Mit dem Galaxy S26 und Galaxy S26 Plus schickt Samsung wieder zwei Top-Smartphones ins Rennen, die auf den ersten Blick gar nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen wie das Ultra-Modell. Doch das ist wenig überraschend, denn mutige Experimente oder spektakuläre Hardware-Sprünge bleiben erneut aus. Sind die beiden Smartphones aber dennoch eine gute Wahl für den Alltag? Oder ist der Abstand zum Ultra dieses Jahr zu groß? Ich habe die beiden Handys für euch getestet.
Während das Galaxy S26 bei 999 Euro UVP startet (mit 256 GB Speicher, die 128 GB Basis entfällt), gibt es das Galaxy S26 Plus ab 1.249 Euro UVP (256 GB). Wer mehr Speicher benötigt, muss 200 Euro Aufpreis zahlen – dann stehen 512 GB zur Verfügung. Mittlerweile (Stand: 26.03.26) sind beide Geräte im freien Handel aber teils deutlich günstiger bestellbar, beispielsweise ab 778 Euro (S26) bzw. 1.070 Euro (S26+).
Im Lieferumfang befinden sich nur das Smartphone selbst, ein USB-C-Kabel, das SIM-Tool und der übliche Papierkram. Ein Ladegerät oder eine Hülle gibt es nicht dazu, auch eine voraufgetragende Displayschutzfolie fehlt.
Überzeugt das Galaxy S26 (Plus)? #pro&contra

Pro
- hochwertiges Design & gute Verarbeitung
- helle und farbstarke AMOLED-Displays
- starke Alltagsperformance
- solide Akkulaufzeit
- flüssige & ausgereifte Software mit 7 Jahren Updates
- gute Hauptkamera bei Tag und Nacht
Contra
- keine Magnete für kabelloses Laden
- langsames Laden
- keine antireflektierende Beschichtung
- Tele- und Ultraweitwinkelkamera nicht mehr auf Topniveau
Design: Vertrauter Samsung-Look
Wenn man die beiden Geräte das erste Mal in die Hand nimmt, wird schnell klar, dass Samsung an seiner Designsprache nicht groß rütteln wollte. Beide Smartphones setzen auf einen Rahmen aus Aluminum, erhalten Gorilla Glass Victus 2 auf Vorder- und Rückseite sowie eine IP68 Zertifizierung zum Schutz vor Wasser und Staub. Farblich stehen unter anderem Cobalt Violet, Sky Blue, Black und White zur Wahl, dazu kommen mit Silver Shadow und Pink Gold noch zwei Online-exklusive Farben.
Im Alltag gefallen mir beide Geräte, auch wenn sie natürlich nicht nach Design-Revolution schreien. Die neue „Ambient-Island” rund um die Kameras sorgt zumindest dafür, dass die Rückseite etwas mehr nach „aus einem Guss“ aussieht als beim Vorgänger. Das ist keine riesige Änderung, aber eine, die ich durchaus angenehm finde und schon beim Galaxy Z Fold 7 (Test) mochte.
Auch bei Gewicht und Bauhöhe bleibt Samsung seiner Linie treu. Das Galaxy S26 misst 149,6 × 71,7 × 7,2 Millimeter und wiegt 167 Gramm, während das Galaxy S26 Plus auf 158,4 × 75,8 × 7,3 Millimeter und 190 Gramm kommt. Das Galaxy S26 Ultra ist mit 163,6 × 78,1 × 7,9 Millimetern und 214 Gramm dagegen spürbar größer und schwerer.
Größe und Gewicht nahezu unverändert
Im Vergleich zu den Vorgängern hat sich bei S26 und S26 Plus kaum etwas getan, beide bleiben nahezu identisch in Größe und Gewicht. Das Ultra-Modell wurde hingegen über die letzten Generationen etwas schlanker und leichter, wirkt aber im direkten Vergleich weiterhin deutlich massiver.

Gerade das Galaxy S26 profitiert dazu von seinem kompakten Format. Es ist eines der wenigen Flaggschiffe, die sich noch angenehm handlich anfühlen – ähnlich zum Xiaomi 17. Das Galaxy S26 Plus wirkt dagegen wie die goldene Mitte der Reihe: Groß genug für Medien, Videos und Games, aber noch nicht so gigantisch wie ein Ultra-Modell. Durch die stark herausstehende Kamera-Pille wackeln beide Geräte auf dem Tisch jedoch leicht.
