Cooler Master GM34-CW2: Ultrawide-Gaming-Monitor im Test (Video)

Gelingt das Debüt?
Coolermaster  / Tim Metzger

Mit dem GM34-CW2 hat Cooler Master erstmals einen Gaming-Monitor auf den Markt gebracht. Der gebogene Ultrawide-Bildschirm bietet eine scharfe QHD-Auflösung und kommt sogar mit Quantum Dots für knackigere Farben daher. Kann sich Cooler Master im stark umkämpften 34-Zoll-Segment damit behaupten? Wir haben den GM34-CW2 für euch getestet.

Solche 34-Zoll-Monitore erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie aufgrund ihres Ultrawide-Formats praktischer für Gaming und Multitasking sind. Cooler Master brachte den GM34-CW2 bereits im Frühjahr 2021 auf den Markt. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 649 Euro, inzwischen ist er jedoch bereits für 529 Euro erhältlich. Innerhalb der letzten zwei Jahre erschienen jedoch diverse Alternativen mit ähnlichen Spezifikationen, zu denen etwa der Huawei MateView GT (409 Euro), der Xiaomi Mi Curved Gaming 34” (406 Euro) und der Gigabyte G34WQCA (400 Euro) zählen.

Als Argument für den höheren Preis nennt Cooler Master die im Bildschirm integrierten Quantum Dots. Sie sorgen für kräftigere Farben und eine hohe Farbraumabdeckung, allerdings liegen die genannten Konkurrenten auch ohne Quantum Dots bei der Farbraumabdeckung nahezu gleichauf; zumindest laut Herstellerangaben. Mit Quantum Dots gibt es in diesem Segment nur wenige Optionen und der GM34-CW2 stellt dort die günstigste dar – andere Modelle kosten mindestens 600 Euro.

Design, Ergonomie, Anschlüsse

Der Cooler-Master-Monitor weist ein schwarzes Gehäuse mit drei LED-Streifen auf der Rückseite auf. Sie leuchten in der Herstellerfarbe Violett und können alternativ blinken oder für einen subtileren Look abgeschaltet werden. Der Standfuß ist wie das Herstellerlogo geformt, beansprucht nicht allzu viel Schreibtischfläche und besteht wie der schlanke Monitorarm aus Aluminium. Auch die Beschriftung der Bedientasten hat der Hersteller violett gefärbt. Bis auf das weiße Cooler-Master-Logo hinten links gibt es sonst keine weiteren Auffälligkeiten. Die Montage geht schnell vonstatten und erfordert lediglich das Festziehen von drei im Lieferumfang enthaltenen Schrauben.

Der Monitor misst 81 Zentimeter in der Breite, maximal 50 Zentimeter in der Höhe sowie 26,5 Zentimeter in der Tiefe. Er lässt sich um zehn Zentimeter in der Höhe verstellen, nach links und rechts um je 45 Grad schwenken und um fünf Grad nach vorne sowie 15 Grad nach hinten neigen. An der Rückseite gibt es zweimal DisplayPort 1.4, einmal HDMI 2.0, einmal HDMI 1.4, einen Klinkenausgang und den Stromanschluss. Auf USB-Ports wurde leider verzichtet. Des Weiteren sind zwei Drei-Watt-Lautsprecher verbaut – sie klingen brauchbar, mehr aber auch nicht.

Bildschirm

Der 21:9-Bildschirm misst diagonal 34 Zoll und löst in UWQHD auf, was 3.440 × 1.440 Pixeln entspricht. Demnach beträgt die Pixeldichte circa 109 Pixel pro Zoll, was mehr als ausreichend ist. Um nicht ständig beim Arbeiten den Kopf hin und her bewegen zu müssen, hat sich Cooler Master für eine 1500R-Krümmung entschieden.

Es handelt sich um ein VA-Panel mit einem Kontrastverhältnis von 3.000:1, doch es gibt zuweilen auch Konkurrenzmodelle mit 4.000:1. Durch die Quantum Dots erreicht der Bildschirm laut Herstellerangabe eine 125-prozentige sRGB-Abdeckung und 95 Prozent des DCI-P3-Farbraums. Die Bildwiederholrate beträgt bis zu 165 Hertz. Der Produktseite zufolge schafft der Monitor regulär 144 Hertz, die zusätzlichen 21 Hertz mittels Overclock.

In unserem Fall wählte das Windows-System allerdings bereits automatisch die 165 Hertz aus. Im Menü des GM34-CW2 ließ sich die Bildrate ohnehin nicht ändern. Adaptive Sync unterstützt der Gaming-Monitor selbstverständlich. Die Reaktionszeit gibt der Hersteller mit einer Millisekunde an, aber dabei handelt es sich um den MPRT-Wert. Wahrscheinlich bietet der Bildschirm also eine VA-typische Grau-zu-Grau-Latenz von vier Millisekunden.

