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SwitchBot Lock Ultra im Test: Smart Lock mit Matter-Integration und 3D-Gesichtserkennung

Das ultimative Smart Lock?
switchbot lock ultra smartes türschloss mit led ring

Das SwitchBot Lock Ultra soll das ultimative Smart Lock sein: sichere 3D‑Gesichtserkennung, Fingerprint, schnelles Öffnen, eine hohe Kompatibilität und eine Smart-Home-Integration via Matter. Das klingt auf den ersten Blick extrem vielversprechend, doch wird das Schloss dem Prädikat „Ultra“ gerecht? Wir haben es uns genauer angeschaut!

SwitchBot bietet das Lock Ultra in den Farben Schwarz und Silber an, wobei hierfür rund 160 Euro aufgerufen werden. In Kombination mit SwitchBot Keypad, Hub und einigen Extras werden wiederum 249 Euro (hier kaufen) fällig. Aktuell gibt es das Schloss aber mit 45 Euro Rabatt, wodurch es nur 244 Euro kostet. Das Ultra-Vision-Combo-Set mit Keypad Vision und Hub Mini wechselt für 299 Euro (hier kaufen) den Besitzer, kostet im Angebot gerade aber nur 254 Euro. Für 19,99 Euro lässt sich zusätzlich ein Adapter-Kit bestellen, um das Lock Ultra auf einem Drehknopfzylinder zu montieren.

Ist mein Schloss kompatibel?

Bevor ihr euch das SwitchBot Lock Ultra kauft, solltet ihr unbedingt prüfen, ob eure Tür mit dem Smart Lock kompatibel ist. Der offizielle Kompatibilitätscheck von SwitchBot hilft euch dabei. Das Tool fragt verschiedene Punkte zur Tür und zur Schlossanlage ab und teilt euch anschließend mit, ob das Lock Ultra kompatibel ist.

Manche Probleme lassen sich leicht beheben: Wenn euer Schließzylinder zu kurz ist, könnt ihr ihn in der Regel innerhalb weniger Minuten austauschen. Passende Zylinder könnt ihr im nächsten Baumarkt oder online bestellen. Vorher müsst ihr lediglich ausmessen, welche Größe der Zylinder haben muss.

Design & Verarbeitung: Das Lock Ultra ist ziemlich groß

Im Vergleich zu einem Nuki Smart Lock Ultra oder einem Yale Linus Smart Lock L2 fällt das SwitchBot Lock Ultra mit 66,8 x 122 x 62,6 Millimetern relativ groß aus. Das Gehäuse besteht aus einer hochwertigen Magnesium-Aluminium-Legierung, wirkt aber nicht ganz so massiv wie die Edelstahl-Schlösser von Nuki und Yale. Die Optik wird vor allem durch den Drehknauf dominiert, in den ein LED-Ring integriert ist. Dieser leuchtet entweder rot, weiß oder blau und zeigt den Status des Schlosses an. Der Knauf wird außerdem aus der gleichen Legierung gefertigt wie das restliche Gehäuse.

Nett ist außerdem die magnetische Abdeckung, unter welcher sich das Akku-System verbirgt. Sie lässt sich leicht entfernen und kann durch verschiedene Aufkleber optisch angepasst werden. Dem Lieferumfang liegen hierfür verschiedene Holz-Sticker bei. Abgerundet wird das Lock durch einen optionalen Zierrahmen, wodurch sich das Schloss perfekt an die Tür anschmiedet. Dadurch wirkt die Gesamtoptik aus Tür und Schloss deutlich stimmiger als bei anderen Modellen.

switchbot lock ultra holz
Bild: SwitchBot

Installation: Zwei verschiedene Methoden, aber leicht verständlich

Bei der Installation habt ihr die Möglichkeit, aus zwei verschiedenen Sets auszuwählen. Das Montagebracket A ist für Zylinder mit über 3 Millimeter Überstand vorgesehen und sieht die Befestigung mithilfe von drei Sechskantschrauben vor. Etwas simpler läuft es bei Montagebracket B ab, das für Zylinder mit unter 3 Millimeter Überstand gedacht ist. Hier wird die Montageplatte lediglich durch ein Klebepad am Schloss befestigt. 

switchbot lock ultra smartes türschloss montagerahmen mit schlüssel

Die restlichen Montageschritte laufen in beiden Fällen gleich ab: Das eigentliche Smart Lock wird auf die Montageplatte gesetzt und dann mit zwei Befestigungsverschlüssen verriegelt. Anschließend bringt ihr noch einen kleinen Magnet am Türrahmen an und setzt den Akku ein. Danach erfolgen die Einrichtung über die App (Account vorausgesetzt) und die Auto-Kalibrierung.

