Das Honor Magic 8 Pro ist endlich da: Ein vielversprechender 200-MP-Zoom mit KI-Unterstützung, ein schneller Snapdragon 8 Elite Gen 5 und ein riesiger 6.270-mAh-Akku versprechen Flaggschiff-Qualität. Doch verspricht Honor nur viel, oder gehört es wirklich zur Android-Elite? Genau das wollen wir in unserem Test herausfinden!
Honor bringt das Magic 8 Pro endlich auf den europäischen Markt, nachdem es bereits seit Mitte Oktober 2025 in China erhältlich ist. Hierzulande startet das Smartphone für 1.299 Euro, wobei zum Start eine attraktive Rabattaktion lockt. So könnt ihr bis Anfang März 200 Euro beim Kauf sparen, womit ihr das Handy schon für 1.099 Euro bekommt.
Dazu gibt es außerdem ein Honor Pad X9a, Honor Choice AI Note, das Honor Essential Kit und eine zwölfmonatige Austauschgarantie ohne Reparatur on-top dazu. Beim Kauf könnt ihr zwischen den Farben Black, Sky Cyan und Sunrise Gold auswählen.
Pro
- starke Hauptkamera
- 200-MP-Periskopzoom mit verbessertem optischen Zoom
- Top-Performance
- sehr helles Quad-Curve-Display
- 3D-Gesichtserkennung
- IP68 + IP69K
- langer Software-Support
Contra
- Kunststoff-Rückseite
- Software mit Bloatware
- Akkulaufzeit trotz hoher Akkukapazität nur solide
- Nachtqualität der Ultraweitwinkelkamera
Design: Feinschliff statt Re-Design
Das Design hat sich im Vergleich zum Magic 7 Pro kaum verändert – Honor verfeinert die Optik also im dritten Jahr in Folge. Erfreulich ist allerdings die veränderte Größe, denn gegenüber dem Vorgänger fällt das Magic 8 Pro mit 161,15 x 75,00 x 8,32 Millimetern in allen Dimensionen etwas kompakter aus. Zudem bringt es mit 219 Gramm etwas weniger auf die Waage als der Vorgänger (223 Gramm).
Die Rückseite ist weiterhin matt und wird durch ein mächtiges, rundes Kameramodul dominiert. Das mag Geschmackssache sein, mein Zeigefinger kann sich am unteren Rand dadurch aber gut „einhaken“. Eine weitere Neuerung zeigt sich jedoch auf der rechten Seite: Der Rahmen wurde um eine zusätzliche Taste ergänzt.
AI Button für Honor AI und Kamera
Hierbei handelt es sich um einen AI-Button, mit dem der KI-Assistent aufgerufen werden kann. Mit einem Doppelklick lässt sich wiederum die Kamera öffnen – ähnlich wie beim Camera-Control-Button des iPhone 17 Pro Max (Test) und Oppo Find X9 Pro. In der Kamera-App kann hierüber dann die Zoom-Stufe per Touch-Geste gesteuert und ein Foto per Klick gemacht werden. Es lassen sich jedoch auch andere Aktionen auf die Taste legen.

Laut Honor ist das Gehäuse IP68 + IP69K zertifiziert, womit das Handy sowohl gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt ist als auch zeitgleich einem (Heiß-) Wasserstrahl unter Hochdruck widersteht. Da lässt es sich durchaus verschmerzen, dass die Rückseite aus Kunststoff besteht. Das Magic 8 Pro fühlt sich dennoch sehr hochwertig an, besonders gut gefällt mir das gebürstete Finish des Aluminiumrahmens.
Display: Kleiner, heller und mit Quad-Curve
Auch beim Display gibt es nur Detailverbesserungen, vor allem wurde die Displaygröße leicht reduziert. Honor verbaut hier ein 6,71 Zoll großes Quadcurve-OLED-Display, das mit 1.256 x 2.808 Pixeln auflöst und eine dynamische Bildwiederholrate (LTPO) zwischen 1 und 120 Hz bietet. Dazu gibt es ein Hochfrequenz-PWM-Dimming mit 4.320 Hz sowie eine zirkadiane Nachtanzeige, um eure Augen zu schonen. Out-of-the-Box ist zudem eine Displayschutzfolie aufgetragen.

