Mit dem Galaxy Z Fold 7 leitet Samsung ein neues Kapitel für Foldables ein: Endlich ein faltbares Smartphone, das mit 4,2 mm unglaublich dünn ist, robust verarbeitet wirkt und mit einer Flaggschiff-Kamera aufwartet, die von sich behauptet mit den Besten mithalten zu können. Doch geht Samsung mit dieser Bauweise Kompromisse ein oder übertrifft das Fold 7 sogar die Konkurrenz aus China? Ich habe das Foldable ausführlich für euch getestet!
Bereits vor der offiziellen Vorstellung war klar, dass Samsung mit dem Galaxy Z Fold 7 ein „Ultra“-Smartphone präsentieren wird, das signifikante Upgrades in den Bereichen Kamera, Display und Design bringen wird. Ultra ist aber leider auch der Preis: Das Z Fold 7 wird mit 256 Gigabyte Speicher für eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.099 Euro angeboten und ist somit 100 Euro teurer als das Vorgängermodell, das Galaxy Z Fold 6 (Test). Für die Speichervarianten mit 512 GB oder 1 TB müsst ihr 2.219 Euro respektive 2.519 Euro auf die Ladentheke legen.
Während der Vorbestellerphase, die bis einschließlich 24. Juli läuft, gibt es allerdings ein kostenloses Speicherupgrade. Bestellt man also das 512-GB-Modell, bekommt man es zum Preis der 256-GB-Version. Darüber hinaus gibt es noch unseren exklusiven Rabattcode DIGITAL15, mit dem ihr aktuell 15 % Rabatt im Samsung Online-Shop bekommt.
Preis-Update: Mittlerweile ist das Galaxy Z Fold 7 schon deutlich günstiger bestellbar und bei Notebooksbilliger z.B. ab 1.390 Euro verfügbar – das sind über 700 Euro unter UVP!
Wie bei Samsung üblich, sollte das Smartphone wenige Wochen nach der offiziellen Verfügbarkeit bei einigen Drittanbietern bereits für 100 bis 200 Euro weniger erhältlich sein.
Kurz-Fazit zum Samsung Galaxy Z Fold 7 #tl;dr
Das Samsung Galaxy Z Fold 7 ist das bislang ausgereifteste Foldable von Samsung – extrem dünn, angenehm leicht und mit starkem Alltagsnutzen dank großem Außendisplay. Auch die neue 200-MP-Kamera, die wir schon vom S25 Ultra und S25 Edge kennen, überzeugt. Dazu gibt es eine starke Performance und eine tolle Software mit Gemini-Integration. Kompromisse gibt’s bei Kamera-Zoom, Ladegeschwindigkeit und dem wackeligen Kamerabuckel. Zudem hat Samsung leider auf Silizium-Kohlenstoff verzichtet.
Für Enthusiasten mit Faible für modernste Technik ist das Klapphandy aber ein echter Wow-Moment. Mit einem Preis von mindestens 2.099 Euro UVP müsst ihr jedoch auch tief in die Tasche greifen.
Design & Verarbeitung: Sogar das dünnste Foldable?
Mit dem Galaxy S25 Edge hat Samsung bereits demonstriert, dass sie auch Flaggschiffe im flachen Format entwickeln können – und bringt mit dem Galaxy Z Fold 7 das offenbar weltweit dünnste faltbare Smartphone auf den Markt. Im aufgeklappten Zustand misst es gerade einmal 4,2 Millimeter, zusammengeklappt kommt es auf 8,9 Millimeter.
Anders als Honor beim Magic V5 wirbt Samsung jedoch nicht damit, das „dünnste Foldable der Welt” anzubieten. Wie erste Hands-On-Bilder und Videos in den vergangenen Tagen gezeigt haben, scheint Samsung tatsächlich an Honor vorbeigezogen zu sein. Einen genauen Vergleich können wir erst in ein paar Wochen veröffentlichen – ein kostenloses Abo für unseren YouTube-Kanal kann sich also lohnen.
Irgendwie verrückt: Leichter als ein S25 Ultra!