Ordentliche Helligkeit zum Zocken, aber zu wenig für „echtes“ HDR

Das Datenblatt führt eine Maximalhelligkeit von 400 Nits auf und entsprechend erfüllt das Modell den DisplayHDR400-Standard. Im SDR-Betrieb haben wir maximal 416 Nits gemessen, und zwar im unteren linken Bildbereich, während in der Bildmitte höchstens 388 Nits erzielt wurden. Durchschnittlich schaffte der Gaming-Monitor rund 390 Nits. Die Helligkeitsabweichung zwischen dem hellsten und dunkelsten Messpunkt betrug circa 12 Prozent.

Mit ausgewähltem sRGB-Profil sank die Helligkeit aber auf maximal 327 Nits bzw. durchschnittlich 306 Nits. Im HDR-Betrieb blieb die Maximalhelligkeit unten links sowie in der Bildmitte nahezu unverändert, jedoch zeigte das Messgerät nahe der unteren rechten Ecke sogar bis zu 442 Nits an.

Sofern FreeSync und HDR deaktiviert sind und man sich im Standardmodus befindet, steht im Menü Overdrive zur Auswahl. Zur Verfügung stehen folgende Overdrive-Optionen: Aus, Normal, Schnell, Schneller. Im UFO-Test sind bei deaktiviertem Overdrive deutliche Schlieren sichtbar, bei der normalen Stufe gibt es bereits eine deutliche Verbesserung. Unser Testmodell kam nicht an die quasi schlierenfreie Darstellung eines Odyssey G7 (Test) heran, lag aber dennoch auf einem guten Niveau. Bei der nächsthöheren Overdrive-Stufe war kein Unterschied sichtbar, während auf der höchsten Stufe Artefakte auftraten. Bei normalem Overdrive hinterließ der GM34-CW2 für Gaming einen sehr guten Eindruck.

Bedienung und Stromverbrauch

Für die Bedienung hat Cooler Master vier Tasten neben der Ein/Aus-Taste an der Unterseite integriert. Die Navigation durch das On-Screen-Display (OSD) erfolgt damit nicht so intuitiv wie bei einem Joystick, allerdings gewöhnten wir und schnell an das Layout. Das OSD ist übersichtlich aufgebaut und bietet einen gewohnten Funktionsumfang. Eine zugehörige Software existiert leider nicht. Zu den weiteren Funktionen zählen ein virtuelles Fadenkreuz sowie Picture-by-Picture und Picture-in-Picture.

Das Netzteil wurde direkt im Monitor integriert und verbraucht laut Energielabel 38 Kilowattstunden pro 1.000 Stunden im SDR-Betrieb, im HDR-Betrieb sind es 48 Kilowattstunden. Im Standardmodus (SDR) haben wir bei Vollbildweiß circa 57 Watt gemessen, bei 50-prozentiger Helligkeitsstufe waren es 37 Watt. Wurde stattdessen eine der Grundfarben vollflächig dargestellt, fiel die Leistungsaufnahme um je zehn Watt höher aus. Im sRGB-Profil genehmigte sich der GM34-CW2 stets rund 40 Watt mit 50-prozentiger Helligkeitsstufe und rund 60 Watt bei voller Helligkeit.

Fazit

Mit dem GM34-CW2 ist Cooler Master das Monitordebüt durchaus gelungen. Das Design kann sich sehen lassen und der Bildschirm schnitt im Test gut ab. Die Kombination aus hoher Auflösung, adaptiven 165 Hertz mit guten Reaktionszeiten und um die 400 Nits Helligkeit eignen sich optimal für ambitioniertes Gaming und alltägliche Büroaufgaben mit mehreren Fenstern.

Wer ein besseres HDR-Erlebnis sucht, sieht sich jedoch lieber nach Alternativen mit einer höheren Helligkeit um. Die Quantum Dots sind in dieser Preisklasse ein Alleinstellungsmerkmal, aber es sollte wohlüberlegt sein, ob die geringfügig höhere Farbraumabdeckung circa 100 Euro Aufpreis wert sind. Der aktuelle Preis von 529 Euro wirkt fair, ist allerdings auch kein Schnäppchen.

Monitore
Allround-PC.com Award
05/2022
Cooler Master GM34-CW2
Empfehlung

Pro

  • hohe Auflösung
  • adaptive 165 Hertz
  • gute Helligkeit
  • Quantum Dots für hohe Farbraumabdeckung

Contra

  • nicht hell genug für starken HDR-Effekt
  • teurer als vergleichbare Modelle
  • keine USB-Anschlüsse

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