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Samsung Galaxy A57 im Test: Schlankes Smartphone für unter 400 Euro

Nur 6,9 mm dünn!
samsung galaxy a57 auf gartentisch liegend

Mit dem Galaxy A57 versucht Samsung das bewährte Konzept durch ein noch schlankeres Design und eine erstklassige Update-Garantie weiter zu verfeinern, große Upgrades bleiben jedoch aus. Kann das Smartphone damit weiterhin im stark umkämpften Preisbereich unter 500 Euro mithalten? Ich habe das Smartphone für euch getestet!

Das Samsung Galaxy A57 wurde zwar mit einer UVP von 529 Euro enthüllt, ist inzwischen aber schon ab 329 Euro (zum Preisvergleich) bestellbar. Bei Joybuy bekommt ihr es beispielsweise ab 329,99 Euro, Media Markt bietet es ab 359,99 Euro an.

Zu diesem Preis ist es konkurrenzfähiger gegenüber Xiaomi, Nothing & Co. Denn im Preisbereich unter 500 Euro mischen auch ein Nothing Phone (4a) Pro, Google Pixel 10a und Poco X8 Pro Max mit. Wie sich das Samsung-Handy in diesem Vergleich geschlagen hat, erfahrt ihr im YouTube-Video „Welches 500€-Handy gewinnt?“.

samsung galaxy a57 auf gartentisch liegend

Samsung Galaxy A57

4 von 5 Sternen

Vorteile

  • extrem schlankes Design (6,9 mm dünn)
  • gute Leistung für den Alltag
  • helles 120 Hz OLED-Display
  • hochwertige Verarbeitung
  • mit IP68 gegen Wasser & Staub geschützt
  • gute Haupt- und Selfiekameras
  • starke Update-Versorgung (6 Jahre)

Nachteile

  • Exynos-Chip schwächelt beim Gaming
  • Ultraweitwinkelkamera eher solala
  • Makrokamera unnötig
  • nur kleine AI-Tools
  • kein Wireless-Charging

Video: Smartphones für unter 500 Euro (Vergleich & Test)

Design: Superschlank mit 6,9 mm

Das Galaxy A57 ist ein echtes Statement in Sachen Design. Mit gerade einmal 6,9 mm ist es das mit Abstand dünnste Smartphone in diesem Preisbereich und wirkt dadurch extrem modern und elegant. Samsung bleibt seinem schlichten, zeitlosen Stil treu: Ein hochwertiger, flacher Aluminium-Rahmen trifft auf eine Rückseite aus Glas. Das glänzende Finish ist aber ein wahrer Magnet für Fingerabdrücke.

Das Gerät ist nach IP68 zertifiziert und somit bestens gegen Wasser und Staub geschützt. Mit nur 179 Gramm ist es zudem ein echtes Leichtgewicht und liegt hervorragend in der Hand. Die Tasten auf der rechten Seite sind mir persönlich, und das trotz recht großer Hände, etwas zu weit oben platziert – da ist die Lautstärkewippe nicht immer gut erreichbar.

Display: Starke Helligkeit, ausbaufähiges Kinn

Samsung verbaut ein 6,7 Zoll großes OLED-Panel mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Die Auflösung liegt bei bewährtem Full-HD+, was für eine scharfe Darstellung völlig ausreicht – ein Poco X8 Pro Max und Nothing (4a) Pro bringen mit 1,5K aber eine knackigere Auflösung mit. Geschützt wird das Display durch widerstandsfähiges Gorilla Glass Victus+.

samsung galaxy a57 display

Während andere Hersteller mit astronomischen Marketing-Zahlen um sich werfen, bleibt Samsung gelassener: Die versprochenen 1.900 Nits werden mit gemessenen 1.890 Nits (10 % Weißanteil) fast punktgenau erreicht. Mit über 1.100 Nits bei Vollbildweiß ist zudem eine gute Ablesbarkeit im Freien gegeben.

Auffällig ist leider das etwas dickere „Kinn“ am unteren Rand, das den ansonsten sehr modernen Look minimal trübt. Zudem sitzt der optische Fingerabdrucksensor recht weit unten, was erneut etwas Daumen-Akrobatik voraussetzt. Beim Pixel 10a und Poco X8 Pro Max ist der Sensor angenehmer platziert.