Mit 215 Gramm ist das Fold 7 zudem auch noch leichter als ein Galaxy S25 Ultra (Test), obwohl es sogar einen zweiten Bildschirm mitbringt (dazu gleich mehr). Es ist schon etwas surreal, dass Samsung das hinbekommen hat – denn das faltbare Smartphone liegt einfach sehr gut in der Hand.

Beim Rahmen setzt Samsung zwar auf Aluminium, dafür kommt allerdings Corning Gorilla Glass Ceramic 2 für den Schutz des Cover-Displays und Gorilla Glass Victus 2 für die Rückseite zum Einsatz. Das Hauptdisplay wird weiterhin durch Ultra-Thin-Glass geschützt, das diesmal aber 50 % dicker ist und zusätzlich durch eine Rückplatte aus Titan gestärkt wird. Ich persönlich hätte mir aber wohl eher das weniger reflektierende Gorilla Armor 2 vom S25 Ultra gewünscht.
Meinung:Ich bin Foldable-Nutzer der ersten Stunde und hatte über die vergangenen Jahre immer wieder die Möglichkeit, faltbare Smartphones von Samsung und anderen Herstellern im Alltag zu nutzen. Das erste Galaxy Fold war damals ein echter Wow-Moment, mit dem Galaxy Z Fold 2 hat Samsung dann wesentliche Merkmale wie das Display und das Scharnier verbessert – doch seitdem gab es eigentlich immer nur kleinere Upgrades. Das Fold 7 eröffnet da tatsächlich ein neues Level der Foldables!
Max Jambor
Schon das Oppo Find N5 konnte mich zu Beginn des Jahres wieder in diesen Wow-Moment versetzen und auch Samsung hat mit dem Fold 7 genau das jetzt wieder geschafft. Ein faltbares Smartphone, das in der Hand wie ein ganz normales Handy wirkt, aber im aufgeklappten Zustand sein volles Potenzial entfaltet.
Blue Shadow: Eine fantastische Farbe!
Positiv überrascht hat mich auch die neue „Hero-Color“: Blue Shadow. Die stark an das Blau des Galaxy S25 angelehnte Farbe gefällt mir persönlich sehr gut. Ansonsten sind die alternativen Farben eher etwas konservativ: Jet Black, Silver Shadow und Mint – letzteres ist aber ausschließlich im Samsung Online-Store verfügbar. Dagegen ist das knallige Coral Red des Galaxy Z Flip 7 ein echter Blickfang.
Nur zwei weitere Punkte gibt es zum Design und der Verarbeitung noch zu sagen:
- Das Galaxy Z Fold 7 ist auch in diesem Jahr wieder IP48 zertifiziert, sodass es auch in Wasser eingetaucht werden kann, ohne Schaden zu nehmen. Das Honor Magic V5 ist hingegen sogar IP58+IP69 zertifiziert und hält etwas mehr aus.
- Kamera: Ich habe noch nie ein Smartphone genutzt, das ohne Hülle so stark auf dem Tisch wackelt wie dieses Gerät – aber dazu gleich mehr
YouTube-Video: Bestes Foldable 2025? Galaxy Z Fold 7 vs. Honor Magic V5
Display(s): Einfach exzellente OLEDs
Einer der größten Kritikpunkte an Foldables von Samsung war bislang das relativ schmale Außendisplay. Mit dem Galaxy Z Fold 7 konnte Samsung das Format auf 21:9 ausweiten und die Diagonale auf 6,5 Zoll erweitern, was bedeutet, dass es fast an das Format eines normalen Smartphones herankommt. Textnachrichten schreiben oder durch Social Media scrollen ist daher auf dem Cover-Display gar kein Problem mehr. Beim Galaxy Z Fold 6 gelang das zwar schon deutlich besser, war mit meinen etwas dickeren Fingern aber immer noch nicht ideal.


Auch das riesige Hauptdisplay auf der Innenseite ist gewachsen: Samsung verbaut ein 8 Zoll großes AMOLED-Display, das – wie das Cover-Display – eine adaptive Bildwiederholrate von 1-120 Hertz und laut Hersteller eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.600 Nits erreichen kann. In unserem Test konnten wir mithilfe eines X-Rite-Displayprofilers eine maximale Helligkeit von 1.420 Nits bei Vollbild-Weiß (100 % APL) und 2.290 Nits bei reduziertem Weißanteil (10 % APL) erreichen. Das Cover-Display erreicht hingegen 1.365 (100 % APL) respektive 2.270 (10 % APL) Nits.
