Private Daten auf Smartphone und Tablet: Vertrauen ist gut, Sicherheit ist besser.

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Apps sind beliebt und erleichtern das Leben. Ein allzu sorgloser Umgang damit kann jedoch zu Problemen führen, die sich oft nur schwer reparieren lassen. Das Smartphone liegt unbeobachtet auf dem Tisch – leider gibt es Menschen, die sich ansehen wollen, welche Daten darauf gespeichert sind. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass ein neugieriger Kollege sich für Fotos oder sonstige Details aus deinem Privatleben interessiert. Natürlich sollte der Teufel nicht an die Wand gemalt werden, aber ein allzu großes Vertrauen in die Integrität anderer kann sich negativ auswirken. Wie du deine Apps und Nachrichten sicher schützen kannst und warum das unbedingt notwendig ist, erfährst du in diesem Artikel.

„Vorsorge“ ist auch beim Smartphone wichtig

Ob dein Smartphone oder Tablet noch eine zur üblichen Sperrfunktion zusätzliche Funktion wie einen Fingerabdruck oder eine Kindersicherung hat, ist geräteabhängig. Zum Glück gibt es empfehlenswerte Schutzmöglichkeiten, um die du dich selbst kümmern kannst: Apps und Daten lassen sich verstecken. Dafür bieten Samsung-Geräte den „Privaten Modus“ an. Er befindet sich unter Einstellungen/Datenschutz/Sicherheit. Ist dieser eingeschaltet, erhältst nur du Zugriff auf alle deine privaten Daten. Eine andere Möglichkeit ist, Chats zu archivieren. Bei Android gehst du dafür auf den Chat und drückst ihn solange, bis du „archivieren“ auswählen kannst; bei IOS werden Chats durch Wischen archiviert.

Rundum-Schutz durch Passwortmanager

Diese Programme generieren für dich ein zwölfstelliges Masterpasswort. Das ist zwar nicht so leicht zu merken, lohnt sich aber, weil es alle Sicherheitsvorkehrungen erfüllt. Mit dem Masterpasswort sind alle deine anderen Passwörter sicher geschützt. Hierfür gibt es kostenlose Versionen, die allerdings nicht alle Funktionen bereitstellen, bevor sie als kostenpflichtige Premiumversion gekauft werden. Wer sich dazu ausführlicher einlesen möchte kann den Test + Ratgeberartikel der Netzsieger-Redakteure nutzen. Die Passwörter werden in einer Cloud, einem Server oder auf dem eigenen Computer gespeichert.

Raffinierte Tarn-Apps

Das Netz stellt eine Menge Apps mit einer Doppelfunktion zur Verfügung: Sie sind tatsächlich als Apps mit entsprechenden Funktionen einsatzfähig, gelten aber hauptsächlich der Tarnung von Sicherheitsfunktionen: So kommt KyCalc als Taschenrechner-App daher, auf der du einen Zahlencode eingeben musst, um dein Smartphone aus dem Sicherheitsmodus zu entsperren. Oder die App Audiomanager – hier wird auf das Logo der App zum Entsperren gedrückt. Sehr raffiniert ist auch AppLock: Die Sperr-App kann nur mit einem Punktmuster, das du vorher eingegeben hast, geöffnet werden.

Was passieren kann

Wozu überhaupt diese Sicherheitsmaßnahmen dienen, sollen euch folgende Beispiele zeigen, wobei nicht nur Diebstähle, sondern Kinder und auch Freunde zu riskanten Faktoren werden. Der Facebook-Messenger und WhatsApp sind bei vielen Usern so eingestellt, dass neue Nachrichten als Push-Nachrichten auch bei gesperrtem Screen erscheinen. Es muss noch nicht mal eine Absicht dahinterstecken, wenn deine Freunde hinschauen: Der Nachrichtenton und der plötzlich aufleuchtende Screen lenken die Blicke unbewusst dorthin. Was hier helfen kann: Einfach die Push-Nachrichten deaktivieren, dies ist bei jeder App möglich.
Für Kinder scheint eine geradezu magische Anziehungskraft von einem Smartphone auszugehen. Nicht immer ist es möglich, den Kleinen das Smartphone sofort wieder abzunehmen. Und die meisten wissen schon, was „wischen“ ist, bevor sie lesen können. Blitzschnell ist eine neue App installiert oder in einer bestehenden App werden ungewollt Veränderungen vorgenommen. Gerade bei Banking-Apps kann das sehr unangenehm werden. Auch für „kontrollieren Konsum“ von Medien, wie Spielen oder YouTube, sollte auf die Unterstützung von Sicherheitsapps/Software gesetzt werden, damit werden Absprachen für das (Klein-) Kind zur Selbstverständlichkeit.
Die Krönung aller Katastrophen ist ein ungesichertes, gestohlenes Smartphone mit Vertrag: Bevor der Anbieter die Karte sperrt, können kostenpflichtige Apps installiert und Käufe von anderen getätigt werden. SMS, WhatsApp-Nachrichten oder Mails können gelesen oder Facebooknachrichten unter eurem Namen veröffentlicht werden.


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