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Hitzewelle in Deutschland: So gut kühlt die EcoFlow Wave 3 komplett ohne Außenmodul

Gegen die tropischen Nächte!
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Euer Schlafzimmer erinnert gerade auch mehr an eine Sauna? Die aktuelle Hitzewelle hat ganz Europa fest im Griff und sorgt für ungewohnt extreme Temperaturen, tropische Nächte und neue Temperaturrekorde. Die EcoFlow Wave 3 soll Abhilfe schaffen: Die mobile Klimaanlage verspricht eine angenehme Abkühlung in kleinen Räume, ganz ohne Außenmodul und komplizierte Montage. Doch kann die Wave 3 den Hitze-Sommer wirklich angenehmer machen?

Mit der Wave 2 hat EcoFlow 2023 eine spannende Klimaanlage auf den Markt gebracht, die komplett ohne Außengerät auskommt. Dabei sorgte besonders der optionale Akkubetrieb damals für Aufsehen. Schließlich hat das Unternehmen mit der EcoFlow Wave 3 im Juni 2025 einen Nachfolger auf den Markt gebracht, der einige Verbesserungen mit sich bringt.

Die EcoFlow Wave 3 kann direkt beim Hersteller für 849 Euro bestellt werden. Bei Drittanbietern ist ist die kleine Klimaanlage bereits ab 649 Euro verfügbar. Zusammen mit der Wave 3 Zusatzbatterie werden wiederum 1.299 Euro fällig, womit die Anlage nicht gerade ein Schnäppchen ist. Mit dem Code EFAFFSUMMER8 könnt ihr zusätzlich 8 Prozent sparen. Im Lieferumfang ist Folgendes enthalten:

ecoflow wave 3

Design & Verarbeitung

Am Design hat sich im Vergleich zur EcoFlow Wave 2 kaum etwas verändert. Bei der Wave 3 handelt es sich nicht um ein klassisches Split-Klimagerät, sondern um eine All-in-One-Klimaanlage ohne Außengerät. Sie misst nur 512 × 297 × 336 Millimeter und bringt allein rund 15,6 Kilogramm auf die Waage. Zwar bietet sie zwei integrierte Tragegriffe, gut transportabel ist sie allerdings nicht. In der Regel dürfte die Wave 3 aber ohnehin stationär zu Hause genutzt werden. Auf einem Camping-Trip erfolgt der Transport wohl eher per Auto.

Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Verarbeitung verbessert. Das Gehäuse knarzt weniger, wirkt hochwertiger und ist sauber verarbeitet. Laut EcoFlow ist das Ganze nach IPX4 vor Spritzwasser geschützt, womit ein Outdoor-Betrieb möglich ist.

Optional mit Akku

Optional kann die Wave 3 ebenfalls über einen Akku betrieben werden. Die mobile Klimaanlage wird einfach auf das Akkumodul draufgesetzt und wird über ein kurzes Anschlusskabel mit Strom versorgt. Der Zusatzakku wiegt 9,7 Kilogramm und misst 516 × 281 × 111 Millimeter.

Der Akku bietet eine Kapazität von 1.024 Wh und basiert auf modernen LFP-Zellen. Die Batterie ist also widerstandsfähiger und übersteht über 4.000 Ladezyklen, ehe die Restkapazität unter 80 Prozent fällt.

Wichtige Facts:

Laut EcoFlow ermöglicht der Akku bis zu acht Stunden Kühlung im Eco-Modus, wobei der Akku bei maximaler Leistung nach zwei Stunden keine Energie mehr hat. Zusätzlich besitzt die Zusatzbatterie einen USB-A- und einen USB-C-Anschluss, worüber andere Geräte geladen werden können. USB-A liefert bis zu 18 Watt, USB-C sogar 140 Watt.

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Aufgeladen wird die Batterie entweder über den AC-Anschluss der Wave 3 oder über Solar mit maximal 400 Watt. Das Laden über einen KFZ-Anschluss ist ebenfalls mit bis zu 200 Watt möglich. Eine Ladung via AC dauert etwa zwei Stunden.

Technik: Wie stark kühlt die Wave 3?

Die Wave 3 behält das Funktionsprinzip einer Wärmepumpe bei, verbessert im Vergleich zur Wave 2 aber die Kühl- und Heizleistung. Die Kühlleistung liegt nun bei 6.100 BTU (vorher 5.100 BTU), während die Heizleistung mit 6.800 BTU (vorher 6.100 BTU) angegeben wird. Als Kältemittel kommt weiterhin R290 zum Einsatz.

