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Poco M8 Pro 5G im Test: 300€-Wunder oder Mogelpackung?

6.500 mAh, IP68 & 50MP Kamera
poco m8 pro 5g smartphone in der hand gehalten

Ein dicker Akku mit 6.500 mAh, blitzschnelles 100 Watt Laden und ein wasserdichtes Design dank IP68 für unter 300 Euro? Tatsächlich hat das Poco M8 Pro 5G viel zu bieten, hier und da aber so seine Wehwehchen. Wo die liegen und ob das Handy trotzdem ein Anwärter auf den Preis-Leistungs-Thron sein könnte, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Das Poco M8 Pro 5G gibt es mit 256 GB in einigen Shops bereits ab 270 Euro. Xiaomi bietet sein Smartphone ab 329 Euro an, bei Amazon gibt es das Gerät aber aktuell sogar für unter 290 Euro (Stand: 16.03.26). Das Upgrade auf 512 GB Speicher kostet aktuell knapp 50 Euro Aufpreis.

Im Lieferumfang sind ein USB-C-Kabel sowie eine Schutzhülle in Anthrazit enthalten. Entgegen unserem Testmodell scheint jedoch kein Ladegerät dabei zu sein. Allerdings ist, wie bei Xiaomi üblich, eine Schutzfolie auf dem Display bereits ab Werk aufgetragen.

Überzeugt das Poco M8 Pro? #fazit

poco m8 pro 5g smartphone mit wasser auf rückseite

Design & Verarbeitung: Schlankes Kraftpaket

Trotz riesigem Akku (6.500 mAh sind zumindest nicht gerade wenig) ist das Poco M8 Pro 5G dank moderner Silizium-Kohlenstoff-Technologie mit 8,3 mm angenehm schlank und mit 206 Gramm auch kein Schwergewicht. Der Rahmen und die Rückseite bestehen zwar aus Kunststoff, doch ein innenliegender Aluminium-Mittelrahmen sorgt für die nötige Versteifung.

Besonders schick: Die Front wird durch Gorilla Glass Victus 2 geschützt, das innerhalb der letzten Jahre sonst eher bei Topmodellen über 1.000 Euro zu finden war. Ein weiterer Pluspunkt ist die IP68-Zertifizierung, das M8 Pro ist also auch gegen Wasser geschützt.

Die Rückseite kommt im symmetrischen Design daher. Hier könnte man fast meinen, eine Profi-Kamera in Händen zu halten – das markante Modul suggeriert stolze vier Linsen. In der Realität entpuppt sich das Ganze jedoch als cleverer Design-Kniff: Effektiv arbeiten hier nur zwei Sensoren (Eindrücke zur Kamera gibt es hier).

Während die schwarze und silberne Version eher klassisch wirken, ist das Modell in Grün etwas auffälliger. Die Carbon-Optik an den Seiten sorgt dabei für einen sportlichen Look, auch wenn das M8 Pro kein reines Gaming-Handy sein will. Durch den leicht kantigen Rahmen ist das Handy zwar kein Handschmeichler, rutscht dafür aber auch nicht direkt aus der Hand.

Display: 120 Hz OLED mit starker Helligkeit

Das 6,83 Zoll große OLED-Display ist zweifellos eines der besten Panels in diesem Preissegment. Mit einer Auflösung von 2.772 x 1.280 Pixeln bietet es eine knackige Schärfe, dazu gibt es eine Bildrate von bis zu 120 Hz und ein flimmerfreies 3.840 Hz PWM-Dimming, was besonders empfindlichen Nutzern bei niedriger Helligkeit zugutekommt. Dolby Vision und HDR10+ sind ebenfalls mit an Bord.

poco m8 pro 5g smartphone startbildschirm

Besonders hervorgehoben wird die Peak-Helligkeit von bis zu 3.200 nits, die jedoch wohl nur bei einzelnen Pixeln erreicht wird. Mit unserem Display-Profiler konnten wir bis zu 2.600 nits bei HDR-Inhalten messen, was ein starker Wert ist. Konstant erreichte das Panel bei reduziertem Weißanteil (10 % APL) über 1.650 nits, während maximal 990 nits bei Vollbildweiß (100 % APL) möglich waren. Bei Letzterem Wert hatte ich mir noch etwas mehr erhofft, doch damit solltet ihr auch bei direktem Sonnenlicht alles ablesen können.

Zum Entsperren steht ein optischer Fingerabdrucksensor unter dem Display zur Verfügung. Damit lässt sich das Smartphone zwar angenehm entsperren, durch die Platzierung im unteren Bereich wird aber zusätzlich die Daumenmuskulatur angeregt. Ergänzend lässt sich eine komfortablere, aber unsichere 2D-Gesichtserkennung über die Frontkamera nutzen.