Letztlich läuft die Installation wie bei fast allen smarten Schlössern ab – der Einbau ist also relativ leicht verständlich. Leider liefert SwitchBot jedoch keine gedruckte Anleitung mit und bietet ebenfalls kein digitales Benutzerhandbuch an. Über den SwitchBot-Support-YouTube-Kanal lässt sich immerhin eine Videoanleitung finden, in der die einzelnen Schritte anschaulich erklärt werden. Das Video ist zum Großteil auf Deutsch, bei wenigen Texten fehlt dagegen die Übersetzung.

Entsperrmöglichkeiten

Entsperren könnt ihr das Schloss dann ganz einfach über die App, indem ihr auf das Schloss-Symbol klickt. Von innen könnt ihr das Schloss alternativ über manuelles Drehen oder durch einen Klick auf den Drehknauf öffnen.

switchbot lock ultra app entsperren

Es lassen sich zudem verschiedene Zusatzprodukte mit dem Lock Ultra koppeln. Ihr könnt etwa das mitgelieferte Keypad oder das optional erhältliche Keypad Vision mit dem SwitchBot Lock Ultra verbinden. Eine zeitgleiche Nutzung ist nicht möglich.

Alle Entsperrmethoden auf einen Blick:

  • Entsperren über die App
  • Manuelles Drehen
  • PIN-Eingabe 
  • Fingerabdruck
  • 3D-Gesichtserkennung
  • Auto-Unlock via Geofancing (Beta)
  • Entsperren via Sprachbefehl (Smart-Home-Integration)
  • Entsperren über Smart-Home-App (Alexa, Apple Home oder Google Home)
  • Entsperren via Smartwatch

SwitchBot Keypad: Entsperren per PIN oder Fingerabdruck

Das SwitchBot-Keypad ist relativ simpel aufgebaut: Im oberen Bereich gibt es eine Nummerntastatur, darunter sitzt ein Fingerabdrucksensor. Über das Tastenfeld könnt ihr einen Entsperr-PIN eingeben, den ihr vorher in der App festgelegt habt. Hier lassen sich nicht nur permanente Codes, sondern ebenso temporäre und einmalige PINs (maximal 24 Stunden gültig) hinterlegen. Solche Codes sind vor allem praktisch, wenn ihr das Smart Lock für ein AirBnB oder eine Ferienwohnung nutzt. Insgesamt können 90 permanente Codes und 10 einmalige Codes eingespeichert werden. 

switchbot lock ultra smartes türschloss keypad mit fingerprint

SwitchBot hat jedoch keine Software-Sperre für unsichere PINs in die Software integriert. PINs wie 000000 oder 123456789 lassen sich ohne Probleme einstellen – auf eigene Gefahr. Einstellbar sind Codes mit 6 bis 12 Stellen.

Falls ihr den Code fünfmal falsch eingeben solltet, sperrt sich das Schloss für eine Minute. Nach einer weiteren Falscheingabe sperrt es sich für fünf Minuten, danach verdoppelt sich die Sperrzeit mit jeder weiteren Fehleingabe. Natürlich ist eine solche Sperre sinnvoll, leider lädt das aber auch zu Missbrauch ein. Immerhin: Eine Selbstzerstörung wird durch Fehleingaben nicht ausgelöst 😅

switchbot lock ultra smartes türschloss mit keypad

Fingerabdrucksensor reagiert sehr schnell

Etwas smarter ist wiederum der Fingerabdrucksensor: In der App lassen sich mehrere Fingerabdrücke speichern, wobei der Sensor den Abdruck innerhalb von 0,3 Sekunden erkennen soll. Tatsächlich lief die Erkennung ziemlich schnell und zuverlässig ab. Alternativ könnt ihr das Schloss per NFC-Karte entsperren, von denen sich 100 im System hinterlegen lassen. Dabei können nicht nur NFC-Karten von SwitchBot, sondern ebenfalls von anderen Hersteller mit Mifare-Typ-A-Standard verwendet werden.