Display: Tolle Displays, doch nur eins überzeugt auf ganzer Linie
Auf der Vorderseite sitzt ein Dynamic-AMOLED-2X-Displays mit adaptiven 120 Hertz und einer von Samsung angegebenen Spitzenhelligkeit von bis zu 2.600 Nits. Das Galaxy S26 bietet 6,3 Zoll bei 2.340 x 1.080 Pixeln, das Galaxy S26 Plus wächst auf 6,7 Zoll und löst mit 3.120 x 1.440 Pixeln sichtbar schärfer auf. Ab Werk sind beide Geräte trotzdem auf Full-HD+ gestellt.

Beide Panels machen im Alltag genau das, was ich von einem Samsung-Flaggschiff der Oberklasse erwarte: Satte Farben, tiefes Schwarz und starke Blickwinkel. Das S26 Plus macht mir beim Anschauen von Videos und generell beim Nutzen im Alltag aber einfach mehr Spaß – nicht nur aufgrund der höheren Auflösung, sondern auch durch die Größe. Das normale S26 ist dafür das angenehmere Gerät für alle, die ein kompakteres Smartphone bevorzugen, hier hätte Samsung aber durchaus auf eine höhere Pixeldichte setzen können (Stichwort: 1.200p).
Verbesserungen gegenüber den Vorgängern?
Im Vergleich zu den Vorgängern hat sich beim Display wenig getan. Samsung bleibt bei ähnlichen Panelgrößen, Auflösungen und auch bei der Helligkeit auf einem sehr hohen, aber eben bekannten Niveau. Ein wirklicher Sprung nach vorne bleibt aus, vielmehr handelt es sich um Feinschliff statt Weiterentwicklung.
Im Test konnten wir unter Verwendung eines X1-rite Display-Profilers über 2.400 Nits bei reduziertem Weißanteil (10 % APL) messen, bei vollflächiger Weißdarstellung (100 % APL) waren über 1.415 nits messbar – bei beiden Geräten. Damit bleibt das Display im Alltag weiterhin sehr gut ablesbar.
Schade ist nur, dass Samsung sowohl dem S26 als auch dem S26 Plus weiterhin keine entspiegelte Beschichtung wie beim Galaxy S26 Ultra (Test) spendiert. Gerade draußen macht sich dieser Unterschied doch stark bemerkbar. Zudem verzichten beide Smartphones auf das Privacy Display, das vor unerwünschten Blicken schützt – und ebenfalls dem Ultra vorbehalten ist.
Entsperrt wird per Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display, der schnell und zuverlässig arbeitet. Alternativ gibt es eine 2D-Gesichtsentsperrung, die zwar komfortabel ist, aber nicht an sichere 3D-Lösungen wie etwa beim Magic 8 Pro (Test) oder einem iPhone 17 Pro Max (Test) heranreicht.
Performance & Speicher: Mehr als genug Power für alles
Unter der Haube arbeiten in Deutschland sowohl das Galaxy S26 als auch das Galaxy S26 Plus mit dem Exynos 2600. Dabei handelt es sich jedoch um einen topmodernen 2-Nanometer-Chip mit ordentlich Leistung und Effizienz. Dazu kommen jeweils 12 GB RAM sowie 256 oder 512 GB interner Speicher. In den USA, China und Korea setzt Samsung stattdessen auf den Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, wie hierzulande auch im Ultra-Modell.
Im Alltag gibt es an der Leistung praktisch nichts auszusetzen: Apps starten sofort, Multitasking läuft sauber und auch bei aufwendigeren Anwendungen bleiben beide Geräte flott. Erfreulich ist, dass der Exynos 2600 in Tests besser abschneidet als frühere Exynos-Generationen, die oft schnell den Ruf hatten, der schwächere Bruder der Snapdragon-Version zu sein. Ganz unübersehbar ist der Abstand zum Ultra zwar nicht in jeder Disziplin, dramatisch ist er aber ebenfalls nicht.
Auch die Wärmeentwicklung bleibt im Rahmen. Bei normaler Nutzung ist sie ohnehin kein Thema, und selbst unter längerer Last werden beide Geräte nicht zum Handwärmer. Samsung hat hier also tatsächlich nachgebessert.
Ein echtes Gaming-Monster mit maximalem „Wow“-Faktor sind das Galaxy S26 und S26 Plus trotzdem nicht. Stattdessen liefern beide Geräte eine konstant gute und vor allem zuverlässige Performance, auf die man sich im Alltag jederzeit verlassen kann. Apps starten schnell, Multitasking läuft stabil und auch unter Last bleiben die Geräte größtenteils kontrolliert.
Hohe Leistung, aber auch hohe Effizienz?
