Mit dem ROG Strix OLED XG27AQDMG Gen 2 überarbeitet Asus seinen beliebten 27-Zoll-OLED und bleibt dabei weiterhin unter 450 Euro. Neben Detailverbesserungen bietet der „Gaming-OLED für Sparfüchse“ nun TrueBlack Glossy und einen Annäherungssensor. Damit grenzt sich der neue Monitor von der Konkurrenz ab. Aber kann er im Test überzeugen?
Der ROG Strix OLED XG27AQDMG aus 2024 ist derzeit einer der beliebtesten OLED-Monitore in Deutschland laut Preisvergleichsportalen und bietet WQHD sowie 240 Hertz. Asus hat das Modell jetzt neu aufgelegt und verbessert: XG27AQDMG Gen 2 (XG27AQDMGR). Zum Testzeitpunkt kostet die zweite Generation 429 Euro, der Vorgänger ist lediglich 30 Euro günstiger. In diesem Preissegment gibt es auch einige Optionen von AOC, Alienware, Gigabyte, MSI und Samsung mit ähnlichen Eckdaten ab 360 Euro, allerdings mit QD-OLED anstatt WOLED.
Ein Alleinstellungsmerkmal des neuen Asus-Monitors ist in dieser Preisklasse die TrueBlack-Glossy-Beschichtung. Jene habe ich bereits beim größeren ROG Strix OLED XG32UCWG getestet und als echtes Highlight befunden. Umgebungsreflexionen werden dadurch um 38 Prozent gegenüber Glossy WOLED reduziert und die Beschichtung sorgt für ein satteres OLED-Schwarz. Im Vergleich zu den QD-OLED-Alternativen ist Asus somit im Vorteil, denn jene haben noch mit dem typischen Grauschleier und Violettstich bei Umgebungslicht zu kämpfen.
Vor- & Nachteile des ROG Strix OLED XG27AQDMG Gen 2 im Überblick
Pro
- sehr gut für WQHD-Gaming
- kompakter Standfuß und HDMI 2.1
- moderner Burn-in-Schutz mit Annäherungssensor
- exzellente Farben und Kontrast
- hohe HDR-Helligkeit
- weniger Reflexionen und besseres Schwarz dank TrueBlack Glossy
Contra
- kein USB-C
- niedrige Vollbildhelligkeit wegen älterer WOLED-Technik
- leicht schlechtere Textklarheit ggü. RGB-Stripe-OLED
Design, Ergonomie & Anschlüsse: Kein USB-C, dafür HDMI 2.1 und kompakt
Asus bleibt beim bekannten Gaming-Design mit Aura-RGB-Beleuchtung in Logoform auf der Rückseite. Der Standfuß mitsamt Stativgewinde fällt erfreulicherweise 30 Prozent kompakter aus, was vor allem in der Tiefe Platz spart. Zudem ist das Netzteil neuerdings integriert und nicht mehr ein externer Klotz. Insgesamt wirkt der Monitor schlank und hochwertig, auch hinsichtlich der Ergonomie-Eigenschaften gibt es nichts zu bemängeln.
Der Bildschirm ist um 110 Millimeter höhenverstellbar und um je 45 Grad nach links und rechts drehbar. Wie es sich für einen 27-Zoll-Monitor gehört, lässt er sich auch beidseitig ins Hochformat rotieren (Pivot). Erneut kann er zudem um 20 Grad nach hinten und um 5 Grad nach vorn geneigt werden.
Die Anschlüsse sind größtenteils unverändert, allerdings arbeiten die beiden HDMI-Anschlüsse nun nach 2.1-Standard. Somit werden 240 Hertz bei voller Auflösung unterstützt, zudem profitieren Konsolen von VRR. Ansonsten gibt es einmal DisplayPort 1.4, einen Klinkenausgang, einen USB-3.0-Upstream und zwei USB-3.0-A-Ports. Auf USB-C wurde verzichtet, im Gegensatz zu ähnlich teuren Alternativen.
Bildqualität: Gewohnt gutes OLED-Bild mit TrueBlack Glossy als Bonus
Erneut kommt ein 26,5 Zoll großes WOLED-Panel der dritten Generation zum Einsatz. Es löst mit 2.560 × 1.440 Pixeln auf, was eine Pixeldichte von rund 111 Pixeln pro Zoll ergibt. Für Gaming gilt WQHD weiterhin als Sweetspot zwischen Schärfe und Performance. Ein Kaufargument dürfte ebenso die sehr hohe Bildwiederholrate von 240 Hertz sein. Zusammen mit den rasanten Reaktionszeiten von OLED und dem knackigen Kontrast ergibt sich ein tolles Spielgefühl, das LCDs weit überlegen ist. Adaptive Sync für FreeSync Premium Pro oder G-Sync Compatible ist natürlich an Bord.
