Die besten Handys ab 600€ Die besten Handys < 500€ Die besten Gaming-Headsets Die besten Gaming-Tastaturen

Huawei MatePad 11,5″ (2025) im Test: Tablet-Bundle für Schule & Uni zum Kampfpreis

Matter 120-Hz-Bildschirm & praktisches Zubehör
huawei matepad 11.5 zoll 2025 tablet mit keyboard und stift

Passend zum Schul- und Semesterstart hat Huawei ein attraktives Budget-Tablet mit mattem Bildschirm veröffentlicht. Dazu gibt es aktuell ein günstiges Zubehör-Bundle mit Stift und Tastatur-Cover für unter 400 Euro. Ob uns das MatePad 11,5” (2025) überzeugen konnte und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Mit dem neuen MatePad 11,5″ (2025) versucht Huawei, ein klassisches Budget-Tablet für Uni, Schule und produktiven Alltag schnörkellos zu machen: Mattes „PaperMatte“-Display, 120 Hertz, großes Akku-Paket und sinnvolles Zubehör – zu attraktiven Bundlepreisen. Im Test überzeugten vor allem das Display samt Stift-Schreibgefühl und die lange Laufzeit. Abzüge gibt’s beim Ökosystem (Google-Workarounds) und bei der reinen Performance für Gaming.

Varianten & Preise des MatePad 11,5″

Das MatePad 11,5″ ist in drei Konfigurationen erhältlich, wahlweise mit PaperMatte-Display und 256 GB Speicher inklusive Smart Keyboard, nur als PaperMatte-Variante ohne Tastatur oder als günstigere FullView-Variante mit 128 GB. Zum Marktstart (bis 30. September 2025) ruft Huawei 369 Euro für das 256-GB-PaperMatte-Modell mit Tastatur auf; der M-Pencil (3. Gen.) ist im Aktionszeitraum exklusiv im Huawei-Store für 20 Euro zu haben.

Ohne Tastatur liegt die PaperMatte-Variante bei 319 Euro (jeweils Aktionspreise). Zielgruppe sind klar Studierende und junge Berufstätige, die ein Schreib- und Lern-Setup ohne hohe Zubehör-Aufpreise suchen. Nach dem Aktionszeitraum soll das Tablet offiziell 299 Euro (128 GB FullView), 349 Euro (256 GB PaperMatte) und 399 Euro (256 GB PaperMatte + Smart Keyboard) kosten.

Design & Verarbeitung: High-End-Feeling zum Budget-Preis

Optisch gibt sich das 11,5-Zoll-Tablet dezent: Aluminium-Unibody, gleichmäßige Rahmen, nur 6,1 mm dünn und 515 g leicht. Das wirkt wertig in der Hand und ist für Taschen und Rücksäcke ideal. Die zwei Farboptionen (Violett, Space Grau) halten das Gerät unaufdringlich, das Kameramodul ist relativ flach integriert. Für ein Gerät dieser Preisklasse ist die Haptik klar über dem Durchschnitt. Auch das Unboxing-Erlebnis und der Lieferumfang des Bundles können sich sehen lassen.

Display: PaperMatte + 120 Hz = ❤️

Der Star der Show ist das neue PaperMatte-Display (2.456 × 1.600 px, 3:2, 120 Hz). Huawei kombiniert eine fein geätzte, matte Oberfläche mit einer magnetronischen Nano-Beschichtung; laut Hersteller werden Reflexionen massiv reduziert, ohne dass das Panel „matt-milchig“ wirkt.

In der Praxis bedeutet das: deutlich weniger Spiegelungen in hellen Räumen und im Freien, ein griffiges Stift-Gefühl (mehr „Papier-Grip“) und konstante Lesbarkeit auch mit polarisierender Sonnenbrille – möglich macht das eine zirkulare Polarisationsschicht. DC-Dimming ist an Bord, zudem gibt es einen „Farbmodus“ bzw. eBook-Modus für langes Lesen. Die maximale Helligkeit wird mit 600 Nits spezifiziert, gemessen wurden 607 Nits, was für Innenräume locker reicht und draußen praxis­tauglich bleibt. Für Lernen, Mitschriften und PDF-Anmerkungen ist das Zusammenspiel sehr stimmig, da die Stylus-Reaktionszeit auch von der 120-Hz-Anzeige profitiert.