Betriebsmodi & App

Bevor wir die Wave 3 in Betrieb nehmen können, muss sie erst mit der EcoFlow App verbunden werden. Dabei wird die Anlage mit dem heimischen WLAN verbunden, damit sie auch aus der Ferne gesteuert werden kann.

In der App stehen die Betriebsmodi Kühlen, Heizen, Auto, Ventilator und Trocknen zur Verfügung. Daneben könnt ihr außerdem die Lüftergeschwindigkeit in fünf Stufen regeln und die Betriebsstärke auswählen. Mit „Max“ läuft die Anlage auf Hochtouren, „Eco“ findet einen Ausgleich aus Klimatisierung und Lautstärke und „Schlafen“ sorgt für einen leisen Betrieb.

Alle Haupt-Modi im Überblick:

Gänzlich neu ist die „Haustierbetreuung“, wobei es sich um ein Beta-Feature für Haustierbesitzer handelt. Sobald die Wave 3 eine Umgebungstemperatur von 40 °C feststellt, schaltet sie sich automatisch in den Max-Modus, um die Raumtemperatur auf 25 °C herunterzukühlen. Zeitgleich wird man über die Temperatur per Push-Benachrichtigung informiert.

Eine Steuerung ist nicht nur in der App, sondern auch direkt am Gerät möglich. An der Wave 3 lässt sich ein Display mit allen wichtigen Informationen finden, darunter zur Raum- und Zieltemperatur, zum Füllstand des Wasserbehälters und zum Betriebsmodus. Um das Display herum sind mehrere Knöpfe für die einzelnen Modi und Einstellungen angeordnet.

ecoflow wave 3 klimaanlage 6

Praxis

Laut EcoFlow soll die Wave 3 die Temperatur in Räumen von 9 bis 16 m² in nur 15 Minuten um bis zu 8 °C senken. Dieser Wert wird mit ziemlicher Sicherheit aber nur unter Idealbedingungen erreicht – etwa durch den Einsatz einer Fensterabdichtung. Wir haben die EcoFlow Wave 3 in einem ca. 15 m² großen Raum aufgestellt und die Schläuche durch ein geöffnetes Fenster nach draußen gelegt. Auf eine Abdeckung haben wir verzichtet. Wer eine passende Abdichtung aus Holz oder Hartschaumstoff basteln möchte, findet in der Packung eine Pappschablone zum Anzeichnen der Schlauchöffnungen.

Wir haben eine Zieltemperatur von 20 °C eingestellt, die Ausgangstemperatur lag bei 24 °C und die Außentemperatur bei 26 °C. Die mobile Kühllösung hat rund drei Stunden auf höchster Stufe benötigt, um den Raum auf die gewünschte Temperatur runterzukühlen. Dabei hat sie etwa 10 °C kühle Luft in den Raum geblasen, während die heiße Abluft aus dem Fenster transportiert wurde.

Ein kleiner Raum, etwa das eigene Schlafzimmer, lässt sich mit der Wave 3 also in ein paar Stunden merklich abkühlen. Mit größeren Räumen könnte die Klimaanlage jedoch kämpfen – hier kommt man wahrscheinlich nicht um eine richtige Anlage herum.

Heizen: Praktisches Winter-Feature

Die Heizfunktion ist zwar eher ein Winter-Feature, wir haben die Funktion aber trotzdem mal ausprobiert. Im Heizmodus pustet die Wave 3 50 °C heiße Luft aus und erwärmt den Raum damit kräftig und relativ schnell. In rund einer Stunde konnten wir die Raumtemperatur von 24 °C auf 30 °C erhöhen – das war uns dann aber etwas zu warm 😅

Beim Campen lässt sich die Wave 3 draußen platzieren

Spannend ist die Anlage außerdem für Camper: Besonders an heißen Sommernächten kann die Kühlung zu einem richtigen Retter werden. Die Anlage kann beim Camping außerhalb des Zelts aufgestellt werden, die kühle Luft wird dann über einen Schlauch ins Zelt geleitet.