Das sind Werte auf absolutem Topniveau, hier beweist Samsung wieder Expertise im Displaybereich. Einziges Manko: Durch die recht schnell spiegelnde Folie auf dem Innendisplay kann es bei sehr starkem Sonnenlicht manchmal etwas schwieriger sein, die Inhalte zu erkennen.
Ist die Falte jetzt weniger sichtbar?
Ein weiterer Punkt, den Samsung beim Galaxy Z Fold 7 verbessert hat, ist die Falte in der Mitte. Der „Knick“ ist im aufgeklappten Zustand deutlich weniger auffällig, aber nach wie vor vorhanden. Doch ganz ehrlich: Je öfter ihr das Gerät nutzt, desto weniger fällt euch die mittlerweile dezente Wölbung auf – sowohl optisch als auch beim Wischen mit dem Finger über das Display. Mich persönlich hat die Falz tatsächlich noch nie gestört.
Worauf man beim Fold 7 allerdings verzichten muss, ist die Unterstützung für den S Pen. Aufgrund der schlanken Bauweise war schlicht kein Platz mehr für den Digitizer, so zumindest die Aussage von Samsung. Mich persönlich stört das allerdings nur wenig, denn schon in der Vergangenheit musste man den S Pen immer separat mit sich herumtragen. Ob Samsung in Zukunft ein Fold mit integriertem S Pen an den Start bringt, ist noch offen.
Performance & Speicher
In Sachen Performance platziert sich das Galaxy Z Fold 7 knapp hinter den „normalen“ Top-Smartphones, denn im Inneren kommt der Qualcomm Snapdragon 8 Elite for Galaxy zum Einsatz – der werkelt auch schon in der Galaxy S25 Serie. Gegenüber dem hauseigenen Ultra-Flaggschiff liegt das Fold 7 zwar etwa 10 % zurück, bietet gegenüber dem Vorgänger aber 25-30% mehr Rechenleistung.
Bei besonders grafikintensiven Anwendungen zeigt sich dann, dass Samsung beim Galaxy Z Fold 7 auf eine Vapor Chamber, sprich eine Dampfkammer, zur Kühlung verzichtet. Gegenüber dem S25 Ultra bleibt das faltbare Fold 7 etwa 30 % zurück und kommt nach 20 Durchläufen des 3D Mark Wild Life auf eine Leistungsstabilität von 62 %.
Das Gute ist: Selbst wenn das Gerät unter Volllast läuft, spürt man die Wärme nur bedingt, denn der Prozessor ist im oberen Bereich neben der Kamera platziert. Und selbst mit etwas weniger Grafikleistung bietet das Fold 7 immer noch eine starke Performance zum Zocken.
Kombiniert wird der Snapdragon-Chip standardmäßig mit 12 Gigabyte RAM und mindestens 256 Gigabyte internem Speicher. Für ein Smartphone dieser Preisklasse wären 16 GB RAM aber durchaus angebracht gewesen – die gibt es erst beim 1 TB Modell für 2.519 Euro UVP.
Zur weiteren Ausstattung des Foldables gehören Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 und NFC für mobiles Bezahlen mit Google Wallet, Samsung Pay oder seit Neuestem sogar PayPal. Auf der Unterseite befindet sich ein USB-C-Anschluss mit USB-3.2-Standard, der Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s unterstützt – wie auch immer der noch in diesen verdammt dünnen Rahmen passt.
Akku & Laden
Anders als ich im Voraus erwartet habe, hat sich beim Akku im Vergleich zum Vorgängermodell nichts verändert. Wie schon beim Vorgänger verbaut Samsung zwei Zellen mit einer Gesamtkapazität von 4.400 Milliamperestunden. Einige denken sich jetzt vielleicht: „Das ist schwach, Samsung – die Chinesen haben mittlerweile 5.500 mAh oder mehr.“ Und ja, das stimmt, aber Samsung hat es trotzdem geschafft, das Maximum aus dem Akku rauszuholen.
