Bereits Ende Juni berichteten wir über den neuen Patriot Supersonic Rage Prime, nun darf sich der USB-Stick des kalifornischen Herstellers auch in unserem Test beweisen. Doch kann der Flashspeicher die vom Hersteller versprochenen Transferraten einhalten und die 600 MB/s erreichen? Das haben wir für euch herausgefunden!

Bei der Vorstellung vor wenigen Monaten zeigte sich der Supersonic Rage Prime als durchaus attraktives Speichermedium. So soll der USB-Stick eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 600 MB/s erreichen, eine offizielle Angabe der Schreibgeschwindigkeit gibt es derweil nicht. Die Grundlage dafür liefert die Nutzung von USB 3.2 Gen 2 in Kombination mit einem speziellen Speichercontroller. Eine Besonderheit ist ebenso der eingebaute Temperatursensor, um eine stabile Performance zu ermöglichen – doch eins nach dem anderen.

Bei unserer Testversion des Patriot Supersonic Rage Prime handelt es sich um die größtmögliche Version mit 1 TB Speicherplatz* für knapp 160–170 Euro. Daneben sind ebenso Varianten mit 250 GB (ca. 50 Euro*) sowie 500 GB (ca. 90 Euro*) verfügbar. Einen wirklichen Lieferumfang gibt es nicht, der USB-Stick wird einzeln verpackt ausgeliefert.

Kompaktes Design mit Slide-In-Gehäuse

Patriot setzt beim Supersonic Rage Prime auf ein kompaktes Slide-In-Gehäuse mit den Maßen 10 × 21 × 53 mm. Dadurch ist der Stick sehr gut transportabel und kann etwa schnell in der Hosentasche verschwinden. In Sachen Design wird es jedoch etwas auffälliger: Die größeren Außenflächen werden in einem matten Weißton gehalten, welcher durch jeweils einen roten Schriftzug durchbrochen wird. Währenddessen zeigen sich die abgerundeten Ränder in einer durchgängigen Hochglanzoptik. Zusätzlich kommt schwarzer Kunststoff zum Vorschein, sobald der USB-A Anschluss im Gehäuse verschwindet.

Patriot verwendet hier ein Gehäuse aus Kunststoff, welches durchaus stabil wirkt. Entsprechend sollte der USB-Stick den ein oder anderen Sturz unbeschadet überstehen. Lediglich der Übergang der einzelnen Kunststoffkomponenten ist teils sichtbar. Insgesamt macht der Supersonic Rage Prime jedoch einen soliden und robusten Gesamteindruck.

Leistungstest

Im Leistungstest durfte sich der Patriot Supersonic Rage Prime sowohl in AS SSD als auch im Crystal Disk Benchmark seinen Disziplinen stellen. Hier konnte der Hersteller beweisen, ob die versprochenen SSD-Geschwindigkeiten erreicht werden. Natürlich haben wir auch die realen Kopierzeiten gemessen.

Laut AS SSD konnte der kleine USB-Stick eine sequentielle Lesegeschwindigkeit von knapp 549 MB/s erreichen. Daneben wurden 516 MB/s als Schreibgeschwindigkeit erzielt. Damit reicht es hier nicht ganz für die maximale Geschwindigkeit – jedoch sind die Werte durchaus im Rahmen einer klassischen SATA-SSD. Insgesamt erreicht der USB-Stick einen Gesamtscore von 1.259 Punkten.

Im Crystal Disk Benchmark-Tool zeigt sich ein nochmals leicht verändertes Bild. Mit einer Lesegeschwindigkeit von 616 MB/s überbietet die Supersonic Rage Prime sogar die Herstellerangaben. Ebenso liegt die Schreibgeschwindigkeit mit 556 MB/s nochmals ein Stück höher als im AS SSD-Benchmark.

Zuletzt haben wir den Stick in einem realen Szenario getestet. Dabei wurde eine insgesamt 12 GB große RAR-Datei auf den Rage Prime übertragen um so die reelle Kopier-und Schreibzeit zu ermitteln. Um dies anschaulicher zu gestalten, haben wir einen handelsüblichen USB 3.1-Stick zum Vergleich herangezogen. Dieser brauchte hier ganze zehn Minuten ehe die Datei vollständig verschoben wurde und etwa 90 Sekunden um diese wieder auf den PC zu übertragen. Auf der anderen Seite benötigte der Patriot Stick gerade einmal 24 Sekunden (Schreiben), respektive 30 Sekunden (Lesen).

 

Insgesamt zeichnet sich durch beide Benchmarks hinweg ein positives Bild der Performance ab. Durch den verwendeten Speichercontroller samt der verbauten Flash-Bausteine wird hier die versprochene Leistung erreicht. Nicht zuletzt sorgt die USB 3.2 Gen 2 Verbindung am Ende auch dafür, dass genügend Bandbreite verfügbar ist. Dadurch ist es problemlos möglich große Datenmengen über den USB-Stick zu verschieben. Eine Methode, die wohl in den meisten Teilen Deutschlands wohl noch schneller sein wird als das Data-Sharing über eine Cloud.

Fazit

Eine externe SSD im USB-Format: So lässt sich der Patriot Supersonic Rage Prime wohl gut beschreiben. Mit seinen kompakten Maßen, der soliden Verarbeitung sowie der sehr guten Performance liefert der Hersteller hier ein durchweg gelungenes Produkt ab. Zusammen mit dem Preis von aktuell rund 155 Euro für die 1 TB-Version ergibt sich außerdem ein attraktives Gesamtpaket. Wer also über einen entsprechenden Anschluss verfügt und den Fokus auf eine schnelle Datenübertragung legt, kann hier getrost zugreifen.

Speicher
Allround-PC.com
10/2021
Patriot Supersonic Rage Prime 1 TB
Empfehlung

Pro

  • hohe Lesegeschwindigkeit
  • hohe Schreibgeschwindigkeit
  • USB 3.2 Gen 2
  • besonders kompakt und leicht
  • Preis/Leistung

Contra


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