Ihr wollt mehr Spiele auf eurer PlayStation 5 installieren, habt aber keinen freien Speicherplatz mehr? Dann könnt ihr eure Konsole mit einer zusätzlichen SSD ausstatten und so den Speicherkapazität erweitern. Anhand der Samsung 980 PRO zeigen wir euch, wie der Einbau funktioniert, was ihr dabei beachten müsst und welche Vorteile sich dadurch ergeben.

Die „Next Generation“ der Konsolen ist endlich da und auch wir konnten endlich eine Sony PlayStation 5 ergattern. Der interne SSD-Speicher der PS5 bietet jedoch nur Platz für eine Handvoll Spiele und ist so schon nach kurzer Zeit voll. Um die Kapazität von 825 Gigabyte zu erweitern, hat Sony der Konsole nun per Software das SSD-Upgrade freigeschaltet. Hardwareseitig war die Installation zwar schon länger möglich, das passende Software-Update gibt es jedoch erst seit kurzem. Zusammen mit Samsung zeigen wir euch in diesem Beitrag, wie auch ihr eurer PlayStation 5 mehr Speicherplatz mit hoher Geschwindigkeit verpassen könnt.

Samsung 980 PRO – Kompakt und trotzdem eine Rakete

Für unser Upgrade nutzen wir die Samsung 980 PRO, die derzeit stärkste SSD des koreanischen Herstellers. Die erste PCIe 4.0-SSD von Samsung sorgte bereits in unserem Test für Aufmerksamkeit und durchbrach die magische Marke von 7.000 Megabyte pro Sekunde. Samsung bietet die kompakte SSD in vier Kapazitäten an, dazu zählen 250 Gigabyte*, 500 Gigabyte*, 1 Terabyte* und 2 Terabyte*.

Samsung hat so ziemlich alle Register gezogen, die es für eine schnelle SSD braucht. So sitzt die neuste Generation des Samsung V-NAND Flash-Speichers (Gen. 6 V-NAND) auf der Platine, der nicht nur höhere Zugriffsgeschwindigkeiten bietet, sondern auch eine höhere Speicherdichte aufweist. Dazu gibt es den vollständig neu entwickelten Elpis-Controller.

In Sachen Caching spendiert Samsung der 980 PRO als erste Cache-Stufe erneut 1 GB LPDDR4 (2 GB beim 2 TB Modell), der direkt an den Controller angebunden ist. Da Samsung seinen neuen V-NAND im TLC-Modus (3 Bit MLC) anspricht, wird natürlich auch auf NAND-Level entsprechend zwischengespeichert. Dazu kommt ein SLC-Cache zum Einsatz, der seine Größe dynamisch den aktuellen Anforderungen anpassen kann. Das Ganze nennt sich bei Samsung Intelligent TurboWrite 2.0.

Vorbereitungen – Was brauche ich alles?

Um die Speichererweiterung durchführen zu können, solltet ihr ein paar Vorbereitungen treffen – dann ist das Upgrade in wenigen Minuten erfolgreich durchgeführt. Ihr braucht also:

    • Eure Konsole (wer hätte es gedacht 😅) mit dem neusten Software-Update
    • Sucht euch eine Ablagefläche, bspw. einen Tisch, und legt die PS5 seitlich hin
    • Zur Sicherheit: Nehmt eine nicht leitende Unterlage, tragt am besten keine Wollsocken und erdet euch (fasst dazu z.B. einfach an ein unlackiertes Heizungsrohr)
    • Eine SSD, die ihr verbauen wollt (zu den Anforderungen kommen wir gleich)
    • Kreuzschlitz-Schraubendreher der Größe 1

Sobald ihr alle Elemente parat habt, kann es auch schon losgehen. Vorher wollen wir jedoch noch kurz auf die Anforderungen für die SSD eingehen, da nicht einfach jede „SSD“ genutzt werden kann.

Anforderungen – Welche SSD muss es sein?

