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Was sind Passkeys und wie nutzt man sie?

Die bessere Passwort-Alternative
grafik symbolisiert smartphone und verschiedene authentifizierungsmethoden
Bild: Google

Passkeys könnten Passwörter bald überwiegend ersetzen und das Internet sicherer sowie bequemer machen. Aber was genau sind Passkeys, wie funktionieren sie und wie richtet ihr sie ein? Wir geben euch einen Überblick und zeigen die Vor- und Nachteile auf.

Passkeys ermöglichen euch eine passwortlose Anmeldung bei Online-Diensten und Apps. Sie basieren auf der FIDO2-Technologie, die eine Authentifizierung über ein kryptografisches Schlüsselpaar ermöglicht. Der öffentliche Schlüssel wird auf dem Server des Anbieters gespeichert, während der private Schlüssel sicher auf eurem Gerät verbleibt. Die Anmeldung erfolgt durch eine einfache Verifizierung, zum Beispiel per Fingerabdruck oder Gesichtsscan. Durch diese Trennung wird sichergestellt, dass selbst bei einem Server-Hack der private Schlüssel nicht gefährdet ist.

Hier kurz ein anschauliches Beispiel: Stellt euch vor, ihr wollt bei einem etwas online mit PayPal bezahlen. Statt ein Passwort einzugeben, legt ihr einfach euren Finger auf den Fingerabdrucksensor oder nutzt die Gesichtserkennung eures Geräts. In wenigen Sekunden seid ihr eingeloggt – ganz ohne die lästige Passwortsuche und zusätzliche Klicks.

Vorteile von Passkeys

Nachteile von Passkeys

Passkeys sind an euer Gerät gebunden, was bedeutet, dass sie normalerweise nur auf diesem Gerät funktionieren. Wenn ihr eure Passkeys jedoch mit der Cloud synchronisiert oder ein Backup erstellt habt, könnt ihr sie auch bei Verlust des Geräts wiederherstellen. Bei Apple und Google werden die Schlüssel sicher in der Cloud gespeichert, was eine Wiederherstellung auf einem neuen Gerät ermöglicht.

Einrichtung von Passkeys bei Apple

Apple speichert Passkeys im iCloud-Schlüsselbund, der eure Passkeys sicher zwischen allen Apple-Geräten synchronisiert. Die Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten:

Wenn ihr euch auf einem Gerät anmelden wollt, das nicht von Apple stammt (etwa Fernseher), könnt ihr den QR-Code, der auf dem Bildschirm angezeigt wird, mit eurem iPhone oder iPad scannen und die Anmeldung über Face ID oder Touch ID bestätigen.

Einrichtung von Passkeys bei Google

Auch Google hat Passkeys vollständig in den Google Passwortmanager integriert. So richtet ihr Passkeys auf Android ein:

Euer Passkey wird sicher im Google-Passwortmanager gespeichert und kann auf allen Geräten genutzt werden, die mit eurem Google-Konto verknüpft sind. Bei der Anmeldung auf anderen Geräten scannt ihr den QR-Code und bestätigt die Anmeldung.

passkey einrichtungsprozess bei google
Bild: Google

Wo werden Passkeys bereits eingesetzt?

Immer mehr Plattformen unterstützen Passkeys. Dazu zählen Google, Apple, Microsoft, PayPal und viele Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram. Die Verbreitung nimmt stetig zu, sodass Passkeys bald die Standardlösung für sichere Anmeldungen sein könnten. Aktuell bedeutet dies jedoch, dass ihr in vielen Fällen noch Passwörter behalten müsst. Eine gute Übersicht der unterstützten Dienste bietet die Webseite Passkeys.io.

Zusammengefasst bieten Passkeys also eine sichere und einfache Alternative zu Passwörtern. Dank Phishing-Schutz und der Möglichkeit zur geräteübergreifenden Synchronisierung sind Passkeys die Zukunft der Online-Anmeldung. Es lohnt sich, Passkeys einzurichten und die passwortlose Authentifizierung zu nutzen. Um sicherzustellen, dass eure Passkeys optimal geschützt sind, solltet ihr immer eine Cloud-Synchronisierung oder ein Backup einrichten.

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Quellen:
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Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2018 zu Technik aller Art und arbeitet seit 2020 für Allround-PC. In dieser Zeit absolvierte er neben zahlreichen Tests sein Volontariat und sein Technikjournalismus-Studium. Tim ist primär Experte für Prozessoren, Monitore und Mobilgeräte. Wenn er mal nicht tippt und auf Tech-Events unterwegs ist, sucht er wahrscheinlich gerade sein nächstes 3D-Druck-Projekt oder Reiseziel aus.

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