Der Kauf einer neuen Gaming-Tastatur kann schnell überfordern. Braucht es wirklich die neuen, magnetischen Schalter? Soll ich mir lieber ein kabelloses Modell zulegen? Oder lieber doch erstmal etwas Günstiges? Wir zeigen euch die besten Tastaturen aus unseren Tests für Januar 2026 und verraten, welches Modell am besten für euch geeignet ist.
7 Tastaturen, 5 Kategorien
Anders als bei Smartphones fällt der direkte Vergleich verschiedener Tastaturen oft schwer. Zu unterschiedlich sind die Ausstattungsmerkmale, und eine günstige mechanische Tastatur ohne Schnickschnack kann in den Augen mancher Nutzer:innen „besser“ sein als ein High-End-Modell mit trendigen Magnetschaltern und einer Fülle an Extra-Features.
Wir teilen diesen Ratgeber daher in fünf Kategorien auf, anhand der ihr die richtige Tastatur für euch finden könnt: darunter die besten kabellosen, kompakten und funktionsreichsten Modelle, sowie unser aktueller Favorit mit magnetischen Switches und natürlich eine Empfehlung für Sparfüchse. Einige Kategorien enthalten gleich mehrere Modelle, um eine größere Auswahl verschiedener Schwer- und Preispunkte abzubilden.
Begriffe wie mechanische oder magnetische Tastenschalter sind euch ein Rätsel? Dann könnt ihr diese und weitere Features in unserem Ratgeber zu den Tastaturen-Grundlagen nachschlagen.
- Preis-Tipp: Sharkoon Skiller SGK25
- Kabellos: Logitech G515 TKL
- Kompakt: Asus ROG Falchion Ace HFX
- Magnetschalter: Akko MOD007 V3 HE
- Features: be quiet! Dark Mount
Preis-Tipp: Sharkoon Skiller SGK25
Günstiger werdet ihr zumindest beim Markenhersteller wohl kaum fündig: Die Sharkoon Skiller SGK25 richtet sich mit ihrem Preis von rund 50 Euro an Einsteiger, die eine mechanische Tastatur suchen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Im kompakten 75-Prozent-Format bietet sie ein übersichtliches Layout mit praktischem Lautstärkerad, verzichtet dabei aber auf zusätzliche Makrotasten. Die RGB-Beleuchtung fällt kräftig aus, auch wenn sie bei genauem Hinsehen ein leichtes Flackern zeigt – ein verschmerzbarer Kritikpunkt. Verglichen mit anderen Budget-Alternativen sind die Tastenbeschriftungen dank Double-Shot-ABS-Tastenkappen langlebiger.
Unter der Haube setzt Sharkoon auf vorgeschmierte rote Huano-Schalter, die ein solides Tippgefühl vermitteln und sich dank Hot-Swap-Funktion später sogar austauschen lassen. Zwar fehlen Features wie Dämpfungsschichten oder Gasket-Mount-Design, doch für diesen Preis bietet die SGK25 ein attraktives Gesamtpaket. Besonders praktisch: Alle Einstellungen lassen sich per Tastenkombination und Onboard-Speicher vornehmen, ganz ohne Software. Wer also eine günstige, schlichte, aber durchdachte Gaming-Tastatur sucht, bekommt hier viel fürs Geld.
Pro
- günstiger Preis
- helle Tastenbeleuchtung
- praktisches Lautstärkerad
- Alle Einstellungen ohne Software
- Schalter vorgeschmiert
- Hot-Swap-Funktion
Contra
- Tastenbeleuchtung flackert minimal
Kabelloser Komfort: Logitech G515 TKL
Zugegeben: Die Logitech G515 TKL ist auch ein starker Anwärter auf die nachfolgende Kategorie, denn mit ihren kompakten TKL-Abmessungen und Low-Profile-Tastenkappen nimmt sie nicht viel Platz auf dem Schreibtisch ein. Unter den flachen Kappen sitzen mechanischen GL-Switches aus eigener Produktion, die es in taktiler oder linearer Ausführung gibt. Zwar setzt Logitech beim Gehäuse auf Kunststoff und verzichtet auf separate Medientasten oder ein Lautstärkerad, dank robuster PBT-Double-Shot-Kappen und leisem Tippgeräusch hinterlässt die Tastatur aber einen wertigen Eindruck.
Für Flexibilität sorgen drei Verbindungsoptionen per USB-Kabel, Bluetooth sowie Logitechs schneller Lightspeed-Funktechnologie, mit der auch eine Maus am selben Dongle gekoppelt werden kann. Die Software G Hub ermöglicht umfangreiche Anpassungen: von Beleuchtung und Makros bis hin zum „Keycontrol“-Feature, mit dem Tasten mehrfach belegt werden können. Zu kritisieren ist die nicht perfekt gleichmäßige Beleuchtung und das Fehlen von Premium-Extras wie einem Aluminiumgehäuse oder Lautstärkerad – dennoch ist die G515 für 150 Euro eine vielseitige, leise und extrem platzsparende Tastatur für Gaming sowie produktives Arbeiten.