Die Helligkeitsangaben liegen wie beim Vorgänger bei bis zu 275 Nits Vollbildweiß und bis zu 1.300 Nits maximal. Das Testmuster erreichte 260 Nits bei Vollbildweiß und bei 10 % APL 714 Nits. Bei der Peak-Helligkeit schaffte der Bildschirm 1.075 Nits. Für HDR-Gaming eignet sich der XG27AQDMG Gen 2 also optimal, im Alltag bei direktem Gegenlicht könnte die Vollbildhelligkeit aber manchen zu niedrig sein. Während des Tests in der Redaktion hatte ich damit jedoch keinerlei Probleme.
Aufgrund der WOLED-Subpixelstruktur ist die Textdarstellung besser als bei vielen QD-OLEDs. Diesjährige OLEDs mit RGB Stripe überbieten dies nochmal und bieten eine perfekte Textklarheit, bislang gibt es allerdings keine 27-Zoll-WQHD-Modelle damit. Die Asus-Funktion Clear Pixel Edge sorgte in meinem Fall nicht für noch mehr Textklarheit, sondern eher für dezent mehr Unschärfe, weshalb sie deaktiviert blieb.
Wie bei den teureren OLED-Modellen wirbt Asus mit einer Farbgenauigkeit von Delta-E <2. Im sRGBCal-Modus schaffte der Bildschirm durchschnittlich Delta-E 1,2 und maximal Delta-E 2,7. Auch den DCI-P3-Farbraum deckt das Panel nahezu vollständig ab. Worauf gegenüber teureren bzw. modernen OLEDs verzichtet wurde: Unterstützung für Dolby Vision.
Bedienung, OLED-Schutz & Stromverbrauch: Annäherungssensor im „Budget-OLED“
Die Bedienung gelingt wie gewohnt unkompliziert über den Joystick auf der Rückseite, mit dem sich das OSD schnell und präzise steuern lässt. Ergänzend bietet Asus die DisplayWidget-Software, über die sich Profile und Einstellungen bequemer am Rechner anpassen lassen. Die üblichen Gaming-Features wie ein dynamisches Fadenkreuz oder ein Sniper-Zoom in der Bildmitte sind dabei, spannend ist auch die FPS-Anzeige mit Live-Balkendiagramm. Zusätzlich lässt sich die Anzeige auf 24,5 Zoll oder ein 1:1-Format skalieren.
Beim Thema OLED-Schutz setzt der Hersteller auf OLED Care Pro mit Funktionen wie Pixel Shift, Screen Move und dem Neo Proximity Sensor, der das Panel bei Abwesenheit automatisch abdunkelt. Der Annäherungssensor war bislang nur teureren OLED-Modellen vorbehalten. Abgerundet wird das Ganze durch die dreijährige Burn-in-Garantie.
Der Stromverbrauch fällt erfreulich niedrig aus. Asus gibt eine typische Leistungsaufnahme von 25 bis 45 Watt an, was natürlich stark von der Helligkeit und dem Bildinhalt abhängt. Bei voller Helligkeit habe ich je nach Modus (SDR/HDR) 51 bis 81 Watt gemessen. Im Alltagsbetrieb liegt die Leistungsaufnahme jedoch meist zwischen 30 und 40 Watt.
Fazit: Ältere OLED-Technik mit sinnvollen Upgrades
Der Asus ROG Strix OLED XG27AQDMG Gen 2 ist eine gelungene Verfeinerung des beliebten Vorgängers und bleibt als 27-Zoll-OLED im Preissegment unter 450 Euro ein guter Deal. Die TrueBlack-Glossy-Beschichtung hebt sich als Highlight hervor, da sie Reflexionen deutlich besser kontrolliert und ein klares, sattes Bild liefert. Besonders in hellen Räumen grenzt sich der ROG-Monitor somit von günstigeren QD-OLEDs ab.
Dazu kommen HDMI 2.1 für volle 240-Hertz-Unterstützung und besseren Konsolen-Support, der kompakte Standfuß, das integrierte Netzteil und der Annäherungssensor als smarter Burn-in-Schutz. Diese Verbesserungen machen den XG27AQDMG Gen 2 zu einem sinnvollen Gesamtpaket, welches den leichten Generationsaufpreis allemal wert ist.
Trotz der Stärken gibt es Kompromisse: Die Vollbildhelligkeit liegt unter dem Niveau vieler Alternativen und kann in hellen Räumen knapp werden. Zudem fehlt gegenüber vergleichbaren OLEDs ein USB-C-Anschluss mit DisplayPort. Die ältere WOLED-Subpixelstruktur führt zu leichtem Textfringing, das zwar besser als bei den meisten QD-OLEDs ausfällt, aber neueren Panels nicht das Wasser reichen kann.
Insgesamt ist die zweite Generation bzw. XG27AQDMGR der ideale Einstieg für OLED-Neulinge oder Sparfüchse, die Glossy-Optik und WQHD priorisieren. Wer 100 Euro mehr investieren kann, landet beim XG27AQWMG mit Tandem-WOLED, 280 Hertz und höherer Helligkeit. Für knapp 430 Euro stellt der neue Asus-Monitor eine gute Preis-Leistungs-Option zwischen günstigeren QD-OLEDs und teureren RGB-Stripe-OLEDs dar.
Mit * oder markierte Links sind „Affiliate-Links“. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.






