Fast 2.000 Nits für den Alltag
Im Vergleich zum Magic 7 Pro wurde die maximale Spitzenhelligkeit noch einmal erhöht, womit das Display nun bis zu 6.000 Nits Pixelhelligkeit erreichen kann. Im Alltag soll die Vollbildhelligkeit bei rund 1.800 Nits im High-Brigthness-Mode (HBM) liegen. Wir konnten bei Vollbildweiß (100 % APL) eine maximale Helligkeit von 1.980 Nits messen, womit der versprochene sogar übertroffen wird. Im Alltag fällt das Display hell genug aus, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung konnte ich den Displayinhalt gut erkennen.
Ein gutes Display, aber nicht das Beste
Zwar macht das Display einen guten Eindruck, zumindest in Sachen Displayränder besteht Aufholbedarf, denn im Vergleich zu einem Xiaomi 17 Pro Max, Oppo Find X9 Pro oder OnePlus 15 hat Honor das Nachsehen. Hier würde ich mir mit der nächsten Generation ein Upgrade wünschen – vielleicht zusammen mit dem Schritt von Quad-Curved zu flach.
Im unteren Bereich des Displays versteckt sich ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor, mit dem sich das Smartphone schnell und bequem entsperren lässt. Alternativ steht wieder eine 3D-Gesichtserkennung zur Verfügung, die ich im Alltag deutlich lieber genutzt habe. Sie arbeitet aus meiner Sicht sogar zuverlässiger als Apples FaceID-System und kann ebenfalls für Banking-Apps oder dergleichen genutzt werden.
Honor Magic 8 Pro im Videotest:
Technik & Speicher
Unter der Haube werkelt ein Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5, der zusammen mit dem Dimensity 9500 die Performance-Speerspitze im Android-Bereich bildet. Dem Chip stehen 12 GB Arbeitsspeicher zur Seite, zudem gibt es 512 GB internen Speicher – also mehr aus ausreichend Platz für Fotos, Videos und Apps. Zur weiteren Ausstattung gehören WiFi 7, Bluetooth 5.4, NFC, USB 3.1 Typ-C sowie ein Infrarot-Blaster.
Natürlich ist die Leistung des Snapdragon auf absolutem Top-Niveau: Der SoC zersägt im Multicore-Test den Apple A19 Pro aus dem iPhone 17 Pro Max, und auch der MediaTek Dimensity 9500 wird knapp geschlagen. Nur für das Xiaomi 17 Pro Max reicht es nicht aus – das Xiaomi erreicht mit dem gleichen Chip nochmals mehr Punkte im Multicore.
Im 3D Mark Wild Life Extreme zeigt sich, dass Honor die Leistungsstabilität im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessern konnte. Maximal erreicht das Handy einen Score von 7.443 Punkten, während der niedrigste Score bei 4.585 Punkten liegt. Damit ergibt sich eine Stabilität von 61,6 Prozent.
Akku: Größer, aber auch besser?
Zwar fällt die Akkukapazität des europäischen Magic 8 Pro erneut geringer aus im Vergleich zur chinesischen Version, das Downgrade ist in diesem Jahr jedoch bedeutend kleiner. Honor setzt hier nämlich auf einen Dual-Cell-Akku, wodurch die Zellenbeschränkung (max. 20 Wh pro Zelle) in Europa geschickt umgangen wird. Hierzulande wird das Smartphone mit einem 6.270 mAh Akku ausgeliefert – fast 1.000 mAh mehr als noch beim Vorgänger.
Im PC Mark Battery-Test (300 nits, adaptive 120 Hz, WLAN + GPS aktiv) erreicht das Honor Magic 8 Pro dennoch eine sehr ordentliche Laufzeit von 13 Stunden und 8 Minuten – für die Spitze reicht es allerdings nicht. Ein Poco F8 Ultra (Test) oder Xiaomi 17 Pro Max sind nochmals besser aufgestellt. Mit einer Ladung kommt man hier aber auf jeden Fall locker durch zwei Tage. Sobald das Gerät leer ist, kann es in kurzer Zeit per Kabel mit bis zu 100 Watt oder per Wireless-Charging mit maximal 80 Watt geladen werden.
