Das Philips Hue Sortiment wird um neue Produkte der Gradient-Serie erweitert: Die Gradient Light Tube, Gradient Signe und Gradient Lightstrip können nun mehrere Farben gleichzeitig darstellen und erzeugen ein stimmiges Farbenspiel in eurer Wohnung. Wir haben alle drei Produkte getestet und verraten euch unseren Eindruck.

Übersicht

Das Thema Smart Home liegt stark im Trend und intelligente Beleuchtungssysteme haben sicher nicht unerheblich zu diesem Hype beigetragen. Der bekannteste Vertreter dieser Smart-Leuchten dürfte Philips Hue sein, der Marktführer hatte im September zahlreiche neue Produkte vorgestellt (News), die seit einiger Zeit auch im Handel erhältlich sind und somit auch den Weg zu uns in die Redaktion gefunden haben. In diesem Test schauen wir und die folgenden Produkte für euch an:

  • Philips Hue Gradient Light Tube kompakt (75 cm): 179,99 Euro UVP* (bei Amazon kaufen)
  • Philips Hue Gradient Signe Tischleuchte: 199,99 Euro UVP
  • Philips Hue Gradient Lightstrip Basis-Set (2 Meter): 149,99 Euro UVP

Das Hue-Sortiment umfasst inzwischen eine stattliche Auswahl für verschiedenste Anwendungsszenarien, die beständig wächst. Wir haben aus diesem Sortiment bereits die besonders für Gamer*innen interessante Hue Play Lightbar (Test) und Hue Play HDMI Sync Box (Test, das Philips Hue White & Color Ambiance Starter Set (Test) sowie den Hue Play Gradient Lightstrip (Test) ausführlich für euch getestet. In einem weiteren Beitrag haben wir außerdem eine praktische Übersicht zu allen erhältlichen Philips Hue Smart Home Leuchten für euch zusammengestellt.

Nicht verwechseln: Den Hue Play Gradient Lightstrip (im Bild) hatten wir bereits vor einer Weile im Test. Nun folgt die Variante ohne „Play“, die nicht nur am Fernseher, sondern praktischer an jeder flachen Oberfläche befestigt werden kann

Diese breit gefächerte Produktpalette wird nun um weitere Gradient-Modelle erweitert. Dabei handelt es sich um Varianten beliebter Hue-Produkte sowie Neuschöpfungen, die nun auch mehrere Farben gleichzeitig darstellen können. Die neue Gradient Light Tube etwa ist vorrangig als Stimmungslicht für den Fernseher zu verstehen, kann aber auch einfach die Wand oder andere Objekte im Raum in Szene setzen. Auch die Gradient Signe Tischleuchte erzeugt schicke Farbverläufe an Wänden, der neue Hue Gradient Lightstrip kann hierzu sogar an Tischkanten, Schränken und anderen Möbelstücken festgeklebt werden. Obacht: Der neue Lightstrip sollte nicht mit dem bereits länger erhältlichen Hue Play Gradient Lightstrip verwechselt werden. Dieser unterscheidet sich namentlich zwar nur durch den Zusatz „Play“, kommt aber ohne Klebestreifen aus und wird lediglich mit klebenden Montage-Halterungen am Fernseher befestigt.

Einige der Produkte benötigen zusätzlich eine separat erhältliche Hue Play HDMI Sync Box, um mit dem Fernseher synchronisiert zu werden. Wer die Leuchten in sein Smart Home Lichtsystem einbinden möchte, muss zusätzlich eine rund 50 Euro teure Hue Bridge kaufen. Dann können die Leuchten allerdings auch per Sprachassistent gesteuert werden.

Philips Hue Gradient Light Tube

  • Zwei Größen: 75cm für 40-55 Zoll Fernseher, 120cm für >60 Zoll Fernseher
  • Zwei Farben: Schwarz und Weiß
  • Lichtleistung (bei 4.000K): 1.800 lm
  • um 340° drehbare Metallröhre
  • Gummi-Rutschfüße und schraubbare Wandhalterungen
  • benötigt Hue Bridge und ggf. Hue Play HDMI Sync Box (optional, für Ambilight-Effekt am Fernseher)
  • UVP: 179,99 Euro (75cm), 199,99 Euro (120cm)

Wer keinen Philips Fernseher mit Ambilight-Funktion sein Eigen nennt, kann mit der Hue Gradient Light Tube jedes beliebige TV-Gerät um schickes Stimmungslicht erweitern. Die Leuchtröhre ist aus Metall gefertigt und in 75 Zentimeter für Fernsehgeräte von 40 bis 55 Zoll oder in 120 cm für Geräte ab 60 Zoll sowie in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich.