Pro
- kompakte und flache Abmessungen
- drei Verbindungsmodi
- gelungene Low Profile GL-Schalter
- umfangreiche Software-Optionen zur Tastenbelegung
Contra
- teilweise ungleichmäßige Tastenausleuchtung
- keine dedizierte Mediensteuerung/Lautstärkerad
Kompaktes Platzwunder: Asus ROG Falchion Ace HFX
Noch kompakter geht es kaum: Die ROG Falchion Ace HFX von Asus verzichtet auf eine ganze Menge Extratasten, ohne dabei die praktischen Pfeiltasten über Bord zu werfen. Mit abriebfesten PBT-Tastenkappen in normaler Größe büßt ihr außerdem trotz überschaubarer Abmessungen keinen Tippkomfort ein. Herzstück sind die magnetischen ROG HFX-Schalter, die den Auslösepunkt flexibel zwischen 0,1 und 4,0 mm einstellen lassen. Dazu kommen Features wie Rapid Trigger für verzögerungsfreies erneutes Auslösen sowie ein Speed-Tap-/SOCD-Modus, der insbesondere Shooter-Spielern Vorteile verschaffen kann. Unterstützt wird das Ganze von einem satten Tastenklang mit bis zu fünf Dämpfungsschichten und ab Werk geschmierten Stabilisatoren.
Auch wenn das Design anderes vermuten lässt, verzichtet Asus auf eine kabellose Option und spendiert dafür gleich zwei USB-C-Ports für flexible Kabelführung. Besonders gelungen ist die Touch-Leiste an der Oberkante, die nicht nur Lautstärke und Mediensteuerung, sondern auch die Einstellung des Auslösepunktes erlaubt. Mit rund 220 Euro gehört die Ace HFX zu den teuren, aber technisch ausgefeilteren Modellen. Für Puristen mag das kompakte Layout gewöhnungsbedürftig sein, wer jedoch Wert auf Anpassbarkeit und modernes Schalterdesign legt, findet hier eine spannende Alternative abseits klassischer mechanischer Tastaturen.
Pro
- wertige Verarbeitung
- intuitive Touch-Leiste
- Zwei USB-C-Anschlüsse
- gute Dämmung & satter Tastenklang
- vielseitige HFX Magnetic Switches
Contra
- hoher Preis
- 8.000 Hz bei Tastaturen fast sinnfrei
Magnetische Tastenschalter: Akko MOD007 V3 HE
Die Akko MOD007 V3 HE wartet optisch mit einem aufwendigen Drachen-Design im Aluminiumgehäuse, technisch mit fein abgestimmten magnetischen Schaltern auf. Im 75-Prozent-Layout bringt sie Pfeil- und Navigationstasten sowie ein praktisches Lautstärkerad mit, verzichtet aber auf einen Nummernblock und bleibt so recht kompakt. Mit fast zwei Kilogramm Gewicht und edlen PBT-Tastenkappen vermittelt sie ein massives Premium-Gefühl, wenngleich das beiliegende Gummikabel nicht ganz zum hochwertigen Gesamteindruck passen mag.
Besonders spannend sind die Astrolink-Magnetschalter samt Rapid Trigger und bis zu 32.000 Hz Scanning-Rate, deren Auslösepunkt sich per Software auf 0,01 mm genau einstellen lässt. In Shootern könnt ihr so extrem schnelle Eingaben festlegen, wenn nötig auch nur für bestimmte Tasten. Ergänzt wird das Ganze durch ein Gasket-Mount-Design mit mehreren Dämpfungsschichten, austauschbarer Montageplatte und flexibler Software für Makros, Deadzones und Mehrfachbelegungen. Für unter 240 Euro (teils im Angebot günstiger) bietet die MOD007 V3 HE Features, die große Hersteller oft nur in deutlich teureren Modellen verbauen.
Pro
- hochwertige Verarbeitung
- Preis/Leistungsverhältnis
- satter Tastenklang
- Magnetschalter und RT-Feintuning
- 8.000-Hz-Polling mit 32k-Scanning
Contra
- schnödes USB-Kabel
- manuelle Kalibrierung nötig
Verboten günstiger Hall-Effect: Epomaker G84 HE
Wirklich günstig wird es mit der Epomaker G84 HE: Für rund 77 Euro kombiniert das Preiswunder unter den Gaming-Tastaturen magnetische Hall-Effect-Schalter, kabellose Verbindungsmöglichkeiten und eine 8.000-Hz-Abtastrate. Das kompakte 80-Prozent-Layout verzichtet auf überflüssigen Zierrat und setzt auf PBT-Tastenkappen mit ordentlicher Beleuchtung, auch wenn ein Lautstärkerad oder deutsche Beschriftungen fehlen. Das Kunststoffgehäuse wirkt solide, erreicht aber nicht die Wertigkeit teurer Metallrahmen. Hier tun sich die Unterschiede zur deutlich teureren Akko-Tastatur auf, deren massives Metallgehäuse von Qualität zeugt und die auch im DE-Layout erhältlich ist.