Eingabe: M-Pencil (3. Gen.) & Smart Keyboard

Der M-Pencil (3. Gen.) haftet magnetisch am Tablet und lädt kabellos – angenehm alltagstauglich, weil Lade-Fummelei entfällt. Die Latenz ist niedrig, die Strichführung stabil; zusammen mit der PaperMatte-Textur entsteht beim Schreiben und Skizzieren fühlbarer Widerstand, den glänzende Glasdisplays so nicht bieten.

Huawei Notes und die Zeichen-App GoPaint sind vorinstalliert; Notes wurde u. a. um Handschrift-Glättung, zusätzliche Pinsel und Vorlagen erweitert. Für Studierende ist das ein überzeugendes Out-of-the-box-Paket, ohne sofort kostenpflichtige Notiz-Apps nachrüsten zu müssen.

Das neue Smart Keyboard setzt auf ein abnehmbares Clip-on-Design und verbindet sich per Bluetooth. Die Tasten wandern mit 1,5 mm Hub ordentlich, das Layout ist alltagstauglich; die Hülle schützt die Ecken und taugt als Ständer. Im Bundle ist die Tastatur ein echter Mehrwert, weil das MatePad sich damit wie ein leichtes 2-in-1 nutzen lässt.

Leider muss man das Tastatur-Cover manuell im Bluetooth-Menü trennen, wenn man es nicht benutzt, da sonst keine virtuelle Tastatur auf dem Tablet erscheint. Diesbezüglich wäre ein Ein/Aus-Schalter am Cover praktisch gewesen.

Leistung & Alltagserfahrung: Flott im Alltag, schwach im Vergleich

Im Inneren arbeitet Huaweis Kirin T82B (7 nm) mit 8 GB RAM und 128/256 GB Speicher. Der Budget-Chip zielt klar auf flüssige Alltagsnutzung: UI-Navigation, Split-Screen, Web, Office-Dokumente, PDF-Korrekturen, Notizen und Streaming laufen rund. Gleichzeitig sollte man die Erwartungen an 3D-Gaming und rechenintensive Kreativ-Apps begrenzen.

Gegen Apples A16-Bionic-Plattform (iPad 11) zieht das MatePad bei GPU-Leistung deutlich den Kürzeren; Spiele laufen zwar, oft aber mit reduzierten Settings/Framerates. Für die angepeilte Zielgruppe (Lernen, Schreiben, leichte Bild-/PDF-Bearbeitung) ist das Paket hingegen stimmig.

Positiv: Auch bei längeren Sitzungen bleibt das Gerät kühl. Huawei verweist auf eine vergrößerte Graphit-Schicht und effizientere Wärmeableitung. Im Alltag gab es keine auffälligen Throttling-Fälle bei typischer Büro-/Studiumsnutzung.

Software & Ökosystem: Einwandfrei, meistens

HarmonyOS 4.3 setzt auf ein aufgeräumtes Interface mit Multitasking-Helfern: Floating-Multi-Window, App-Multiplier und bis zu vier gleichzeitig genutzte Apps sind für 3:2-Displays sinnvoll umgesetzt. SuperHub vereinfacht das Teilen/Clipping von Inhalten, Huawei-Notes und GoPaint decken Lern-/Sketchnote-Workflows gut ab. Ab Werk ist leider viel Bloatware vorinstalliert, welche sich jedoch in wenigen Minuten entfernen lässt.

Der bekannte Haken bleibt das Google-Thema: Der Play Store fehlt ab Werk. Mit Aurora Store und MicroG lassen sich viele Google-Apps samt Login dennoch nutzen, allerdings mit Einschränkungen (nicht jede Funktion oder App läuft perfekt, Google Pay z. B. nicht). Die Installation der Google-Dienste (Anleitung) geht mittlerweile schnell und einfach, grundsätzlich laufen Apps wie Maps und YouTube auch problemlos.