Leistung: Snapdragon 7s Gen 4 – Effizienz trifft Speed

Im Inneren arbeitet mit dem Snapdragon 7s Gen 4 (4-nm-Fertigung, bis zu 2,7 GHz) ein absolut solider Chip, der zusamen mit 8/12 GB RAM Apps prompt öffnet. Das System fühlt sich dank der flüssigen Animationen sehr „snappy“ an, zu Rucklern kam es während meines Tests nicht. So flink wie bei High-End-Smartphones über 800 Euro lässt sich das Poco M8 Pro allerdings nicht bedienen.

Das zeigt sich auch in Sachen Gaming: Hier liefert die Adreno 810 GPU zwar brauchbare Ergebnisse ab, kann aktuelle Titel aber nicht überall auf höchsten Einstellungen darstellen. Damit das Gerät beim Zocken nicht überhitzt, hat Poco eine Vapor Chamber verbaut, welche die Wärmeentwicklung gut im Griff hat.

Beim Speicher habt ihr die Wahl zwischen 256 GB oder 512 GB. Da der MicroSD-Slot im Vergleich zum Vorgänger gestrichen wurde, solltet ihr euch vorab genau überlegen, wie viel Platz ihr braucht.

Hinsichtlich Konnektivität bringt das M8 Pro neben Wi-Fi 6e und Bluetooth 5.4 auch NFC zum mobilen Bezahlen mit. Sogar ein Infrarot-Sender zur Steuerung diverse Heimgeräte (Klimaanlage, TV, etc.) ist dabei. Mit USB 2.0 ist der USB-C-Anschluss auf der Unterseite jedoch nicht gerade der Schnellste.

Akku & Laden: Sehr gute Laufzeit?

Ein Highlight ist zweifellos der 6.500-mAh-Akku, damit kann das Poco M8 Pro zumindest auf dem Papier gegenüber der Konkurrenz punkten. Doch im PC Mark Battery Test zeigt sich: Mit 13 Stunden und 45 Minuten, bevor die 20-%-Marke erreicht wurde, erreicht das Smartphone keinen Spitzenwert („adaptive“ 120 Hz, fixierte 300 nits Helligkeit, WLAN + GPS aktiviert).

Im Alltag kommt ihr mit dem M8 Pro zwar locker durch zwei Tage, angesichts der verbauten Kapazität hatte ich mir aber doch noch deutlich mehr Laufzeit erhofft. Der Chip ist zwar effizient, scheint aber noch nicht optimal an das System angepasst worden zu sein.

Sollte der Akku doch mal leer sein, sorgt das 100W HyperCharge immerhin für kurze Boxenstopps: 0 auf 100 % sind in weniger als 40 Minuten erreicht. Während das Netzteil bei unserem Testgerät im Lieferumfang enthalten war, scheint es bei der freiverkäuflichen Variante wohl nicht der Fall zu sein – das Feedback gab es bei unserem YouTube-Video (schaut gern mal rein!).

Wirklich sehr praktisch finde ich jedoch Reverse Charging: Per USB-C-Kabel könnt ihr andere Geräte mit 22,5 Watt laden – euer Handy wird so zur potenten Powerbank für Kopfhörer oder das Smartphone von Freunden. Wireless Charging ist beim Poco M8 Pro 5G aber nicht mit an Bord.

Kamera: Hauptkamera hui, Ultraweitwinkel pfui?

Poco setzt auf ein Dual-Kamera-System, wobei der 1/1,55 Zoll große Hauptsensor mit 50 Megapixeln, einer f/1.6 Blende und optischer Bildstabilisierung (OIS) durchaus vielversprechend hervorsticht. Bei der 8 Megapixel Ultraweitwinkelkamera mit 112° FOV und f/​2.2 Blende bin ich hingegen etwas skeptisch – womöglich zurecht. Immerhin verzichtet Xiaomi mittlerweile auf die unnötige 2 Megapixel Makrokamera, nur um sich mit einer Triple-Kamera brüsten zu können.

In der Praxis kann die Hauptkamera tatsächlich mit sehr guten Ergebnissen punkten. Dank der optischen Bildstabilisierung (OIS) gelingen scharfe Schnappschüsse fast immer im ersten Anlauf. Dazu können auch Farben, Schärfe und Detailgrad überzeugen. Wer gerne experimentiert, findet in der Kamera-App zudem einige schicke Retro-Filter und einen vollwertigen Pro-Modus.

Sobald die Sonne weg ist, belichtet die Kamera etwas länger, ohne dass die Bilder sofort matschig werden – Bildstabi sei Dank. Bildrauschen bleibt erfreulich dezent und Farben behalten einen eher natürlichen Charakter. Nur auf die Ultraweitwinkelkamera solltet ihr hierbei lieber nicht schalten.

Apropos: Während die Hauptkamera glänzt, ist die 8 Megapixel Ultraweitwinkellinse eher enttäuschend. Sie ist praktisch, um Architektur oder weite Landschaften einzufangen, allerdings fallen die Details im Vergleich zum Hauptsensor sichtlich ab. Die Ränder wirken teils etwas unscharf, für einen schnellen Schnappschuss reicht es dennoch – erwartet nur keine Meisterwerke.