Keypad Vision: 3D-Gesichtserkennung wie beim iPhone

Das SwitchBot Keypad Vision erweitert die Entsperrmöglichkeiten um eine 3D-Gesichtserkennung, wirkt im Vergleich allerdings wie ein richtiger Klotz. Ähnlich wie FaceID vom iPhone 16 Pro Max nutzt das SwitchBot-Schloss 3D-Strukturlicht, um eine Täuschung durch ein Foto zu verhindern. Eure Daten werden lokal auf dem Gerät gespeichert und via AES-128 verschlüsselt.

Die Erkennung läuft zuverlässig ab, solange man nicht zu nah oder zu weit vom Keypad Vision entfernt steht. Kopfbedeckungen oder Brillen sind für den Scanner dabei kein Problem. Der Scan nimmt etwa drei Sekunden in Anspruch, bevor das Schloss aufgeschlossen wird.

Specs Keypad Vision

  • Größe: 131 x 65 x 30 Millimeter
  • Gewicht: 205 Gramm (inkl. Akku)
  • Material: Kunststoff
  • Wasserdichtigkeit: IP65-Zerifizierung
  • Betriebstemperatur: -20 bis 45 °C
  • Betriebsfeuchtigkeit: 10 bis 90 % relative Feuchtigkeit
  • Akku: fest verbaut, wiederaufladbar 
  • Akkulaufzeit: bis zu 1 Jahr

Standardmäßig aktiviert sich die Gesichtserkennung automatisch, sobald sich eine Person dem Schloss nähert. Ihr müsst aber wirklich vor dem Keypad Vision stehenbleiben, damit der Scan funktioniert. Beim Vorbeigehen wird das Schloss also nicht aus Versehen entsperrt – das Smart Lock erkennt hierbei nur die Anwesenheit einer Person und leuchtet grün auf.

switchbot lock ultra mit fingerprint keypad und gesichtserkennung

Empfindlichkeit lässt sich in der App einstellen

In der App stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, mit denen ihr die Gesichtserkennung anpassen könnt. In den Einstellungen unter “Erkennungssensibilität” lässt sich etwa festlegen, in welchem Abstand die Erkennung aktiviert wird. Ihr habt hier die Auswahl aus Hoch (großer Abstand), Mittel (mittlerer Abstand) und Niedrig (kurzer Abstand).  Zudem kann festgelegt werden, dass die Erkennung nicht automatisch ausgelöst wird, sondern erst durch einen Knopfdruck aktiviert wird. Alternativ lassen sich Zeiträume festlegen, in denen die Erkennung automatisch aktiviert ist.

Nerviger Lautsprecher

SwitchBot stattet das Keypad Vision außerdem mit einem integrierten Lautsprecher aus, über den jede Aktion bestätigt wird. Die Sprachausgabe lässt sich jedoch – zum Glück – in der App komplett ausschalten. Mich persönlich haben die Sprachkommentare bereits nach kurzer Zeit genervt. Ohne Sprachausgabe fehlt allerdings der Hinweis, ob ein Scan geklappt hat.

Wie lange dauert das Entsperren?

Für meinen Geschmack entsperrt das SwitchBot Lock Ultra relativ flott: Rund 4 Sekunden werden zum Aufschließen der Tür benötigt, was im Vergleich zu anderen smarten Schlössern ein guter Wert ist. Dabei arbeitet das Smart Lock nicht allzu laut, die Lautstärke könnte nachts trotzdem stören. Genau deswegen hat der Hersteller einen Nachtmodus integriert, welcher deutlich leiser arbeitet. Dafür benötigt das Schloss im Nachtmodus 15 Sekunden zum Aufschließen – mit einem klassischen Schlüssel ist man hier wohl schneller unterwegs.

