Passend zum 10. Jubiläum der Smartphone-Serie hat Samsung gleich drei neue Modelle auf den Markt gebracht – das Samsung Galaxy S10, S10+ und S10e. Wir haben das Galaxy S10 und S10+  sowie das Galaxy S10e bereits getestet, wobei uns einige spannende Tipps & Tricks aufgefallen sind. Obwohl sich einige Features und Spezifikationen unterscheiden, ist mit Android 9 Pie und OneUI das gleiche System installiert. Zudem sind die grundlegenden Eigenschaften identisch, weswegen sich alle hier gezeigten Tipps mit jedem Gerät des Trios durchführen lassen.

1. Bildschirmmodus und Farbtemperatur

Die neue Samsung Galaxy S10 Reihe kommt wieder mit einem AMOLED-Display daher, das über knackige Farben und ein hohes Kontrastverhältnis verfügt. Damit der Bildschirm nicht zu übersättigt wirkt, bietet Samsung einige Möglichkeiten zur Kalibrierung an. In den Einstellungen unter „Anzeige“ kann der Nutzer den „Bildschirmmodus“ anpassen, dabei stehen die Modi „Lebendig“ und „Natürlich“ zur Auswahl. Während „Natürlich“ vordefiniert ist, kann der Nutzer mit „Lebendig“ noch den Weißabgleich einstellen. Unter den erweiterten Einstellungen gibt es zudem drei Schieberegler für die RGB-Farbtöne.

2. Smarte Bildschirmauflösung

Besonders das große Samsung Galaxy S10+ kann mit seiner hohen WQHD+ Auflösung von 3.040 x 1.440 Pixel punkten. Allerdings bedeutet solch eine hohe Anzahl an Pixeln auch, dass der Akku deutlich schneller leer wird. Je mehr Pixel ein Prozessor berechnen muss, desto mehr Energie benötigt dieser. Um dieses Problem zu umgehen, hat Samsung die „smarte Bildschirmauflösung“ integriert. Unter „Anzeige“ -> „Bildschirmauflösung“ gibt es die Möglichkeit auch auf FHD+ mit 2.280 x 1.080 Pixeln sowie HD+ mit 1.520 x 720 Pixeln zu schalten. Texte und Bilder sind dann zwar nicht mehr so gestochen scharf, der Unterschied ist jedoch kaum erkennbar. Zudem wird so der Akku geschont und die Laufzeit verlängert.

3. Digitales Wohlbefinden – „Digital Wellbeing“

Mit Android 9 Pie ist auch das „Digital Wellbeing“ von Google mit dazu gekommen. Die digitale Selbstkontrolle soll die Smartphone-Nutzung effektiver, sinnvoller und gleichzeitig angenehmer gestalten. In den Einstellungen findet sich eine Nutzungsübersicht des Smartphones inklusive der genutzten Apps. Dazu kommt ein Dashboard mit App-Timern sowie dem Sperren von Benachrichtigungen, beispielsweise vor dem Schlafen. Zu finden ist „Digital Wellbeing“ in den Einstellungen unter einem eigenen Menüpunkt.

4. Nacht-Modus – „Dark Mode“

Bei vielen als „Dark Mode“ bekannt, ist bei Samsung’s neuer Oberfläche „OneUI“ nun als Nacht-Modus integriert. Das System stellt dabei die Hintergrundfarben auf ein dunkles Thema um, was besonders mit einem OLED-Display sehr sinnvoll ist. Dieses kann bei dunklen bzw. schwarzen Darstellungen einiges an Energie einsparen und so wiederum die Akkulaufzeit verlängern. Der „Dark Mode“ kann im „Anzeige“-Menü sowohl manuell als auch über einen geregelten Zeitplan aktiviert werden.

5. Frontkamera verstecken

Auf der letztjährigen Entwicklerkonferenz hat Samsung eine neue Reihe an Display-Formaten vorgestellt, darunter das sogenannte „Infinity-O“ mit integrierter „Punch Hole“. Der koreanische Hersteller überspringt also den Notch-Trend und verpasst der neuen S10-Reihe ein Display mit Loch-Cutout. Das Samsung Galaxy S10+ erreicht so beispielsweise eine „Screen-to-Body“-Verhältnis von ca. 90%. Wie auch bei einer Notch bietet allerdings auch Samsung eine Möglichkeit, um den „Ausschnitt“ zu verstecken. In den Einstellungen unter „Anzeige“ -> „Vollbild-Apps“ kann der Nutzer die Frontkamera verschwinden lassen, wodurch der sichtbare Bereich des Displays ein gutes Stück nach unten geschoben wird. Unserer Meinung nach ist das eher verschwendeter Display-Platz und nicht ganz so hübsch gelöst.

6. Blaulichtfilter

Besonders beim Samsung Galaxy S10+ konnte das AMOLED-Display in unserem Test mit bis zu 900 cd/m² beeindrucken. So eine Helligkeit wird aber natürlich nicht bei schwachen Lichtbedingungen gebraucht, das menschliche Auge reagiert allerdings sehr empfindlich auf blaues Licht. Hierfür ist der Blaulichtfilter integriert, der für ein wärmeres Bild und somit einen geringeren Blau-Anteil in der Displaydarstellung sorgt. Der Nutzer kann sowohl einen Zeitplan einstellen, beispielsweise von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, oder den Modus manuell aktivieren.

