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Windows 10 Support endet 2025: Was ändert sich, und wie könnt ihr Windows 10 länger nutzen?

Umstieg auf Windows 11, ESU-Lizenz, oder einfach weiternutzen?

Microsoft beendet in wenigen Tagen den Support für Windows 10 und versorgt sein Betriebssystem ab dann nicht mehr mit neuen Updates. Doch was bedeutet das nun für euren PC? Und ist ein Upgrade auf Windows 11 jetzt sinnvoll? Wir erklären euch, was hinter dem Support-Ende steckt und was ihr beachten solltet.

Windows 10 wurde im Juli 2016 als Nachfolger von Windows 8.1 an den Start gebracht und brachte die klassische Benutzeroberfläche von Windows 7 mit einem frischen Anstrich zurück. Zudem konnte man noch bis 2023 kostenlos auf Windows 10 upgraden, wodurch das Betriebssystem bis heute auf über 45 Prozent aller PC-Systeme läuft. Tatsächlich konnte Windows 11 erst Anfang des Jahres seinen eigenen Vorgänger überholen – in Deutschland bleibt 10 auf Platz 1.

Windows 10 Support läuft aus – was heißt das?

Ab dem 14. Oktober 2025 wird Windows 10 allerdings nicht mehr offiziell unterstützt – neue Updates, Fehlerbehebungen oder Sicherheitspatches wird es also nicht mehr geben, wodurch euer PC anfälliger für Viren, Malware und andere Sicherheitsbedrohungen wird. Somit seid ihr Cyber-Gefahren deutlich stärker ausgesetzt. Auch der technische Support seitens Microsoft wird eingestellt, wodurch ihr bei Problemen keine Hilfe erhaltet. Natürlich wird es auf Dauer auch schwierig, aktuelle Anwendungen unter Windows 10 zu installieren.

Windows 10
Bild: Panos Sakalakis auf Unsplash

Schonfrist: So nutzt du die ESU-Lizenz für Windows 10!

Wer Windows 10 unbedingt weiter nutzen möchte, kann tatsächlich auf eine letzte Möglichkeit zurückgreifen. Ab sofort ist es möglich, sogenannte „ESU-Lizenzen“ zu erwerben. Im Rahmen der ESU (“Extended Security Updates”) bekommen User weiterhin Sicherheitspatches, aber keine neuen Funktionen. Für Nutzer innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums ist dieser Service komplett kostenfrei. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch die Verwendungen eines Microsoft-Accounts. Wer Windows 10 weiterhin ohne Account-Zwang nutzen möchte, muss die Lizenz für 30 Euro oder 1.000 Reward Points erwerben. So registriert ihr euch für die ESU-Liznez:

Um die ESU-Liznz nutzen zu können, muss der PC mit Windows 10 22H2 laufen und das neueste Update installiert sein. Zudem funktioniert die Registrierung nur, wenn ihr als Administrator angemeldet seid.

Warum ist die Lizenz in der EU kostenfrei?

In einer Stellungnahme gegenüber Windows Central hat Microsoft die Anpassungen bestätigt, mit denen der ESU-Registrierungsprozess den “lokalen Erwartungen” entsprechen soll. Mit dieser vagen Begründung könnte der Druck von Verbraucherschutzorganisationen wie Euroconsumers gemeint sein, die Microsoft zuvor wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Markets Act kritisiert hatten. Ab Oktober 2026 ist dann für Privatanwender Schluss, während das endgültige Ende für Unternehmen erst 2028 erfolgt.

Sollte man von Windows 10 auf Windows 11 wechseln?

Im Idealfall solltet ihr allerdings auf Windows 11 umgestiegen sein. Das aktuelle Betriebssystem von Microsoft wird noch einige Jahre unterstützt und bietet neuerdings einige KI-Funktionen auf Basis von ChatGPT. Mit dem 24H2 Update kommen zudem neue Features wie WiFi 7, WiFi QR-Codes sowie neue Funktionen für den integrierten KI-Assistenten Copilot hinzu.

Meinung:Ich kann es sehr gut verstehen, dass viele bei Windows 10 bleiben möchten. Zwar nutze ich selber Windows 11, viele in meinem Umfeld möchten aber nicht auf das aktuellere Betriebssystem umsteigen. Immerhin funktioniert Windows 10 – warum also etwas daran ändern? Aktuelle Spiele laufen ohne Probleme noch unter Windows 10 und vor allem VR-Anwendungen funktionieren besser.

