Android: Google App-Suite soll bald bis zu 40 US-Dollar pro Gerät kosten

Google reagiert auf EU-Urteil 2 Min. lesen
News android  / Alexander Lickfeld

Als Antwort auf das kürzliche Urteil der europäischen Kommission gegen Google, müssen Hersteller von Smartphones bald Lizenzgebühren für die Google App-Suite bezahlen.

Android Hersteller müssen künftig hohe Kosten in Europa in Kauf nehmen, wenn sie den Google Play Store und weitere mobile Apps auf ihren Smartphones einbinden wollen. Laut einem „The Verge“ vorliegenden Dokument sollen sich die Kosten für die Google App-Suite um bis zu 40 US-Dollar pro Gerät belaufen. Diese Gebühr soll je nach Land und Gerätetyp variieren und für Geräte ab dem ersten Februar 2019 gelten. Hersteller von Android-Smartphones müssen diese Kosten aber wahrscheinlich nicht tragen, da Google einen Teil bzw. die gesamten Kosten für Unternehmen deckt, die zusätzlich Chrome und Google Search auf ihren Geräten installieren. Dies ist eine Antwort auf das Urteil der Europäischen Kommission, das Google dazu zwingt, Chrome und Google Search von der restlichen Google Suite zu trennen.

Gebühren für deutsche Geräte sind am höchsten

Wie genau sich diese Lizenzgebühren berechnen werden ist noch unklar, jedoch sollen Dokumenten offenbaren, dass die Gebühren von Land und Pixeldichte abhängen. Die Länder sollen in drei Reihen unterteilt sein, von denen Deutschland, das Vereinige Königreich, Schweden, Norwegen und die Niederlande die höchsten Kosten tragen müssen. In diesen Ländern sollen Geräte mit einer Pixeldichte von 500 ppi eine Gebühr von 40 US-Dollar zahlen müssen. Smartphones mit 400 bis 500 ppi müssen 20 US-Dollar zahlen, während Geräte mit einer noch niedrigeren Pixeldichte gerade einmal 10 US-Dollar zahlen müssen. In anderen Ländern können die Kosten sogar auf bis zu 2,50 US-Dollar sinken. Gebühren fallen zwar auch für Tablets an, die Gebühren dafür sind aber Länderunabhängig und betragen maximal 20 US-Dollar pro Gerät.

Höhere Kosten für Nutzer?

Außerdem sollen künftig Hersteller, die Chrome nicht vorinstallieren, keine Werbeeinnahmen mehr durch die Nutzung bekommen. Zusätzlich zu dem Urteil muss Google auch noch eine Strafe von fünf Milliarden US-Dollar bezahlen. Die europäische Kommission möchte damit den Wettbewerb erhöhen und somit auf lange Zeit, niedrigere Kosten und mehr Optionen für die Nutzer erreichen. Kritiker gehen jedoch davon aus, dass diese Kosten nur auf die Konsumenten abgewälzt würden.



Quelle : The Verge


Teilen:

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.