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich aber, dass die Leistungsstabilität nicht ganz auf dem Niveau der Konkurrenz liegt. Gerade im 3D Mark Wild Life Extreme Test fällt auf, dass andere Hersteller, etwa mit aktuellen MediaTek-Chips im Oppo Find X9 Pro (Test), effizienter unterwegs sind und ihre Leistung über längere Zeit stabiler halten können.
Akku & Laden: Besser, aber nicht ganz so stark wie erhofft
Beim Thema Akku und Laden unterscheiden sich beide Modelle stärker als in vielen anderen Bereichen. Während das Galaxy S26 eine Kapazität von 4.300 mAh mitbringt und kabelgebunden mit bis zu 25 Watt lädt, kommt das Galaxy S26 Plus auf 4.900 mAh und genehmigt sich bis zu 45 Watt. Vollständig geladen sind damit beide Geräte, trotz unterschiedlicher Ladeleistung, in knapp einer Stunde – das ist für ein Flaggschiff immer noch etwas langsam. Kabellos sind laut Samsung bis zu 15 Watt beim S26 und bis zu 20 Watt beim S26 Plus drin.

Im PCMark Battery Test (adaptive 120 Hz, fixierte 300 Nits Helligkeit, WLAN und GPS aktiv) erreicht das Galaxy S26 Plus exakt 12 Stunden, während das normale Galaxy S26 auf 12 Stunden und 35 Minuten kommt, ehe noch 20 Prozent Restladung verbleiben. Das ist schon ein wenig überraschend, weil man beim Plus-Modell aufgrund des größeren Akkus automatisch auch etwas mehr Ausdauer erwarten würde.
Ein Stück weit lässt sich das aber erklären: Das S26 Plus muss ein hochauflösenderes QHD+-Panel versorgen, während das normale S26 mit seinem FHD+-Display effizienter unterwegs ist. Dass am Ende aber trotzdem knapp eine halbe Stunde Unterschied zwischen beiden Geräten liegt, hätte ich in dieser Form nicht erwartet – und insgesamt fällt die Laufzeit im Benchmark nicht gerade üppig aus.
Die Konkurrenz hält einfach länger durch!
Im Alltag heißt das aber nicht, dass das S26 Plus plötzlich ein Ausdauerproblem hätte. Durch den Tag kommt man mit beiden Geräten problemlos. Wirklich rekordverdächtig ist die Laufzeit allerdings nicht, ganz im Gegenteil: Vor allem Konkurrenten wie das Oppo Find X9 Pro (Test) protzen mit einem 7.500 mAh Silizium-Kohlenstoff-Akku, der unfassbare 21 Stunden Laufzeit erreicht. Samsung darf, nein sogar muss in Zukunft mutiger werden!
Was ich weiterhin schade finde: Samsung verzichtet auf integrierte Magnete zum kabellosen Laden. Wer magnetisches Zubehör oder eine saubere magnetische Ausrichtung beim Wireless Charging wünscht, braucht also erneut eine Hülle mit Magnetring. Samsung verweist dafür selbst auf seine Magnet Cases. Praktisch ist das schon, elegant gelöst aber eben nicht – und dass es geht, zeigt Google mit Pixel Snap.
Software: One UI 8.5 bleibt eine echte Stärke
Ab Werk laufen beide Modelle mit Android 16 und One UI 8.5. Samsung garantiert zudem sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates, also Support bis 2033. Zur Ausstattung gehören außerdem Features wie Now Nudge, Now Brief, Circle to Search, Gemini und die üblichen Galaxy-AI-Funktionen.
Einige der neuen Funktionen erschließen sich nicht direkt beim Namen. „Now Nudge“ etwa gibt kontextbasierte Hinweise im Alltag, zum Beispiel Erinnerungen, Vorschläge oder kleine Handlungsempfehlungen zur richtigen Zeit. „Now Brief“ fasst wichtige Informationen wie Termine, Wetter oder Nachrichten übersichtlich zusammen.
Ich bin nach wie vor ein Fan von One UI: Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, durchdacht und inzwischen sehr erwachsen. Samsung hat viele nützliche kleine Komfortfunktionen im System verteilt, ohne dass es komplett überladen wirkt. Gleichzeitig lässt sich das System umfangreich personalisieren, sei es über Themes, Icons oder Layout-Anpassungen.
Neue 3D-Icons, wenig Bloatware: OneUI gefällt mir
Positiv fällt außerdem auf, dass Updates inzwischen deutlich schneller installiert sind als noch vor ein paar Jahren. Auch optisch hat sich etwas getan: Die neuen 3D-Icons treffen meinen Geschmack und geben der Oberfläche einen moderneren Look, ohne zu verspielt zu wirken. Dazu kommt, dass Samsung erfreulich wenig Bloatware vorinstalliert – abgesehen von ein paar Microsoft-Apps bleibt das System angenehm sauber, was im Vergleich zu Herstellern wie Xiaomi definitiv ein Vorteil ist.