Über eine Hue Play HDMI Sync Box synchronisiert sich die Light Tube mit den Bildschirminhalten und malt das charakteristische Ambilight-Farbenspiel an die Wand. Durch den milchigen Diffusor-Leuchtkörper erscheint die Ausleuchtung sehr homogen und kann mit hoher Leuchtkraft und kräftigen Farben punkten, Philips gibt hier eine Lichtleistung von 1.800 Lumen bei 4.000 Kelvin (neutrales Weiß) an.

Die Leuchtstange selbst kann um 340° gedreht und Dank zweier Rutschfüße sowie Wandhalterungen flexibel eingesetzt werden. An das Stromnetz wird die Leuchte über zwei Adapter angeschlossen, die jeweils mittels teilweise recht fragil anmutenden Kabeln miteinander verbunden werden. Diese Kabel scheinen dazu vorbestimmt, sich beim leichtesten Ziehen selbst zu lösen – warum sich Philips hier nicht für ein zusammenhängendes Kabel entschieden hat, wissen nur die Niederländer selbst. Wer keine Sync Box besitzt, kann die Hue Gradient Light Tube auch einfach über die Hue Bridge direkt anpassen und als gewöhnliche Leuchte in ein Lichtszenario eingliedern.

Die Integration in Leuchtzonen per App funktioniert wunderbar und sieht insbesondere in Kombination mit weiteren Hue-Produkten sehr gut aus. Allerdings hätten wir uns bei der individuellen Anpassung noch mehr als drei Farbzonen gewünscht, zumal die Leuchtröhren ein ganz schönes Loch ins Portemonnaie hinterlassen. 180 Euro kostet allein die Gradient Light Tube Variante “Kompakt” mit 75 cm Länge, 200 Euro werden für die große 120-cm-Leiste fällig. Hinzu kommen 50 Euro für die Hue Bridge sowie gegebenenfalls stolze 250 Euro für die Hue Play HDMI Sync Box, welche für eine Synchronisation mit dem TV-Gerät benötigt wird. Zwar kann die Light Tube auch ohne diese Sync Box verwendet werden, wer ihr Potential jedoch voll ausschöpfen möchte, kommt um eine kostspielige Investition nicht herum.

Besitzer*innen einer PS5 oder Xbox Series X|S müssen darüber hinaus zwischen 4K-Auflösung oder 120 Hz wählen, da eine zwischengeschaltete Sync Box aktuell mangels HDMI 2.1 bei höherer Auflösung die Bildwiederholrate auf 60 Hz begrenzt und andersherum nur bis zu 1440p bei 120 Hz zulässt.


Philips Hue Gradient Signe Tischleuchte

  • Zwei Größen: 55,3cm Höhe (Tisch) oder 145,8cm (Boden)
  • Zwei Farben: Schwarz und Weiß
  • Lichtleistung (bei 4.000K): 1.040lm
  • benötigt Hue Bridge
  • UVP: 199,99 Euro

Auch die Hue Gradient Signe Tischleuchte ist für rund 200 Euro ein sehr teurer Spaß, benötigt aber immerhin “nur” die Hue Bridge zur Steuerung aller LED-Funktionen. Die Standleuchte ist mit wenigen Handgriffen zusammengesteckt und wird durch Eingabe der Seriennummer zur Hue App hinzugefügt, anschließend können sofort drei Leuchtzonen auf einem Farbrad eingestellt werden.

Auch hier wirkt die milchige, leuchtstarke LED-Leiste Wunder, zudem wurde das Design überarbeitet und wirkt mit einem deutlich flacheren Metall-Standfuß weniger klobig als die silbernen Vorgänger. Die Verarbeitung ist von hoher Qualität, sowohl die Metallelemente an Standfuß und Leuchtröhre als auch der milchige Diffusor hinterlassen einen wertigen Eindruck. Auch bei der Signe sind Stromkabel und Netzadapter getrennt, immerhin bleibt es hier bei je nur einem Adapter und einem Kabel.

Philips gibt die Lichtleistung bei 4.000K mit 1.040 Lumen an, womit sie etwas weniger Leuchtstark als die große Stehleuchte und auch die Light Tube ist – besonders als Umgebungslicht in abgedunkelten Räumen gibt die Tischleuchte dennoch ein gutes Bild ab.