Technisch liefert die G84 HE beeindruckend viel fürs Geld: Die magnetischen „Duskrise“-Schalter lassen sich millimetergenau anpassen, Rapid Trigger und Dynamic Keystroke sind ebenfalls an Bord. Ein Gasket-Mount-Aufbau mit mehreren Dämpfungsschichten sorgt für ein angenehm federndes Tippgefühl, das deutlich teurer wirkt, als es der Preis vermuten lässt. Zwar schwächelt die Software gelegentlich und die Akkulaufzeit fällt mit aktivierter Beleuchtung eher kurz aus, doch das Gesamtpaket überzeugt. Für alle, die magnetische Tastaturen ausprobieren wollen, ohne tief in die Tasche zu greifen, ist die Epomaker G84 HE derzeit einer der spannendsten Geheimtipps.
Pro
- starke Ausstattung zum günstigen Preis
- magnetische Tastenschalter (Hall Effect)
- viele Software-Optionen
- satter Tastenklang
Contra
- Akkulaufzeit ausbaufähig
- Ladezeiten in der Software
- kein DE-Layout
Magnetisch muss nicht schlicht heißen: Asus ROG Azoth 96 HE
Wer mit einem weniger knappen Budget nach magnetischen Tastenschaltern sucht und obendrein auch zu ein paar Extra-Features nicht Nein sagt – oder einfach mit dem kompakten Format nichts anfangen kann – wird inzwischen auch bei Asus fündig: Die neue ROG Azoth 96 HE ergänzt die gelungene Azoth-Reihe um ihr erstes Modell mit den magnetischen HFX-V2-Switches sowie das größere 96-Prozent-Layout und 8.000-Hz-Polling. Auf bekannte Vorzüge der Serie, wie die mehrlagige Tastendämpfung sowie das kleine OLED-Display samt praktischem Kippschalter müsst ihr jedoch nicht verzichten.
Gegenüber der ersten Azoth ist die Variante 96 HE nun auch mit einem farbigen Display ausgestattet, das bislang der teuren Azoth Extreme vorbehalten war. Weitere Vorzüge sind eine große Handballenauflage aus Gummi, sowie die Möglichkeit, die HFX-V2-Schalter per Hot-Swap durch beliebige andere Magnetschalter auszutauschen. Wie üblich kann die neueste Asus-Tastatur wahlweise per 2,4-GHz-Dongle, Bluetooth oder USB-Kabel verbunden werden. Günstig wird das ganze nicht: Wer die neuen HFX-Schalter samt OLED-Gimmick im großen Format erleben möchte, zahlt zum Marktstart knapp 400 Euro.
Pro
- magnetische Switches mit feiner Auslösepunkt-Anpassung
- Hot-Swap
- farbiges OLED-Display
- Tri-Mode-Konnektivität
- breite Gummi-Handballenauflage
Contra
- hoher Preis
- Tastenklang leicht kratzig
Feature-Feuerwerk: be quiet! Dark Mount
Mit der be quiet! Dark Mount wagt sich der für leise PC-Komponenten bekannte Hersteller erstmals ins Tastatursegment und setzt dabei auf ein Konzept, das sich deutlich von der Konkurrenz abhebt. Statt auf Kompaktheit und Minimalismus setzt die Dark Mount auf ein modulares Vollformat-Design: Ziffernblock und Media-Dock lassen sich flexibel an- oder abbauen, wahlweise sogar links oder rechts am Gerät. Hinzu kommen ein Display sowie acht frei belegbare Display-Tasten, die ähnlich zu den beliebten Stream Decks funktionieren. PBT-Double-Shot-Kappen, magnetische Handballenauflagen und anpassbare RGB-Leisten runden das auffällige Gesamtpaket ab.
Technisch schlägt be quiet! eine andere Richtung als viele andere Markenhersteller ein und setzt statt trendigen Magnetschaltern auf mechanische, aber besonders leise Switches. Auf den Hot-Swap-fähigen be quiet!-Switches tippt es sich dank mehreren Dämpfungsschichten und geschmierten Stabilisatoren sehr geräuscharm. Mit rund 250 Euro positioniert sich die Dark Mount im Premium-Segment und richtet sich an Nutzer, die sich zwischen all den kompakten und “thocky” klingenden Tastaturen nach Fullsize-Tastaturen mit ungewöhnlichen Features und besonders leisem Tippverhalten sehnen.
Pro
- modulares Ziffernblock- und Mediendock-Design
- leise Tastenschalter
- Anpassbares Display am Mediendock
- bequeme Handballenauflage
- Software als Web-Option verfügbar
Contra
- hoher Preis
- Funktionalität der Display-Tasten ausbaufähig
Beitrag erstmals veröffentlicht am 04.10.2025
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