Casual Gaming am PC: Muss der Rechner teuer sein?

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PC Gaming hat oft den Ruf, von Hardcore Gamern dominiert zu sein. Doch tatsächlich ist der Großteil der Spieler am PC den sogenannten „Casual Gamern“ zuzuordnen, also den Gelegenheitsspielern, die nicht unbedingt die beste Grafikkarte benötigen, um zufrieden zu sein. Was braucht es für Casual Gaming am PC und wie teuer wird der Spaß, wenn man einen Rechner für gelegentliches Spielen zusammen stellt?

Welches Budget sollte man einplanen?

Selbstverständlich können „echte“ Gaming-PCs schnell über 1.000 Euro kosten. Wer allerdings nur gelegentlich spielt und den PC ansonsten vor allem für Internet, Office-Anwendungen und kleinere Einsätze bei Bildbearbeitung oder Videoschnitt einsetzen möchte, kann mit einem Budget von 500 Euro durchaus zurechtkommen. Ende 2017 hatte der durchschnittliche auf Steam verwendete PC nur 8 GB Arbeitsspeicher und eine Quadcore CPU – bei Casual Gaming PCs auch 2019 noch ein guter Richtwert. Auf Nachrüstbarkeit sollte allerdings Wert gelegt werden: 8 GB Arbeitsspeicher sind je nach Nutzung aktuell noch ausreichend, später sollte man aber auch aufrüsten können, ohne weitere Komponenten austauschen zu müssen. Selbiges gilt für Solid State Drives, die jedes Jahr im Preis fallen: Hier könnten aktuell 256 GB ausreichen, wenn größere Festplatten in einigen Jahren billiger sind, möchte man aber vermutlich mehr Kapazität haben.

Wer selber gerne an PCs bastelt und einen neuen Rechner für Freunde oder Bekannte baut, kann selbstverständlich Teile einzeln im Netz bestellen. Für unerfahrene Bastler empfehlen sich aber auch Fertig-PCs: Hier kann man nicht nur auf das Anschließen von Grafikkarte und Co. verzichten, sondern spart sich vor allem auch die Installation von Windows und Treibern.

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Welche Spiele sollen es sein?

Entscheidend ist natürlich die Frage, welche Spiele auf dem neuen Rechner gespielt werden sollen. Manche Spieler sind zwar durchaus Gelegenheits-Zocker, möchten aber trotzdem grafikintensive Spiele, wie zum Beispiel das aktuelle FIFA, am PC spielen. In diesem Fall sollten die Komponenten einigermaßen leistungsstark sein. Anders sieht es bei den immer beliebteren Browser-Spielen aus, die heute einen Großteil des Umsatzes auf dem Casual Gaming Markt ausmachen. Hier sind zum Beispiel Aufbauspiele sehr beliebt oder auch Farmspiele wie Klondike: The Lost Expedition, die Webversion des beliebten Handyspiels Klondike Adventures, das zusätzlich zum Farm-Gameplay auch Städtebau beinhaltet. Web-Spiele benötigen deutlich weniger Ressourcen als Vollpreis-Titel, bieten zumeist gutes Gameplay bei preiswertem Spielen an und sind extra dafür konzipiert, dass auch Gelegenheitsspieler mit ihnen Spaß haben können. Ein guter Browser ist hier natürlich Pflicht, doch eine mächtige Grafikkarte oder einen i7 Prozessor kann man sich an dieser Stelle sparen. Möchte man dagegen Vollpreistitel auf dem PC spielen, dann muss man auch die Komponenten anpassen. Vor allem die Festplatte sollte in letzterem Fall größer sein, da viele Spiele eine Menge Platz auf der HDD oder SSD benötigen. Beim Monitor reicht zumeist ein solider 1080p Bildschirm. 4K Gaming frisst viele Ressourcen, hier kann man also Geld sparen.

Klondike

Fazit

Einen Casual Gaming PC zu bauen, kann eine interessante Angelegenheit sein. Je nachdem, ob man für sich selbst oder für andere einen Rechner erstellt, und je nach der Art von Titeln, die auf dem neuen Gerät gespielt werden sollen, kann man mit einem Budget von 500 Euro sehr gut arbeiten. Der durchschnittliche Kaufpreis für Notebooks lag 2018 bei 695 Euro, für stationäre PCs bei 818 Euro – Zahlen, die man durchaus unterbieten kann. Gerade für Neulinge muss es kein teurer PC sein. Browser-Spiele reichen für den Großteil der Gelegenheitsspieler außerdem vollständig aus, um viele Stunden Spaß zu haben. Die einfache Nutzung von Hardware, Betriebssystem und Spielen sollte im Vordergrund stehen.


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