Philips Hue Gradient Lightstrip

  • Zwei Größen: 2 Meter (Basis-Set), 1 Meter (Erweiterung)
  • Lichtleistung (bei 4.000K): 1.800lm
  • benötigt Hue Bridge
  • UVP: 149,99 Euro (Basis-Set), 59,99 Euro (Erweiterung)

Déjà-vu? Tatsächlich unterscheidet sich der Philips Hue Gradient Lightstrip namentlich nur durch das fehlende “Play” im Namen von dem ersten Hue-Produkt, das mit mehreren Leuchtzonen die Gradient-Serie einläutete. Unseren Test zur DiY-Ambilight-Alternative könnt ihr hier nachlesen.

Der neue Hue Gradient Lightstrip wird nun nicht mit klebenden Halterungen an einem TV-Gerät befestigt, sondern ist selbst rückseitig mit doppelseitigen Klebestreifen versehen. Auch ist der zwei Meter lange Leuchtstreifen ein wenig schlanker und flexibler als sein für Fernseher konzipiertes Gegenstück, wodurch er kinderleicht um Ecken wie beispielsweise einen Bettkasten oder Wände gelegt werden kann. Mit seinem flachen Profil eignet er sich auch für schmale Spalten hinter Kommoden. Dieselbe lästige Kabel-Adapter-Konstruktion der Gradient Light Tube finden wir allerdings auch beim Lightstrip wieder vor.

Gradient Lightstrip: Flexibel und vielseitig

Der Gradient Lightstrip kann bei Bedarf durch Erweiterungssets auf bis zu zehn Meter verlängert oder sogar an vorgegebenen Markierungen zugeschnitten werden. Auch hier kommt eine milchige Diffusor-Schicht zum Einsatz, die einzelnen LEDs sind dennoch gut sichtbar. Für einen eindrucksvollen Effekt sollte der Leuchtstreifen daher außerhalb des Blickfelds angebracht und ausschließlich als Stimmungslicht in der Nähe von Wänden oder Möbelstücken eingesetzt werden. Die Lichtleistung von 1.800 Lumen bei 4.000 Kelvin ist dafür allemal ausreichend.

Fazit

Die Philips Hue Gradient-Reihe punktet mit hoher Verarbeitungsqualität, die bei solch stolzen Preisen allerdings auch durchaus vorausgesetzt werden können. 180 Euro* (hier kaufen) soll die Gradient Light Tube (Kompakt, für 40 bis 55 Zoll große Geräte), 200 Euro die Gradient Signe Tischleuchte und 150 Euro der Gradient Lightstrip (aktuell im Angebot für 133,99 Euro)* kosten. Dass bei der Einrichtung eines smarten Hue-Leuchtsystems selten ein Schnäppchen gemacht wird, dürfte jedem klar sein, der oder die sich ein wenig mit der Materie auseinandergesetzt hat. Insbesondere die Light Tube kann mit der optionalen, aber durchaus sinnvollen Hue Play HDMI Sync Box (Test) für zusätzliche 250 Euro* schnell ins Geld gehen.

Wer sich jedoch mit der kleinen Investition abgefunden hat, erhält eine der schicksten und ausgereiftesten Smart Home Beleuchtungs-Lösungen am Markt. Die Gradient-Produkte bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten, darunter der überraschend flexible Lightstrip, welcher um spitze Kanten geknickt, erweitert und sogar zugeschnitten werden kann. Auch die Light Tube Leuchtröhre macht nicht nur als synchronisierter Ambilight-Ersatz für den Fernseher, sondern auch als frei verstellbares und bei Bedarf festschraubbares Umgebungslicht eine gute Figur. Negativ fällt bei der Einrichtung besonders die Art der Verkabelung auf: Einige der aus vielen Teilen bestehenden Steckverbindungen wirken sehr fragil und bieten hohes Potential, die teure Lichtshow mit einem Fehltritt zum Erliegen zu bringen.

Die Lichteffekte sehen Dank hoher Leuchtintensität und gleichmäßiger Farbverläufe sehr schick aus, nicht zuletzt durch die milchigen Diffusoren. Besonders gut funktioniert auch die App-Einbindung: Hier kann Philips Hue eine seiner großen Stärken ausspielen. Neue Leuchten werden im Handumdrehen angepasst, Räumen zugeteilt und mit anderen Hue-Produkten synchronisiert. Auch die Unterstützung von Sprachassistenten und Automatisierungs- sowie Smart Home-Systemen anderer Hersteller macht das Philips Hue Ökosystem zu einer ansprechenden Option.

Lightning
Allround-PC.com
11/2021
philips Hue Ambiance Gradient Lightstrip
Empfehlung

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Mit dem Kauf ├╝ber diesen Link erhalten wir als Seitenbetreiber eine Verkaufsprovision ohne, das du mehr bezahlst.
Teilen:

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.