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Samsung Galaxy S26 Ultra im Test: Blickschutz-Display, 60W Laden & ein Hauch Enttäuschung?

Design-Fortschritt trifft auf angestaubte Kamera!
samsung galaxy s26 ultra in der sonne

Auf den ersten Blick wirkt beim Galaxy S26 Ultra vieles vertraut, doch unter der Haube und beim Display hat sich einiges getan: Das Gehäuse ist auf 7,9 mm geschrumpft, das Laden klappt endlich mit 60 Watt und das neue Privacy Display verspricht Schutz vor neugierigen Blicken. Doch hat Samsung genug getan, um die starke Konkurrenz auf Distanz zu halten oder ruht man sich zu sehr auf der noch bequemen Marktsituation aus? Ich habe das neue Flaggschiff-Smartphone für euch im Alltag getestet!

Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist mit 256 GB Speicher für 1.449 Euro UVP gestartet, war jedoch bereits bei Vorbestellung mit diversen Rabatten und Eintauschboni günstiger zu bekommen. Wer mehr Speicherplatz wünscht, muss 200 Euro für ein Upgrade auf 512 GB hinlegen. Das Topmodell mit 1 TB gibt es ab 1.949 Euro UVP. Im freien Handel gibt es das Smartphone derzeit ab 1.240 Euro (Stand: 11.03.26).

Im Lieferumfang ist neben einem Sim-Tool und etwas Papierkram nur ein USB-C-Kabel enthalten. Ein Netzteil spart sich Samsung weiterhin, hier könnt ihr entweder den originalen Samsung Schnellladeadapter 60 Watt (52,90€) kaufen oder zu Alternativen greifen, beispielsweise das Anker Nano II 65W (ab 19,99€) oder Anker Nano 3-Port 70W (ab 29,99€).

Das ist neu beim Galaxy S26 Ultra:

Überzeugt das S26 Ultra? #pro&contra

samsung galaxy s26 ultra bei kilian

Design: Alter Wein in neuen Flaschen!

Das Galaxy S26 Ultra hat sich in Feinheiten verändert, behält den Samsung-typischen Look aber bei: Flacher Rahmen, matte Rückseite, einzeln eingelassene Linsen – nur etwas rundlicher als vorher. Damit passt sich das Ultra an die kleineren Modelle (Galaxy S26/S26+) an und verliert noch stärker den kantigen Note-Look.

Manche mögen sagen, das aktuelle Samsung-Design sei eintönig, und das würde ich sogar unterschreiben. Doch ob Apple, Xiaomi oder Google, auch Samsung fokussiert sich auf eine eigene Designsprache – und die sieht auch beim S26 Ultra einfach zeitlos aus. Zudem ist das Smartphone mit nur noch 7,9 Millimetern und 214 Gramm erneut dünner bzw. leichter geworden. Damit dürfte es eins der schlanksten Flaggschiffe auf dem Markt sein.

Typisch Samsung: Schlicht & zeitlos

Damit die rückseitige Kamera weiterhin ins dünnere Gehäuse passt, wurde ihr ein pillenförmige, milchiges Plateau spendiert, ähnlich wie beim Fold 7 (Test). Wie schon bei Apple mit dem iPhone 17 Pro (Test) gehört nun aber auch bei Samsung das Projekt „Titan“ der Geschichte an, der Rahmen besteht wieder aus Aluminium. Immerhin verwendet das S26 Ultra laut Samsung mehr recycelte Materialien und ist weiterhin nach IP68 gegen Wasser geschützt.

samsung galaxy s26 ultra mit wasser dank ip68

Bei den Farben steht vor allem Cobalt Violet im Fokus, ein ganz leichtes Violett. Alternativ stehen Hellblau, Schwarz und Weiß zur Wahl, im Samsung-Store gibt es zudem exklusiv Pink Gold sowie Silver Shadow.

Display: Mehr Privatsphäre, weniger Qualität?

