AMD präsentiert Server-Roadmap

News 28.12.2013 / Daniel Bogdoll

AMD hat auf der Supercomputing Conference diesen Jahres seine aktuelle Server-Roadmap präsentiert. Diese behandelt unter Anderem die Pläne für die 2015 erscheinenden Prozessoren. Schon mal vorab: Neue High-End Geräte sind nicht zu erwarten. Es handelt sich um Opteron-„SoCs“ (System-on-a-chip) Toronto und Cambridge, welche auf ARM-Kernen oder Excavator-Modulen basieren.

Die beiden „APUs“ (Accelerated Processing Unit) befinden sich im aktualisierten mittleren/unterem Leistungsfeld – ältere Technik auf einen neuen Stand gebracht. Ein neuer Chip für Server mit mehreren Sockeln wird von AMD zurzeit nicht geplant. Hier einmal die Roadmap in tabellarischer Form: 

Kategorie201320142015
4P/2P ServerOpteron 6300 und 4300 – Sockel G34 (32 nm)Opteron 6300 – Sockel G34 (32 nm)Opteron 6300 – Sockel G34 (32 nm)
1P-ServerOpteron 3300 – Sockel AM3+ (32 nm)„Berlin“ mit 4C und GPU – Sockel FM2+ (28 nm)„Toronto“ mit 4C und GPU – SoC (20 nm?)
MikroserverOpteron X-Serie (28 nm)„Seattle“ mit 8C – ARM-Basis (28 nm)„Cambridge“ – ARM-Basis (20 nm?)
 
Gregory Rodgers aus dem AMD Research Resort hat einen Vortrag über ‚ „HSA“ (Heterogenoues System Architecture) in Clusters‘ gehalten. Dieser bot einen Blick auf die nächsten Serverprozessoren. Er erklärte, dass Toronto zwei Excavator-Module und eine Grafikeinheit der ‚Volcanic Island‘-Generation bietet. Diese ist eine weiterentwickelte Fortsetzung der bisherigen GCN-Technik. Nutzen findet sie zum Beispiel in aktuellen Grafikkarten von AMD. Simpel und preisgünstig werden die Platinen durch eine direkte Integrierung der Southbridge in den Chip, somit gilt die APU als SoC. 
 
Die APUs unterstützen sowohl DDR3- als auch DDR4-Speicher. Dieser schnelle RAM bringt der integrierten Grafikeinheit mehr Bandbreite – somit kann eine höhere Leistung erzielt werden. Viele High-Performance Anwendungen bzw. Rechencluster arbeiten mit „OpenCL“ (Open Computing Language), einer Technik, welche Grafikkarten besonders gut ausreizt. Die Grafikeinheit soll jedoch, um beispielsweise Strom zu sparen, auch abschaltbar sein.
 
Der Cambridge Chip für Mikroprozessoren wird sehr wahrscheinlich mit von AMD selbst entwickelten ARM-Kernen inklusive 64-Bit Architektur ausgerüstet sein. Die bisherige ‚Piledriver-Technik‘ (Interne Architekturoptimierung von AMD) wird auch weiterhin bei Servern mit zwei oder vier Sockeln aktiv gehalten.


Quelle : Golem

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Daniel Bogdoll Aachener Student, welcher sich neben dem Uni-Alltag und eigenem Kleingewerbe speziell für fortschrittlichste Technologien und deren Implementierung in aktuelle Hardware interessiert.

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