – der merkt direkt, dass der Aluminiumrahmen des Pixels viel sanfter und weniger spitz wirkt. Gerade wenn man sein Smartphone gerne ohne Hülle nutzt, dann kann so ein iPhone über die Zeit recht unangenehm in der Hand werden. Dank des IP68-Ratings müsst ihr darüber hinaus zum Glück stärkeren Regenschauern auch keine Beachtung schenken.

Display

Auf der Vorderseite sitzt ein 6,3 Zoll großes pOLED-Display, das eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz und eine Auflösung von 2.424 x 1.080 Pixeln mitbringt. Farben sind kräftig, der Kontrast ist typisch OLED satt und Schwarz schön tief. Beeindruckend finde ich allerdings auch die ultimativ dicken Displayränder – was ist denn hier passiert, Google?

Bei gefühlt jedem anderen Produkt in dieser Preisklasse, darunter Galaxy A56 oder Nothing Phone (3a), aber auch in den darunterliegenden Klassen wie beim Redmi Note 14 Pro (Test) sind die Displayränder mittlerweile schmaler. Den Großteil wird das wohl nicht stören, doch ein modernes Design ist das keineswegs.

Ein „hü und hott“: Dicke Seitenränder, aber superhohe Helligkeit

Google nennt in Sachen Helligkeit maximal 2.700 Nits in der Spitze. Unter Verwendung eines X-rite i1 Display-Profilers konnten wir maximal 2.394 Nits bei reduziertem Weißanteil (10% APL) und 1.649 Nits bei vollflächiger Weißdarstellung (100% APL) messen. Damit überstrahlt das Pixel das iPhone 16e, das bei HDR-Inhalten auf 1.200 Nits limitiert ist, deutlich. In der Mittagssonne Nachrichten lesen? Spürbar entspannter!

google pixel 9a fingerabdrucksensor

Entsperrt werden kann das Smartphone entweder per PIN, Passwort oder dem optischen Fingerabdrucksensor unter dem Display. Das funktioniert nicht nur zuverlässig und schnell, dank der höheren Position ist der Sensor zudem komfortabel zu erreichen.

Performance & Speicher

Im Inneren des Smartphones arbeitet der Tensor G4 SoC, den Google auch in den restlichen Pixel 9 Modellen verbaut. Damit kommt das Google-Smartphone im Geekbench 6 auf 1.737 Punkte im Single- und 4.491 Punkte im Multi-Core-Test. Das ist in Ordnung, aber tatsächlich nicht schneller als das letztjährige Pixel 8a (Test). Alltägliche Aufgaben erledigt das Pixel 9a dennoch butterweich, selbst mehrere Apps im Splitscreen bringen das System nicht ins Stocken.

Tensor G4: Kein Benchmark-König

Wirklich abgehängt wird das Google-Handy allerdings von Apples A18-Plattform im iPhone 16e: Rund 85 % (Single) bzw. 76 % (Multi) schneller ist das „günstigste“ iPhone (ab 620 Euro) – schon beachtlich. Auch im direkten Vergleich mit dem neuen Poco F7 Pro, das in ähnlicher Preisklasse spielt, aber mit dem Snapdragon 8 Gen 3 ausgestattet ist, hängt das Pixel hinterher. Hier ist es rund 25 Prozent langsamer im Single-Core und 46 Prozent im Multi-Core.

Auch im 3D Mark Wild Life Extreme Benchmark schneidet das Google Pixel 9a deutlich unter dem iPhone 16e ab. Hier erreicht es mit 2.631 Punkten einen Wert, der 20 Prozent unter dem Apple-Konkurrenten liegt. Besonders im Gaming-Bereich, bei grafiklastigen Spielen wie Genshin Impact, erreicht man beim iPhone eine bessere Leistung. Zumindest die Leistungsstabilität kann sich sehen lassen.

Google stattet das Pixel 9a mit 8 Gigabyte LPDDR5X Arbeitsspeicher und wahlweise 128 oder 256 Gigabyte UFS-3.1-Speicher aus. Eine Erweiterung per MicroSD-Karte ist nicht möglich. Darüber hinaus bietet das Smartphone mit Wi-Fi 6e, Bluetooth 5.3, NFC für mobiles Bezahlen und USB-C 3.2 zur Datenübertragung ausgestattet.