7. Sound-Tuning mit Dolby Atmos

Neben immer mehr Leistung, immer größeren Displays und besseren Kameras wird natürlich auch der Klang der Lautsprecher verbessert. Einige Smartphones bieten mittlerweile echten Stereo-Sound an, beim Samsung Galaxy S10 kommt sogar ein Tuning mit Dolby Atmos zum Einsatz. Der Sound wird dadurch hochwertiger und wird besser auf den Inhalt angepasst. Neben einem Automatikmodus stehen dem Nutzer noch die Modi Film, Musik und Stimme zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es noch „Dolby Atmos für Spiele“, das den Game-Sound aufwerten soll. Aktiviert wird Dolby Atmos in den Einstellungen unter „Töne und Vibration“ -> „Erweiterte Toneinstellungen“ -> „Tonqualität und Effekte“.

8. RAW-Bilder knipsen

Ein großer Fokus bei der Galaxy S10-Reihe ist natürlich auch wieder die verbaute Kamera, beim Galaxy S10 und S10+ kommt sogar erstmals ein Triple-Setup zum Einsatz. Damit die Sensoren voll ausgereizt werden können steht für Hobby-Fotographen und den professionellen Einsatz das RAW-Format zur Verfügung. RAW-Fotos können zwar nicht mit jedem Programm geöffnet werden, dafür sammelt die Kamera in diesem Format jedoch deutlich mehr Details. Das ermöglicht eine bessere Nachbearbeitung der Bilder, wodurch beispielsweise ein viel zu dunkles Bild noch deutlich aufgehellt werden kann. Bilder im gängigen JPG-Format können natürlich weiterhin aufgenommen werden, RAW-Fotos sind zudem nur im PRO-Modus möglich. Zum Aktivieren des RAW-Formats muss lediglich die „Speicheroption“ in den Kamera-Einstellungen angepasst werden. Zu den Einstellungen gelangt man über das kleine Zahnrad-Symbol (links oben) in der Kamera-App.

9. Always On Display

Mit einem OLED-Display gibt es besonders starke Schwarzwerte, wodurch besonders Farben etwas kräftiger hervorstechen. Allerdings kann ein OLED-Panel auch sehr gut Energie einsparen, je mehr schwarze Inhalte es anzeigen kann. Das „Always On“-Display kann dadurch natürlich profitieren, da es nur kleinere Inhalte darstellen muss. Es wird in den Sperrbildschirm-Einstellungen aktiviert und bietet mehrere Möglichkeiten zur Anpassung. Der Nutzer kann sowohl an der Helligkeit drehen als auch die Bildschirmausrichtung anpassen. Das „AOD“ kann neben der Uhrzeit und Datum auch den Akkustatus sowie eingehende Benachrichtigungen anzeigen.

10. Dual Messenger

Smartphones mit Dual-SIM werden immer beliebter, passend dazu bietet Samsung das „Dual Messenger“-Feature an. Die Software klont dabei eine App und erstellt eine zweite Instanz, was sich besonders bei Messenger-Apps anbietet. Als Beispiel ist da WhatsApp zu nennen, das sich nur mit einer Rufnummer einrichten lässt. Mit „Dual Messenger“ lässt sich die App dann klonen, wodurch sie auch mit der zweiten SIM-Karte nutzbar ist. Möglich ist das unter anderem auch mit Facebook, dem Facebook Messenger oder Snapchat. Zu finden ist der „Dual Messenger in den Einstellungen unter „Erweiterte Funktionen“.

11. Einhändiger Modus

Auch wenn sich das Smartphone durchaus noch mit einer Hand bedienen lässt, ist der „einhändige Modus“ immer noch sehr komfortabel. Er lässt sich in den Einstellungen unter „Erweiterte Funktionen“ -> „Bewegungen und Gesten“ aktivieren und kann dann die Anzeige verkleinern. Der Nutzer hat dabei die Auswahl zwischen einer Geste (Diagonal aus einer unteren Ecke streichen) oder der Schaltfläche (Tippe dreimal auf die Home-Taste). Darüber hinaus kann die verkleinerte Anzeige leicht in der Größe angepasst und zudem an die linke oder rechte Displaykante gesetzt werden.

Fazit

Unsere 11 Tipps und Tricks sind natürlich nur die Spitze des Eisbergs, denn die neue Samsung Galaxy S10-Reihe hat noch einige Funktionen mehr zu bieten. Das Samsung Galaxy S10 und S10+ sowie das Samsung Galaxy S10e hatten wir bereits im Test, schaut da also mal vorbei! Dort schildern wir euch unsere Erfahrungen mit den Smartphones und können mehr zur Leistung, Kamera, Akku, Design und Mehr sagen. Erhältlich sind die drei Geräte übrigens auch bei Amazon.de.


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