Wer hart im Google-Ökosystem hängt oder sich vor Sideloading scheut, sollte den Workaround-Aufwand einkalkulieren. Für Standard-Apps (Streaming, Browser, Mail, Messenger, Office) gibt es in der Regel lauffähige Optionen; ideal ist das aber nicht. Huawei verspricht mindestens zwei Jahre System-Updates und fünf Jahre Sicherheitsupdates.

Audio, Kameras & Konnektivität: Okay für den Preis

Vier Lautsprecher liefern für die Klasse überraschend vollen, klaren Klang, ein iPad Pro klingt natürlich trotzdem besser. Die Kameras (13 MP hinten, 8 MP vorn) sind zweckmäßig und für Videocalls völlig ausreichend, fotografisch aber höchstens Mittelmaß. Gerade bei der Reaktions- und Auslösezeit der Kameras dürfte Huawei noch gern per Update nachhelfen.

Bei der Funk-Ausstattung bleibt es bei Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2; Mobilfunkvarianten bietet Huawei nicht an. Der USB-C-Port arbeitet nach USB 2.0 – für Peripherie/Datentransfer okay, hohe Durchsatz-Ansprüche sollte man hier nicht haben. Ebenfalls fehlen GPS und eine Widevine-Zertifizierung für HD-Streaming. Über GBox gibt es immerhin einen Trick für Full-HD-Streaming bei Netflix, ab Werk läuft dies nämlich nur in SD-Qualität auf dem MatePad.

Akkulaufzeit & Laden: Ausdauerndes Tablet

Ein Pluspunkt ist der 10.100-mAh-Akku: Huawei nennt bis zu 14 Stunden lokale Videowiedergabe, und in der Praxis kommt man bei Uni-/Office-Alltag problemlos durch einen langen Arbeitstag. Geladen wird mit bis zu 40 W; voll ist der Akku (laut Hersteller) in rund 94 Minuten. Für ein Gerät dieser Preisregion ist das sehr ordentlich und praxisnah, manche Alternativen liegen in puncto Akku aber mindestens gleichauf.

huawei matepad 11.5 zoll 2025 tablet netzteil und kabel

Im PCMark-Akkutest (300 Nits, 120 Hz, WLAN) erreichte das MatePad 11,5″ (2025) eine Laufzeit von 8 Stunden und 56 Minuten, bis noch 20 Prozent Restladung übrig waren. Damit überbietet es Tablets wie das Xiaomi Pad 6S Pro (Test) mit nahezu identischer Akkugröße merklich und kann locker mit einem aktuellen iPad mithalten.

Rivalen & Einordnung: Nicht die einzige iPad-Alternative

Im direkten Vergleich zum iPad 11 punktet Huawei mit Preis und Paket: Schon die Tablet-UVP liegt niedriger, das Plus entsteht aber vor allem beim Zubehör – eine Tastatur ist im Bundle dabei, der Stift kostet im Aktionsfenster nur 20 Euro. Apples Ökosystem ist dafür klar erwachsener: App-Auswahl, Optimierung und Performance (insbesondere GPU) sind auf dem iPad besser; außerdem gibt es Mobilfunk-Optionen und ein besseres Zusammenspiel mit anderen Apple-Geräten. Wer allerdings primär mitschreibt, markiert, PDFs bearbeitet und viel liest, profitiert beim MatePad vom matten 120-Hz-Panel und dem wahrnehmbar natürlicheren Schreib-/Lesefeeling.

Grundsätzlich bieten ebenfalls Xiaomi (Redmi, Poco) und Honor im Preisbereich zwischen 250 und 400 Euro einige sehr gute Tablets an, zuweilen auch mit Tastatur/Stylus-Bundles. Auch ein OnePlus Pad 3 bekommt man manchmal schon in dieser Preisklasse. Die Alternativen bieten oftmals mehr Prozessorleistung, längeren Update-Support und teils sogar bessere Displays, vor allem aber stets Google-Dienste ab Werk.

Dafür hat Huawei den PaperMatte-Vorteil und im aktuellen Aktionszeitraum einen erstklassigen Bundle-Preis. Wer jedoch auf PaperMatte verzichten kann und lieber ein OLED-Display fürs Filmeschauen bevorzugt, greift lieber zum Honor MagicPad 2 (aktuell im Bundle für rund 420 Euro mit Code ASUB10). Wer kein Zubehör benötigt und sich lieber eine bessere Tablet-Ausstattung wünscht, sollte sich alternativ das Xiaomi Pad 7 Pro näher ansehen.

