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MSI MEG X870E Godlike X Edition: Luxus-Mainboard ohne Kompromisse

Limitiert, selten, teuer!
msi meg x870e godlike x edition amd mainboard auf carbontisch liegend

Es gibt Mainboards – und es gibt das MSI MEG X870E Godlike X Edition. Schon beim ersten Blick wird klar: Dieses Board spielt in einer eigenen Liga. Das E-ATX-Monument ist quasi der Porsche unter den Mainboards. Mit einem Preis jenseits der 1.000-Euro-Marke richtet sich die limitierte „X Edition“ klar an passionierte PC-Enthusiasten und Sammler. Doch was bekommt man für so viel Geld und was macht das Godlike so besonders?

MSI feiert mit der X Edition das zehnjährige Bestehen der Godlike-Serie, einer Reihe, die seit 2015 als technisches Flaggschiff innerhalb der MSI-Produktlinie gilt. Damals erschien das erste Godlike mit dem X99A-Chipsatz, rot-schwarzer Optik und DDR4-Support, seinerzeit absolute Speerspitze. Inzwischen hat sich die Serie zur Symbolfigur luxuriöser High-End-Hardware entwickelt.

Die neue X Edition greift dies modern auf: goldene Akzente, eine edle Verpackung und eine limitierte Auflage von nur 1.000 Stück. MSI legt zudem Sammlerstücke bei, darunter eine Plakette samt Display-Ständer und eine schwarze Lucky-Plüschfigur als Schlüsselanhänger. 

msi meg x870e godlike x edition amd mainboard lucky plüschdrache

MSI MEG X870E Godlike X Edition: Das ist dabei!

Schon der Lieferumfang fällt üppig aus: Neben Kabeln und Stickern liegen ein USB-Stick mit Treibern, zwei Temperatursensoren und der M.2 Xpander-Z Slider Gen5 bei. Diese Erweiterungskarte bietet zwei zusätzliche M.2-Steckplätze mit aktiver Kühlung. Überhaupt ist das Unboxing des Godlike X Edition eine Erfahrung für sich, die sich von „normalen“ Mainboards defintiv unterscheidet.

MSI klotzt allerdings nicht nur bei Design und Lieferumfang, sondern auch bei der technischen Basis. Das Board basiert auf einer zehnlagigen Platine mit Zwei-Unzen-Kupferschichten, was Stabilität und Signalqualität verbessert. Die massive Metall-Backplate sorgt nicht nur für eine edle Anmutung, sondern auch für passive Kühlung und Stabilität – kein Wunder also, dass das Board fast drei Kilogramm wiegt.

msi meg x870e godlike x edition amd mainboard backplate

X870E, AM5 und schon für Zen 6

Das Godlike X Edition setzt auf den X870E-Chipsatz, bei dem es sich um AMDs aktuelle Oberklasse handelt. Im Vergleich zum regulären X870 ist er mit einer erweiterten PCIe-Topologie ausgestattet. Der PCH besitzt direkt zwei Promontoy-21-Chips, die zusammen zusätzliche 12 PCIe Gen 4 Lanes bereitstellen können. Hierüber lassen sich etwa 8x USB 3.2 Gen 2 sowie 2x USB 3.2 Gen 2×2 mit 20 Gbit/s realisieren. Und das nutzt MSI voll aus – dazu aber später mehr. Ein Promontory-PCH ist per PCIe 4.0 x4 mit der CPU verbunden, der zweite kommuniziert wiederum über den ersten Chip – genauso wie bei X670(E).

Neben den Lanes des PCH stehen 24 PCIe 5.0 Lanes direkt von der CPU (Ryzen 7000/ Ryzen 9000) zur Verfügung. Davon landen 16 Lanes direkt bei der GPU, vier weitere werden für einen M.2-Slot genutzt. Weitere vier Lanes sind für einen ASM4242-USB4-Controller reserviert.