Während das Design zumindest nicht auf den ersten Blick für Aufsehen sorgt, steht das Display deutlich stärker im Rampenlicht und will mit einer besonderen „Privacy“-Funktion beeindrucken. Und ich gebe zu: Die Integration einer Sichtschutzfunktion direkt ins das 6,9 Zoll große OLED-Panel ist endlich mal wieder etwas Neues, bringt aber auch ein paar Kompromisse mit.

Ganz konkret lassen sich einige Pixel per „Knopfdruck“ ausschalten, damit die seitliche Sicht (auch von oben/unten) eingeschränkt ist. Dadurch sind eure Nachrichten vor neugierigen Blicken der Sitznachbarn geschützt, was sich bei Bedarf auch nur für Banking-Apps oder eingehende Benachrichtigungen aktivieren lässt – wirklich sehr cool!

Allerdings werden dafür eben die Hälfte der Pixel gedimmt, was nicht nur die allgemeine Helligkeit des Displays verringert, sondern auch die Auflösung effektiv halbiert. Das sorgt für teils unscharfe Schriften und, selbst bei ausgeschalteterm Schutz, schlechtere Blickwinkel als noch beim S25 Ultra (Test).

Es gibt Kompromisse!

Ihr merkt schon: Technisch ist das „Privacy Display“ wirklich spannend und im Alltag auch sehr praktisch, hat aber so seine Tücken. Das Display als solches ist dadurch eben etwas schlechter als noch beim Vorgänger. Das zeigt sich auch beim Helligkeitstest: Ohne Datenschutzanzeige erreicht das OLED-Panel über 2.375 nits bei reduziertem Weißanteil (10 % APL) bzw. 1.400 nits konstant bei vollflächigem Weiß (100 % APL), während es maximal 1.215 nits bzw. 650 nits mit aktiver Privacy-Funktion sind – das ist schon ein spürbarer Unterschied (insbesondere in hellen Umgebungen).

samsung galaxy s26 ultra sperrbildschirm

Zum Entsperren ist erneut ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display dabei. Vorteil gegenüber optischen Sensoren: Angenehmer (höher) platziert, flinker, präziser und auch mit nassem Finger nutzbar. Zusätzlich könnt ihr auch eine Gesichtserkennung nutzen, die jedoch weniger sicher ist und auf eine 3D-Technik (wie im Honor Magic 8 Pro) verzichtet.

Und natürlich ist auch der S Pen wieder mit dabei, verzichtet aber – wie schon beim S25 Ultra – auf smarte Funktionen, da Bluetooth als Verbindung weggefallen ist. Er ist zwar ein aktiver Stift, um Notizen zu machen oder Zeichnungen zu erstellen, kann aber keine Fotos mehr aus der Ferne auslösen oder für Präsentationen genutzt werden. In meinen Augen könnte Samsung den Stift ruhig für einen größeren Akku rausschmeißen. Fun Fact: Der Stift lässt sich durch die starke Rundung auch „falsch“ einstecken.

Leistung: Schnellstes Smartphone auf dem Markt

Dank Snapdragon 8 Elite Gen 5 „for Galaxy“ legt das Galaxy S26 Ultra neue Bestwerte in Benchmarks hin. Doch nicht nur das: Auch im Alltag beeindruckt das Smartphone mit einer ungeheuer flüssigen Bedienung, ich fliege förmlich durch das System und kann flink zwischen Apps wechseln. Dank 12 bzw. 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, je nach Variante, bleiben diese auch lang genug im Hintergrund geöffnet. Dazu gibt es bis zu 1 TB internen Speicher mit UFS 4.1 Standard für mehr Geschwindigkeit und Effizienz.

Damit das Smartphone bei dieser Leistung nicht zum Taschenwärmer wird, verbaut Samsung eine neue Vapor Chamber mit verbessertem Wärmeleitmaterial. Im 3D Mark Wild Life Extreme Stresstest (20x Durchläufe) erreicht das S26 Ultra allerdings nur eine Leistungsstabilität von 56 %. Da wäre aus meiner Sicht mehr möglich gewesen, allerdings ist Samsung hinsichtlich Temperaturlimites etwas vorsichtiger als z.B. Xiaomi.