Immerhin hat Microsoft Windows Mixed Reality mit Windows 11 24H2 einfach mal nebenbei gekillt und einen Großteil aller VR-Headsets zu teurem Elektroschrott gemacht. Dazu kommen ein Account-Zwang, hohe Systemanforderungen, unbeliebte KI-Funktionen wie Recall und eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten. Seltsame Desingentscheidungen wie Werbung im Startmenü oder das Streichen von Features helfen da nicht wirklich, Microsoft.

Kostenloses Upgrade auf Windows 11

Das Upgrade auf Windows 11 ist dabei sogar kostenlos. Ihr müsst euch einfach nur den Installationsassistent für Windows 11 über die Microsoft Webseite herunterladen. Nach der Installation prüft das Tool, ob euer System mit Windows 11 kompatibel ist. Nach der Prüfung müsst ihr nur noch den Lizenzbestimmungen zustimmen und die Installation starten. Sobald das Tool bereit ist, kann der PC neu gestartet werden.

Microsoft verschickt inzwischen sogar E-Mails an Windows 10 User, mit denen vor dem Support-Endde gewarnt wird. Auch hier wird auf den Installationsassistenten verwiesen – nebst der Möglichkeit, einen neuen Windows-11-Rechner zu kaufen.

Microsoft Surface Book mit Windows 11 auf Tisch
Bild: Microsoft/Unsplash

Windows 11 Systemanforderungen: Reicht meine Hardware aus?

Euer PC muss jedoch einige technische Voraussetzungen erfüllen, damit Windows 11 installiert werden kann. Mit Windows 11 24H2 werden etwa die CPU-Restriktionen verschärft, wodurch ältere Systeme nicht mehr kompatibel sind. Offiziell wird mindestens ein Prozessor der Intel Core i-7000-Serie oder AMD Ryzen 2000-Serie vorausgesetzt. 

Für die Nutzung von Windows 11 werden die POPCNT-Instruktion und ein Trusted Platform Module (TPM) benötigt. Ältere Systeme, die vor 2018 zusammengebaut wurden, sind also nicht kompatibel. In diesem Fall hilft also nur noch ein Plattform- oder ein CPU-Upgrade. Wer etwa ein älteres AM4 System besitzt, kann einfach auf eine aktuellere Ryzen 5000 CPU umsteigen.

Windows 10 Ende: Bis zu 240 Millionen PCs bald Elektroschrott?

Mit dem Support-Ende von Windows 10 dürften viele PCs allerdings auf dem Elektroschrott landen, da sie den Anforderungen von Windows 11 nicht gerecht werden. Analysten warnen bereits, das bis zu 240 Millionen PCs hiervon betroffen sein könnten – allein in Deutschland mehr als 30 Millionen. Einerseits versprechen sich Hersteller hiervon höhere PC-Verkaufszahlen, andererseits entstehen dann riesige Elektro-Müllberge.

Mein PC unterstützt kein Windows 11- was jetzt?

Falls dein PC das Upgrade auf Windows 11 nicht mehr unterstützt und auch kein kostengünstiges Upgrade möglich ist, dann wird es wohl Zeit für einen neuen PC. Hier stehen euch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Für alle Gamer wird wohl der Bau oder Kauf eines neuen Tower-PCs die erste Wahl sein, da das Preis-Leistungs-Verhältnis in diesem Bereich am besten ist und Upgrades leicht möglich sind.

Wer wiederum ein Upgrade für sein Homeoffice sucht, kann sich den Platz sparen und eher auf einen Mini-PC zurückgreifen. Entsprechende Systeme sind deutlich kompakter, können hinter dem Monitor verschwinden und arbeiten äußerst effizient. Im Vergleich zu früheren Komapkt-Systemen fällt die Leistung allerdings deutlich besser aus – zu Windows-10-Zeiten waren solche Systeme eher im Low-End-Bereich anzufinden.

Mini-PCs: Kompakte Alternative für das Homeoffice

Wer etwa von Windows zu macOS wechseln möchte, findet mit dem Mac Mini M4 (Test) eine sehr starke Alternative zum attraktiven Preis von knapp 570 Euro. Nur der Speicher ist hier mit 256 GB ziemlich knapp bemessen. Im Windows-Bereich sind die Optionen vielfältig – besonders aktuell ist etwa der MSI Cubi NUC AI+ 2MG, der mit einem Intel Core Ultra 7 258V ausgestattet ist und somit zur Generation der Copilot+-PCs gehört. Selbst eine integrierte Copilot-Taste, Mikrofone und Lautsprecher gibt es hier, womit er sich von Konkurrenzmodellen absetzen kann. Mit einem Preis von 1.189 Euro gehört das Modell mit 1 TB Speicher und 32 GB RAM zu den günstigeren Optionen im Bereich der NUCs mit KI-Unterstützung.

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Beitrag erstmals veröffentlicht am 02.06.2024

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Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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