Eine Zoomkamera besitzt das Poco leider nicht, die Qualität kann sich jedoch noch bis zur 5-fachen Vergrößerung sehen lassen. Jeder weitere Zoom wird jedoch schnell zum Pixelbrei. Ein AI-Upscaling ist wohl nur den Premium-Geräten vorbehalten.

Einen positiven Eindruck hinterlässt hingegen die 32 Megapixel Frontkamera. Selfies gelingen knackig scharf und mit einer guten Dynamik. Xiaomi-typisch müsst ihr nur aufpassen, dass die Software euer Gesicht nicht zu sehr weichzeichnet (deaktiviert die Beauty-Filter vor dem ersten Klick lieber).

Videos zeichnet das Poco M8 Pro mit der Hauptkamera in bis zu 4K bei 30 fps auf. Die Stabilisierung leistet hier einen guten Job und sorgt für ruhige Schwenks aus der Hand, ist aber definitiv nicht auf Top-Niveau. Der Autofokus arbeitet dabei recht flüssig und vermeidet hektische Sprünge, allerdings sollte man beim Filmen keine Wunderdinge erwarten.

Software: Leider nicht auf neustem Stand..

Das Poco M8 Pro wird (leider) mit HyperOS 2 auf Basis von Android 15 ausgeliefert. Das System läuft schön flüssig, sieht modern aus und bietet viele Personalisierungsmöglichkeiten. Auch praktische KI-Tools wie ein Bildradierer sind mit dabei, so könnt ihr störende Objekte in Fotos „ratz fatz“ entfernen. Mehr AI-Funktionen gibt es jedoch nicht (was in dieser Preisklasse aber noch nicht üblich ist).

Zwei Dinge trüben das Bild jedoch: HyperOS 3 ist nun schon seit einigen Monaten als finale Fassung verfügbar, warum wird es dann noch teureren Geräten vorbehalten? Android 17 ist schon in den Startlöchern, da wäre eine schnellere Auslieferung durchaus wünschenswert, auch bei günstigeren Smartphones. Immerhin verspricht Xiaomi dem Poco bis zu 4 Jahre Android-Updates und 6 Jahre Sicherheitspatches.

Darüber hinaus erwartet einen nach der Einrichtung massig unnötige Software (Spiele, Drittanbieter-Apps, etc.). Diese lassen sich zwar löschen, hinterlassen aber bei einem „Pro“-Modell immer einen faden Beigeschmack.

Fazit zum Poco M8 Pro 5G

Das Poco M8 Pro 5G ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie viel Technik man heute für rund 300 Euro bekommen kann. Es sticht mit Features hervor, die normalerweise der Oberklasse vorbehalten sind, leistet sich aber auch Poco-typische Patzer.

Das 120 Hz OLED-Display ist in dieser Preisklasse eine Wucht: Hell, scharf und dank Gorilla Glass Victus 2 sehr gut geschützt. Zusammen mit der IP68-Zertifizierung und dem schlanken Design fühlt sich das Handy deutlich „teurer“ an, als es ist – Kunststoff für Rahmen und Rückseite hin oder her. Dazu gibt es flottes 100 Watt Laden sowie das praktische Reverse Charging.

Die Hauptkamera liefert bei Tag und Nacht zudem sehr gute Ergebnisse, die Ultraweitwinkel-Kamera ist dagegen nur Mittelmaß. Selfies gelingen gut, werden aber stärker weichgezeichnet als mir das gefällt.

Dass Xiaomi das Gerät noch mit Android 15 und HyperOS 2 ausliefert, obwohl Android 16 und HyperOS 3 schon längst verteilt werden, ist bei einem Update-Versprechen von 4 Jahren einfach schade – man verschenkt quasi direkt das erste Jahr. Auch die vorinstallierten Bloatware-Apps und der gestrichene MicroSD-Slot trüben das ansonsten starke Gesamtbild.

Ist das Poco M8 Pro 5G ab 309 Euro der neue König der Mittelklasse? Nicht ganz, aber verdammt nah dran. Wer ein ausdauerndes, schickes und schnelles Smartphone sucht und mit der etwas unübersichtlichen Software leben kann, macht hier einen exzellenten Deal. Besonders wenn der Preis in den nächsten Wochen Richtung 250 Euro rutscht. Falls ihr aber Wert auf eine stärkere Kamera´legt, solltet ihr vielleicht noch einen Blick auf die kommende X8-Serie werfen.

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Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja stellv. Chefredakteur

.. ist nicht nur Experte für die Bereiche Smartphones & Gadgets, sondern testet auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Mainboards & Gaming-Gear. Zudem beschäftigt er sich gern mit Elektroautos und ist das Gesicht für YouTube, Instagram & Co. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten und berichtet gern von Messen & Events. Seine Leidenschaft: Fußball (Fohlenelf) & Fotografie (Fuji X100V).

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