Der Asus ROG Strix XG27WQ ist ein Curved-Monitor für Gamer, der klassisch in 27 Zoll mit 16:9-Format daherkommt. Überzeugen soll er unter anderem mit einer WQHD-Auflösung und 165 Hertz. Wir haben den Monitor im Test genau unter die Lupe genommen.

Übersicht

Asus veröffentlichte den ROG Strix XG27WQ im Juni 2020 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 549 Euro in Deutschland. Zum Testzeitpunkt ist er bereits um rund 50 Euro im Preis gesunken. Alternativen aus den eigenen Reihen sind etwa der Asus TUF Gaming VG27WQ, welcher bereits für rund 370 Euro erhältlich ist sowie der Asus ROG Strix XG279Q, der allerdings mit einem Preis von über 660 Euro allerdings ein gutes Stück teurer ausfällt.

Lieferumfang

  • Asus ROG Strix XG27WQ
  • HDMI-Kabel
  • DisplayPort-Kabel
  • Acryl-Cover
  • Netzteil
  • Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung

Der Monitor bietet ein für Asus typisches ROG-Design mit auffälligem RGB-Ring auf der Rückseite und rotem Licht auf der Unterseite. Optisch ähnelt er anderen Modellen wie etwa dem PG27VQ. Die Akzente am Standfuß sind neuerdings rot anstatt kupferfarben. Die Krümmung macht sich jedoch stets bemerkbar. Der Lichtprojektor auf der Unterseite kann dank der mitgelieferten Schablonen auch andere Symbole auf die Tischfläche projizieren. Wie bei manch anderen Asus-Monitoren gibt es ebenfalls eine Kunststoffblende für die Anschlüsse.

Aufgrund des wuchtigen Standfußes nimmt er mit rund 27 Zentimetern Tiefe viel Platz auf einem Schreibtisch ein. Er ist außerdem knapp 62 Zentimeter breit und zwischen 42 und 52 Zentimeter hoch. Auf die Waage bringt der ROG Strix XG27WQ 6,2 Kilogramm, da der Standfuß aus Metall besteht. Dieser verfügt über drei Beine und sorgt für einen soliden Halt.

Die Verarbeitung des Standfußes und der Monitor-Rückseite ist wertig und das bewährte Design hebt sich optisch von vielen Konkurrenz-Monitoren ab. Einzig die Anschlussabdeckung macht einen billigen Eindruck, da die Kunststoffhaken nicht sonderlich gut halten. Dezent möchte der Asus-Monitor keineswegs auftreten, wie die untere und hintere Beleuchtung sowie das Muster auf der Rückseite verdeutlichen.

Ergonomie und Anschlüsse

Asus ROG Strix XG27WQ lässt sich um 20 Grad nach oben und um fünf Grad nach unten neigen. Höhenverstellbar ist er selbstverständlich auch, konkret um je zehn Zentimeter. Nach links und rechts gibt es einen Schwenkradius von insgesamt 100 Grad. Es ist nicht möglich, den Monitor zu drehen, aber eine Wandmontage geht wiederum schon (VESA 100 x 100).

Hinter der recht lästig anzubringenden Kunststoffblende versteckt sich die üblichen Anschlüsse. Für die Anzeige stehen zweimal HDMI 2.0 sowie einmal DisplayPort 1.2 zur Verfügung. Über HDMI lassen sich die volle Auflösung und maximal 144 Hertz anzeigen. Die zusätzlichen 21 Hertz gibt es hingegen nur über DisplayPort. Außerdem verbaut Asus noch einen 3,5-Millimeter-Klinkenausgang, etwa für Kopfhörer, und zwei USB 3.0-Ports mitsamt zugehörigem Upstream-Anschluss. Um den hinteren RGB-Ring über Aura Sync zu steuern, muss eine USB-Verbindung zwischen dem Monitor und PC bestehen.

Eigenschaften und Bildqualität

Der taiwanische Hersteller hat sich für ein klassisches Seitenverhältnis von 16:9 entschieden. Daher beträgt die WQHD-Auflösung exakt 2.560 x 1.440 Pixel. Ab Werk liegt die maximale Bildwiederholrate bei 165 Hertz und Adaptive Sync wird unterstützt. Asus bewirbt den Gaming-Monitor mit Unterstützung für AMD FreeSync Premium Pro, aber wir konnten ihn auch problemlos mit Nvidia G-Sync benutzen.