Immer noch kein Silizium-Kohlenstoff, schade!
In meinem alltäglichen Gebrauch, bei dem ich rund 60–65 % der Zeit das mittlerweile echt gut nutzbare Cover-Display verwende und den Rest das Hauptdisplay, komme ich locker über den Tag. Wenn ich das Cover-Display eher zu 80 % oder mehr nutze, sind auch anderthalb Tage drin – mit Energiesparmodus vielleicht sogar noch etwas mehr.

Würde man ausschließlich das 8-Zoll-Hauptdisplay verwenden, reicht das logischerweise keinen ganzen Tag. Das passiert bei mir, wenn überhaupt, nur mal an einem verschlafenen Sonntag – und dann hab ich sowieso immer ein Ladekabel in Armlänge von der Couch entfernt.
Wichtig: Mit der aktuell auf unserem Testgerät installierten Software ließ sich der PC Mark Battery Benchmark nicht starten – sobald ein Update erscheint, werden wir den Wert natürlich nachtragen und gegenüber der Konkurrenz einordnen.
Dementsprechend kann ich mich über die Akkulaufzeit kaum beklagen. Natürlich hoffe ich trotzdem, dass Samsung im kommenden Jahr auf Silizium-Kohlenstoff-Akkus setzt und so die Energiedichte weiter erhöht, ohne das Gerät wieder dicker zu machen. Zudem muss sich ein Magic V5 mit 5.820 mAh erstmal im Alltag beweisen – seid also auf den Test & Vergleich gespannt (kommt Ende August).
Lädt mal wieder „superduperschnell“ (nicht) ..
Beim Laden geht’s – Samsung-typisch – „superschnell“ voran. Man setzt weiterhin auf 25 Watt kabelgebundenes Laden, was ehrlich gesagt besser sein könnte. Da der Akku bei mir aber einen Tag durchhält und ich das Gerät meistens nur nachts lade, ist das noch verschmerzbar (nutzt hier dann bitte den Akkuschutz!). Wenn das Handy tagsüber mal leer geht oder ich es nachts vergessen habe zu laden, wären 65 Watt oder mehr aber definitiv keine schlechte Sache.
Über Wireless Charging muss ich eigentlich gar nicht viel sagen: 15 Watt sind möglich, allerdings ohne MagSafe-Magnete. Wie vermutlich in vielen Haushalten mit iPhone-Nutzern liegt auch bei mir immer irgendwo ein MagSafe-Ladegerät rum – und ja, man kann das Fold 7 damit laden. Aber das ist teilweise wirklich Millimeterarbeit, die Kupferspule im Gerät exakt mit dem Charger auszurichten.
Hier muss Samsung meiner Meinung nach einfach mal in den (sauren) Apfel beißen und den Qi2-Standard MIT Magneten verbauen – im Sinne der Nutzerfreundlichkeit. Die Ausrede „die Magnete sind zu dick“ zählt nicht mehr. Es gibt mittlerweile zig Drittanbieterhüllen, die hauchdünn sind und trotzdem starke Magnete verbaut haben.
Software mit Gemini
Bei der Software hat Samsung in den letzten Monaten meiner Meinung nach einiges richtig gemacht. In den letzten Jahren hat mich One UI eher abgeschreckt – aber seit One UI 7 bin ich wieder Fan der Benutzeroberfläche. Auf dem Galaxy Z Fold 7 läuft sogar schon One UI 8 auf Basis von Android 16. Das bedeutet: Das Fold ist vollgepackt mit Features wie Taskbar, Samsung DeX, Galaxy AI, Gemini – und vielem mehr. Trotzdem wirkt die Oberfläche für mich nicht überladen, sondern aufgeräumt und modern.
Besonders Gemini habe ich in den letzten Wochen richtig zu schätzen gelernt. Dass Googles Sprachbot auf verschiedene Funktionen wie Kalender, Erinnerungen, Nachrichten und noch einiges mehr direkt auf dem Gerät zugreifen kann, erleichtert mir im Alltag einfach ungemein die Arbeit.