Software: MagicOS 10 erinnert an iOS 26
Als Software kommt MagicOS 10 auf Basis von Android 16 zum Einsatz. Honor verspricht sieben Jahre Software-Updates, womit das Magic 8 Pro zumindest in der Theorie ähnlich gut aufgestellt ist wie Samsung, Apple und Google. In der Praxis muss das Unternehmen jedoch erst einmal beweisen, wie regelmäßig Software-Updates tatsächlich geliefert werden, denn Software-Pflege war bisher nicht Honors Stärke.

MagicOS erinnert in seinen Grundzügen stark an iOS 26 und nutzt sogar eine Liquid-Glass-ähnliche Oberfläche – die mir schon bei Apple ziemlich missfällt. Zumindest bietet die Software viele Anpassungsmöglichkeiten, sodass die Optik auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Störend ist mal wieder die Bloatware – bei einem hochpreisigen Smartphone ist das echt ein Unding.
MagicOS 10 steckt voller KI
Dafür bietet MagicOS 10 einige praktische KI-Funktionen, um in diesem Bereich mit Samsung und Google mithalten zu können. Neben Google Gemini als Sprachassistenten lassen sich unter anderem folgende Funktionen finden:
- KI-Übersetzung: Face-to-Face Sprachchat mit Live-Übersetzung
- KI-Untertitel: Sprache in Echtzeit in Text konvertieren
- KI-Deepfake-Erkennung: Analysiert den Bildschirminhalt auf KI-Deepfakes
- Magischer Text: Text aus Bildern extrahieren und kopieren
- Magic Portal: Klopfe mit dem Fingerknöchel auf das Display und mache eine Kreisbewegung („Knöchelkreis“), um Inhalte zu markieren. Bildausschnitt lässt sich dann speichern, teilen, in Notizen einfügen oder in Google Lens einfügen
- Berührungslose Gesten: Scrollen, Screenshots und Zurückgehen über Handzeichen-Befehle
- Eye-Tracking: Blick auf eine Benachrichtigung erweitert die Vorschau. Blick auf eine Kapselbenachrichtigung öffnet die entsprechende App
- AI Eraser: Inhalte aus Bildern entfernen und per KI-Bildgenerierung auffüllen lassen
Kamera: Upgrades, aber auch Downgrades
Die Kamera des Magic 8 Pro ist nicht nur ein Ausdruck von Stillstand, sondern sogar von Rückschritten. Als Hauptkamera dient erneut ein 50-MP-Sensor mit 1/1,3 Zoll Sensorfläche; Honor hat jedoch bei der variablen Blende (f/1,4 – f/2,0) die Axt angesetzt. Stattdessen gibt es eine statische, weniger lichtoffene f/1,6-Blende. Das Hardware-Downgrade soll durch neue KI-Algrorithmen ausgeglichen werden – Honor verspricht durch Machine Learning sogar bessere Ergebnisse.
Daneben gibt es erneut eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera mit f/2.0-Blende und 12 Millimeter äquivalent. Brennweite und 122° breitem Sichtfeld sowie eine 200-MP-Periskopkamera. Letztere hat ein kleines Upgrade bekommen und ermöglicht nun einen 3,7-fachen optischen sowie einen 100-fach digitalen Zoom.
Hauptkamera: Bei Tag und Nacht stark
Da sich der Sensor der Hauptkamera nicht verändert hat, erwarten uns keine größeren Überraschungen. Besonders am Tag liefert der Sensor sehr schöne Aufnahmen ab, die mit hohem Dynamikumfang, realistischen Farben und hohem Detailgrad überzeugen können.
Nachtaufnahmen sehen ebenfalls ordentlich aus, besonders Rottöne wirken durch die Belichtung aber zu pink. In der Ferne gehen zudem sichtlich Details verloren – die digitale Nachschärfung sorgt hier für einen etwas verschwommenen Hintergrund. Nachts haben Bilder einen gewissen Blaustich.
Ultraweitwinkelkamera schwächelt bei Nacht
Am Tag liefert die Ultraweitwinkelkamera ähnlich gute Aufnahmen ab wie die Hauptkamera. Nur bei Nacht zeigen sich die Schwächen des Sensors, da hier schnell Details verloren gehen und Bilder gerne verrauschen. Über die Ultraweitwinkelkamera wird zudem ein Makro-Modus realisiert, der mit einer guten Qualität überzeugen kann.