Dem Datenblatt zufolge leuchtet der Bildschirm maximal mit einer Helligkeit von 450 Nits. Damit erfüllt er die Voraussetzungen des DisplayHDR-400-Standards. Trotz des 8-Bit-Panels unterstützt der ROG Strix XG27WQ Inhalte mit HDR10. Wie üblich, haben wir die Helligkeit und Ausleuchtung mit einem X-Rite i1Display Pro nachgemessen.

In der Bildschirmmitte beträgt die maximale Helligkeit 455 Nits und durchschnittlich sind auf der gesamten Monitorfläche rund 423 Nits möglich. Die Abweichung gegenüber der Herstellerangabe ist mit circa sechs Prozent also recht gering.

Bildeindruck

Ganz leichtes Backlight-Bleeding konnten wir an zwei Bereichen am unteren Bildschirmrand feststellen. Dies fiel jedoch nur dann auf, wenn der Raum sehr dunkel war, auf dem Monitor vollständig Schwarz angezeigt wurde.

Die WQHD-Auflösung und die hohe Bildwiederholrate sorgen für ein gutes Spieleerlebnis. Zusätzlich macht sich die Krümmung beim Spielen positiv bemerkbar. Regulär bietet sich ein Curved-Panel eher für breitere Formate wie 21:9 oder 32:9 an, doch auch in diesem Fall ist es subjektiv angenehmer. Diesbezüglich gilt es allerdings anzumerken, dass es in dieser Preisklasse auch bereits Ultrawide-Monitore mit ähnlichen Eigenschaften existieren. Diese bieten bei Spielen natürlich den Vorteil einer breiteren und somit größeren Anzeigefläche.

Im Vergleich zu 144 Hertz sind 165 Hertz keine sonderliche Steigerung. Sichtbar war der Unterschied nur beim UFO-Test. Da die Bildrate beim Spielen in der Regel sowieso dauerhaft schwankt, dürfte die geringfügig höhere Wiederholfrequenz wohl kaum auffallen. Zum Test verwendeten wir eine Nvidia RTX 2080 Super, welche in vielen Spielen Bildraten in diesem hohen Bereich schaffte. Variabel ist die Bildwiederholrate mit FreeSync und G-Sync zwischen 48 und 165 Hertz und unterhalb dieses Bereichs greift die Low Framerate Compensation.

...und auf Stufe 5.
Mit Overdrive auf Stufe 1...

Overdrive lässt sich in fünf verschiedenen Stufen einstellen. Bei Stufe Eins und Zwei gibt es noch keine sichtbaren Bildartefakte, jedoch durchaus auf Stufe Fünf. Bezüglich der Helligkeit ist anzumerken, dass das Bild mit einigen Modi sogar etwas zu hell im Testbetrieb war, sodass wir die Leuchtkraft zum Arbeiten in der Regel um die Hälfte reduziert haben.

Stromverbrauch und Bedienung

Im Standby-Modus beträgt die Leistungsaufnahme des Monitors weniger als 0,5 Watt. Eingeschaltet, mit maximaler Helligkeit und 165 Hz genehmigt sich ROG Strix XG27WQ maximal 40 Watt.

Die Bedienung erfolgt über einen Fünf-Wege-Joystick und vier Tasten. Der Joystick ist eine bewährte Bedienungsmethode für Monitore und zudem deutlich intuitiver als eine reine Tasten-Steuerung. Alternativ kann die Steuerung auch mit Hilfe der ASUS DisplayWidget Software vorgenommen werden.

Fazit

Asus kombiniert beim ROG Strix XG27WQ erfolgreich die beliebte Mischung aus 27 Zoll-Diagonale, 16:9-Format und einer hohen Bildwiederholfrequenz. Die 1.500-R-Krümmung und das einwandfreie VA-Display mit 165 Hertz sprechen für den Monitor. Ebenfalls können die Helligkeitswerte überzeugen.

Mit Ausnahme eines anderen Standfuß-Designs und des RGB-Rings auf der Rückseite gibt es allerdings den technischen Daten zufolge keine Unterschiede zum TUF Gaming-Modell, der deutlich günstiger ist. Auch Konkurrenzmodelle mit ähnlichen Spezifikationen rangieren vielmehr im Preisbereich zwischen 280 und 430 Euro.

Monitore
Allround-PC.com
09/2020
ASUS ROG Strix XG27WQ
Empfehlung

Pro

  • gute Helligkeitswerte
  • 165 Hertz ohne Übertakten
  • stimmige Gesamtausstattung
  • cooles Design

Contra

  • fummelige Anschlussabdeckung
  • Preis vergleichsweise hoch

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