Nicht jede AI-Funktion wird jeder Nutzer regelmäßig brauchen, das ist klar. Trotzdem merkt man der Software an, dass Samsung hier seit Jahren Erfahrung sammelt und das Zusammenspiel aus Hardware und Oberfläche ordentlich abgestimmt hat. Gerade im Alltag ist das ein echter Pluspunkt, weil sich beide Smartphones einfach rund anfühlen.
Kamera: Gute Alltagskamera, aber eben ohne großen Aha-Moment
Bei der Kamera bleibt Samsung auf bekanntem Kurs. Das Galaxy S26 und Galaxy S26 Plus teilen sich dasselbe Setup aus 50-Megapixel-Hauptkamera, 12-Megapixel-Ultraweitwinkel, 10-Megapixel-Tele mit 3-fachem optischem Zoom und einer 12-Megapixel-Frontkamera mit Autofokus.
Dazu kommen ein AI-basierter ISP für natürlichere Selfies sowie neue Video-Funktionen wie „Superstabil mit Horizontalsperre“. Rein auf dem Papier wirkt das Setup damit zwar weiterhin ordentlich, fällt im direkten Vergleich zur Konkurrenz aber inzwischen deutlich zurück. Gerade Ultraweitwinkel- und Telekamera bewegen sich mit 12 beziehungsweise 10 Megapixeln eher auf einem Niveau, das heutzutatge schon von deutlich günstigeren Geräten übertroffen wird.
Als Technikenthusiast sehe ich das mittlerweile sehr kritisch, denn andere Hersteller verbauen mittlerweile größere Sensoren und modernere Kamera-Hardware. Gleichzeitig zeigt sich aber auch immer wieder, dass nicht nur die Technik auf dem Papier entscheidend ist, sondern vor allem die Abstimmung dahinter. Die entscheidende Frage ist also: Wie gut schlagen sich die Kameras im Alltag?
Hauptkamera
Die Hauptkamera ist ganz klar die wichtigste Linse des Systems und gleichzeitig auch die, auf die man sich im Alltag am meisten verlassen kann. Bei Tageslicht entstehen scharfe, kontrastreiche Bilder mit Samsungs typischer Abstimmung. Farben wirken kräftig, aber nicht komplett überzogen, der Dynamikumfang ist stark und auch der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig.
Mir gefällt, dass das S26 und S26 Plus bei gutem Licht einfach sehr verlässlich sind. Man zückt das Gerät, drückt ab und bekommt in der Regel ein gutes Bild – nicht jedes Smartphone ist so gut in „point’n’shoot“. Bei schwierigerem Licht bleibt die Hauptkamera ebenfalls ordentlich, Fotos könnten hier meiner Meinung nach aber etwas mehr Helligkeit vertrage. Zumindest der gelb-grünliche Farbstich der Vorgänger ist endlich Geschichte.
Das Ultra bleibt in der Reihe sichtbar das stärkere Kamera-Smartphone, und auch andere Hersteller holen in dieser Preisklasse inzwischen teils mehr Charakter und mehr Dynamik aus ihren Hauptsensoren heraus (Stichwort: Xiaomi 17 Ultra). Trotzdem gilt: Für die allermeisten Alltagssituationen macht die Hauptkamera einen wirklich guten Job.
Ultraweitwinkelkamera
Die Ultraweitwinkelkamera ist tagsüber solide: Farben passen gut zur Hauptkamera, Verzerrungen werden sauber korrigiert und für Landschaften, Gebäude oder Gruppenfotos reicht die Qualität locker aus – mehr aber auch nicht. Besonders positiv ist, dass der Wechsel zwischen Haupt- und Ultraweitwinkel nicht wie ein kompletter Stilbruch wirkt, was man häufig bei anderen Herstellern sieht.
Sobald das Licht schlechter wird, merkt man aber recht schnell die Grenzen des kleineren Sensors. Details werden weicher, die Lichtausbeute sinkt und insgesamt wirkt die Ultraweitwinkelkamera deutlich weniger souverän als die Hauptkamera. Das ist nichts Ungewöhnliches, aber eben genau der Bereich, in dem Samsung bei den Basismodellen seit ein paar Generationen nicht wirklich nachlegt – auf Topniveau ist das nicht mehr, Samsung.