Smart Home: Matter-Unterstützung, aber nur per Hub

Die Smart-Home-Integration ist definitiv vorbildlich, denn das Ultra unterstützt Home Assistant, Alexa, den Google Assistant, Apple HomeKit und sogar Matter. Somit lässt sich das Schloss in alle gängigen Smart-Home-Systeme einpflegen, wobei dafür zwingend der externe SwitchBot Mini Hub notwendig ist. Darüber lässt sich das Smart Lock mit dem lokalen WiFi (nur 2,4 GHz) verbinden, wodurch ein Fernzugriff möglich wird. 

Bei der Konkurrenz von Yale und Nuki ist kein solcher Hub notwendig – hier ist die entsprechende Technik bereits im Smart Lock untergebracht. 

switchbot lock ultra smartes türschloss smart home hub

Akku: Bis zu 9 Monate Laufzeit!

Versorgt wird das SwitchBot Lock Ultra über einen 4.200-mAh-Akku, der laut Hersteller bis zu neun Monate durchhalten soll. Sobald der Akkustand unter 20 % sinkt, macht das Lock Ultra durch ein akustisches und visuelles Signal auf sich aufmerksam. Unter 10 % wechselt das Schloss schließlich in den Notstrommodus, in dem alle Funktionen abseits vom reinen Ent- und Verriegeln abgeschaltet werden. Solltet ihr den Akku dennoch nicht rechtzeitig laden, kann das Schloss auf zwei Notfallebenen (CR123A-Batterie +  Micro-Electrolyt-Kondensator) zurückgreifen. Die Batterie liefert Power für bis zu 500 Entsperrung, der Micro-Power-Unlock wiederum für maximal fünf.

Der Akku kann jederzeit entnommen und über ein USB-C-Netzteil wieder aufgeladen werden. Da wir das Smart Lock noch nicht allzu lange im Betrieb haben, können wir noch keine Aussage zur tatsächlichen Akkulaufzeit treffen. Die Laufzeit dürfte aber stark davon abhängen, wie oft der Mechanismus zum Einsatz kommt.

Fazit

Das SwitchBot Lock Ultra hat sich das Prädikat “Ultra” defintiv verdient: Der Hersteller bietet mit dem Lock Ultra ein starkes Smart Lock an, das vor allem durch seine 3D-Gesichtserkennung von der Konkurrenz abheben kann. Für mich hat diese Entsperrmethode einen kleinen Wow-Effekt, da damit quasi ein Stück Science-Fiction im eigenen Haus landet. Und dabei funktioniert das Ganze sogar ziemlich zuverlässig!

Mit insgesamt 18 verschiedenen Entriegelungsmethoden umfasst das Smart Lock eine breite Palette an Optionen, womit für jeden eine passende Entsperrmöglichkeit vorhanden sein sollte. Auch die Geschwindigkeit, die Lautstärke und die Smart-Home-Möglichkeiten können überzeugen. Einzig die Notwendigkeit des Smart-Home-Hubs ist ärgerlich – hoffentlich entscheidet sich SwitchBot bei kommenden Modellen für eine integrierte Lösung.

Mit 299 Euro ist das SwitchBot Lock Ultra Komplettset definitiv nicht günstig, kann im Vergleich zu ähnlich teuren Lösungen aber mit seiner Gesichtserkennung punkten. Wer hierauf verzichten kann, macht mit dem Touch-Combo-Set für 249 Euro den besseren Deal. Aus meiner Sicht handelt es sich in beiden Fällen um empfehlenswerte Sets.

Smart Home
Allround-PC.com Award
07/2025
SwitchBot Lock Ultra
Empfehlung
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SwitchBot Lock Ultra

5 von 5 Sternen

Vorteile

  • viele Entsperrmöglichkeiten
  • 3D-Gesichtserkennung
  • vorbildliche Smart-Home-Integration via Matter
  • Akku-Backup
  • leichte Installation
  • übersichtliche App

Nachteile

  • Hub nötig für Smart-Home-Integration
  • teils fehlende Übersetzungen in der Anleitung

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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