Nicht fehlen dürfen natürlich ordentliche Stereo-Lautsprecher, Wi-Fi 7 sowie Bluetooth 6.0 und NFC zum mobilen Bezahlen. Samsung sticht zudem mit Ultra Wideband (kurz UWB) für kleine Tracker oder digitale Schlüssel heraus. Abgerundet wird das Paket von Samsung DeX (per Kabel oder Wireless), einer Desktop-Oberfläche für Bildschirme zum mobilen Arbeiten im Sinne eines Notebook-Ersatzes.

Software: One UI 8.5 mit (brauchbarer!) Galaxy AI

Die Galaxy S26 Reihe wird mit One UI 8.5 auf Basis von Android 16 ausgeliefert und erhält wieder 7 Jahre Updates – sehr schön! Falls ihr One UI noch nicht kennt: Modernes Design, aufgeräumt und übersichtlich, und dazu mit ein paar richtig praktischen KI-Funktionen, zusammengefasst als Galaxy AI.

Mit persönlich gefällt die Oberfläche sehr gut, ich mag das minimalistische Design sehr gern. Nur die neuen App-Icons mit leichtem 3D-Look treffen wiederum gar nicht meinen Geschmack, da bevorzuge ich doch eher flachere Designs. Von denen gibt es im Themen-Store einige, die lassen sich aber nicht mit einer eintönigen Farbe ausstatten (so wie bei Google und Nothing bspw.), schade.

Smart: Now Nudge erkennt nächsten Schritt

Die Galaxy AI statt Samsung neben Anruf-Übersetzung, Schreibtools inklusive Zusammenfassung sowie einem sehr starken Bildradierer mit einer frischen Funktion aus: Die sogenannte Now Nudge (lässt sich übersetzen zu „Schubs“). Hierbei werden eingehende Nachrichten, beispielsweise im Messenger und WhatsApp, analysiert, um relevante Informationen direkt umzusetzen.

samsung galaxy s26 ultra one ui now nudge

Erkennt das Handy, dass nach Fotos aus dem letzten Urlaub gefragt wird, kommt ihr durch einen Button über dem Keyboard zu den passenden Bildern (anhand von Zeitstempel oder Standort sortiert), um diese direkt im Chat teilen zu können. Das Feature funktioniert aktuell jedoch nur mit der Samsung-Tastatur (von der ich kein Fan bin). Ob auch Gboard in Zukunft unterstützt wird, ist unklar.

Wird das Smartphone zum KI-Agent?

Darüber hinaus erhält Bixby eine verbesserte Spracherkennung und wird in Kombination mit Perplexity oder Gemini zum intelligenten Geräte-Agent, um euer Handy per Sprache “steuern” zu können. So wirklich gut klappt das bisher aber nicht, das damals zum Launch genannte Beispiel „Ruf mir ein Taxi zum Flughafen“ funktioniert nur mit Bixby. Ihr drückt dann nur noch final auf „Jetzt bestellen“ in der Uber-App. Vom Wunsch eines „Agentic AI Phone“, welches Aufgaben im Hintergrund ausführt, ist das S26 Ultra also doch noch ein gutes Stück entfernt.

On top kommen noch das Creative Studio für KI-generierte Sticker-Sets, Grußkarten sowie Hintergrundbilder, eine Screenshot Analyse für Shopping, Social Media, Boarding Pass & Co. sowie ein Dokumenten-Scanner mit Radierer für störende Objekte, beispielsweise Heftklammern.