ChipsatzX870EX670EX870X670B650E
PCIe Gesamt4444364436
PCIe 5.0 (max)242424824
PCIe 4.0 (max)12128288
PCIe 3.0 (max)88484
USB 4JaoptionalJaoptionaloptional
USB 20 Gbit/s (max)22121
USB 10 Gbit/s (max)12126126
USB 5 Gbit/s (max)22121
SATA88484
CPU-OverclockingJaJaJaJaJa
DDR5-OverclockingJaJaJaJaJa

Das Herzstück bildet aber der AM5-Sockel mit Unterstützung für aktuelle Ryzen-CPUs bis hin zur 9000X3D-Serie. Die beiden 64-MB-BIOS-Speicher sorgt zudem für künftige CPU-Kompatibilität – etwa für kommende AMD-Zen-6-Prozessoren. Und genau hier lässt sich auch der technische Hauptunterschied zum regulären Godlike finden, das „nur“ mit zwei 32 MB-BIOS-Chips ausgestattet ist.

msi meg x870e godlike x edition amd mainboard am5 sockel

Spannungsversorgung für OC

Die überdimensionierte Spannungsversorgung ist mit 27 Phasen à 110 Ampere ausgelegt, perfekt für Overclocking-Enthusiasten. Dank direkter Heatpipe-Verbindung und fein strukturierter Kühlfinnen bleibt die Temperatur dabei stets unter Kontrolle. Zur Stromversorgung integriert MSI direkt zwei 8-Pin-CPU-Anschlüsse.

Für Arbeitsspeicher stehen vier DDR5-Slots bereit, die bis zu 256 GB RAM fassen können. Speicherhungrige Anwendungen profitieren von hohen Taktraten, wobei standardmäßig DDR5-Speicher mit 5.600 MT/s unterstützt wird. Im OC werden sogar RAM-Speeds bis 8.400 MT/s unterstützt, auch wenn entsprechender RAM derzeit extrem teuer ist. 

Speicher satt – direkt auf dem Board oder per Xtender

Das Godlike bricht auch bei der M.2-Ausstattung Rekorde: Bis zu sieben M.2-SSDs lassen sich installieren. Fünf davon direkt auf dem Board, zwei weitere über den Xpander-Z Slider. Zwei der integrierten Steckplätze bieten PCIe-5.0-Anbindung (nur mit Ryzen 7000 und Ryze 9000); wobei nur einer mit voller Geschwindigkeit (PCIe 5.0 x4) über die CPU angebunden ist. Der andere Slot erhält seine Verbindung via Lane-Sharing. Zwei weitere M-2-Slots sind via PCIe 4.0 x4 durch den Chipsatz angebunden, der fünfte bekommt wiederum nur zwei PCIe 4.0 Lanes vom PCH.

msi meg x870e godlike x edition amd mainboard pcie slot

Was alle M.2-Slots gemein haben, ist die Kühlung. Alle Steckplätze sind doppelseitig gekühlt, wobei die entstehende Wärme über eine Wärmeleitpad an den passiven Kühler abgegeben wird. Das werkzeuglose M.2-Montagesystem macht den Einbau dabei besonders komfortabel. Alternativ lassen sich ebenfalls klassische SATA-SSDs oder HDDs anbinden; maximal vier an der Zahl.

Xpander-Z bringt noch mehr M.2-Optionen

Die Xpander-Z nutzt eigene PCIe-Gen5-Lanes; teilt sich also das PCIe-Interface mit der Grafikkarte. In der Theorie kann der Einsatz des Xpander also für kleinere Leistungsverluste bei der GPU sorgen, praktisch ist das Lane-Sharing allerdings irrelevant. Über das BIOS lässt sich zudem festlegen, ob der zweite M.2-Slot oder der USB4-Controller Vorrang hat.

Design: Schlicht, und doch auffällig

Das Design folgt einer klaren Linie: minimalistisch, aufgeräumt und edel. Die Platine ist komplett schwarz, wobei vom eigentlichen PCB erstaunlich wenig zu sehen ist. MSI bedeckt das PCB großflächig mit Kunststoffabdeckungen, die für einen cleanen Look sorgen. Durch klare Linien mit leichten Abstufungen, geometrische Formen und Kanten erzeugt MSI hier einen modernen, fast schon industriellen Look. Dazu kommen goldene Akzenten sowie mehrere beleuchtete „Godlike“-Schriftzüge. Wie das Mainboard im Detail ausschaut, könnt ihr in unserem Video zum Godlike X Edition sehen:

Auf dem M.2-Shield zeigt sich zudem, welches von 1.000 Boards man in der Hand hält. Natürlich lassen sich alle Abdeckungen leicht abnehmen, etwa um die verschiedenen M.2-Steckplätze zu erreichen. Das Design wird maßgeblich von der wuchtigen I/O-Abdeckung dominiert. Sie fällt nicht nur durch ihre Größe auf, sondern setzt auch den massiven MSI-Drachen samt anpassbarer Beleuchtung in Szene – ein echter Hingucker!

msi meg x870e godlike x edition amd mainboard led drache

Vier Zoll Display für Hardware-Infos

Auffällig unauffällig sind auch die Anschlüsse gelöst – auch wenn MSI nicht auf ein Project Zero-Design mit rückwärtigen Anschlüssen setzt. Alle wichtigen internen Ports befinden auf der rechten Seite des Mainboards und werden durch die magnetisch befestigte EZ-Bridge verhüllt. Hier lassen sich unter anderem die internen USB-Anschlüsse, ein Strom-Connector (PCIe 8-Pin) für USB PowerDelievery, ein ATX-Connector und Anschlüsse für das Front-I/O finden.