MeinungDas „Wunschlos-Glücklich-Bundle“ des neuen MatePad 11,5″ hat mich in der Praxis stark beeindruckt und mein alterndes iPad Pro (2018) mit teurem Zubehör ziemlich öde aussehen lassen. Ich werde es nach dem Test etwas vermissen, denn so ein stimmiges Preis-Leistungs-Tablet habe ich lange nicht mehr gesehen.

Tim Metzger

Fazit: Tolles Allrounder-Bundle mit PaperMatte als Highlight

Das Huawei MatePad 11,5″ (2025) ist wohl das derzeit rundeste Lern- und Schreib-Tablet im Mittelklassesegment – nicht wegen roher Leistung, sondern wegen Nutzungserlebnis und Paket: Das PaperMatte-Display nimmt Spiegelungen die Schärfe, bleibt hell genug und fühlt sich zusammen mit dem M-Pencil wirklich „papierähnlich“ an. Dazu kommen 120 Hz für flüssiges Scrollen, ein großer Akku mit flottem 40-W-Laden, brauchbare Lautsprecher, eine sehr ordentliche Verarbeitung und sinnvolles Zubehör, das im Bundle preislich fair bleibt. Wer vorrangig das Tablet zum Schreiben und Zeichnen verwendet, bekommt ein stimmiges Arbeitsgerät.

Klar ist aber auch: Wer Top-Performance, maximale App-Auswahl oder Mobilfunk sucht, wird mit einem iPad (plus teurem Zubehör) glücklicher – zahlt dann aber spürbar mehr. Soll das Tablet hingegen primär für Videowiedergabe und Gaming genutzt werden, fährt mit einem ähnlich teuren Android-Modell ohne Zubehör besser. Für die anvisierte Zielgruppe ist das MatePad 11,5″ zum Aktionspreis ein echter Geheimtipp.

Der kleine Aufpreis zur 256-GB-Variante lohnt sich unbedingt, denn nur diese bietet das PaperMatte-Display. Ohne Tastatur gibt es sie aktuell mit dem Code AHWMSTXZ20 für 299 Euro. Das Tastatur-Bundle kostet mit dem Code AHWMSTXZ99 lediglich 369 Euro. Wer den Stylus dazu wählt, zahlt jeweils 20 Euro mehr.

Tablets
Allround-PC.com Award
08/2025
Huawei MatePad 11,5″ (2025)
Preis-Leistung
huawei matepad 11.5 zoll 2025 tablet mit keyboard und stift

Huawei MatePad 11,5″ (2025) PaperMatte

4.5 von 5 Sternen

Vorteile

  • gutes PaperMatte-Display mit 120 Hz
  • lange Laufzeit und schnelles 40-W-Laden
  • wertige Verarbeitung
  • gutes Zubehör-Paket und praktische Schreib-/Zeichen-Apps ab Werk
  • praktische Multitasking-Features

Nachteile

  • kein Play Store ab Werk; Google-Workarounds teils mit Einschränkungen
  • nur durchschnittliche Performance
  • keine Modem-Option, kein GPS, nur USB 2.0
  • kein Fingerabdrucksensor

Beitrag erstmals veröffentlicht am 01.09.2025

Mit * oder markierte Links sind „Affiliate-Links“. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.

Allround-PC als bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2018 zu Technik aller Art und arbeitet seit 2020 für Allround-PC. In dieser Zeit absolvierte er neben zahlreichen Tests sein Volontariat und sein Technikjournalismus-Studium. Tim ist primär Experte für Prozessoren, Monitore und Mobilgeräte. Wenn er mal nicht tippt und auf Tech-Events unterwegs ist, sucht er wahrscheinlich gerade sein nächstes 3D-Druck-Projekt oder Reiseziel aus.

Samsung Galaxy Z Flip 6 gebogenes Innendisplay

Regelmäßig aktuelle Infos & Deals 💻📱💵

Garantiert kein lästiger Spam oder ähnlicher Quatsch, sondern maximal 1x pro Woche die wichtigsten Infos und die besten Angebote!

^