Meinung: Ob Texte umschreiben, Bilder von störenden Dingen befreien oder Tonaufnahmen transkribieren lassen, künstliche Intelligenz kann durchaus praktisch sein. Wie sicherlich viele von euch bin ich mittlerweile aber doch etwas genervt vom andauernden KI hier, KI dort, KI überall. Ja, die Galaxy AI bietet (neben Google) das derzeit wohl beste Paket an brauchbaren KI-Funktionen, aber als „AI Phone“ muss Samsung sein Smartphone nun wirklich nicht bewerben .. fokussiert euch lieber auf eine längere Laufzeit, bessere Kamera und stabile Software.

Akku & Laden: Gleicher Akku, trotzdem mehr Laufzeit?

Beim Thema Akku & Laden gibt es gute, aber auch schlechte Nachrichten. Starten wir mit der Akkukapazität, die leider weiterhin bei 5.000 mAh verbleibt. Samsung traut sich den Schritt zu Akkus mit SiCa-Anteil (Silizium-Kohlenstoff) wohl noch nicht, wie es mittlerweile vor allem die chinesische Konkurrenz tut. Beste Beispiele: Oppo Find X9 Pro (6,7″) mit 7.500 mAh und Xiaomi 17 (6,3″) mit 6.330 mAh.

Dennoch hat es Samsung geschafft, vermutlich auch dank effizienterem Chip und weiteren Systemanpassungen an die Hardware, die Laufzeit zu verlängen. Im PC Mark Battery-Benchmark erreicht das Galaxy S26 Ultra eine Laufzeit von 14 Stunden und 42 Minuten, ehe noch 20% Restakku vorhanden waren (Szenario: 300 nits, adaptive Bildrate, WiFi + GPS aktiviert).

Gegenüber dem Vorgänger (Galaxy S25 Ultra Test) sind das knapp zwei Stunden mehr, was erfreulich ist. Andere Smartphones mit dickerem Akku trotz gleichere Größe halten aber noch ein gutes Stück länger durch – ein Marathonläufer ist das Samsung-Flaggschiff also nicht direkt. Wer mehr Laufzeit sucht, sollte zum Oppo Find X9 Pro, Poco F8 Ultra oder Xiaomi 17 Ultra greifen.

Im Alltag war das S26 Ultra nichtsdestotrotz ein zuverlässiger Begleiter und brachte mich selbst bei starker Nutzung auf Events gut durch den Tag. Mit seichterer Nutzung ist durchaus ein zweiter Tag machbar, als ausdauernd würde ich das S26 Ultra aber nicht bezeichnen.

Kaum zu glauben: Schnelleres Laden (mit und ohne Kabel)

Allerdings hat Samsung endlich, und wer hätte das wirklich mal gedacht, die Ladeleistung von 45 auf 60 Watt hochgeschraubt. Mit „Super Fast Charging 3.0” sind 75 % in 30 Minuten geladen, was gar nicht übel ist. Von 16% ausgehend waren nach 30 Minuten sogar 90 % geladen, voll ist das Smartphone in knapp 40-45 Minuten (15-20 Minuten schneller als bisher).

samsung galaxy s26 ultra bei kilian

Da viele in unserer Umfrage jedoch sowieso nachts laden, solltet ihr zumindest den Akkuschutz aktivieren. Dann lädt das Smartphone akkuschonend und ist passend zum Aufstehen voll geladen (zu finden in den Einstellungen unter Akku).

Auch Wireless Charging ist schneller geworden: Das S26 Ultra lässt sich kabellos jetzt mit bis zu 25 Watt versorgen. Das entspricht zwar dem Qi2-Standard, auf die integrierten Magneten verzichtet Samsung allerdings – hier ist etwa Google mit dem Pixel 10 Pro XL (Test) besser aufgestellt.

Kamera: Kann Samsung noch mithalten?

Die Kamera-Hardware hat Samsung, wie das Design, nur geringfügig angepasst. Der Haupt- und Telekamera wurden aber immerhin eine offenere Blende spendiert, um mehr Licht einfangen zu können. Davon dürften in erster Linie Fotos und Videos bei schlechten Lichtverhältnissen profitieren.