Leistung & Speicher: Solide, aber kein Performance-Wunder

Unter der Haube steckt der hauseigene Exynos 1680 SoC, der im Alltag für eine flüssige und zuverlässige Bedienung sorgt. Gegenüber dem Exynos 1580 im Galaxy A56 (Test) hat Samsung die Leistung minimal verbessert, ein Performance-Wunder dürft ihr jedoch nicht erwarten. Im Geekbench 6 setzt es sich zwar vor das Nothing Phone (4a) Pro, kommt aber nicht ans Pixel 10a geschweige denn die brachiale Leistung des Poco X8 Pro Max heran.

Wer viel spielt, merkt ebenfalls schnell die Grenzen: Im Grafik-Stresstest liegt das A57 deutlich hinter der Konkurrenz im Bereich unter 500 Euro zurück. Für Gelegenheitsspieler reicht die Leistung zwar aus (Genshin Impact läuft auf hohen Details mit 30 fps), aber für die Zukunft gibt es hier weniger Reserven.

In der Basisversion gibt es 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Da der microSD-Slot leider gestrichen wurde, solltet ihr euch vorab genau überlegen, ob euch dieser Platz ausreicht. Immerhin lassen sich viele Daten auch in die Cloud abschieben. Hinsichtlich Konnektivität bringt das Galaxy A57 zwar eine moderne, aber nicht topaktuelle Technik mit: Wi-Fi 6E (statt Wi-Fi 7), dazu Bluetooth 6.0 und NFC.

Software: Schnell, aber überladen

Bei der Software spielt Samsung seine größte Stärke aus: Das Galaxy A57 wird mit One UI 8.5 auf Basis von Android 16 ausgeliefert. Die Oberfläche ist extrem ausgereift, übersichtlich und lässt sich hervorragend personalisieren. Besonders praktisch ist die neue „Now Bar“ auf dem Sperrbildschirm für Live-Infos.

In naher Zukunft dürfte dann auch One UI 9 auf Basis von Android 17 das günstige Smartphone erreichen – aktuell befindet sich die Software noch in der Beta-Phase und wird fleißig getestet.

Apropos Software-Update: 6 Jahre lang gibt es Android-Updates und Sicherheitspatches – das ist vorbildlich! Auch Funktionen wie Circle to Search sind voll integriert und erleichtern die Suche im Alltag ungemein. Dafür verzichtet Samsung auf richtige KI-Funktionen. Unter den „intelligenten Funktionen“ finden sich nur ein paar Tools für Texte & Bildbearbeitung. Zudem sind ein paar Bloatware-Apps von Microsoft vorinstalliert.

Akku & Laden: Gut, aber die Konkurrenz ist stärker

Trotz des extrem dünnen Gehäuses bringt es das A57 auf einen 5.000 mAh Akku. Im PC Mark Battery Test erreicht es damit solide 12 Stunden (300 nits, 120 Hz adaptiv, WLAN + GPS aktiv). Das ist ein guter Wert, der euch sicher durch den Tag bringt. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz (Nothing oder Poco) hinkt das Samsung aber etwas hinterher.

Beim Laden bleibt Samsung konservativ: Mit maximal 45 Watt dauert eine volle Ladung etwa 70 Minuten. Ein Netzteil sucht man im Lieferumfang aber vergeblich. Einen entsprechenden 45‑Watt-Charger gibt es bei Amazon schon ab 19 Euro, falls ihr kein passendes Netzteil zu Hause rumfliegen habt. Wireless Charging ist nicht mit an Bord, in dieser Preisklasse aber auch (noch) eine Seltenheit – da würde sich das Pixel 10a anbieten.

Kamera: Der Kompromiss

Auf der Rückseite setzt Samsung beim Galaxy A57 auf ein Triple-Kamera-Setup bestehend aus einer 50-MP-Hauptkamera (f/1.8, 1/1.56″, OIS), einem 12-MP-Ultraweitwinkel (f/2.2, 1/3.06″) und einer 5-MP-Makrolinse (f/2.4). Für Selfies steht eine 12-Megapixel-Frontkamera zur Verfügung. Doch wie gut fällt die Fotoqualität aus?

samsung galaxy a57 mit glänzender rückseite

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera sehr lebhafte Bilder mit kräftigen Farben, die für meinen Geschmack teilweise etwas zu gesättigt sind – vor allem bei Essen und Blumen. Der HDR-Effekt ist teilweise etwas aggressiv, sorgt aber für gut belichtete Aufnahmen in fast jeder Situation. Das Samsung kann gut Details aus zu dunklen oder zu hellen Bereichen retten. Dabei verlieren die Fotos aber etwas Charakter.