Akku & Laden: Wie lange hält das Pixel 9a?

Für die nötige Energie sorgt ein 5.100 Milliamperestunden großer Akku, der zunächst nach oberem Durchschnitt klingt, sich im Alltag aber sehr positiv auswirkt. Damit überbietet das kompakte 6,3 Zoll Smartphone nicht nur Giganten wie das Samsung Galaxy S25 Ultra mit 6,8 Zoll und „nur“ 5.000 Milliamperestunden, auch gegenüber dem Vorgänger mit 4.492 Milliamperestunden ist das ein ordentliches Upgrade.

google pixel 9a rückseite vor blütenbaum

Bei meiner üblichen Nutzung – Social Media, YouTube, Mails und Spotify – blieben mir meistens noch rund ein Drittel des Akkus am Abend übrig. Im PC Mark Battery Test (adaptive Bildrate, fixierte 300 nits Helligkeit, WLAN + GPS aktiv) sorgt das Pixel 9a mit 19 Stunden und 36 Minuten, ehe noch 20 % Restakku vorhanden waren, für ein neues Spitzenergebnis.

Doch dieser Euphorie muss ich beim Laden dann leider wieder etwas Wind aus den Segeln nehmen: Kabelgebunden lässt sich das Pixel 9a maximal mit 23 Watt befüllen – das ist wirklich ernüchternd. Selbst Smartphones für um die 200 Euro, wie das Poco X7 oder Redmi Note 14 5G, können mit 45 Watt laden.

Von 0 bis 50 Prozent geht es in 30 Minuten, bis auf 100 Prozent braucht braucht das Smartphone dann aber über 90 Minuten. Zumindest Wireless Charging wird mit bis zu 7,5 Watt unterstützt. Es ist schön, dass es mit an Bord ist, schnell ist aber auch hier etwas anderes.

Software: Android 15 mit Pixel-DNA

Ausgeliefert wird das Pixel 9a mit Android 15 samt Pixel-UI. Google verspricht sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates – das ist in dieser Preisklasse ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Android-Smartphones. Selbst das Samsung Galaxy A56 erhält „nur“ 6 Jahre Software-Updates.

google pixel 9a display draußen

Im Alltag profitiert ihr von KI-Features wie Circle to Search oder dem magischen Editor, der störende Objekte aus Bildern radiert. Bloatware sucht man hingegen vergebens und auch Werbung gibt es kein. Weitere praktische Funktionen und Features findet ihr in unserem ausführlichen Tipps & Tricks Artikel.

Ich persönlich muss aber sagen: Die Pixel-Benutzeroberfläche ist ein wenig „langweilig“. Sie ist ganz nett anzusehen, aber irgendwie fehlt mir das gewisse Etwas – tendenziell würde ich eher zu One UI oder Nothing OS greifen.

Kamera: Wie gut fotografiert das Pixel 9a?

In dem kleinen Kamerabuckel auf der Rückseite setzt Google auf eine neu konzipierte Dual-Optik aus einer 48-Megapixel-Hauptkamera (f/1.7, 1/2,0″, OIS) und einer 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2, 1/3,1″, 120°). Das Pixel 8a bot hingegen eine 64 Megapixel Hauptkamera, aber dafür auch eine kleinere Blende.

Hauptkamera

Bei Tageslicht liefert die 48-MP-Optik ausgesprochen detailreiche Aufnahmen mit jener typisch natürlichen Pixel-Farbabstimmung, die weder übersättigt noch fahl wirkt. Konturen bleiben bis in die Ecken scharf, selbst schwierige Gegenlichtsituationen meistert der Sensor ohne ausgefressene Lichter.

Nach Sonnenuntergang greift der Nachtmodus ein und holt je nach Situation eine vernünftige Schärfe aus dunklen Bereichen, ohne das Bild künstlich aufzuhellen. Feine Texturen, etwa nasses Kopfsteinpflaster, bleiben sichtbar. Erkennbar wird aber auch, dass die Bilder schneller verschwimmen.

Ab zweifachem Crop leidet die Detailtreue zwar, doch für spontane Zoom-Bilder reicht es allemal. Jede weitere, digitale Vergrößerung wird dann schnell zum Ölgemälde – doch ohne eine dedizierte Telekamera war auch kein anderes Ergebnis zu erwarten.

