5G-Versteigerung hat vorläufigen Starttermin, Konzerne wehren sich gegen Bedingungen

Regelungen für Ausbaumaßnahmen und Roaming sind Streitpunkte 2 Min. lesen
News  / Robin Cromberg
Mobilfunkantennen Bild: Mario Caruso auf Unsplash.com

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen haben einen vorläufigen Versteigerungstermin. Dieser könnte sich durch Eilanträge der großen Telekommunikationskonzerne weiter verzögern.

Angesetzter Termin könnte sich noch verschieben – Mobilfunkanbieter klagen bereits

Nach und nach stellen die großen Smartphonehersteller ihre 5G-fähigen Topmodelle vor, doch deutsche Berichterstattungen erhalten stets den Zusatz „für den deutschen Markt noch nicht relevant“. Nun scheint sich die Bundesnetzagentur mit großen Schritten auf eine Änderung dieser Situation hinzu bewegen zu wollen, denn plötzlich steht ein Termin für die Versteigerung der nötigen 5G-Frequenzen an die Telekom-Anbieter fest. Das genannte Startdatum ist bislang noch ein vorläufiges und könnte sich weiter nach hinten verschieben, frühestens kann die Versteigerung in Mainz am 19. März beginnen. Die drei großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica haben bereits Eilanträge gestellt, um die Details der Vergabebedingungen zu klären und im eigenen Sinne ändern zu lassen. Insgesamt sollen neun Unternehmen gegen die Rahmenbedingungen Klage eingereicht haben.

5GBis Ende 2022 soll das 5G-Netz in Deutschland angemessen ausgebaut werden

Zu den von der Bundesnetzagentur beschlossenen Bedingungen gehören umfassende Ausbaupflichten für die Mobilfunkunternehmen, nach denen bis Ende 2022 die deutschen Haushalte und Verkehrswege, darunter Bundesautobahnen und -straßen sowie wichtige Bahnstrecken, zu großen Teilen mit mindestens 100 Mbit/s versorgt werden müssen. Gegen diese Auflagen wehren sich die potentiellen Bietenden nun, nicht zuletzt wegen der hohen Zahl der dafür benötigten Masten. Da die 5G-Masten nur eine sehr kurze Reichweite aufweisen, werden der Telekom zufolge mehr als 500.000 Masten nötig sein, um den Forderungen nachzukommen. Ein weiterer großer Streitpunkt ist Roaming, denn die Vergaberegeln sehen auch vor, dass die Konzerne ihre Antennen gegebenenfalls für Konkurrenten öffnen müssen, damit keine Funklöcher entstehen. Die entsprechenden Kooperationen sollen die Unternehmen untereinander selbst aushandeln.


Quellen :

n-tv.de
Zeit.de


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