Qualcomm Boundless XR: 5G für kabelloses VR-Erlebnis

Latenzfreie Cloud-Anbindung für hübschere virtuelle Welten 2 Min. lesen
News qualcomm  / Alexander Lickfeld
Boundless XR Bild: Qualcomm

Auf dem 4G/5G Summit stellte Qualcomm die Boundless XR Technologie vor, die später das 5G-Mobilfunknetz nutzen soll. Die Technologie soll die Probleme hinsichtlich der Rechenleistung und des Energieverbrauchs eines kabellosen XR-Headsets beheben.

Unter der Bezeichung Extended Reality (XR) vereint der Chipanbieter Qualcomm sämtliche Produkte, die ihren Fokus auf virtuelle (VR), angereicherte (AR) oder gemischte Realität (MR) legen. Mit Boundless XR sollen nun die Vorteile von Mobile XR und PC XR kombiniert und deren Nachteile ausgemerzt werden. Das dafür benötigte Head-Mounted-Display (HMD) soll bei Boundless XR ohne Kabel auskommen, einfach einzurichten sowie leicht sein. Es soll trotzdem keine Abstriche bei der Rechenleistung geben, während die Wärmeentwicklung sowie der Energieverbrauch gegenüber bisherigen Lösungen nicht ansteigen sollen.

Boundless XR                               Boundless XR soll die Vorteile von Mobile XR und PC XR kombinieren (Bild: Qualcomm)

Ebenfalls neu ist, dass ein Teil der Berechnungen des XR-Erlebnisses sowie die Erfassung und Verarbeitung der Sensordaten direkt am HMD durchgeführt werden sollen. Um dies zu erreichen, ist das HMD mit einem Snapdragon-Prozessor ausgerüstet, der die erforderlichen Berechnungen übernimmt. Im Vergleich zu aktuellen VR-Lösungen mit High-End-Grafikkarten und Prozessoren hat die Snapdragon CPU allerdings das Nachsehen. Um das Leistungsdefizit auszugleichen, holt sich Qualcomm die zusätzliche Leistung aus der Edge Cloud, die außerdem für kurze Signalwege sorgen soll.

Boundless XRDurch die direkte Verarbeitung der Sensordaten am HMD sollen geringe Latenzen ermöglicht werden (Bild: Qualcomm)

Qualcomm verwendet anschließend die sogenannte Split-Rendering-Architektur. Diese speist die Daten aus der Edge Cloud in das Mobilfunknetz ein und überträgt diese per 5G an das HMD. Im HMD werden dann die vom Snapdragon berechneten Inhalte mit denen der Cloud-Inhalte zusammengeführt. Um die Position des Anwenders zu erfassen, werden die Sensordaten vor der Ausgabe auf dem Display erneut abgefragt und über einen Timewarp angepasst.

Boundless XR soll sich auch für Mobilfunkanbierer rentieren, da diese einen Teil ihrer 5G-Investitionen über entsprechende Dienstleitungen zurückholen könnten. Wann und ob Boundless XR  auf dem Markt kommt ist bis lang unbekannt, da es sich aktuell noch um ein internes Qualcomm-Projekt handelt.



Quelle : Computerbase


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