Ultraweitwinkelkamera

Die Ultraweitwinkelkamera hält tagsüber farblich fast nahtlos mit der Hauptkamera mit. Himmel, Gebäude oder Landschaften wirken konsistent, die Verzerrungen an den Rändern sind minimal. Bei Nacht merkt man dem kleineren Sensor allerdings sein „Lichtsammelhandicap“ an. Das Bild dunkelt schneller ab, feine Strukturen verwaschen früher als bei der Hauptkamera. Google kompensiert das mit aggressiver HDR-Aufbereitung, wodurch Szenen immerhin stimmungsvoll bleiben.

Frontkamera

Auf der Vorderseite befindet sich eine einzelne 13 Megapixel Frontkamera, die Gesichter angenehm neutral einfängt. Selfies gelingen damit recht gut und selbst im Portätmodus kann sie Konturen sauber voneinander trennen. Gegen das iPhone 16e muss sich die Selfiecam nicht verstecken, einzig bei wenig Licht hat Apples TrueDepth-System dank größerer Pixel die Nase leicht vorn.

In Sachen Videoqualität ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Da kommt so gut wie kein Android-Gerät an das iPhone heran. Leider merkt man hier schnell die verbesserungswürdige Stabilisierung und das Fehlen einer Telekamera beim Zoomen.

Fazit

Mit dem Pixel 9a liefert Google ein starkes Gesamtpaket ab, das in vielen Bereichen deutlich über dem typischen Mittelklasse-Niveau spielt. Besonders das erwachsene Design, das hochwertige und ultrahelle Display sowie die durchdachte Software mit sieben Jahren Update-Garantie sind Pluspunkte in dieser Preisklasse.

Dazu überzeugt auch die Kamera mit natürlicher Farbwiedergabe, starker Tageslicht-Performance und ordentlicher Low-Light-Qualität – vor allem für ein Gerät unter 600 Euro. Ohne dedizierte Zoomkamera wird eine Vergrößerung aber schnell zum Ölgemälde und auch die Videoqualität hat noch Luft nach oben.

Am Ende erlaubt sich Google allerdings ein paar Schwächen, die in einem ansonsten sehr runden Gesamtbild auffallen. Besonders die auffällig breiten Displayränder wirken altmodisch und die Ladegeschwindigkeit bleibt im Vergleich zur Konkurrenz eher träge. Auch die Performance ist solide, aber nicht überragend. Die Position des Power-Button und der Lautstärkewippe sind ebenfalls gewöhnungsbedürftig.

Unterm Strich bleibt das Google Pixel 9a ein Preis-Leistungs-Geheimtipp. Es bringt viele Stärken der Flaggschiffe in einem günstigeren Format unter und setzt vor allem bei Softwarepflege sowie Nutzererlebnis Akzente, die man sonst kaum findet. Kleine Mankos? Ja. Aber sie stören das Gesamtbild nur begrenzt.

Für rund 70 Euro mehr könnt ihr alternativ auch zum normalen Pixel 9 greifen, welches eine bessere Kamera, Wi-Fi 7 und 12 Gigabyte Arbeitsspeicher mitbringt, dafür aber über einen kleineren Akku verfügt und etwa 10 Gramm schwerer ist. Da ist dann die Frage, ob sich das Pixel 9 vielleicht nicht schon eher lohnt.

Pro

  • Hochwertiges Design mit angenehmer Haptik
  • superhelles 120 Hz OLED-Display
  • Solide Alltagsperformance
  • Sehr, sehr gute Akkulaufzeit
  • 7 Jahre Updates
  • Gute Hauptkamera

Contra

  • Breite Displayränder
  • Langsames Laden
  • Position von Powerbutton ungewöhnlich
  • keine Zoom-Kamera

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Max Jambor @ Allround-PC Max Jambor Redakteur

Als angehender Technikjournalist, ist er hauptsächlich für die Bereiche Mobile und Wearables zuständig und kümmert sich um News sowie Testberichte von Smartphones, Tablets, Smartwatches und Kopfhörern. In seiner Freizeit verfolgt er die neuesten Entwicklungen im Bereich Consumer Electronics und Künstlicher Intelligenz. Wenn er mal nicht am PC sitzt, trifft man ihn im Fitnessstudio, auf Reisen oder beim Feiern mit Freunden.

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