A9 kommt aus dem Hause Samsung

Die mobilen Prozessoren von Apple werden wieder vom koreanischen Unternehmen gefertigt
News 15.12.2014 / Eva L. López

Von wegen alles muss immer neu sein. Nach Angaben des koreanischen Tech-Magazins ETnews wird Samsung den Prozessor A9 für das neue iPhone herstellen. Damit lebt eine alte Geschäftspartnerschaft wieder auf. Wegen des Patenstreits hat Apple in den aktuellen mobilen Geräten auf die Herstellung der mobilen Prozessoren durch das Unternehmen TSMC gesetzt.

Den Gerüchten zu Folge hat Samsung bereits mit der Produktion des A9 begonnen. Der Prozessor soll im 14nm FenFET Prozess gefertigt werden. Der Vorgänger A8 wurde im 20nm Prozess gefertigt, weshalb der Journalist Sebastian Anthony ihn gar als „ 2-billion-transistor 20nm monster“ beschrieb.

A9 kommt wieder aus dem Hause Samsung

Quelle: Golem

Der A9 wird voraussichtlich in Samsungs Manufaktur in Austin, Texas, produziert. Das Werk wurde erst 2012 für 3.9 Milliarden US Dollar gebaut, vermutlich mit dem Hauptziel die mobilen Prozessoren für Apples iPhones und iPads herzustellen. Anfang des Jahres gab das US-amerikanische Unternehmen Apple jedoch bekannt, dass TSMC (Taiwan Semiconducting Manufacturing) den A8 produziert. Obwohl der offizielle Grund Qualitätsmängel bei der Fertigung gewesen sein sollen, entschied Apple sich vermutlich für das taiwanesische Unternehmen, da es mit Samsung im Patenstreit lag. In dem Rechtsstreit ging unter anderem um das Samsung Galaxy Tab 10.1, das optisch dem iPad ähnlich war. Dessen Geschmacksmuster lies Apple sich bereits 2011 patentieren. Der A8 war demzufolge der erste mobile Prozessor den Apple nicht von Samsung produziert wurde. Es sieht auch so aus, als bleibe das A8 auch in naher Zukunft eine Ausnahme.


Quellen :

GSMArena
ExtremeTech
NotebookInfo


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Eva L. López Eva L. López ist Technikjournalistin und die erste weibliche Redakteurin bei Allround-PC. Derzeit macht sie ihren Master in Datenjournalismus in den Niederlanden. Überhaupt, sie sucht immer wieder das Abenteuer im Ausland. Ihre Neugierde verdankt sie auch den großen Ansporn, als Journalistin zu arbeiten. Dabei beschäftigen sie nicht nur Technik, sondern auch die Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft.

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