Galaxy S26 Ultra Kamera:

Neu sind zudem zwei Video-Funktionen: Das S26 Ultra kann nun mit APV-Codec bei bis zu 8K 30fps filmen, der eine bessere Nachbearbeitung ermöglicht und sich auch auf einem Speicher ablegen lässt. Dazu gibt es jetzt Videos mit horizontaler Sperre, wodurch das Bild, egal wie ihr das Smartphone dreht und wendet, automatisch gerade gehalten wird – und das sogar in 4K-Auflösung.

Darüber hinaus ist auch die Expert RAW App von Samsung spannend: Manuelle Foto-Einstellungen, Ozeanmodus mit vereinfachten Einstellungen und Aqua-Ton sowie virtueller Reflektor, Blende und ND-Filter. Auch ein Astro- und Astro-Protrait-Modus sind dabei sowie eine Mehrfachbelichtung.

Beispielfotos & Eindruck

Die Hauptkamera sorgt für einen sehr hohen Detailgrad, eine knackige Schärfe und ein wirklich ansehnliches Bokeh. Besonders erfreulich: Samsung hält sich bei der Farbabstimmung noch stärker zurück und liefert noch natürlichere Farben ab. Nur bei Motiven wie Essen oder sehr kräftige Tönen schnellt die Sättigung Samsung-typische nach oben.

Der Autofokus arbeitet gewohnt flott, zeigt aber bei Nahaufnahmen noch leichte Schwächen. Zudem greift der HDR-Effekt bei Tageslicht teilweise sehr aggressiv ein, wodurch dem Bild ein wenig der Charakter verloren geht. Ich persönliche bevorzuge da den Look des Xiaomi 17 Ultra (Test) mit mehr Licht & Schatten. Etwas bessere Ergebnisse hatte ich mir zudem bei Nacht erhofft: Zwar zeigen sich Fotos hier ohne den berüchtigten Gelb-Grünstich der Vorgänger, sind aber vergleichsweise dunkel und kaum aufgehellt.

Beim Zoom zeigt sich ein gemischtes Bild, denn hier geht die Qualität teils stark auseinander. Während der zweifache Zoom durch die hohe Sensorauflösung der Hauptkamera sehr ansehnlich ist, und auch eine schönere Perspektive als die Hauptkamera mitbringt, gefallen mir die Ergebnisse der 3-fach Tele im Vergleich dazu weniger gut. Warum Samsung immer noch an diesem Sensor festhält und stattdessen nicht auf ein ordentliches Periskop mit 3,5-4x Zoom setzt, ist mir ein Rätsel.

Denn der deutliche Qualitätssprung macht sich dann wieder ab der 5-fachen Vergrößerung bemerkbar, da hier die 50 MP Telekamera angesteuert wird. Selbst bis zu einer 10-fachen Vergrößerung kommen damit knackscharfe Ergebnisse raus, bevor die Qualität ab 30-facher Stufe sichtlich in einen Pixelbrei übergeht. Hier ist es fast schon etwas enttäuschend, dass der einstige Pionier des „Space Zooms“ auf ein modernes KI-Upscaling verzichtet, wie man es mittlerweile bei der Konkurrenz von Xiaomi oder Google findet.

Die Ultraweitwinkelkamera fügt sich nahtlos in die Farbgebung des Hauptsensors ein und liefert eine gute Qualität ohne allzu starke Verzerrungen in den Randbereichen. Über diese Linse wird auch ein automatischer Makromodus realisiert, der zwar eine gute Fokusdistanz und ansehnliche Details bietet, qualitativ aber nicht ganz an eine digitale Vergrößerung über die Hauptkamera heranreicht.

Wer gerne Porträts schießt, darf sich über eine präzise Kantenerkennung freuen, wobei das natürliche Bokeh der Hauptkamera bei nahen Objekten oft schon so gut ist, dass man den Software-Effekt kaum benötigt.