Hauptkamera bei Tag & Nacht

Bei Nacht liefert das A57 eine solide Vorstellung ab: Fotos sind scharf, gut belichtet und farblich auf einem guten Niveau (zumindest was die Hauptkamera angeht). Hier kann sich Samsung, zusammen mit dem Pixel 10a, gegenüber Nothing und Poco durchsetzen.

Die Ultraweitwinkelkamera bringt im direkten Vergleich mit Google, Nothing und Poco das größte Sichtfeld mit – insgesamt kann sich die Qualität auch sehen lassen. Hier kommt der HDR-Effekt gefühlt aber noch stärker zum Vorschein. Die Makrokamera hingegen sorgt für Fragezeichen, da sie eine eher durchwachsene Qualität mitbringt. Klar, sie bietet eine bessere Naheinstellgrenze, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Da sieht ein 2-facher Digital-Zoom über die Hauptkamera um Längen besser aus (auch mit schickerem Bokeh).

Apropos Zoom: Eine Telekamera mit optischem Zoom hat das Galaxy A57 nicht. Ab dem 2-fachen Zoom, der sich wirklich sehen lassen kann, beginnt also der Pixelbrei. Das zeigt sich schon ab der 5-fachen Vergrößerung, und spätestens ab der maximal 10-fachen Vergrößerung.

Die 12-MP-Frontkamera ist für mich der heimliche Sieger, vor allem im Vergleich zur Konkurrenz. Selfies sind knackig scharf, farblich gut abgestimmt und wirken hochwertig – das ist in diesem Preisbereich nicht immer der Fall. Darüber hinaus kann auch die Videoqualität überzeugen.

Fazit zum Samsung Galaxy A57

Das Samsung Galaxy A57 ist das ideale Smartphone für alle, die ein verlässliches, schickes und vor allem langlebiges Gerät suchen. Das extrem dünne Design ist ein echter Hingucker und liegt gut in der Hand. Dazu fällt auch die Akkulaufzeit gut aus – wobei Samsung hier so langsam von der Konkurrenz abgehängt wird.

Auch bei weiteren Aspekten zeigt sich das: Das Display kann überzeugen und bringt eine hohe Helligkeit mit. Mir als Technik-Enthusiast ist aber das etwas dickere Display-Kinn ein leichter Dorn im Auge. Der verbaute Exynos-Chip sorgt darüber hinaus für eine flüssige Performance im Alltag, kann bei größeren Herausforderungen jedoch nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten.

Mit One UI 8.5 bringt das Smartphone immerhin eine ausgesprochen gute Software mit, die sogar eine vorbildliche Software-Versorgung von mindestens 6 Jahren erhalten soll. Die Kamera hinterlässt ebenfalls gemischte Gefühle: Vor allem Haupt- und Selfiekamera überzeugen mit einer guten Qualität, die Makrokamera hätte sich Samsung hingegen sparen können.

Abschließend lässt sich sagen: Wer kein Hardcore-Gamer ist und keine Tele-Kamera benötigt, bekommt hier ein extrem rundes Gesamtpaket, das keine bösen Überraschungen bereithält. Eine uneingeschränkte Empfehlung wie in den letzten Jahren, ist beim A57 aber nicht mehr gegeben – denn die Konkurrenz ist stark. Verfügbar ist das Galaxy A57 aktuell ab 339 Euro, für etwas mehr auch bei Amazon.

Smartphones
Allround-PC.com Award
04/2026
Samsung Galaxy A57
Empfehlung

Hinweis: Dieser Test wurde ursprünglich im April 2026 veröffentlicht und mit aktualisierten Preisen und Vergleichsdaten erneut im September 2026 veröffentlicht.

Beitrag erstmals veröffentlicht am 28.04.2026

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Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja stellv. Chefredakteur

.. ist nicht nur Experte für die Bereiche Smartphones & Gadgets, sondern testet auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Mainboards & Gaming-Gear. Zudem beschäftigt er sich gern mit Elektroautos und ist das Gesicht für YouTube, Instagram & Co. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten und berichtet gern von Messen & Events. Seine Leidenschaft: Fußball (Fohlenelf) & Fotografie (Fuji X100V).

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