Interne USB-Anschlüsse

Die EZ-Bridge selbst ist allerdings nicht nur eine reine Abdeckung, sondern erfüllt gleich zwei Aufgaben. Sie umfasst mitunter einige Anschlüsse, darunter für Temperatursensoren und die neue EZ-Link-Struktur. Ein zentrales Verbindungskabel führt zum Control Hub, an dem Lüfter- und ARGB-Geräte zusammenlaufen. Insgesamt lassen sich hieran sechs PWM-Lüfter anschließen. CPU-Lüfter und Pumpe werden wiederum direkt am Mainboard angeschlossen.

Auf der EZ-Bridge befindet sich außerdem ein integriertes Display, das fast vier Zoll groß ist. Das Infodisplay kann verschiedene Inhalte anzeigen, darunter Details zur Temperatur, zum BIOS-Status oder auch Fehlercodes. Genauso können auch Animationen abgespielt oder Bilder angezeigt werden.

Mehr USB geht kaum

Hinten am I/O-Panel setzt MSI auf pure Anschlussvielfalt: 7x USB-C (davon zweimal USB4 mit 40 Gbit/s über einen ASM4242-UB4-Controller), diverse USB-A-Ports, 10G- und 5G-LAN, Wi-Fi 7 sowie eine hochwertige Audio-Sektion auf Basis des 8-Channel ALC4082 Codec. Ergänzt wird das Paket um einen Flash-Button, Clear-CMOS-Schalter und den MSI Smart Button für Schnellbefehle. MSI übernimmt hier die Ausstattung des regulären X870E Godlike und reizt das Maximum von CPU und Chipsatz voll aus.

msi meg x870e godlike x edition amd mainboard anschlüsse hinten

I/O-Panel-Anschlüsse

BIOS im Godlike X-Design

Zum Start wird das Godlike X Edition mit der BIOS-Version 7E48v2A10 ausgeliefert, wobei die aktuelle Software bereits das AGESA-Updaste 1.2.0.3f beinhaltet. Das UEFI präsentiert sich optisch ganz im Design des Boards und überzeugt mit logischer Struktur. Der EZ-Mode präsentiert Hardwareinformationen und Tuning-Optionen übersichtlich, wobei sich wichtige Informationen, Parameter (etwa CPU-Temperature und Takt) und Einstellungen schnell finden lassen.

Wer tiefergreifende Parameter anpassen möchte, findet im Advanced-Mode passende Settings. Der Advanced Mode ist in sechs Menüpunkte unterteilt – System-Status, Advanced, Overclocking, Security, Boot und Save & Exit. Am spannendsten ist dabei natürlich die Overclocking-Sektion, in der sich unzählige Einstellungsmöglichkeiten finden lassen. Ein praktisches Plus: Mit „Memory Try It!“ lassen sich RAM-Profile automatisch optimieren. 

Fazit: Gelungenes Jubiläums-Mainboard

Rational betrachtet ist das MSI MEG X870E Godlike X Edition absoluter Overkill. Doch genau das macht es so faszinierend. Es ist kein Mainboard für alle, sondern für jene, die keine Kompromisse dulden: Overclocker, Enthusiasten und Sammler, die das Maximum aus ihrem System holen oder schlicht ein technisches Kunstwerk besitzen wollen.

Das Gesamtkonzept überzeugt mit kompromissloser Ausstattung, hervorragender Verarbeitungsqualität und beeindruckender Detailtiefe. Im Hinblick auf Leistung, Features und Design spielt das Board ganz oben mit.

Die X Edition ist aktuell streng limitiert, das reguläre X870E Godlike bietet aber nahezu identische Technik – und ist bereits für unter 1.200 Euro erhältlich. Währenddessen kann das MSI MEG X870E Godlike X Edition aktuell für 1.259 Euro bestellt werden, wobei das Mainboard derzeit wohl nur bei Mindfactory erhältlich zu sein scheint.

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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