Ihr solltet für das Speicher-Upgrade auf die folgenden Punkte achten. Es muss eine SSD im M.2-Format mit PCI-Express 4.0 (oder auch „Gen4“) sein, denn M.2 Sata-SSDs werden nicht unterstützt. Ihr könnt jedoch verschiedene Kapazitäten wählen, Sony erlaubt SSDs mit 250 Gigabyte bis 4 Terabyte Speicherplatz. Je mehr Kapazität die SSD besitzt, desto mehr Spiele könnt ihr natürlich installieren.

Zwar gibt es für das M.2-Format mehrere Größen-Typen (2230, 2242, 2260, 2280, 22110) und Anschlussvarianten, der Standard, o wie er auch zum Großteil im PC zum Einsatz kommt, ist allerdings das 2280-Modell mit einer Breite von 22 Millimeter und einer Länge von 80 Millimeter inklusive Key-M Anschluss. Achtet dennoch auf die Abmessungen der SSD: max. 25 Millimeter breit, 110 Millimeter lang und 11,25 Millimeter dick (8 mm auf der Platine, 2,45 mm darunter).

Bilder: Sony

Es wäre also genug Platz für einen zusätzlichen Kühler, dieser ist jedoch optional und nicht unbedingt notwendig. Darüber hinaus gibt es jedoch noch einen wichtigen Faktor bei eurer SSD-Auswahl: Die Geschwindigkeit. Die Speichererweiterung für eure PlayStation 5 sollte mindestens 5.500 Megabyte pro Sekunde (im Lesen) erreichen.

Die Samsung 980 PRO erfüllt natürlich alle Anforderungen von Sony und eignet sich daher wunderbar als Speichererweiterung für die Sony PlayStation 5. Wir haben uns erstmal für das Modell mit 1 Terabyte Kapazität entschieden, wodurch wir ungefähr nochmal doppelt so viele Spiele wie vorher herunterladen und installieren können. Alternativ bietet sich natürlich noch das Topmodell mit 2 Terabyte an, womit ihr nochmal deutlich mehr Speicherplatz habt.

Einbau der SSD-Speichererweiterung

Gehen wir nun den Einbau an! Zunächst solltet ihr die Konsole einmal ausschalten – also nicht in den Ruhemodus versetzen, sondern vollständig herunterfahren. Zieht dann alle angeschlossenen Kabel ab, darunter natürlich auch das Stromkabel, und stellt die PlayStation 5 auf die von euch gewählte Unterlage. Die Frontanschlüsse sollten direkt zu euch zeigen, die Rückseite ist also von euch abgewandt. Nun kippt ihr die Konsole auf die linke Seite und habt somit das rechte Seitenteil auf der Oberseite (bei der Disc-Edition der PS5 sollte das optische Laufwerk nun ebenfalls oben zu sehen sein).

Nun an der hinteren linken Ecke des weißen Panels leicht nach oben ziehen und das Seitenteil nach rechts wegschieben. Im vorderen Bereich solltet ihr nun die silberne Abdeckung für das SSD-Fach sehen, schräg links dahinter zeigt sich die Abdeckung des Lüfters. Nehmt nun den Schraubendreher (Kreuzschlitz, Größe 1), schraubt die schwarze Schraube heraus und öffnet das Fach.

Ihr solltet jetzt die insgesamt fünf Positionen sehen, die zur Verfügung stehen. Im letzten Slot (für das 22110er-Format) sind eine weitere Schraube sowie ein Abstandshalter montiert, dieses Duo wird für die Installation eurer SSD benötigt. Greift also erneut zum Schraubendreher, schraubt die etwas kleinere Schraube heraus und setzt anschließend den silbernen Abstandshalter in die 80er-Vertiefung für das 2280er-Format.

Im nächsten Schritt kann die Speichererweiterung nun endlich installiert werden. Hierfür müsst ihr die SSD mit den goldenen Pins in den Anschluss stecken, achtet dabei auf die kleine Kerbe – sowohl an der SSD als auch am Anschluss. Wichtig: Stellt sicher, dass die Platine bündig zum Anschluss ist und die SSD sicher auf dem Abstandshalter aufliegen kann. Nehmt nun wieder den Schraubendreher sowie die kleine schwarze Schraube zur Hand und fixiert die SSD. Zieht dabei die Schraube jedoch nur handfest, da ihr sonst die sensible Platine der SSD beschädigen könntet.