Im Videobereich liefert das S26 Ultra erneut eine tolle Qualität ab und ermöglicht im Pro-Video-Modus sogar 4K-Aufnahmen mit 120 FPS für die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera. Dass hilfreiche Werkzeuge wie das Zebramuster oder die Falschfarben-Anzeige jedoch nur bis 4K mit 60 FPS funktionieren, ist schade.

Die Frontkamera rundet das Paket schließlich mit einer guten Qualität und Dynamik ab, auch wenn die Software die feinen Details im Gesicht gelegentlich etwas zu stark nachschärft (aber das ist bei Samsung nichts Neues). Dank Autofokus gelingen Selfies aber stets scharf fokussiert.

Fazit: Es ist .. kompliziert

Samsung liefert mit dem Galaxy S26 Ultra ein Smartphone ab, das in Sachen Perfektionierung ganz oben mitspielt, bei mir als Technik-Enthusiast aber wenig für Freudensprünge sorgt. Einerseits wurde an genau den richtigen Stellen geschraubt, andererseits ist Samsung vor allem beim Thema Akku & Kamera in meinen Augen nicht mutig genug.

Positiv hervorzuheben ist das schlankere Gehäuse, die bessere Akkulaufzeit trotz gleicher Kapazität sowie das – wer hätte es gedacht – schnellere Laden (sowohl mit als auch ohne Kabel). Ein Highlight ist zudem das Privacy Display: Einen Blickschutz direkt ins Panel zu integrieren, ist eine smarte Lösung für den Alltag. Dass man dafür aber bei der allgemeinen Displayqualität (Helligkeit und Blickwinkel) leichte Abstriche machen muss, hat einen leicht bitteren Beigeschmack.

Unter der Haube liefert der Snapdragon 8 Elite Gen 5 ein wahres Performance-Feuerwerk ab, ohne dabei wortwörtlich durchzubrennen. Zusammen mit der Galaxy AI, die unter anderem mit der Now Nudge einen echten Mehrwert im Alltag hat, ist das S26 Ultra ein Arbeitstier par excellence.

Doch beim Thema Kamera frage ich mich, ob „Ultra“ hier noch der richtige Namenszusatz ist. Hauptkamera, Ultraweitwinkel und 5x Telekamera liefern bei Tag zwar wirklich ansehnliche, natürliche Bilder, trotzdem hält Samsung weiterhin an der angestaubten 10-MP-Teleoptik fest – das passt einfach nicht mehr ins Bild. Die Konkurrenz von Oppo, Xiaomi & Co. wirft mit riesigen Sensoren und stufenlosem Zoom um sich und zeigt, was eine Ultra-Kamera auszeichnen kann.

Das Galaxy S26 Ultra ist ohne Zweifel eines der besten Smartphones, die man derzeit kaufen kann (verfügbar ab 1.295€). Es ist ein rundum solides, verlässliches Gerät mit einer starken Update-Garantie von 7 Jahren. Wer also einfach „seine Ruhe“ haben will und ein zeitloses Flaggschiff sucht, das (fast) alles kann, macht mit dem S26 Ultra – spätestens wenn der Preis im freien Handel noch etwas fällt – absolut nichts falsch. Wer aber das absolut Beste vom Besten sucht, findet mittlerweile bei der Konkurrenz spannendere Alternativen.

Smartphones
Allround-PC.com Award
03/2026
Samsung Galaxy S26 Ultra
Empfehlung

Beitrag erstmals veröffentlicht am 14.03.2026

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Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja stellv. Chefredakteur

.. ist nicht nur Experte für die Bereiche Smartphones & Gadgets, sondern testet auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Mainboards & Gaming-Gear. Zudem beschäftigt er sich gern mit Elektroautos und ist das Gesicht für YouTube, Instagram & Co. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten und berichtet gern von Messen & Events. Seine Leidenschaft: Fußball (Fohlenelf) & Fotografie (Fuji X100V).

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