Gute Skalierung von App auf dem Innendisplay!
In der Vergangenheit gab es außerdem immer wieder Probleme bei der App-Skalierung auf Foldables – das hat sich mittlerweile zum Glück erledigt. Die meisten Apps wie WhatsApp, Instagram, TikTok, YouTube, Gmail und Co. sind inzwischen an das ungewöhnliche Seitenverhältnis angepasst, was richtig gut ist.
Darüber hinaus gibt es für das Galaxy Z Fold 7, wie auch für alle anderen aktuellen Samsung-Flaggschiffe, bis zu sieben Jahre Android- sowie Sicherheits-Updates. Damit ist das Foldable auch perfekt für eine langjährige Nutzung gewappnet.
Kamera
Hier hat Samsung richtig nachgelegt – und das dürfte viele Fans wohl endlich zufriedenstellen. Denn das Galaxy Z Fold 7 setzt auf eine 200 Megapixel Hauptkamera (24 mm, f/1.7, 1/1,3″, OIS), eine 12 Megapixel Ultraweitwinkelkamera (120° FOV, f/2.2, AF) und eine 10 Megapixel Telelinse (67 mm, 3x opt. Zoom, f/2.4, OIS). Zusätzlich kommen vorne und innen jeweils 10 Megapixel Selfiekameras zum Einsatz.

Die größte Verbesserung liegt klar bei der Hauptkamera: Samsung verbaut den gleichen Sensor, der auch im Galaxy S25 Ultra zum Einsatz kommt, setzt dabei jedoch auf die flachere Kameramodul-Bauweise des Galaxy S25 Edge. Zudem ist der Autofokus für die Ultraweitwinkel-Linse neu.
Einen Tod muss man aber sterben: Durch den großen Sensor ragt das Kameramodul deutlich aus dem Gehäuse hervor. Im zugeklappten Zustand wackelt das Gerät dadurch auf flachen Oberflächen wie kein anderes. Mit einer Hülle relativiert sich das zum Glück wieder – aber ohne Case ist das Wackeln definitiv auffällig.
Einschätzung der Fotoqualität
Die 200-Megapixel-Hauptkamera ist der Star hier und liefert bei Tageslicht einfach sehr starke Ergebnisse ab. Die Aufnahmen sind detailreich, scharf und haben eine tolle Dynamik – mit der typischen Samsung-Farbgebung, die warm und lebendig wirkt, ohne zu übertreiben. Ich habe das in den letzten Wochen bei allem Möglichem ausprobiert, von Street-Fotos in der Stadt bis hin zu Aufnahmen in schlecht beleuchteten Hallen, und es fühlt sich endlich so an, als hätte ein Foldable eine Kamera auf Flaggschiff-Niveau. Dank der hohen Auflösung kann man mit einem 2x Digitalzoom (durch Crop) fast verlustfrei ranzoomen, ohne dass die Qualität merklich einbricht.
Bei schlechteren Lichtverhältnissen schlägt sich die Hauptkamera ebenfalls richtig gut. Der Nachtmodus zieht Details aus dunklen Ecken, ohne dass alles künstlich aufgehellt wirkt. Die Rauschunterdrückung arbeitet ebenfalls gut, auch wenn feine Texturen manchmal ein bisschen weicher ausfallen. In richtig dunklen Räumen kann der Fokus mal haken, was zu leichter Unschärfe führt, aber insgesamt ist das ein massiver Sprung vorwärts zum Fold 6.
Ultraweitwinkelkamera
Die 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera macht bei guten Lichtverhältnissen einen soliden Job und passt farblich gut zur Hauptkamera, Verzerrungen an den Rändern sind minimal. Aber bei schwachem Licht lässt die Qualität nach, Bilder werden schneller unscharf, verrauscht oder überbelichtet, und die Dynamik ist nicht so stark wie bei der Hauptkamera.
Neu ist der Autofokus, der jetzt Macro-Shots erlaubt – und das funktioniert überraschend gut. Nahaufnahmen von Blumen oder kleinen Details kommen scharf und detailliert raus, besser als beim Fold 6. Ihr könnt sogar ausgesprochen nah an Objekte herangehen und so selbst die feinsten Details einfangen.