Wasser muss regelmäßig abgelassen werden

Da die Wave 3 ebenfalls entfeuchtet, sammelt sich ziemlich viel Wasser im Auffangbehälter. Wir mussten den Behälter etwa alle 30 Minuten entleeren, was auf Dauer etwas nervig wurde. Durch den vollen Behälter wird zudem die Kühlleistung eingeschränkt. Deswegen haben wir uns entschieden, den Abflussschlauch dauerhaft anzuschließen und den Modus „Automatisches Entleeren“ zu aktivieren.

In diesem Modus wird der Behälter sofort geleert, wenn ein mittlerer Füllstand erreicht wird. Wir haben den Schlauch einfach in eine leere Gießkanne gelegt. Auf einem Camping-Trip könnt ihr das Wasser alternativ im Boden versickern lassen.

Die Ablauföffnung ist im normalen Betrieb durch einen Gummistopfen gesichert, der einen Ausfluss verhindert. Sobald ihr den Stopfen löst, fließt bereits das Wasser aus dem Behälter. Legt also unbedingt ein Handtuch vor die Öffnung, damit euer Boden nicht nass wird.

Lautstärke: Vor allem bei voller Leistung laut

Zur Kühlung müssen Raumluft angezogen, Abluft abtransportiert und gekühlte Luft in den Raum geblasen werden – und das geht nicht geräuschlos. Leider wird die Wave 3 besonders bei hoher Lüfterdrehzahl ziemlich laut, wodurch sie im normalen Alltag eher stört. Zwar lässt sich die Lüftergeschwindigkeit in fünf Stufen regeln, eine geringe Drehzahl wirkt sich aber negativ auf die Kühlleistung aus. Immerhin bietet EcoFlow die Möglichkeit, einen Schlaf-Modus zu aktivieren, in dem das Klimagerät relativ ruhig arbeitet.

Bei Vollast werden 450 Watt gezogen

Beim Kühlen und Heizen verbraucht die Wave 3 rund 365 Watt, womit sie etwas mehr Strom benötigt als noch die Wave 2. Zur Luftentfeuchtung zieht die Anlage wiederum rund 450 Watt aus der Steckdose, während im Ventilator-Modus 50 Watt benötigt werden.

Fazit

Die EcoFlow Wave 3 baut sichtlich auf dem Vorgänger auf, kann aber mit einer besseren Verarbeitung, einer modernen Akku-Technologie und einer besseren Kühl- und Heizleistung überzeugen. Richtig eingesetzt sorgt die mobile Klimaanlage im Sommer für einen kühlen Kopf sorgen – vor allem während der aktuellen Hitzewelle ein absoluter Segen.

Dadurch ist die Wave 3 eine interessante Option für all diejenigen, die aufgrund ihrer Wohnsituation keine klassische Split-Klimaanlage verbauen können. Durch die fehlende Außenanlage sind keine (Kern-)Bohrungen notwendig, die zuvor durch den Vermieter zugelassen werden müssen. Auch preislich ist die Anlage mit einem Preis von knapp unter 800 Euro interessant – Split-Anlagen sind samt Montur meist teurer.

Allerdings beschränkt sich die Effektivität auf kleine Räume, da die Anlage ansonsten selbst schnell ins Schwitzen kommt. Für große Räume oder komplette Wohnungen ist die Wave 3 ohnehin nicht ausgelegt – hier kommt man schlicht nicht um eine ausgewachsene Klimaanlage herum.

Klimaanlage
Allround-PC.com Award
09/2025
EcoFlow Wave 3
Empfehlung

Alternativen: Kühlung durch Nebel oder durch besondere Kniffe

Alternativen ohne Außenmodul und ohne Abluftschlauch gibt es natürlich auch. Zuletzt haben wir etwa den Dreo Turbocool 516S und 765S (Test) getestet, bei denen Wassernebel zum Kühlen genutzt wird. Hierbei wird per Ultraschall besonders feiner Nebel erzeugt, der anschließend verdunstet und die Luft abkühlt. Beide Systeme sind kompakter und günstiger als die Wave 3, aber stärker als klassische Ventilatoren.

Prime Day Angebote

Zudem haben wir euch in einem separaten Beitrag einige Kühllösungen vorgestellt, welche zum Prime Day aktuell reduziert erhältlich sind. Hierzu zählt unter anderem die MIDEA PortaSplit Cool, welche über ein Außenmodul verfügt, aber keine Bohrung und keinen Handwerker zur Installation benötigt.

Beitrag erstmals veröffentlicht am 10.10.2025

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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