Internet-Gefahren für Kinder: Worauf Eltern achten müssen

Infos  / Redaktion

Im World Wide Web lauern zahlreiche Gefahren – gerade für Kinder und Jugendliche. Nach Einschätzung vieler Medienexperten sind junge Internetnutzer bei ihren Aktivitäten nicht ausreichend geschützt. Im Folgenden listen wir drei Gefahrenquellen auf und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Kind vor Schaden bewahren können.

 

Ungeeignete Inhalte

In Deutschland dürfen Anbieter von pornografischen und gewaltverherrlichenden Inhalten ihr Material nur Erwachsenen zur Verfügung stellen. Allerdings greift dieses Prinzip nicht bei Internetangeboten aus dem Ausland: Es gibt zahlreiche Seiten mit nicht jugendfreien Inhalten, die ohne Zugangsbeschränkung abrufbar sind. Viele davon sind selbst jüngeren Jugendlichen bekannt. Darüber hinaus kursieren im Netz Nacktfotos oder sexualisierte Darstellungen, die von Privatpersonen hochgeladen und weiterverbreitet werden. Wenn Sie auf ein solches Profil oder eine fragwürdige Webseite stoßen, können Sie sich an die zuständige Behörde (in der Regel das örtliche Jugendamt) wenden – diese wird Ihrer Beschwerde nachgehen. Ein weiterer überlegenswerter Schritt ist die Einrichtung eines Kinderschutz-Tools, das den Zugang zu Webseiten mit ungeeigneten Inhalten sperrt.

Offenlegung persönlicher Daten

Persönliche Daten wie Namen und E-Mail-Adressen sind für Firmen und professionelle Adresshändler Gold wert. Die freiwillige Preisgabe solcher Daten führt zu einer Fülle von unerwünschten E-Mails (Spam), teilweise aber auch zu Belästigungen durch Erwachsene mit pädophilen Neigungen, die gezielt nach Kindern Ausschau halten. Gewiefte Datendiebe können sogar durch das Analysieren von Nutzerprofilen Erkenntnisse gewinnen und herausfinden, wer sich hinter dem Profil verbirgt. Schärfen Sie Ihrem Kind daher unbedingt ein, sich immer unter einem Phantasienamen (Nickname) im Netz zu bewegen. Richten Sie gegebenenfalls eine neue E-Mail-Adresse ein, die keine Hinweise auf die tatsächliche Identität Ihres Kindes liefert.

Cybermobbing

Das Cybermobbing (auch: „Bullying“) ist die wohl größte Gefahrenquelle für Kinder und Jugendliche, die im Internet unterwegs sind. Besoders hoch ist das Gefahrenpotenzial, wenn mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets genutzt werden. Die einfachen Verbreitungsmöglichkeiten, die scheinbare Anonymität und die Angewohnheit, interessante Inhalte sofort mit Freunden zu teilen, lassen junge Netzuser leicht in Gefahr geraten, Opfer von Cybermobbing zu werden. Zu den klassischen Formen des Bullyings gehören unter anderem peinliche Fotos, beleidigende Botschaften und üble Nachrede. In vielen Fällen kommen die Täter aus dem unmittelbaren Umfeld der Kinder.

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass das Teilen derartiger Bilder oder Texte kein harmloser Spaß ist und andere unglücklich macht. Wecken Sie sein Verständnis, dass man zuerst nachdenken sollte, bevor man auf den „Weiterleiten“-Button klickt. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind selbst Opfer von Cybermobbing wird, informieren Sie die Betreiber der Webseiten oder wenden Sie sich an die Schulleitung. Nötigenfalls können Sie außerdem bei der Polizei Anzeige erstatten. Zusätzlich können Sie ein Tool zur PC Überwachung nutzen, um die Internetaktivitäten Ihres Kindes im Blick zu haben.


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