Telekamera
Die 10-Megapixel-Telelinse mit 3x optischem Zoom kommt mir grundsätzlich etwas schärfer und klarer als beim Vorgänger vor, was wohl auf die Software zurückzuführen ist. Die 3-fache Vergrößerung ist super für Portraits oder entfernte Motive, doch schon beim 10x Zoom nimmt die Qualität stark ab. Spätestens ab dem 20x Zoom sehen Bilder dann schnell wei ein Ölgemälde aus.
Am Ende kommen noch die Frontkameras, die beide mit einer guten Qualität punkten können. Die Linse auf dem Cover-Display ist wie gehabt sehr brauchbar für schnelle Selfies, die neue Punch-Hole-Kamera innen ist hingegen ein Game-Changer – breiterer 100-Grad-Blickwinkel für Gruppen-Selfies oder Videoanrufe und mit besserer Qualitätr als beim Fold 6, dessen 4 MP Sensor unter dem Display für ziemlich ausgewaschene Ergebnisse sorgt. Dazu trennt der Porträtmodus den Hintergrund zuverlässig ab, auch wenn feine Haare mal Probleme machen.
Ansonsten könnt ihr Selfies aber auch ganz einfach über die Hauptkamera machen – und das sogar mit der Ultraweitwinkelkamera. Im zugeklappten Zustand die Kamera-App öffnen, oben links auf das kleine Symbol tippen, das Fold 7 aufklappen und schon kann es losgehen.
Fazit: Galaxy Z Fold 7 setzt neue Maßstäbe, aber nicht ohne Abstriche
Das Samsung Galaxy Z Fold 7 ist ein echtes Highlight und eröffnet tatsächlich das zweite Kapitel für Foldables, wie Samsung es verspricht. Nach intensivem Testen kann ich sagen: Das faltbare Smartphone fühlt sich an wie ein normales Smartphone, ist unglaublich dünn und leicht, liegt super in der Hand und bringt mit dem erweiterten Cover-Display sowie dem größeren Hauptscreen echte Alltagsverbesserungen.
Die Performance ist sehr stark (wenn auch nicht spitzenmäßig), die Software mit One UI 8 inklusive Gemini macht Spaß und auch die Kamera – allen voran die 200-MP-Hauptkamera – hebt das Fold 7 endlich auf Flaggschiff-Niveau. Der Akku hält trotz unveränderter Kapazität überraschend gut durch, dass mit Silizium-Kohlenstoff jedoch ein größerer Akku möglich gewesen wäre, muss sich Samsung dennoch ankreiden lassen.
Zudem gibt es kleine Kompromisse: Der Kamerabuckel sorgt für ein Wackeln auf dem Tisch, der 3x Zoom mit nur 10 MP Sensor hinkt der Konkurrenz hinterher und Laden ist mit 25 Watt sehr langsam. Im Vergleich zu chinesischen Rivalen wie dem Honor Magic V5 oder Oppo Find N5 kann das Fold 7 hinsichtlich Design und Display zwar aufschließen (oder diese sogar übertreffen), doch hinsichtlich Akkukapazität, Ladetechnik und Kameraausstattung hinkt Samsung weiterhin hinterher.
Am Ende ist das Z Fold 7 kein Massenprodukt, sondern für Foldable-Enthusiasten, die das Dünnste und Modernste wollen und bei einem Preis ab 2.099 Euro UVP (mit unserem Rabattcode DIGITAL15 gibt es 15% Rabatt!) bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Wer sparen will, sollte sich einige Wochen gedulden, bis der Preis gesunken ist. Zudem steht mit dem Magic V5 noch ein weiterer Konkurrent in den Startlöchern, der dem Fold 7 ordentlich einheizen könnte.
Pro
- extrem dünnes Design
- sehr gute Verarbeitung
- exzellente Displays
- starke Hauptkamera
- sehr gute Performance
- vernünftige Akkulaufzeit
- langes Update-Versprechen (7 Jahre)
Contra
- langsames Laden
- 10 MP Zoom-Kamera kein Hit (mehr)
- hohe UVP
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