Telekamera
Das Teleobjektiv mit 3-fachem optischem Zoom ist im Alltag tatsächlich nützlicher, als manche Datenblatt-Diskussion vermuten lässt. Gerade für Porträts, etwas näher herangeholte Motive oder auch Details im Stadtbild funktioniert die Kamera ordentlich. Bei 3x sehen die Fotos gut aus, verlieren nicht sofort ihre Schärfe und bleiben farblich stimmig.
Darüber hinaus wird es aber recht schnell dünn. Samsung spricht zwar von bis zu 30x Space Zoom, doch wie so oft sind hohe Zoomstufen eher eine Notlösung als echte Foto-Freude. Schon bei den Vorgängern bin ich zu dem selben Schluss gekommen, dass die Basis- und Plus-Modelle zwar sehr gute Fotos machen, solange man nicht zu stark zoomt, doch dann ist die Grenze erreicht. Ab einer gewissen Zoom-Stufe merkt man, dass viel mit Künstlicher Intelligenz versucht wird nachzuzeichen. Bei größeren Objekten funktioniert das auch ganz gut, im Detail sieht man die Nachbearbeitung dann deutlich stärker.
Selfiekamera
Auf der Vorderseite sitzt eine 12-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Dual Pixel. Selfies gelingen damit ordentlich. Besonders positiv ist, dass Hauttöne meist natürlich wirken und die Kamera bei gutem Licht ausreichend Details einfängt. Auch der Porträtmodus trennt in den meisten Fällen sauber, ohne dass eure Frisur komplett zerstört wird. Der HDR-Effekt ist aber sehr deutlich, das mag nicht jeden Geschmack treffen.
Samsung hebt beim S26 und S26 Plus zudem den AI-basierten ISP der Frontkamera hervor, der für natürlichere und realistischere Selfies sorgen soll. Ganz große Sprünge sehe ich hier zwar nicht, die Ergebnisse der Selfiekamera können aber überzeugen – auch dank Autofokus.
Video
Bei Video gefällt mir vor allem, dass Samsung nicht nur auf die üblichen Standardverbesserungen setzt, sondern mit der Horizontalsperre auch mal eine Neuerung bringt, die man im Alltag wirklich gebrauchen kann. Beim Gehen, schnellen Schwenks oder generell bei bewegteren Aufnahmen bleibt das Bild sichtbar ruhiger und gerader. Das macht Videos einfach angenehmer anzusehen. Generell sind die Videoaufnahmen auf einem guten Niveau: Farben, Stabilisierung und Zuverlässigkeit passen.
Fazit zum Galaxy S26(+): Das große Spektakel bleibt aus
Das Galaxy S26 und Galaxy S26 Plus sind ziemlich genau das, was ich nach den letzten Jahren von Samsung erwartet habe: Keine Revolution, kein riesiger Hardware-Sprung, kein Gerät, bei dem man nach fünf Minuten laut „wow“ ruft – aber eben auch keine schlechten Smartphones. Im Gegenteil: Beide liefern ein sehr rundes Gesamtpaket mit sehr guten Displays, hoher Alltagsleistung, sauberer Software und verlässlichen Kameras ab.
Das eigentliche Problem der beiden ist eher, dass Samsung 2026 erneut sehr vorsichtig unterwegs ist. Wer ein Galaxy S25 oder S25 Plus besitzt, bekommt hier einfach zu wenig Neues geboten, um ernsthaft über ein Upgrade nachzudenken. Selbst von einem S24(+) ausgehend halten sich die Verbesserungen in Grenzen. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass andere Hersteller mutiger agieren – sei es bei Akkutechnologien, Ladegeschwindigkeiten oder auch bei neuen Kameraansätzen. Besonders im Bereich Akku und Laden fehlt es Samsung weiterhin an echten Fortschritten.
Genau hier stellt sich langfristig die Frage, ob Samsungs sehr konservativer Ansatz irgendwann zum Problem wird. Solange die Gesamtpakete so stimmig sind wie hier, fällt das im Alltag kaum negativ auf. Wenn die Konkurrenz aber weiter konsequent nachlegt, könnte dieser Vorsprung in einzelnen Bereichen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Persönlich würde ich in diesem Jahr eher zum Galaxy S26 Plus greifen. Nicht, weil es das deutlich spannendere Gerät wäre, sondern weil ich große Displays einfach lieber mag und das 6,7-Zoll-Panel für mich im Alltag mehr hergibt. Videos, Fotos, Social Media, Texte, alles macht darauf einfach ein Stück mehr Spaß. Dazu kommt, dass das S26 Plus trotz seiner Größe weiterhin angenehm schlank bleibt.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 21.03.2026
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