Installation und Verschieben von Spielen

Sobald ihr eure PlayStation 5 mit frisch installierter SSD-Erweiterung wieder anschaltet, wird zunächst die „Formatierungshilfe“ angezeigt. Hier muss die SSD einmal komplett formatiert werden, wobei alle auf der SSD befindlichen Daten gelöscht werden. Solltet ihr eine frische SSD gekauft haben, ist das kein Problem und ihr könnt die Formatierung starten.

Im Anschluss könnt ihr die SSD nun endlich als Speichererweiterung zum Herunterladen, Installieren und Starten von PS4- und PS5-Spielen sowie Medien-Apps nutzen. Der neue Speicher lässt sich auch als Standardinstallationsort in den Einstellungen hinterlegen. Bereits installierte Spiele lassen sich zudem von der internen SSD auf die eben eingesetzte M.2-SSD verschieben.

Video: SSD-Upgrade für die PS5


FAQ – die wichtigsten Fragen

Warum erreicht die SSD „nur“ 5.500 MB/s und nicht die versprochenen 7.000 MB/s?

Das ist tatsächlich ganz normal und tritt so auch bei anderen SSDs in der PlayStation 5 auf. Es bedeutet nicht, dass die SSD doch „zu langsam“ oder fehlerhaft ist, stattdessen sind unterschiedliche Messverfahren der Grund dahinter. Die PS5 testet eher unter alltagsnäheren Bedingungen, während klassische Benchmarks das bestmögliche aus dem Speicherlaufwerk holen.

Verliere ich die Garantie, wenn ihr eine SSD als Speichererweiterung verbaue?

Nein, sowohl Gewährleistung als auch Garantie bleiben bestehen, solange ihr bei der Installation der SSD keinen „doofen Unfug“ macht. Befolgt also die obenstehenden Schritte und bereitet die Montage gut vor, dann sollte auch nichts passieren. Tatsächlich klingt die Installation viel komplizierter als sie wirklich ist. Besonders beim Einstecken der SSD solltet ihr allerdings Fingerspitzengefühl haben.

Sollte ich den Sticker auf der SSD nicht lieber abmachen?

Da der Aufkleber der SSD über eine Metallschicht verfügt, solltet ihr den Sticker besser nicht abnehmen. Durch den Betrieb der SSD entsteht Wärme, die über den bereits ab Werk aufgebrachten Sticker besser verteilt und so abgeführt werden kann. Solltet ihr also noch einen optionalen Kühler installieren, lasst auch hierbei den Sticker auf der SSD.

Samsung hat uns diesbezüglich auch nochmal folgende Details mitgeteilt: „Die Samsung SSD 980 PRO ist kompatibel zur Playstation 5. Die interne SSD verfügt von Haus aus über ein leistungsstarkes Temperaturmanagement. Sie ist mit einer Nickelbeschichtung ausgestattet, um das Wärmeniveau des Controllers zu verbessern. Zudem führt ein Heat Spreader die Betriebswärme ab und reguliert damit effektiv die Temperatur des Flashspeichers. Um Leistungsschwankungen auf lange Sicht reduzieren zu können, hält die Dynamic Thermal Guard-Technologie die Betriebstemperatur der SSD 980 PRO auf einem passenden Niveau. Warum unsere 980 PRO und die Playstation 5 so gut zueinander passen, haben wir auch hier nochmal zusammengefasst: https://news.samsung.com/de/3-gruende-warum-sich-ein-ssd-upgrade-der-next-gen-konsole-lohnt.“

So: Falls noch weitere Fragen offen sind, hinterlasst gern einen Kommentar – wir helfen euch dann, solltet ihr noch Probleme haben! Ihr könnt uns auch gern auf unseren Social-Media Kanälen wie Instagram oder Twitter schreiben. 😊👏

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