Das Highlight: Mit 200 MP zoomen
Der eigentliche Star der Show ist allerdings die 200-MP-Periskopkamera, mit der ich am meisten Spaß hatte. Sowohl bei 3,7-facher als auch bei 10-facher Vergrößerung können sich die Bilder wirklich sehen lassen. Am Tag liefert die Kamera einen ähnlichen Farb- und Detailsgrad ab wie die Hauptkamera, fängt durch die höhere Auflösung aber mehr Details ein. Selbst bei 20- oder 30-facher Vergrößerung fallen die Ergebnisse gut aus, darüber hinaus wirken die Bilder immer matschiger.
Honor holt hier durch AI-Upscaling zumindest noch mehr aus den Bildern heraus. Eine KI erkennt den Bildinhalt und interpretiert Details, was zumindest bei einfachen Motiven wie Uhren sehr gut funktioniert. Sobald es dunkler wird, werden die Aufnahmen zunehmend schwächer. Bei wenig Licht gehen feine Details wie Ziegelstrukturen fast komplett verloren.
Videos mit 4K und 120 FPS
Mit der Hauptkamera könnt ihr in 4K mit 120 FPS aufnehmen, wobei die Videos mit einer hervorragenden Stabilisierung und ordentlichen Farben überzeugen können. Schade finde ich wiederum das Fehlen eines 8K-Modus.
In der Display-Pille integriert der Hersteller eine Selfie-Kamera mit 50 MP und f/2.0-Blende. Die Kamera fängt ebenfalls schöne Bilder ein, die auf Wunsch etwas weitwinkliger (0,8x) eingestellt werden können. Maximal lassen sich hiermit außerdem Videos in 4K-Auflösung mit 60 FPS erstellen.
Fazit
Das Honor Magic 8 Pro überzeugt, bleibt stellenweise aber hinter den Erwartungen zurück – zumindest in zwei Punkten. Mein größter Kritikpunkt ist dabei die Akkulaufzeit: Trotz des massiven Akkus schafft es Honor gerade einmal mit Geräten aus der 5.000-mAh-Klasse mitzuhalten. Die Laufzeit ist per se nicht schlecht, ich hätte aber mehr erwartet. Dazu kommt die Software, die nun noch stärker an einen iOS-Verschnitt erinnert und mit Bloatware daherkommt. Besonders in dieser Preisklasse lässt sich das nicht mehr rechtfertigen. Auch das Downgrade auf eine Kunststoff-Rückseite ist fragwürdig.
Dafür hat das Smartphone andere Stärken, allen voran die Kamera. Die Fotos überzeugen über alle Sensoren hinweg, wobei die verbesserte 200-MP-Zoom-Kamera besonders hervorsticht. Nicht umsonst gehört das Magic 8 Pro aktuell zur Top 10 der besten Kamera-Smartphones – laut DxOMark landet es sogar vor dem Google Pixel 10 Pro XL. Genauso überzeugt das Smartphone durch sein schickes Display und die starke Performance des Snapdragon 8 Elite Gen 5.
Für aktuell 1.099 Euro ist das Honor Magic 8 Pro auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Insgesamt überzeugt das Handy mit einem guten Gesamtpaket, die Zeiten des “Flaggschiff-Killers” sind allerdings auch bei Honor vorbei. Das Magic 8 Pro ist ein Gerät auf (preislicher) Augenhöhe mit anderen Top-Smartphones und kämpft gegen eine starke Konkurrenz. Zu nennen sind hier Geräte wie das Poco F8 Ultra, das Realme GT8 Pro oder auch das OnePlus 15, Oppo Find X9 Pro oder Vivo X300.
Pro
- starke Hauptkamera
- 200-MP-Periskopzoom mit verbessertem optischen Zoom
- Top-Performance
- sehr helles Quad-Curve-Display
- 3D-Gesichtserkennung
- IP68 + IP69K
- langer Software-Support
- Magic OS mit vielen KI-Funktionen
Contra
- Kunststoff-Rückseite
- Software mit Bloatware
- Akkulaufzeit trotz hoher Akkukapazität nur solide
- Nachtqualität der Ultraweitwinkelkamera
Beitrag erstmals veröffentlicht am 15.01.2026
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